Mokhtar Amoudi: Ein ziemlich anderes Leben

Skanders Kindheit und Jugend sind eingekeilt zwischen den Wünschen seiner Mutter, die sich nicht um ihn kümmern kann oder will, und den Anforderungen des Jugendamtes. Zwischen den Interessen seiner Pflegemutter Madame Khadija und seinem sozialen Umfeld.

Im Alter von 10 Jahren wird er aus dem behüteten Leben in einer französischen Pflegefamilie herausgerissen und zu einer Pflegemutter nach Courseine gebracht. 

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Carolin Frey: Das Krähenzimmer

Eher verzweifelt überstürzt als wohldurchdacht geplant kommt Lotta nach Geelekow, einem kleinen Küstenort, in dem sie als Kind die Ferien mit ihrer Familie verbracht hat. Mitten in der Nacht kommt sie am Bahnhof an, den noch kilometerweiten Weg zur „Villa Sturmmöwe“ muss sie wohl oder übel zu Fuß bewerkstelligen, Bus oder Taxi gibt es nicht. Es ist November, eiskalt und Lottas Kleidung alles andere als wettergerecht. Verdrossen macht sie sich auf den Weg, bis sie nach einer gefühlten Ewigkeit eigentlich wider besseres Wissen dann doch in einen Wagen steigt und sich mitnehmen lässt. Die Adresse erstaunt den Fahrer offensichtlich, doch er kommentiert das nicht näher. Lotta findet einen Zweitschlüssel an der Stelle, an der schon früher immer einer versteckt gewesen ist.

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Benjamin Cors: Nebelbeute

Mila Weiss ist auf der Jagd. Tief in den Bergen will sie endlich ein Phantom aus ihrer Vergangenheit stellen: Johannes Toblach. Doch am Tag ihrer Ankunft wird eine Leiche in den Bäumen gefunden, gefangen in einem Netz aus Seilen. Und für Mila stellt sich die Frage: Ist sie die Jägerin oder die Gejagte? Stück für Stück kommt sie ihrem Ziel näher – bis sie plötzlich spurlos verschwindet.

Die Gruppe 4, geleitet von Jakob Krogh, macht sich sofort auf die Suche. Sie stoßen auf ein abgelegenes Bergdorf, in dem nur das Schweigen noch dichter ist als der Nebel. Das Team wird in das grausame Spiel eines Serienmörders verstrickt, der sich in den Schatten der Wälder verbirgt. Und ganz offenbar Mila in seiner Gewalt hat …

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Peter Grainger: Gnade vor Recht: Ein Fall für DC Smith

Im Altenheim Rosemary House stirbt eine 78-jährige Bewohnerin. Nichts Ungewöhnliches, sollte man meinen. Bis sich herausstellt, dass nicht Herzversagen zum Tod von Joan Riley führte, sondern eine Überdosis Heroin. DC Smith und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Schnell stellt sich heraus, dass kurz zuvor eine weitere Frau starb, die wie Joan zu den Famous Five gehörte, einer verschworenen Clique von ungewöhnlichen Bewohnern des Altenheims. Doch schon bald ergeben sich Zweifel an der Mordthese. Hat es sich um assistierten Selbstmord gehandelt?

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Christopher Buehlman: Zwischen zwei Feuern

Willkommen im pestgeplagten Frankreich des Jahres 1348. Der ehemalige Ritter Thomas schlägt sich als mittelloser Brigant durchs Leben, als er auf die junge Delphine trifft, deren Familie der Schwarzen Pest zum Opfer gefallen ist. Das Mädchen behauptet, mit Engeln sprechen zu können, und ist überzeugt, dass hinter der Seuche ein Krieg zwischen Himmel und Hölle steckt.

Gemeinsam mit dem sowohl dem Rebensaft als auch den strammen Beinen junger Männer verfallenen Priester Matthieu reist Thomas mit Delphine durch ein verwüstetes Frankreich. Unterwegs begegnen sie nicht nur den Schrecken der Pest, sondern auch dämonischen Kreaturen und allerlei übernatürlichen Bedrohungen. Nach und nach wird deutlich, dass Delphine in dem himmlischen Konflikt eine besondere Rolle spielt.

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Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle

Ein Wind fuhr durch die Wörter, rüttelte an allen Türen, verwüstete das Haus.

Longlist Deutscher Buchpreis 2026

Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2026
Aspekte – Literaturpreis 2026
Bachmann-Preisträgerin 2023

Es ist, als erzähle eine Stimme direkt und unvermittelt aus unserer bedrohten Gegenwart:  Nichts mehr ist sicher, nirgends ein Halt, weder Wissenschaft, Familie, Religion oder gar die Regierungen der Welt geben uns Orientierung, nicht einmal mehr die Demokratie. Wo Fakten gleichwertig neben Fakes stehen, der Algorithmus entscheidet, womit wir uns beschäftigen, wo medizinische Forschung weniger dem lebendigen Menschen dient, sondern sich – wie im Roman und im russischen Imperium –  auf die jahrhundertelange Erhaltung eines Leichnams stürzt oder – wie in der fiktiven sowie auch der westlichen Welt – die unendliche Verlängerung des Lebens, den Kampf gegen die Sterblichkeit anstrebt, da wird der einzelne Mensch bedeutungslos. Es herrscht die Materie: Staubschichten, Aktenberge, Plastikplanen, Müllreste, Gewebeschichten, Piroggensubstrate, Hirnmasse. Oder auch Gewalt und Krieg, Oligarchen, Immobilienhaie, überbordende Büro- und Autokratien.

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K. L. Slater: Hilf mir

Saffy lebt gerade mitten in einem wirklich grauenhaften Albtraum! Ihre beste Freundin ist verschwunden. Mit ihr ihre kleine Tochter und ihr Ehemann. Saffy war nachmittags noch kurz bei Leona, nachdem die ihr drei sehr kryptische Nachrichten geschickt hatte mit der Bitte, nicht anzurufen, aber vorbeizukommen, um ihr zu helfen. Als Saffy im Haus der Bannatynes ankommt, tut Leona alles ab und behauptet, von den Nachrichten nichts gewusst und sie ihr sicher nicht geschickt zu haben. Die ganze Situation kommt Saffy seltsam vor, zumal Ash, Leonas Mann, ungewohnt freundlich zu ihr ist, was sonst noch nie vorgekommen ist.

Ohne mehr erfahren zu haben, verlässt Saffy das Haus, fährt einigermaßen beunruhigt nach Hause und bekommt kurz darauf Besuch von der Polizei. Die gesamte Familie sei verschwunden, im Haus sei Blut und Saffy sei die letzte Person gewesen, die die Bannatynes offenbar getroffen habe. Das hat eine Nachbarin ausgesagt, die Saffy am Nachmittag am Haus gesehen hatte. Saffy fühlt sich mehr als unwohl.

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Kate Eberle: If Books Could Kill

Darum geht es: Roxie Mitchell liebt Liebesromane – als sicheren Ort für Herzklopfen ohne Risiko. Als sie sich im Scherz wünscht, die Heldin im nächsten Roman ihrer Lieblingsautorin zu sein, ahnt sie nicht, dass ihr Wunsch wahr wird. Mit dem charmanten Jack hat sie ein echtes Traumdate. Doch Jack ist nicht, wer er vorgibt zu sein – und Roxie muss feststellen, dass ihr unbedachter Wunsch sie in einen Thriller katapultiert hat und sie plötzlich völlig planlos um ihr Überleben kämpft. Gemeinsam mit Grant, dem schüchternen Literaturdozenten, den sie auf der Flucht trifft, muss sie irgendwie bis zum Ende des Romans überleben. Und während die Killer ihnen dicht auf der Spur sind, kommen auch Roxie und Grant sich immer näher … Ist Roxie am Ende vielleicht doch in einer Romance gelandet?

Meine Meinung: Der Einstieg in dieses Buch gelingt mühelos. Schon auf den ersten Seiten wird eine Atmosphäre geschaffen, die eine unglaublich spannende Geschichte verspricht. Besonders hervorzuheben ist der erfrischende Mix der verschiedenen Genres. Hier hebt sich das Buch positiv von der Masse ab: Es ist erfreulicherweise mal keine dieser vorhersehbaren Geschichten, bei denen man als Leser von Anfang an genau weiß, wohin die Reise führen wird.

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Martina Hefter: Nach der Sonne schauen

Neuer Roman der Deutschen Buchpreisträgerin

Sie findet die Poesie im Alltäglichen, das Große im Kleinen, den Menschen in der Natur. Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2024 präsentiert in ihrem neuen Roman ihr ganzes schriftstellerisches Können. Ruhig und präzise zugleich, reißt sie die großen Themen der Welt an, indem sie ganz nah in ihrer Umgebung bleibt. Das liest sich unglaublich schön, das berührt auf einer tieferen Ebene beim Lesen.

Zur Story: Iona Bartoschek verbringt den Sommer in einer umgebauten Halle in einer ehemaligen Tagebauregion im Leipziger Neuseenland. Weitestgehend abgeschottet von der Zivilisation möchte die Installationskünstlerin an einem neuen Projekt arbeiten: die Natur der Region in 5000 Jahren. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Ein Anschlag auf ihr persönlichstes und wichtigstes Kunstwerk, ein Baumhaus, hat sie tief getroffen, ohne dass sie es sich eingestehen will. Ausgerechnet Künstlerkollege Herto Strauss hat es in aggressivem Orange auf einer Ausstellungseröffnung mit dem Schriftzug „Bullshit“ besprüht.

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Sebastien de Castell: Pakt der Magier: Für Gold und Magie

Einst war die Welt sicherer, einfacher und geordneter. Inzwischen tragen die Mächte des Guten und die dämonischen Herrscher ihre Kämpfe nicht mehr selbst aus – geht auch gar nicht, können sie doch die Dimension der Menschen gar nicht betreten. Stattdessen nutzen sie Sterbliche, die für sie eintreten.

Zwei von ihnen sind der Söldnermagier Kead und sein Kumpel, der Sturmmagier Korrigan. Sie sind, wie sie selbst als Erste zugeben, nicht die Guten. Mit ihren arkanen Kräften meucheln sie, im Auftrag ihrer in Gold zahlenden Auftraggeber versteht sich, auch schon einmal eine Armee nieder, die sich bereits bedingungslos ergeben hat.

Zurück zu Kead – ein Mann, der eine illustre Vergangenheit hat. Einst in Diensten der Engelkin, besorgt er sich nunmehr seine Zauber, indem er den Dämonen Teile seiner Seele verkauft.

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