Der Fotojournalist Julien Desmanges streift durch Gaza-Stadt auf der Suche nach Motiven. Zufällig entdeckt er einen Buchhändler, der, auf seiner Schwelle sitzend, in ein Buch vertieft ist. Nabil Al Jabers Laden ist vollgestopft mit Büchern aller Art, die er an Besucher verschenkt. Als Julien ihn fotografieren will, gestattet Nabil ihm dies nur unter der Bedingung, sich zuerst dessen Lebensgeschichte anzuhören.
Und so erfahren wir vom Leben Nabils und seiner Familie. Ein Leben geprägt von Armut, Unterdrückung und Vertreibung, von Tod, Trauer und Verzweiflung, aber auch von dem Willen zu überleben, sich nicht kampflos zu ergeben, von Freundschaft und Liebe. Und von der Kraft der Literatur, die es Menschen ermöglicht, zu lernen und zu verstehen oder der grausamen Wirklichkeit für ein paar Stunden zu entfliehen. Viele Kapitel verknüpfen die Familiengeschichte mit historischen Ereignissen wie dem Sechstagekrieg oder der ersten und zweiten Intifada und mit für Nabil zentralen Werken der Weltliteratur von Shakespeare bis Victor Hugo und André Malraux.
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