Theo, 86, geboren in Portugal, offensichtlich wohlhabend, lässt sich für ein Jahr in Golden nieder, einer fiktiven Stadt im amerikanischen Süden. In einem Café hängen 92 Bleistiftporträts von Einwohnern Goldens, die ihn wegen ihrer künstlerischen Perfektion und der Meisterschaft, mit der der Künstler die Persönlichkeit dieser Menschen herausarbeitet, faszinieren. Und dann setzt er eine spontane Idee um: Er will alle 92 Porträts kaufen und den Porträtierten schenken.
Theo mietet ein Apartment, freundet sich mit einigen Einwohnern an, und trifft regelmäßig an einem Brunnen in der Stadt Menschen, denen er die Bilder überreicht und mit ihnen redet. Und damit ihr Leben zum Positiven wendet, ob es sich um eine in ihrem Beruf unglückliche Wirtschaftsprüferin, eine Obdachlose, einen hochbegabten Musikstudenten oder um einen Hausmeister handelt, dessen Tochter schwer krank und schlecht versorgt im Krankenhaus liegt.
Theo ist einfühlsam, respektvoll und ein guter Zuhörer und Beobachter. Schnell öffnen sich die Menschen ihm gegenüber, enthüllen ihre Geheimnisse, ihre Sorgen und Ängste, und er versteht es, ihnen entscheidende Impulse zu geben. Manchmal wird er zum anonymen Wohltäter. Theo ist überzeugter Christ, was zunächst nur angedeutet und dann in immer häufigeren biblischen Bezügen untermauert wird. Aber Theo/Levi predigt nicht. Eher geht es darum, zu zeigen, dass Glaube allein nicht reicht. Nicht Worte zählen, sondern Taten. Und Theo ist ein liebenswürdiger, herzensguter Mensch, dem es Freude macht, Freude zu bereiten.
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