Ayla Dade: Royal Clair Club: Her First Hunt

Inhalt

Inez gehört nicht zur Elite. Ihr Milieu ist das Elendsviertel Westcliff, ihr goldenes Ticket das Stipendium am exklusiven St. Clair College. Hier regieren Geld, Macht und eine High Society, die sprichwörtlich über Leichen geht. Das College steht unter der geheimen Herrschaft der skrupellosen X-Boys. Calix van Schmitt Barclay ist der Jüngste der drei Brüder – und er hat nur ein Ziel im Visier: Inez. Eiskalt, verboten sexy und unwiderstehlich nutzt er jede Gelegenheit, um sie an ihre Grenzen zu treiben. Doch Inez ist keine leichte Beute, denn sie verfolgt eine eigene Mission. Um Antworten zu finden, muss sie in den geheimen Royal Clair Club aufgenommen werden. Das bedeutet volles Risiko. Sie muss sich auf Calix’ gefährliches Spiel einlassen und seiner magischen Anziehungskraft widerstehen. Dabei ahnt sie noch nicht, dass in den Adern der X-Boys kein gewöhnliches, menschliches Blut fließt.

Wichtiger Hinweis
Wer dieses Buch liest, sollte wissen, worauf er sich einlässt: Das Label „Dark Romantasy“ steht hier absolut zu Recht auf dem Cover! Die Geschichte ist stellenweise extrem düster, die Sprache ist ziemlich vulgär und es passieren Dinge, die man im realen Leben niemals so tolerieren würde. Obwohl das Genre für mich noch recht neu ist, passte diese Härte hier einfach perfekt zur gesamten Atmosphäre.

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Rebekka Moser: Tief

Das Cover in blassblau, Blick über den Bodensee, im Hintergrund ahnt man die Berge, vorne ein Steg, ein kleines Boot auf der glatten Wasserfläche. Dazu mehr als Ahnung denn erkennbar der Kopf einer Frau, einzelne lockige Strähnen fallen auf. Das Cover wirkt nicht wie ein schöner sonniger Tag am See, eher etwas beklemmend und passt daher gut zu der Geschichte, die uns erwartet. Genau wie die zunächst etwas seltsam anmutenden Kapitel-Überschriften. „VORBEI. Herbst. Ein Täter. Bodensee“ oder „Als alles begann. Sommer. Eine junge Frau. Mittelmeer“. So wird man als Leser zwischen den verschiedenen Erzähl- und Zeitebenen begleitet, weiß eigentlich immer, wo man gerade ist. Kein Wort zu viel! Das wiederum passt gut zu Kommissar Richard Heinzle, der grade alles andere als begeistert ist, sich um eine Mordermittlung zu kümmern. Und dann noch eine, die einem echt nahe geht. Heinzle braucht Zeit. Zeit für sich, um den Tod seiner Frau zu verarbeiten, nicht um zu ermitteln. Aber danach fragt grade keiner. Das Verhältnis zwischen Heinzle und Georg, seinem Chef, ist eh anscheinend nicht das beste, der Ton ist nicht unbedingt freundschaftlich, auch wenn sie dann doch gut zusammenarbeiten. Heinzle muss sich fügen und findet sich bald im wohl emotionalsten Fall wieder, den er je zu lösen hatte. Gott sei Dank mit der Unterstützung des Psychologen und Profilers, seinem Freund „Sense“ – eigentlich Sononer, der hinzugezogen wird und Sissi Kirschbaum, der Gerichtsmedizinerin, die ganz gerne eine wichtigere Rolle in Heinzles Leben spielen würde, aber dazu ist Heinzle nicht bereit.

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Stella Gaitano: Eddos goldenes Lächeln


Die Tragödien eines Landes werden in dieser wunderschönen, magisch anmutenden Erzählung anhand einzelner Familienschicksale verdeutlicht. Seit dem Abzug der Kolonialmächte erlebt der Sudan ein ständiges Auf und Ab an Militärputschen, Bürgerkriegen, Repressionen, Hungernöten und Flüchtlingsströmen. Von alledem bekommt die kleine Irinu alias Lucy kaum etwas mit. Sie lebt in einem kleinen Dorf im Südsudan nach traditioneller Art unter Menschen, die noch an Götter und Flüche glauben. Von so einem Fluch ist Lucys Leben bestimmt. Nachdem ihre Mutter Eddo 10 Kinder im Säuglingsalter verloren hat, hat sie sich an das elfte nicht mehr emotional binden wollen. Eddo gibt ihrer Tochter den Namen „Irinu“, übersetzt „Die Vielscheißerin“. Dieser schreckliche Name soll böse Geister von ihr fernhalten. Durch die Christianisierung des Dorfes erhält Irinu schließlich den Namen Lucy. Das Mädchen wird von allen Familien des Dorfes gemeinsam erzogen, Eddo scheint zunehmend verrückter zu werden. Erst als sie heranwächst, nähert sich Eddo ihrer Tochter an und weist ihr eine Aufgabe zu: Lucy soll Eddos tote Kinder wieder zur Welt bringen und möglichst viele Nachkommen in die Welt setzen.

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Messie Condo: Niemand möchte deinen Scheiß: Die Kunst, richtig auszumisten, bevor du stirbst

Ups, der Titel haut ja schon mal richtig rein! „Niemand möchte deinen Scheiß“! Das muss man sich erstmal sagen lassen und verdauen! Okay, mag ja sein, dass „Messie“ Condo recht hat! „Messie“ ist natürlich ein Pseudonym, klar, passt aber super gut zu dem, was sie übers Aufräumen, Ausmisten, Sich-trennen- von … so zu sagen hat.

Das Buch, der Ratgeber, wenn man so will, richtet sich, so heißt es im Vorwort, an alle, die langsam in einem Alter sind, in dem „sie ein Gefühl für ihre Sterblichkeit“ bekommen. Wann fängt das an? Mit 60? 80? 90? – keine Ahnung. Das muss dann wohl jeder auch für sich selbst definieren.

So knallhart wie der Titel, ist dann auch der ganze weitere Stil des Buches. Schonungslos, unbarmherzig und gnadenlos offen. Wer will schon deine Sammeltassen, dein Geschirr, Besteck, die Tischdecken von Ururoma, die keiner mehr auflegt? Die vielen, vielen Bücher, die es ja notfalls auch alle digital zu lesen gibt, den ganzen Krimskrams? Da mag viel Wahres dran sein. Aber bin ich bereit, mich jetzt schon von vielem, was mir lieb geworden ist, zu trennen, nur damit irgendwann, in hoffentlich noch recht ferner Zukunft, meine Lieben keine Last mit dem Entrümpeln haben? Ich weiß nicht. Soll ich jetzt anfangen, minimalistisch zu leben, nur um das Gefühl zu haben, anderen damit Gutes zu tun? Wo bleibt da der Spaß?

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Emily Rudolf: Die Housesitterin: Ein Traum von einem Job. Oder?

Darum geht es: Cecilia hangelt sich von Auftrag zu Auftrag. Nach dem Tod ihrer Mutter hat sie völlig den Boden unter den Füßen verloren und kann sich nicht einmal mehr ein einfaches WG-Zimmer leisten. Das Housesitting ist ihr Rettungsanker. Ihr neuester Job führt sie in die luxuriöse Villa der einflussreichen Familie Waldner – einsam gelegen auf einer winzigen Ostseeinsel. Was wie eine perfekte, friedliche Idylle beginnt, entpuppt sich schnell als Falle. Denn Cecilia ist nicht zufällig hier: Eine machtvolle, mysteriöse Anziehung verbindet sie mit Johannes Waldner, dem Sohn des verstorbenen Besitzers. Während Cecilia noch glaubt, mutterseelenallein im Haus zu sein, machen sich bereits vier weitere Menschen auf den Weg zur Insel. Alle von ihnen im Gepäck: dunkle Geheimnisse und eine ganz eigene, düstere Agenda. Die Frage ist: Würden sie für ihre Ziele auch töten?

Starker Beginn, zäher Mittelteil und gewohnter Schreibstil.

Das Buch beginnt vielversprechend und stark. Die Autorin zieht den Leser sofort in ihren Bann und man möchte einfach immer weiter und weiter lesen. Emily Rudolf bleibt hierbei ihrem unverkennbaren Schreibstil treu, den ich persönlich sehr mag. Die Erzählperspektive wechselt hierbei geschickt zwischen den einzelnen Charakteren und verschiedenen Zeitebenen. So kann man als Leser das Puzzle Stück für Stück zusammensetzen, denn Informationen serviert sie hier nur häppchenweise.

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Florian Schwieker: Code Null: Dieses Spiel kennt keine Grenzen

Florian Schwieker kennen Sie vielleicht als Mit-Autor der Krimis um den Strafverteidiger Rocco Eberhardt und den Gerichtsmediziner Justus Jarmer, die er gemeinsam und sehr erfolgreich mit Michael Tsokos geschrieben hat. Schwieker, der selbst lange als Strafverteidiger gearbeitet hat, ist inzwischen im Management eines führenden globalen Unternehmens im Bereich Künstliche Intelligenz tätig. Also auch für den Auftakt seiner neuen Serie rund um Künstliche Intelligenz eine kompetente und authentische Basis. Seine Protagonistin, Charlotte Engel, genannt Charlie, ist eine sympathische, hochintelligente junge Frau, die allerdings manchmal etwas menschenscheu, verunsichert und verletzlich ist.

An der Universität Amsterdam hat Charlie einen Master-Abschluss in Mathematik und Machine Learning gemacht. Sie hat ihr Studium absolviert als eine der Besten bisher an der Uni, ihre Dissertation hat sie dann allerdings wegen „Problemen im Team“ abgebrochen und ist in die freie Wirtschaft gewechselt. Auch hier macht sie einen Top-Job, ist allerdings wenig teamfähig, was zu häufigeren Wechseln führt. So auch grade jetzt. Ein Kunde hat an ihrer Qualifikation und Arbeitsweise gezweifelt, woraufhin Charlie einfach alles hingeschmissen hat. Jetzt hat sie zwar grade keinen Job, aber das wird sich finden. Sie hat aber Zeit, sich über einige Unregelmäßigkeiten zu wundern, die ihr in kleinen Meldungen auffallen: Störungen von Navigationssystemen, Probleme im Flugverkehr am BER, Störungen an der Börse – alles gleichzeitig um 16.05 Uhr! Das konnte kein Zufall sein.

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Theresa & Joseph Prammer: Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs

Zum Inhalt

Das Schauspieler-Ehepaar Theresa und Joseph Prammer hat aus ihrem erfolgreichen Theaterstück „Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs“ einen Roman gemacht. In der Kriminal-Komödie geht es um das marode Wellnesshotel „Perfekt“. Es liegt in schönster Lage, bietet zahlreiche Wellness-Angebote, besteht aus eingeschworenen Hausangestellten und ist völlig marode. Die gesamte Hoffnung liegt auf einem Investor, der als Inkognito-Gast eincheckt. Doch während man rätselt, welcher der wenigen Gäste der Investor ist, stürzt der Hotelinhaber plötzlich aus dem Fenster – mit tödlichem Ausgang. Zum Glück hat er einen Zwillingsbruder…
Was als wahnwitzige Verwechslungskomödie beginnt, nimmt schnell rasant Fahrt auf und verselbstständigt sich. Schon bald wissen die Angestellten selbst nicht mehr, wer von den Anwesenden im Hotel authentisch ist und wer nur eine Rolle spielt.

Rezension

Aus der Sicht verschiedener Figuren werden die Geschehnisse geschildert. Diese Technik haben Theresa und Joseph Prammer meisterhaft umgesetzt: Die einzelnen Bruchstücke ergänzen sich wunderbar, geben dem Leser ein umfassendes Bild der Geschichte und Einblicke hinter „die Kulissen“ jedes Charakters. Dadurch kommt auch die Spannung zustande. Während des Lesens verfolgt man mit großem Vergnügen, welche Figur welche Interessen, Ziele und Kontakte hat. Durch die Perspektivwechsel werden auch die Tiefen der Charaktere besonders gut hervorgehoben.
Es gibt immer wieder neue unerwartete Wendungen – bis zur letzten Seite, wodurch die Handlung völlig unvorhersehbar wird. Ein Genuss beim Lesen! Damit hebt sich „Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs“ deutlich aus der Masse an Kriminalromanen hervor.

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Alexandria Bellefleur: Written in the Stars

Elle ist Astrologin, glaubt an Seelenverwandtschaft und sucht nach der großen Liebe – stattdessen trifft sie auf Darcy, diese arbeitet in der Versicherungsstatistik, glaubt ganz sicher nicht an höhere kosmische Zusammenhänge und will eigentlich gar nicht auf diesem Date mit Elle sein, zu dem ihr Bruder sie gezwungen hat. Es kommt, wie es kommen muss, wenn zwei Welten aufeinanderprallen: Das Date ist ein Desaster. Elle verschüttet den teuren Wein über Darcys Lieblingskleid und hört sie kurz darauf verletzende Sachen über sie am Telefon sagen. Also eindeutig nicht die große Liebe.

Um Ruhe vor ihren Familien zu haben, treffen die beiden dennoch die vielleicht nicht ganz durchdachte Entscheidung, eine Beziehung vorzutäuschen – und merken schnell, dass Gefühle sich nicht planen lassen.

Die Fake-Dating Geschichte ist vielleicht irgendwann auserzählt, Alexandria Bellefleur nutzt die Grundlage aber mit derart viel Witz und Gefühl, dass man beim Lesen direkt vergisst, dass es so etwas Ähnliches schon einmal gab. Dadurch, dass sie das Konzept außerdem in einen queeren Kontext einbaut, wird das Buch unbedingt lesenswert! Die Charaktere sind liebenswert, tiefgängig ausgearbeitet und bereiten einfach viel Freude.

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Heinz Strunk: Memories of Heidelberg

Heinz Strunk versteht es in seinen Büchern scheinbar ganz locker, Tragik in Komik zu verwandeln. Seine Erzählweise ist oft deftig, manchmal heftig, seine Milieu- und Charakterstudien lesen sich treffsicher und stimmig. Genau das erwarten seine Leser und werden so gut wie nie enttäuscht.

Bereits Heinz Strunks erster Roman „Fleisch ist mein Gemüse“ aus dem Jahr 2004 wurde ein Erfolg. Seither hat er 16 weitere Bücher veröffentlicht.

Im Leselust-Portal sind folgende Rezensionen seiner Bücher zu finden: Kein Geld Kein Glück Kein Sprit (2025), Zauberberg 2 (2024), Ein Sommer in Niendorf (2022), Es ist immer so schön mit dir (2021), Jürgen (2017), Der Goldene Handschuh (2016).

Nun aber zu Strunks aktuellem Buch „Memories of Heidelberg“, in dem ein Ehepaar anstatt einer entspannten Woche in der Neckarstadt ein bitteres Desaster durchlebt.

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Imani Thompson: Honey

„Honey“, der Debütroman von Imani Thompson, ist ein verstörendes und faszinierendes Buch zwischen Campusroman und psychologischem Thriller. Im Zentrum steht die Doktorandin Yrsa, deren Leben von Frustration und unterschwelliger Wut geprägt ist – bis diese Wut eine radikale, gewaltsame Form annimmt.

Der Auslöser wirkt zunächst fast absurd: Ein Professor stirbt an einem Bienenstich, den Yrsa zumindest indirekt verursacht hat. Was als Unfall beginnt, wird schnell zu einer Reihe gezielter Morde. Yrsa findet in der Gewalt ein Gefühl von Kontrolle, das ihr im akademischen Alltag fehlt. Gleichzeitig schreibt sie an ihrer Doktorarbeit über schwarze feministische Theorie.

Thompson verbindet diese beiden Ebenen eindrucksvoll. Der Roman wechselt zwischen dichten, nachdenklichen Passagen und einem schnellen, manchmal sprunghaften Erzähltempo. Das macht den Reiz des Buches aus, verlangt dem Leser aber auch einiges ab.

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