Freida McFadden: Häftling: Nur er weiß warum du hier bist

Brooke Sullivan kehrt nach Jahren wieder in ihre alte Heimat zurück und beginnt eine neue Stelle als Pflegekraft in einem Hochsicherheitsgefängnis. Sie weiß, dass sie dort einen Menschen aus ihrer Vergangenheit treffen wird: Shane, der wegen ihr im Gefängnis sitzt. Er ist nicht nur der Vater ihres Sohnes, sondern wollte sie damals in dieser schrecklichen Nacht umbringen – genauso wie er es bei drei weiteren Menschen, die zu dem Zeitpunkt bei ihm zu Hause waren, geschafft hatte…

Die Geschichte ist so unglaubwürdig und hat an manchen Stellen gefühlt gar keinen Zusammenhang mehr.

Auf den 338 Seiten des Buches passiert relativ wenig, und das Einzige, was mich wirklich überzeugen konnte, waren die Passagen, die aus der Vergangenheit erzählten. Ansonsten lebt die Geschichte von zu vielen Dialogen, wodurch quasi gar keine Spannung entsteht. Es gibt ein ständiges Hin und Her: Mal verdächtigt Brooke ihren damaligen besten Freund, mal Shane und dann wieder andersherum. Stets wird wiederholt, wie der Täter Brooke umbringen wollte – irgendwann weiß man es dann auch. Es ist nicht sehr einfallsreich, die Seiten so zu füllen.

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Freida McFadden: Der Freund: Ist er dein Traumpartner oder dein Killer?

Worum geht es?

Sydney Shaw hat genug vom Dating-Pech, denn mit Tom scheint der absolute Traummann vor ihr zu stehen. Er ist attraktiv, charmant und arbeitet als Arzt. Doch gleichzeitig versetzt eine brutale Mordserie an Frauen die Stadt in Angst. Ein Serientäter lockt seine Opfer über Dates an. Obwohl Sydney mit Tom glücklich sein sollte, beschleicht sie ein düsteres Gefühl. Jemand beobachtet sie auf Schritt und Tritt. Sydney beginnt zu graben – und gerät selbst ins Visier.

Meine Meinung

Freida McFadden hat es wieder einmal geschafft: Einmal angefangen, kann man dieses Buch kaum mehr aus der Hand legen! Der flüssige und packende Schreibstil der Autorin zieht den Leser sofort in den Bann und lädt zum Verweilen ein. Man kann es eigentlich gar nicht zuschlagen, denn es passiert von Satz zu Satz immer wieder etwas Unerwartetes und man muss weiterlesen.

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Ina Haller: Liestaler Lügen

Kenner der Krimi-Reihe um Samantha Kälin, genannt Sammy, sind sicher gleich wieder mittendrin, im achten Fall für die Ermittlerin, die eigentlich gar keine ist, aber immer wieder in irgendwelche Kriminalfälle verwickelt wird. Wer Sammy und die anderen Bücher nicht kennt, tut sich stellenweise etwas schwer, wenn in Halbsätzen oder kurzen Anmerkungen Bezug genommen wird auf Dinge, die früher geschehen sind. Etwa einen Fall, bei dem Sammy sich, als sie fliehen musste, das Knie verletzt hat. Das passiert ihr jetzt wieder, ein Skiunfall, dasselbe Knie. Gott sei Dank nur verstaucht, nichts Schlimmeres, aber blöd und langwierig ist es trotzdem. Sammy ist auch nicht wirklich überzeugt, dass es „nur“ eine „Pistensau“ war, die sie hart angerempelt und ihren bösen Sturz damit verursacht hat, sie glaubt, es war Absicht. So vieles, was in den letzten Tagen vor ihrem Kurzurlaub mit Joel, seiner Schwester und ihrer Familie im Chalet in Zermatt passiert war, lässt sie hellhörig und auch ein bisschen ängstlich werden.

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Annika Strauss, Sebastian Fitzek: REM

Stell dir vor, seine Träume wären nach dem Aufwachen nicht verschwunden, sondern aufgezeichnet worden. Du könntest sie dir jederzeit ansehen. Doch dann wäre dein nächster Schlaf dein letzter….

„Du darfst nicht einschlafen!“ – Alysee ist vier Jahre alt, als ihr Vater sie panisch anfleht, wach zu bleiben. Sie schläft trotzdem ein. Als sie aufwacht, ist ihr Vater bestialisch ermordet. Es ist ihre einzige Erinnerung an ihn. Seit diesem Tag lässt die panische Angst vor dem Einschlafen sie nicht mehr los. Jahre später erfährt die Vollwaise, dass ihr Vater ihr ein Erbe hinterlassen hat. Es könnte das Geheimnis seines Todes lüften. Doch kaum tritt sie es an, muss sie schmerzhaft lernen: Das grauenhafte Sterben hat gerade erst begonnen.

Der Einstieg in die Geschichte erfolgt rasant. Man wird als Leser mitten in das Geschehen geworfen, was anfangs kurz das Gefühl aufkommen lässt, man hätte etwas verpasst. Die anfängliche Verwirrung legt sich zum Glück recht schnell.

Vom Schreibstil her lässt sich das Buch flüssig lesen. Die kurzen Kapitel ermöglichen ein schnelles Vorankommen beim Lesen. Die düstere und teils sehr beklemmende Stimmung passt zu einem Horror-Thriller. Das Setting des Hotels versprüht einen gruseligen Vibe, genauso wie man es sich in so einem Buch wünscht.

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Åsa Hellberg: Vega Varg: Das Schweigen der Insel

Die Grenzregion zwischen Schweden und Norwegen ist ein beliebtes Setting in Skandinavien-Krimis. So auch in Åsa Hellbergs Auftakt ihrer Vega-Varg-Reihe, mit der die Autorin, die sich bisher mit Liebesromanen einen Namen gemacht hat, Neuland betritt. Liebe bzw. Sex spielen auch im ersten Fall eine zentrale Rolle.

Auf der Insel Südkoster wird ein junger Mann, Fredde Skog, ermordet. Kurz danach verschwindet Meja Kron, die Ehefrau eines prominenten norwegischen Politikers. Sie gehört einer Gruppe von vier Immobilienmaklern an, die für ein Team-Retreat auf die Insel gekommen sind, um ihre Gruppendynamik zu verbessern. Die hat es in sich.

Jede/r hat etwas mit jeder/m. Es wird munter durcheinander koitiert, und natürlich dürfen Drogen nicht fehlen. Außerdem befindet sich eine betrogene Ehefrau auf der Insel, die ihrem untreuen Mann hinterherspioniert. Auch Fredde scheint mit Meja geschlafen zu haben.

Verdächtig sind vor dem ausschweifenden Hintergrund natürlich alle. Abgesehen von den Ermittelnden, Vega Varg und ihrem Freund und Kollegen Leopold. Kein Wunder: Sie haben keinen Sex.

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Moa Berglöf, Joakim Zander: Die Stockholm Protokolle: Gefährliche Beziehungen

Julia hat sich als investigative Politikjournalistin bei einer schwedischen Zeitung einen Namen gemacht. Man kennt sie, man schätzt ihre Artikel. Bis sie eines Tages offenbar ein bisschen zu viel investigativ unterwegs ist. Julia glaubt, Unregelmäßigkeiten entdeckt zu haben, im Terminplan der Flugbereitschaft der schwedischen Regierung. An sich nichts Aufregendes, wären da nicht immer wiederkehrende Ereignisse rund um Aufenthalte des Ministerpräsidenten und seiner engsten Vertrauten in Brüssel. Wie es aussieht, ist die Regierungsmaschine jeweils bereits ein, zwei Tage vor der Rückkehr von Christian Bratt wieder in Stockholm gelandet. Julia treibt die Frage um, was der Ministerpräsident außerhalb des offiziellen Terminplans in Brüssel zu tun hatte. Klingt alles erstmal ziemlich harmlos, kann ja auch völlig belanglos sein, aber daran glaubt Julia nun wieder nicht. Ihre Recherchen scheinen gehörig mehr Staub aufzuwirbeln als es ein privater Grund je tun würde. Julia stößt plötzlich auf eine Mauer aus Schweigen, keiner beantwortet mehr ihre Fragen. Sie wird zur Persona non grata. Nicht nur in Politikerkreisen, auch in der Redaktion. Julia wird aufs Abstellgleis geschoben und muss „zur Strafe für ihr Weiterbohren“ zurück ins Großraumbüro und zu Anfängerterminen.

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Till Raether: Meeresdunkel

Es sollte für zwei Familien ein besonderer Urlaub werden. Die Voraussetzungen waren günstig: Eine Woche auf Mallorca, ein sehr warmer Herbst und ein überraschend günstiges Haus. Jedes Familienmitglied reiste mit konkreten Vorstellungen an. Zwei Personen erhoffen sich, die Risse in ihrer Ehe zu kitten; zwei Personen wollen ihre Vergangenheit weiterhin verbergen, eine weitere Person verlangt Klärung und ein Ende der Lügen, und eine Person hat Angst, einer anderen zu begegnen.

Die Casa de la Vora in Santanyí befindet sich am Ende einer Straße direkt an den Klippen und Felsenplateaus und ist für die zwei anreisenden Familien mehr als nur renovierungsbedürftig. Anfangs verharmlosen sie das offensichtliche Missverständnis. Doch am nächsten Tag stellen die Erwachsenen fest, dass Mallorca in den Herbstferien ausgebucht ist und sie sich in dem großen Haus arrangieren müssen. Unter den schwierigen Umständen hätten die Ehepartner ihre persönlichen Probleme vielleicht lösen können, wenn nicht das Unwetter, die Ermordung eines Familienmitgliedes und die Offenbarung der wahren Gründe ihres Zusammenkommens gewesen wären.

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Sybille Baecker: Tod in den Highlands

Ein Krimi um Whisky und schöne Landschaft, mit viel Lokalkolorit und Wissensvermittlung über Herstellung, Brennen, Geschmack und Besonderheiten von schottischem Whisky. Wer sich also für Whisky interessiert, der kommt auf seine Kosten.

Alison Dexter, die es ganz gut brauchen kann, einen Fall zu übernehmen, mit dem ihr Name als Privatermittlerin ein bisschen bekannter wird, soll herausfinden, wer es geschafft und gewagt hat, einen edlen Whisky einer renommierten Destillerie in den schottischen Highlands nicht nur zu fälschen, sondern auch bei einer Auktion mit dieser Fälschung in der markanten, typischen Flasche eine gute Stange Geld zu erzielen. Alison hat, wenn sie auf ihr Konto schaut, keine andere Wahl als den Auftrag anzunehmen, zumal die Brennereibesitzerin verspricht, nicht knauserig mit dem Honorar zu sein, aber von Whisky hat sie leider kaum Ahnung.

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Leonie Swann: Widdersehen

Ein neuer Schafskrimi – absolut gelungen, herrlich komisch und dabei auch noch tiefgründig

Endlich die Fortsetzung der erfolgreichen Schafskrimi-Reihe von Leonie Swann. Und der neue Band steht dem Beginn in nichts nach – allerdings hätte es nicht geschadet, wenn ich die ersten Romane „Glenkill“ und „Garou“ noch einmal gelesen hätte, bevor ich in „Widdersehen“ eingestiegen bin. Obwohl man das neue Buch auch ganz wunderbar versteht, ohne die ersten Bände zu kennen.

Die Schafherde mit ihrer Schäferin Rebecca ist zurück aus Europa, angekommen wieder auf ihrer alten Weide. Doch zu ihrem Entsetzen grasen dort drei neue Schafe, mit den poetischen Namen Eins, Zwei und Drei. Und nicht nur das, kaum angekommen, verschwindet Rebecca, nachdem sie eine ominöse Nachricht erhalten hat.

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Dina Casparis: Die dunkle Seite der Schokolade

Ein zunächst etwas verwirrender Krimi über die Machenschaften der Schokoladenindustrie, der dann aber immer interessanter wird und gute Einblicke gibt in die Zeit, als auch die Schweizer sich als Kolonialherren zum Beispiel in Afrika nicht nur mit Ruhm bekleckert haben. Diese Zeit wird recht anschaulich dargestellt, anhand von Nachforschungen der jungen Rechtsanwältin Serafine Montalin, die  als Leiterin der Abteilung Interne Untersuchungen beim Schokoladenkonzern CacaoBest auch für Firmenzusammenschlüsse zuständig ist. Das genaue Hinsehen ist Teil ihrer Aufgabe und so forscht sie eben intensiv auch in der Vergangenheit der Firma Chocolat Grison, die vom Mitbewerber CacaoBest übernommen werden soll. Die Gespräche stehen schon kurz vor dem Abschluss, als Serafine involviert wird. Chocolat Grison, zufällig auch der frühere Arbeitgeber ihres verstorbenen Vaters, spielt in Serafines ganz persönlicher Vergangenheit zwar eine große Rolle, aber das soll natürlich beim professionellen Blick auf das Geschäftsgebaren des Unternehmens keine Rolle spielen.

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