Nicole Böhm: House of Zodiac 2: Kometenschauer

Jupiter hat es geschafft, einen Weg nach Hause zu finden. Zu spät erkennt sie jedoch, dass sie einen schrecklichen Fehler begangen und ihre Freunde in höchste Gefahr gebracht hat. Sie muss schleunigst nach Zodiac zurückkehren, um sie zu retten. Doch kaum dort angekommen, ist es ausgerechnet Jupiter, die plötzlich zur Gejagten wird. Der Konflikt zwischen den vier Herrscherhäusern Zodiacs spitzt sich weiter zu …

„Kämpfe kommen. Immer wieder.“ (~ House of Zodiac, Band 2)

Der zweite Band ist genauso episch gestartet, wie der erste geendet hat. Die Spannung hat mich wieder von Anfang an mitgenommen, als wäre ich nie weg gewesen und genauso gern bin ich der Handlung auch weiterhin gefolgt. Einiges musste passieren und war klar vorhersehbar, aber wesentlich mehr Plottwists haben mein Weltbild von dieser Reihe auf den Kopf gestellt.

Großartig fand ich auch die Gestaltung der Charaktere. Einige waren natürlich bekannt und konnten sich weiterentwickeln – die Beziehung zwischen Nox und Jupiter verfolge ich sehr gern – aber auch die vermeintlichen Antagonisten haben eigene Kapitel bekommen. So konnten sie ihre inneren Ängste und Ziele darlegen, sodass die Grenze zwischen Gut und Böse, Held und Schurke, immer weiter verschwommen ist und ich auch die Taten der „Bösen“ nachvollziehen kann. Diese charakterliche Tiefe bei allen Figuren gefällt mir sehr gut.

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Theresa Bell: Sepia und der Fluch des Tintendrachen

Willkommen zurück in Flohall – jener Stadt, in der Schneider, Künstler und nicht zuletzt Buchliebhaber und Buchdrucker leben und wirken. Schon zweimal mussten drei Lehrlinge ihre Heimat vor düsteren Mächten retten. Nun jedoch scheint die Lage ernster denn je! Ein unheimlicher Nebel breitet sich in den Gassen aus, verschlingt Häuser, lässt Bücher und Tintenwesen zu Staub zerfallen und bedroht schließlich auch die Menschen.

Schnell wird klar, dass die Ursache nicht aus dieser Welt stammt. Um Flohall zu retten, müssen die drei erneut aufbrechen, die legendäre Drachenschuppe des Tintendrachen finden und das Rätsel um eine Pforte in eine fremde Welt lösen. Dort warten Vögelmenschen, Dämonen und zahlreiche weitere Gefahren – und nicht jede Herausforderung wirkt dabei wirklich neu …

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V. L. Bovalino: The Second Death of Locke

Seit Locke, die Insel der Macht, von der alle Magie ausgeht, vernichtet wurde, herrscht Krieg zwischen den Ländern. Seit der Vernichtung wurde keine neue Quelle mehr geboren und ohne die sind Magier nicht in der Lage, Magie zu wirken. Jeder sucht nach dem verschollenen Erben, der als einziger in der Lage sein soll, die Insel und damit die Macht wiederherzustellen.

In einem der unzähligen Kriegslager lebt die Quelle Grey mit ihrem Magier Kier; zusammen kämpfen sie jeden Tag in einem endlosen Krieg – und versuchen dabei, ihre unzähligen Geheimnisse zu hüten. Auf einer gefährlichen Mission drohen diese alle ans Licht zu kommen und sie bringen nichts als Tod und Zerstörung mit sich …

„The Second Death of Locke” ist ein Fantasyroman, der ein wenig an einen mittelalterlichen Ritterroman erinnert, wir lernen viel Rüstungsjargon und sehen viel Blut. Das Buch hat seine Anlaufschwierigkeiten, richtig spannend wird es dann nach den ersten 100 Seiten. Es wird mit sehr drastischen Bildern gearbeitet, sehr viel anschauliche Brutalität. Die Protagonistin denkt ausgesprochen oft über die Innereien ihres Love-Interests nach, der Leser lernt diese relativ zu Anfang auch selbst kennen. Das muss man aushalten können. Wer darüber hinwegsehen kann (oder es sogar genießt – gibt es diese Leser?), findet hier durchaus eine atmosphärische Welt, die sich nach und nach erschließt und zu einem faszinierenden Ganzen zusammensetzt. Die Verbindungen, die sich zwischen den Figuren entwickeln, sind stark, echt, und wunderschön anzusehen. Gleichzeitig muss der Leser sich aber auch auf eine ordentliche Portion Heartbreak vorbereiten; ein Wohlfühlroman ist es definitiv nicht.

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LJ Andrews: The Ever Queen: Die Versuchung des Meeres

Mit „The Ever Queen“ setzt LJ Andrews die Geschichte fort, die mit „The Ever King“ begann und lose mit der Reihe „The Broken Kingdoms“ verbunden ist.

Im Zentrum steht erneut die Beziehung zwischen Prinzessin Livia und dem zukünftigen Fae-König Erik Blutsänger. Was als Gefangenschaft und Racheplan begann, hat sich längst zu einer schicksalhaften Bindung entwickelt: Nachdem es dem Meerfaekönig gelungen ist, die Barriere zu durchbrechen, die sein Volk gefangen hielt, entführt er Livia in sein Reich – entschlossen, sie zu der Seinen zu machen. Statt Rache entsteht jedoch Liebe, und Livia wird schließlich zur ersten Everqueen der Meerfae.

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Linwood Barclay: Komm spielen

Sympathetische Magie: Die okkulte Idee hinter „Komm spielen“

Deshalb fühlen sich manche Bücher, Gemälde oder Musikstücke „größer“ an als bloße Unterhaltung. Als würde etwas darin wohnen.

Einige Passagen wirken hier auf mich fast wie eine moderne literarische Version alter magischer Prinzipien, nur verpackt in Horrorästhetik.

Denn „Komm spielen“ funktioniert für mich persönlich deshalb so gut, weil der Horror hier nicht einfach aus einer „bösen Modelleisenbahn“ entsteht, sondern aus der zutiefst okkulten Idee, dass Dinge menschliche Essenz speichern und irgendwann ein Eigenleben entwickeln können. Darüber, wie Kunst, Erinnerung und beseelte Materie irgendwann anfangen, sich gegenseitig zu infizieren.

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Chelsea Abdullah: Der Aschefeuerkönig

Willkommen zurück in einer farbenprächtigen Welt, die uns an den Orient aus Tausendundeiner Nacht erinnert.

Der Mittelband der geplanten Trilogie setzt nahtlos an die Geschehnisse des Auftakttitels an. In zwei parallel laufenden Handlungssträngen erzählt uns Abdullah ihre Mär von Dschinn, Königen, Zauber und Verrat weiter.

Loulie al-Nazari, Prinz Mazen und der Dschinn Rijah finden sich nach den Ereignissen des ersten Bandes im versunkenen Dschinn-Reich wieder. Dieses Reich, das dereinst von einem Ifrit, den mächtigsten der Dschinn, unter dem Sand verborgen und in vermeintliche Sicherheit gebracht wurde, steht kurz vor dem endgültigen Kollaps. Städte zerfallen, magische Schutzmechanismen versagen, und rivalisierende Fraktionen ringen um Macht. Während sie noch versuchen, einen Weg zurück in ihre eigene Welt zu finden, geraten Loulie und Mazen immer tiefer in einen uralten Konflikt zwischen verschiedenen Dschinn-Gruppen. Dabei werden sie erpresst, alte Rätsel und sagenumwogene Zauberutensilien zu suchen, um das Reich so entweder zu retten oder seinen Untergang zu beschleunigen.

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Justine Pust: Whispers of Destiny

Justine Pust entführt in die nahe Zukunft und damit in dystopische Zustände: Menschen sind in Klassen unterteilt; die unteren Schichten haben nur die Wahl, an den geringen Nahrungsrationen oder der nächsten Flut zu sterben. Krankheiten werden nur noch diagnostiziert, jedoch nicht mehr geheilt. In einer Welt, in der alles bis zur Überspitzung kapitalisiert ist, hat der Tod selbst ein Callcenter eröffnet, in dem seine menschlichen Angestellten darüber entscheiden, wer lebt und wer stirbt.

Blue hasst Death Call mehr als alles andere – was bleibt ihr auch anderes übrig, wenn sie außer ihrer besten Freundin Iris alle verloren hat, die ihr je nahestanden? Doch als in ihrem Gehirn ein Tumor diagnostiziert wird, ist ein Job im Callcenter des Todes ihre einzige Hoffnung, denn die Angestellten sind gegen den Tod immun – eine Fähigkeit, die den Mächtigen der Welt nicht behagt …

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Freya Dawn: Shadowbound: Acadamy of Death 01

Liora ist von einer weiteren Universität geflogen und nun bleibt ihr keine Wahl, als an die mysteriöse Eliteuniversität zu gehen, die ihr Großvater gegründet hat. Bei ständigem Gewitter wirken die alten gotischen Gebäude etwas zu unheimlich für Lioras Geschmack, aber wo soll sie sonst hin?

Doch bald muss sie feststellen, dass der Campus weit unheimlichere, tödlichere Geheimnisse verbirgt, als sein Erscheinen auch nur ahnen lässt. Wieso nennen ihre Mitstudenten die Universität Academy of Death? Warum warnt Lioras Mitbewohnerin sie davor, allein in den Wald zu gehen? Und halten die drei heißen Männer, die es auf Liora abgesehen zu haben scheinen, wirklich satanische Rituale in der alten Kirche ab?

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Christian Handel: Feenfluch

Produktbild: Feenfluch – Dein Wunsch soll erfüllt werden ...

Als einzige Bewohnerin des Schlosses ist Kaelith dem Fluch der Herrin der Rosen und Dornen entgangen. Als sich vor sieben Jahren die undurchdringliche Dornenhecke über das Schloss erhob, befand sie sich im Dorf – und lebt dort noch immer, denn wo soll sie hin, wenn alle, die sie liebt, unter der Hecke schlafen?

Als zwei Feenwesen ihr erklären, sie sei die Einzige, die die Herrin der Rosen und Dornen herausfordern und den Fluch brechen könne, macht sie sich auf den Weg ins Feenreich. Auf der Reise begleiten sie Thorn, der Magier (der aber viel zu jung und gutaussehend für einen Magier ist, wie Kaelith findet), und Rufus, dessen Werkaninchen. Die Hilfe wird dringend benötigt, denn Menschen ist es untersagt, sich in den Wald der Feen zu begeben, und seine Königin ist alles andere als erfreut darüber, von Kaelith herausgefordert zu werden …

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Jay Kristoff: Das Reich der Dämmerung – A Tale of Shadows and Betrayal

Jahrzehnte ist es her, dass der Tagestod die Sonne vom Himmel nahm. Kein Sturm, keine Finsternis – etwas ließ das lebensspendende Licht verschwinden, und mit der Dunkelheit traten jene Wesen hervor, die zuvor nur in Legenden existierten: Faerievolk, Hexen, Werwesen und vor allem – Vampire. Sie, einst nach dem Mord an unserem Religionsführer verflucht zu ewigem Leben, haben die Welt der Menschen nahezu vollständig unterworfen. Städte fallen, Bewohner werden wie Vieh verschleppt, und nur noch zwei befestigte Zufluchten halten sich gegen die Herrschaft der Blutsauger.

In dieser sterbenden Welt erzählt Gabriel de León seine Geschichte. Einst legendärer Silberwächter des Ordens Argentum, Krieger, Mischling, Verräter und Gefangener der Vampire, berichtet er von Glauben, Krieg, Verrat und der vergeblichen Suche nach dem Heiligen Gral, der das ewige Dunkel hätte beenden sollen. Was als Rückblick eines gebrochenen Helden beginnt, entwickelt sich zu einem wuchtigen, blutgetränkten Abgesang auf eine Welt, die längst verloren scheint.

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