Josephine Johnson: Ein Jahr in der Natur (1969)

Josephine Johnson wurde 1910 in Missouri geboren und verstarb 1990 in Ohio. Mit gerade 24 Jahren wurde ihr 1924 der Pulitzer-Preis für ihren Debütroman Die November-Schwestern verliehen.

Bereits Ende der sechziger Jahre, als Josephine Johnson „Ein Jahr in der Natur“ geschrieben hat, störte sie sich an Ausbeutung und Ungleichheit der Welt; sie empfand alles Leben wider die Natur. So betrachtete sie es als dringlich und notwendig, die Natur zu schützen und die Welt um sie herum zumindest schriftlich aufzuzeichnen und damit festzuhalten.

In „Ein Jahr in der Natur“ thematisiert Johnson ihr Leben in Ohio auf dem Grund einer einsamen, unbewirtschafteten Farm. Johnson bezeichnet ihr bewaldetes Stück Land mit den zwei Bächen und den kleinen Schluchten als ihr Lebenselixier. Ihr Ziel ist, dieses Stück Natur sich selbst zu überlassen, damit die Wildnis zurückkomme und sich ein Naturschutzgebiet entwickeln kann.

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Irene Vallejo: Papyrus: Die Geschichte der Welt in Büchern

Wer Bücher liebt, liebt diese Hommage an das geschriebene Wort! Noch nie habe ich mich durch die Seiten einer Autorin geblättert, die so leidenschaftlich, gewitzt und fundiert über die Magie des Lesens erzählt. Irene Vallejo nimmt uns mit auf eine faszinierende Zeitreise. Sie zeigt uns: Ohne Bücher gäbe es kein Europa, keine Demokratie, keine Menschenrechte. Keine Zivilisation, wie wir sie kennen. Bücher sind der Leim, der Menschen zusammenkittet – über Landesgrenzen, Ethnien, Kulturen und Generationen hinweg.

Da ist die Entstehung der Schrift im einstigen Mesopotamien, die ursprünglich eher dazu diente, Besitzverhältnisse zu klären. Motto: Erst wird gezählt, dann erzählt. Da ist die Entstehung des Buches über viele Stationen wie Steintafeln, Papyrusrollen und Pergament bis hin zum Buchdruck und E-Book. Und da sind natürlich Menschen, welche die Bücher schreiben, sammeln, vernichten und dazu nutzen, ihre Ideen und Überzeugungen zu verbreiten.

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Philipp Spielbusch: Ich hab da nur kurz draufgeklickt und jetzt ist alles weg

Inhalt

Von einfachen Softwareproblemen bis zu kniffeligen Fällen: Philipp Spielbusch erlebt als IT-Dienstleister die ganze Bandbreite seines Berufsalltags. Ob ein Smart Home, das seine Eigentümer aussperrt, ein sich ständig drehender Handybildschirm oder mangelhaft funktionierende Avatar-Apps – Spielbusch findet eine Lösung. Und wenn man als Kundin oder Kunde Glück hat, schafft man es sogar ins nächste Buch. ;o)

Rezension

Spielbuschs Schreibstil ist locker, selbstironisch und trocken. Inhaltlich reiht er nicht nur Anekdoten aneinander, sondern schildert typische Alltagssituationen aus seinem Job als IT-Dienstleister. Wie das Cover bereits andeutet: definitiv kein einfacher Beruf. Die oft humorvollen Begebenheiten werden durch informative Merk- und Infokästen ergänzt, etwa mit „Goldenen Regeln im Umgang mit Kunden“ oder zusätzlichen Hinweisen zu Technik und Tools. Darunter finden sich unter anderem Anleitungen, wie sehr alte Spiele auf modernen Rechnern wiederbelebt werden können oder wie sich ein PC seniorengerecht einrichten lässt.

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Fabian Kowallik & Gamze Kılıçarslan: Das originale Gottesnahrung-Kochbuch

Zwischen Natur, Körperwissen & Rebellion

Dieses Buch will nicht gefallen. Es stellt Gewohnheiten infrage. Präzise und ohne Rücksicht auf deine Komfortzone. Es zielt auf all das, was du über „gesunde Ernährung“ zu wissen glaubst. Und ja: auf das, was wir unserem Körper über Jahre zugemutet haben.

Der Satz: „Wenn die Oma es nicht kennt, ist es ein verarbeitetes Lebensmittel und hat im menschlichen Organismus nichts zu suchen“ (S. 43) ist hier kein nostalgischer Spruch, sondern eine Anklage gegen industrielle Normalität. Eine, die uns zwingt, Ehrlichkeit und Verantwortung wieder über unsere Bequemlichkeit zu stellen.

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Irene Vallejo: Wein und Küsse

Geistreich, unterhaltsam und ganz auf heutige Lesebedürfnisse zugeschnitten: Wie ein literarisch-philosophisches „TikTok-Format“ für Wissbegierige muten die 200 kurzen Kolumnen von Irene Vallejo an, veröffentlicht in der Zeitung „El Pais“. Die Autorin pickt sich eine Idee, eine Redensart, die Herleitung eines Wortes oder eine Sage aus der Antike heraus und verknüpft sie gekonnt mit Heute. Das regt beim Lesen sowohl zum Schmunzeln, als auch zum Nachdenken an. Denn in der Moderne steckt weit mehr vom alten Rom und Athen, als uns bewusst ist. Noch dazu bezaubert Irene Vallejo durch ihren ganz eigenen Schreibstil mit herrlichen Metaphern samt Kommentaren, die Lust darauf machen, diesen Buchschatz in einem Atemzug zu verschlingen.

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#DerApotheker: Von Aspirin bis Zink: Die Wahrheit über unsere Arzneimittel: Was nicht im Beipackzettel steht

#DerApotheker hat Pharmazie studiert und arbeitet seit mehr als zehn Jahren als approbierter Apotheker. „Von Aspirin bis Zink“ ist sein viertes Buch. Darin gibt er einen umfassenden Überblick über wichtiges pharmazeutisches Wissen für Laien. Nicht immer ist alles im Beipackzettel nachzulesen. Manches erwähnt vielleicht auch der verordnende Arzt nicht.

Wir erfahren, warum es wichtig ist, Medikamente richtig einzunehmen, oder von den Wechsel- und Nebenwirkungen gängiger Arzneimittel. Oft ist es eben nicht damit getan, nur Tabletten zu schlucken und auf Besserung zu warten.

Weiter lesen wir in gut verständlicher Form viel Interessantes über verschiedene Medikamente und ihre jeweiligen Wirkstoffe. Ob es sinnvoll ist, seinem Körper zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen und auf welche teuren Mittel man getrost besser verzichten kann.

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Elisa Hoven: Das Ende der Wahrheit?

Fake News sind in aller Munde und täglich laufen wir Gefahr, auf eine Falschinformation hereinzufallen. Aus verschiedensten Medien werden wir mit KI-gestützten Manipulationen und irreführenden Aussagen überflutet, die aus unterschiedlichen Informationsquellen stammen. Lügen können oft kaum mehr erkannt werden. Sich widersprechende Meinungen entstehen.

So leben wir alle mittlerweile in einer Ära der Unwahrheit. Wem können wir noch vertrauen?

Die Autorin Elisa Hoven ist Professorin für Strafrecht und Direktorin des Instituts für Medienrecht an der Universität Leipzig sowie Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof. Wer, wenn nicht jemand wie sie, könnte über die Thematik Wahrheit oder Falschinformation besser aufklären?

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Stewart Reynolds: Von Katzen lernen, den Faschismus zu überstehen

Nicht immer ganz nachvollziehbare, sehr kurze und teils witzige Anleitungen

Als Katzenliebhaberin fühlte ich mich natürlich berufen, dieses schmale Bändchen zu lesen. Doch ich muss zugeben, dass es mich ein wenig ratlos machte, denn nicht alles, was der kanadische Komiker und Moderator Stewart Reynolds hier schreibt, ist für mich nachvollziehbar, logisch oder verständlich.

In wirklich sehr kurzen, selten mehr als eine oder eineinhalb Seiten langen Betrachtungen versucht er, das Verhalten von Katzen auf Menschen zu übertragen. Man solle, so der nicht ganz ernst gemeinte Ratschlag, beispielsweise ähnlich wie die Stubentiger, unberechenbar bleiben, wendig und stets seinem Naturell folgen.

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Dirk Brockmann: Survival of the Nettest

Rund 250 Seiten pures Staunen! Nach dieser Lektüre sehen Sie die Welt mit anderen Augen. Und sich selbst ebenso. Wussten Sie, dass wir genetisch gesehen etwa fünfmal mehr Virus als Mensch sind? Erst durch die teilweise unglaublichen Symbiosen zwischen Tieren, Pflanzen, Bakterien und Archaeen, wurde unser Planet bewohnbar. Dirk Brockmann zeigt uns eine andere oder ergänzende Sichtweise zu Darwins „Survival of the Fittest“. Evolution, so der Autor, habe nur in Verbindung mit Kooperation und Symbiose stattfinden können. Ansätze, die wir auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen unserer Zeit übertragen können. 

Bereits der Einstieg offenbart Brockmanns besondere Art der Wissensvermittlung. Er nimmt uns mit auf ein Gedankenexperiment, in dem er die Welt aus Sicht von Aliens betrachtet. Gekonnt führt er uns auf eine falsche Fährte – und erhält unsere volle Aufmerksamkeit.

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Donald Windham: Verlorene Freunde

Donald Windham erinnert sich in diesem Buch detailreich an die tragischen Entwicklungen seiner Freundschaften zu Truman Capote und Tennessee Williams.

Mit Tennessee Williams war Donald Windham mehr als 30 Jahre befreundet. 1945 produzierten die beiden gemeinsam ein Stück am Broadway. Die Bekanntschaft mit Truman Capote machte Windham 1948 in Venedig. 

Der Buchtitel „Verlorene Freunde“ könnte nicht besser gewählt sein. Beide Schriftsteller, Truman Capote wie auch Tennessee Williams, waren am Ende ihrer jeweiligen Karrieren nicht nur in sich selbst gefangen und verloren, auch die Verbindung zu Donald Windham veränderte sich.

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