Maz Evans: Over My Dead Body

Als die unausgeglichene Ärztin mit Alkoholikerhintergrund Miriam Price tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, sind sich alle einig: Tod durch Missgeschick. Ein Rückfall zum Trinken, zu viele Schlaftabletten und ein trauriges, aber logisches Ende für die kluge, aber unausstehliche Frau. So denkt der Voruntersucher bei Gericht, so denken Ehemann, Freunde und Familie.

Miriam denkt das nicht. Sie weiß: Sie wurde ermordet. Und nun muss sie es beweisen. Zu blöd, dass ihre alte Nachbarin und ehemalige Erzfeindin Winnie die einzige ist, die sie sehen kann. Um nicht die nächsten fünfzig Jahre in einem Zwischenzustand gefangen zu sein und endlich in die Eternity übergehen zu können, muss Miriam trotzdem dringend herausfinden, wer sie ermordet hat.

Nur leider war sie in ihrem Leben nicht nur eine begabte Ärztin, sondern auch eine sehr verbitterte Frau mit mehr Feinden, als sie aufzählen kann. Ein lustiger, trauriger und emotionaler Wettlauf gegen ihren eigenen Mörder beginnt – und dieser hat nicht zum letzten Mal getötet …

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Ashley Audrain: Das Geflüster

Die kanadische Autorin Ashley Audrain (Jahrgang 1982) schrieb in ihrem 2021 auf Deutsch erschienen Debütroman „Der Verdacht“ über eine Mutter, die ihre neugeborene Tochter ablehnt. Nun veröffentlichte der Penguin-Verlag am 24. April 2024 ihren zweiten Roman „Das Geflüster“. Aus dem Englischen übersetzt wurde er von Lotta Rüegger und Holger Wolandt.

Zu diesem Roman haben unsere Rezensenten Sabine Sürder und Olivia Grove ganz unterschiedliche Meinungen. Wir veröffentlichen hier beide. Teilen Sie uns gerne Ihre Meinung in den Kommentaren unten mit.

Sabine Sürders Besprechung fällt so aus:

Gossip im Großstadt-Viertel

Im Buch finden wir vier Frauen aus einem früher von Portugiesen bevorzugtem Viertel einer US-amerikanischen Großstadt. Whitney, Blair, Rebecca und Mara leben mit ihren Ehemännern in kleineren oder größeren Häusern mit oder ohne Kinder.

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Karen Sander: Der Sturm: Verachtet

Wo Sander draufsteht, ist auch Sander drin. Stimmt auch diesmal wieder, wenn sie uns wieder mitnimmt zu den Ermittlungen auf dem Darß.

Tom Engelhardt und sein Team sind noch immer mit dem Fall der beiden Skelette befasst, die bei einer Sturmflut am Kliff freigelegt worden waren. Noch ist die Identität der Toten nicht geklärt. Auch eine CD, die bei den Skeletten gefunden worden war, konnte bisher nicht entschlüsselt werden. Mascha Krieger, Kryptologin vom LKA in Schwerin ist es bisher nicht gelungen an die gespeicherten Daten zu kommen. Sie geht nicht ganz legale Wege, um weiterzukommen, aber das sind sowohl ihr Chef in Schwerin als auch Tom Engelhardt bereits gewohnt. Ebenso wie Mascha die Standpauken in Kauf nimmt, die sie sich mit ihren Alleingängen oft einhandelt. Bisher hatte sie ja auch immer Erfolg und damit im Nachhinein oft eine Rechtfertigung. So auch diesmal, denn nachdem sie die Daten auf der CD auslesen konnten, nimmt der Fall eine völlig neue Wendung. Gleichzeitig zum Fall der Skelette vom Kliff müssen sich die Kollegen aber noch mit mindestens einem weiteren Fall beschäftigen, in den Mascha auch ganz persönlich verwickelt ist. Es geht um einen Stalker, der junge Frauen bedroht.

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Nicola Förg: Zornige Söhne

Kommissarin Irmi Mangold und ihre Kollegen ermitteln wieder. Im 15. Band der „Alpenkrimi“-Reihe von Nicola Förg wird einmal mehr gemordet. Das Opfer heißt Joshua Heiligensetzer, wurde zweiundzwanzig Jahre alt und durch einen Schuss ins Herz getötet. Der junge Mann bewachte bei Nacht eine Baustelle, an der seine Tante einen Hausumbau durchführen lässt. Es hat in der Gegend Baumaterial-Diebstähle gegeben. Joshua sollte verhindern, dass am Haus seiner Tante etwas gestohlen wird. Irmi und ihre Kollegin Kathi machen sich an die Arbeit.

Sie finden heraus, dass sich der junge Mann im Internet mit seinem Vater, einem berühmten Schriftsteller „gebattled“ hat. Sie haben sich heftige Wortgefechte über aktuelle Themen geliefert wie die Klimakrise oder auch darüber, dass die Vätergeneration, die sogenannten „Boomer“, geboren zwischen 1957 und 1969, den Planeten zugrunde konsumiert haben und es immer noch tun. Eine große Fan- oder Hatergemeinde, je nach Perspektive, hat die Vorgänge kommentiert. Joshuas Eltern haben sich schon vor längerer Zeit getrennt. Hat der Vater seinen Sohn getötet?

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Jussi Adler-Olsen: Verraten

Da ist es nun: das große Finale. Der zehnte und letzte Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen von Jussi Adler-Olsen. Am 21. März 2024 erschien „Verraten“ bei dtv. Hannes Thies übersetzte den Thriller (wie auch die gesamte Reihe) aus dem Dänischen.

Carl Mørck und die Vergangenheit

Und wie zu erwarten, setzt Jussi Adler-Olsen auf „großes Kino“. „Verraten“ wird dem, dies sei schon einmal „verraten“, aber nur teilweise gerecht.

Es ist Weihnachten 2020, Carl Mørck muss ins Gefängnis. Schuld ist der alte Koffer auf dem Dachboden, den sein Kollege Anker Høyer ihm vor Jahren zur Aufbewahrung gab. Nun wird Carl Mørck des Drogenhandels, der Korruption und des Mordes verdächtigt. Im Gefängnis beginnt ein Spießrutenlauf für den Kommissar. Von seinem schwer enttäuschten Chef Marcus Jacobsen, dem Leiter der Mordkommission, kann er keine Unterstützung erwarten.

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Freida McFadden: Sie kann dich hören

Spannend, doch nicht ganz überzeugend: „Sie kann dich hören“ unter der Lupe

Millie ist zurück!

Und damit kehrt FreidaMcFadden mit ihrem neuesten Thriller „Sie kann dich hören“ – der Fortsetzung von „Wenn sie wüsste“ – zurück und entführt uns erneut in das Leben von Millie Calloway. Das Buch beginnt wieder mit einem scheinbar harmlosen Housemaid-Jobangebot, das sich schnell zu einem gefährlichen Spiel entwickelt.

Obwohl dieser Thriller eine großartige Fortsetzung hätte werden können, blieb er für mich letztendlich unauffällig und ließ mich leider unbeeindruckt zurück. Es war definitiv eine kurzweilige Popcorn-Lektüre, aber erfahrene Thriller-Leser wünschen sich vielleicht weniger Handlungserzählung und mehr Raum für eigene Entdeckungsreisen und Enthüllungsjagden (ich gehöre definitiv dazu).

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Christina Henry: Böse Mädchen sterben nicht

Celias Erinnerung beginnt in dem Moment, als sie in der Küche steht und einem kleinen Mädchen ein Schulbrot schmiert. Das Mädchen behauptet, ihre Tochter zu sein. Der fremde Mann, sagt, er sei ihr Mann. Und Celia kann sich an nichts erinnern, an gar nichts vor diesem Moment. Aber eines weiß sie ganz sicher: Sie ist nicht die Person, die die Leute versuchen, aus ihr zu machen. Alles ist eine einzige, große Lüge. Aber wie soll sie das beweisen, wenn sie sich nicht erinnern kann und was haben diese Menschen mit ihr vor?

Allie muss den Ausflug mit ihren Freundinnen ertragen und ist neben deren Partnern das fünfte Rad am Wagen. Aber alles ändert sich, als die einsame Hütte im Wald plötzlich zu einem Horrorfim-Szenario wird.

Maggie muss in einem brutalen Spiel auf Leben und Tod mitmachen, sonst töten ihre Entführer ihre Tochter.

Drei Frauen landen in ihrem ganz persönlichen Albtraum und alles ist miteinander verbunden …

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Luca Ventura: Der blaue Salamander

Dass Italiener Mode lieben, ist kein Geheimnis. Aber würden sie dafür morden? Dieser Frage müssen sich Enrico Rizzi und Antonia Cirillo von der Inselpolizei Capri im fünften Teil der Romanreihe stellen. Die junge Modedesignerin Rosalinda Fervidi, Herstellerin exklusiver Ledertaschen und Gürtel, wird erdrosselt im Beichtstuhl einer Kirche aufgefunden. Allein diese Szene ist großes Kino! Wieder einmal schafft es Luca Ventura viel italienisches Lokalkolorit in einen spannenden Plot zu verpacken. Vor der Location der mondänen Mittelmeerinsel funktioniert Venturas Plot perfekt. Wo Männer selbst bei 35 Grad im weißen Jackett mit Einstecktuch flanieren und alternde Diven schmuckbehangen ihren Champagner samt Pasticcini zur Mittagszeit mit Blick aufs Meer genießen, scheint alles möglich. Eine „Bella Figura“ zu machen, ist im Land des Stiefels einfach Lebensphilosophie!

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Till Raether: Danowski: Sturmkehre 07

Irgendwann hat jeder das Ende seiner persönlichen Fahnenstange erreicht. Danach geht es nur noch abwärts. So ähnlich sieht der Hauptkommissar Adam Danowski seine berufliche Perspektive bei der Hamburger Polizei. Sein Chef Kienbaum sagt zu ihm, er sei mal ein guter Polizist gewesen. Andere Kollegen meinen, er mache viele Fehler, störe die Ermittlungen durch seine gedankenlosen Alleingänge. Bei einem dieser gedankenlosen Alleingänge hat er sich zu einer strafbaren Handlung hinreißen lassen und seine beiden befreundeten Kollegen Meta und Finzi ungefragt zu Komplizen gemacht. Jetzt befinden sich alle drei unter Kienbaums Beobachtung, der sie zu polizeilich fragwürdigen Handlungen zwingen will.

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Hervé Le Corre: Durch die dunkelste Nacht

Commissaire Jourdan ist zutiefst frustriert von seinem Beruf. All die Bilder, die er täglich sehen muss, all die Toten, die immer wieder sein Leben berühren. Aber er will weitermachen, gerade jetzt, wo ein Frauenmörder auf immer ähnliche, äußerst brutale Weise mordet.

Luise wird von ihrem Ex-Freund verfolgt. Obwohl sie die Beziehung bereits vor langer Zeit beendet hat, hört er einfach nicht auf, ihr nachzustellen und sie zu bedrohen. Beendet hat sie die Beziehung damals schon wegen seiner Brutalität. Aber die Polizei nimmt sie nicht ernst, wie so oft. Bis er eines Tages zu weit geht und sich Jourdan einschaltet – nicht nur, weil Louise, die nach dem Tod ihre Eltern zunächst in Drogen versank, ihr Leben mit ihrem Sohn wieder in den Griff bekommt und ihn damit beeindruckt.

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