Wenn ein Kind geboren wird, sollte es normal sein, es zu lieben, zu behüten und seinen Weg ins Leben zu ebnen. Doch bei Lale sind die Umstände der Geburt und die gesundheitliche Verfassung ihrer Mutter nicht normal. Lale kommt in der 32. Woche zur Welt, und sie ist wie ihre Mutter drogenabhängig. Ihre ersten Lebenserfahrungen sind Entzug, Schmerzen und Einsamkeit, denn sie erfährt keinen Körperkontakt. Dies ist ihre Normalität, und der weitere Verlauf ihres Lebens entwickelt sich ebenfalls „normal“, weil sie nichts anderes kennenlernt als das Einordnen und Unterordnen. Ihre Strategie wird das Kopieren von Bezugspersonen. Sie will dazu gehören.
Als Kleinkind landet Lale in einer Männer-WG. Vor den Behörden spielte ihr leiblicher Vater die Rolle eines besorgten Ersatzvaters, der dem kleinen Mädchen ein Zuhause bieten will. Die aktuelle Freundin an seiner Seite konnte die Zweifel des Amtes möglicherweise auch reduzieren. Auf jeden Fall hatte ihr Vater mit dem Erziehungsgeld seine eigene Lebensgrundlage gefunden.
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