Ups, der Titel haut ja schon mal richtig rein! „Niemand möchte deinen Scheiß“! Das muss man sich erstmal sagen lassen und verdauen! Okay, mag ja sein, dass „Messie“ Condo recht hat! „Messie“ ist natürlich ein Pseudonym, klar, passt aber super gut zu dem, was sie übers Aufräumen, Ausmisten, Sich-trennen- von … so zu sagen hat.
Das Buch, der Ratgeber, wenn man so will, richtet sich, so heißt es im Vorwort, an alle, die langsam in einem Alter sind, in dem „sie ein Gefühl für ihre Sterblichkeit“ bekommen. Wann fängt das an? Mit 60? 80? 90? – keine Ahnung. Das muss dann wohl jeder auch für sich selbst definieren.
So knallhart wie der Titel, ist dann auch der ganze weitere Stil des Buches. Schonungslos, unbarmherzig und gnadenlos offen. Wer will schon deine Sammeltassen, dein Geschirr, Besteck, die Tischdecken von Ururoma, die keiner mehr auflegt? Die vielen, vielen Bücher, die es ja notfalls auch alle digital zu lesen gibt, den ganzen Krimskrams? Da mag viel Wahres dran sein. Aber bin ich bereit, mich jetzt schon von vielem, was mir lieb geworden ist, zu trennen, nur damit irgendwann, in hoffentlich noch recht ferner Zukunft, meine Lieben keine Last mit dem Entrümpeln haben? Ich weiß nicht. Soll ich jetzt anfangen, minimalistisch zu leben, nur um das Gefühl zu haben, anderen damit Gutes zu tun? Wo bleibt da der Spaß?
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