Mit „Qwert“ legt Walter Moers einen Roman vor, der sich zugleich wie eine Reminiszenz und ein Aufbruch zu neuen Ufern liest. Sein Gallertprinz Qwert Zuiopü – ein altbekannter Nebencharakter aus den Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär – stürzt durch ein Dimensionsloch und erwacht in Orméa, einer Welt, die an einen überdrehten, klassisch anmutenden Ritterroman erinnert. Dort steckt er im Körper des ein klein wenig chaotischen Heftchenhelden Prinz Kaltbluth, wird mit einem unsichtbaren Degen und einem heldenhaften Ruf ausgestattet – und soll prompt ausgerechnet die Kreatur besiegen, in die er sich verliebt hat. Bei der Holden handelt es sich um niemand Geringeren als die Janusmeduse Jadusa.
Dieser Konflikt zwischen dem, was man in seiner Rolle von ihm erwartet, und seiner überbrodelnden Gefühlswelt treibt die Handlung an und verwandelt den klassischen Questenplot in ein rasantes, ironisches und jederzeit überraschendes Spiel, das mit ernsten Themen wie der Frage nach Identität, Pflicht und Begehren kunstvoll verknüpft ist.
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