Figurengetragener Roman um zwei ganz unterschiedliche Männer – interessant, aber auch mit Längen
Wie so oft veröffentlicht ein Verlag nach dem großen Erfolg eines Autors, einer Autorin eines ihrer weiteren Werke; wie so oft handelt es sich dabei um einen früher verfassten Roman. Was man durchaus an Stil, Struktur und Plot merken kann.
Damit soll nicht gesagt werden, dass mir der neu erschienene Roman von Liz Moore weniger gefiel als ihr Erfolg „Der Gott des Waldes“. Dieses Buch ist so ganz anders, im Aufbau wie auch im Hinblick auf Handlung und Figuren, dass man die beiden Romane im Grunde nicht vergleichen kann.
Der titelgebende Arthur ist ehemaliger Literaturprofessor, der seit vielen Jahren völlig zurückgezogen lebt, nie vor die Tür geht und keinerlei Kontakte zur Welt hat, abgesehen von den Lieferdiensten, die ihm die bestellten Lebensmittel bringen. Und davon braucht er reichlich, denn Arthur isst nicht, er frisst. Was sich in seinem Gewicht und Umfang niederschlägt, sodass ihn seine Beine kaum noch tragen, er sich nur noch im Erdgeschoss seines Hauses aufhalten kann – und sich für sein Aussehen in Grund und Boden schämt, weswegen er eben jeglichen Kontakt vermeidet.
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