Fred Ape

fredTja, wie bin ich zum Lesen gekommen? Sicher nicht durch die diversen Schulen, durch die ich mich gemogelt habe. In meiner Jugend hatte ich auch, glaube ich rückblickend, wenig mit Literatur am Hut. Da war kaum Zeit; es waren einfach zu viele Abenteuer (auch mit Mädchen) zu bestehen und da ich ja damals über eine ganz rudimentäre humanistische Bildung verfügte, lag es nahe, meine Zeit auf diversen Fußballplätzen zu verbringen. Ja, ich wollte, weil ich in allen möglichen Auswahlen gespielt habe, als Torwart Profi werden, wahrscheinlich war ich dann doch etwas zu klein (178 cm), so dass ich mich in diversen Amateurclubs über Wasser hielt um dann mit 22 Jahren zu beschließen, dass das ganz große Geld mit Fußball wohl nicht mehr zu verdienen ist. Seit 1975 spiele ich deshalb auch beim Dortmunder Vorortclub FC Brünninghausen, nach wie vor in einer Liga (zwar jetzt nur noch Kreisliga C) aber da werden wir zumindest immer Erster (in dieser Saison wohl ganz ohne Punktverlust) oder Zweiter.

Meine zweite (große) „Karriere“ fing dann zeitlich parallel an. Ich hatte die Gelegenheit, in den Siebzigern mit meiner damaligen Lebensgefährtin (und tatsächlich jetzigen Frau) diverse Reisen durch Nordamerika zu machen. Meine damaligen politischen Songs beinhalteten dann auch mehr und mehr den ökologischen Aspekt und es lag nahe, dass ich mich mit (mal allgemein gesprochen) den „Indianern“ beschäftigte. Am Anfang etwas verklärt, dann aber durchaus aus Lebensanschauungsgründen. Zwischenzeitlich wurde ich Musikprofi (mit Ape, Beck & Brinkmann) und wir spielten durch die ganzen Achtziger als „Greenpeace-Vorzeigeband“ ca. 1200 mal im gesamten deutschsprachigen Raum. Zu dieser Zeit begann ich zu lesen, und weil damals Amerika ja noch der „Klassenfeind“ war, las ich trotzig alles, was an angloamerikanischer Literatur hier angeboten wurde. Initialzündung war dann John Updike (hier vor allem die Rabbit Geschichten um Harry Angstrom) um dann auch alle anderen Storyteller lieben zu lernen. Richard Ford, TC Boyle, Philip Roth, Cormack McCarthy, Don de Dillo, Paul Auster, und die vielen anderen mehr.

Und wenn man solange mit derselben Frau zusammen ist, nähert man sich „im Alter“ den gleichen Hobbys an, und die sind nun mal heute (außer dem Staunen über das erwachsen werden unserer Tochter Shari) Lesen und der Sport – wenn es möglich ist, bin ich im Sommer täglich auf dem Tennisplatz!

Meine eigene professionelle Schreiberei ist natürlich die Welt des Songwritings. Mit mittlerweile 19 veröffentlichten CDs und ca. 3000 Auftritten im Rücken, würde ich mich durchaus auch als „Autor“ verstehen. Einen Teil der sicher weit über 500 Texte findet man unter www.fred-ape.de und dann unter „Texte“. Vielleicht ist irgendwann mal wieder ein Textbuch dran, aber ich lebe von den Auftritten, vom CD-Verkauf und auch als Veranstalter. Und es ist eine schöne interaktive Arbeit, wenn aus gelesenen Büchern, das eine oder andere Lied entsteht, wie z.B. „Kernerland“ „Der Fan“ „Tanz in den Müll“ „Klar im Kopf“ etc. – Alle diese Songs haben prosaische Vorlagen.

Meine Rezensionen sind ebenfalls auf meiner Homepage zu finden; einfach auf „Freds Bücherkiste“ drücken und schon ist man mir, zumindest literarisch, nahe.

Rezensionen, die Fred Ape verfasst hat: