Emma Törzs: Ink Blood Mirror Magic

Joanna hat den Ort ihrer Kindheit noch nie verlassen. Seit sie denken kann, hat sie ihr Leben ihrem Familienvermächtnis verschrieben: Dem Schutz einer Büchersammlung – magische Bücher, in Blut geschrieben. Um ihre Zauber wirken zu können, muss man mit dem eigenen Blut bezahlen; ein Umstand, der ihren Vater das Leben gekostet hat.

Esther, ihre Schwester, führt ein gegenteiliges Leben: Jedes Jahr zur gleichen Zeit muss sie ihr Leben hinter sich lassen und ein neues in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent beginnen. „Sonst finden sie dich“, hat ihr Vater gesagt. Was er damit gemeint hat, weiß sie nicht und fragen kann sie ihn nicht mehr, nun da er tot ist. Als sie schließlich beschließt, die Warnung zu ignorieren und länger an einem Ort zu bleiben, ahnt sie noch nicht, dass die Bedrohung real ist und ihre Verfolger vor nichts zurückschrecken.

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Bella Osborne: So was wie Freunde

Berührende Freundschaftsgeschichte – nicht ohne Klischees

Ganz neu ist die Geschichte, die dieser Roman erzählt nicht. Über die Freundschaft zwischen einem Teenager und einem älteren Mensch, wie auch über die Bemühungen von Einwohnern, ihre Bücherei vor der Schließung zu retten, wurden schon etliche Bücher geschrieben. Dennoch liest man auch diesen Roman gerne, denn er berührt, macht auch nachdenklich und er ist gut geschrieben.

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Kristen Perrin: Das Mörderarchiv

Krimiermittlungen ein bisschen anders. Ein interessanter, mal ganz anderer Ansatz: das Opfer selbst sorgt dafür, dass sein Tod gründlich untersucht wird.

Seit Teenager-Zeiten wird Frances‘ Leben von der Prophezeiung einer Wahrsagerin beeinflusst, bei der sie mit 17 mal auf einem Jahrmarkt gemeinsam mit ihren Freundinnen Emily und Rose gewesen ist. Während Emiliy und Rose versuchen, die Weissagung als Jahrmarktstrick abzutun, nimmt Frances sehr ernst, was sie gehört hat. „…. bleiche Knochen in deiner Zukunft“. Von diesem Moment an ist Frances überzeugt, eines Tages ermordet zu werden. Und sie soll Recht behalten. Frances hat vorgesorgt. Ihr Tod soll nicht versehentlich als „natürliche Todesursache“ zu den Akten gelegt werden, nein, sie besteht darauf, dass gründlich untersucht und ermittelt wird.

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Kiran Millwood Hargrave: Leila und der blaue Fuchs

Auf einmal ist es so weit: Leila soll in den Sommerferien zu ihrer Mutter Amani nach Norwegen reisen, die dort seit sechs Jahren lebt und als Wissenschaftlerin in einem Forschungsinstitut arbeitet. In dieser Zeit ist ihre Mutter zu einer Fremden geworden, der alles wichtiger zu sein scheint als die Familie in London.

Die inzwischen zwölfjährige Leila erlebte ihre Mutter bisher nur auf dem Bildschirm. Seit sechs Jahren lebt Leila bei Verwandten in London. Sie sind ihre neue Familie und ihr neues Zuhause geworden, nachdem sie gemeinsam aus Damaskus geflohen sind und viel Leid hinter sich gelassen haben. Diese Erlebnisse haben sie eng miteinander verbunden und im zunächst fremden London zusammenrücken lassen.

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Tyler Whitesides: Die letzten Lügen des Ardor Benn

Was habe ich nicht schon alles auf mich genommen – ja, ich, der Meisterdieb, der Mann, der den ganzen gesammelten Hofstaat getäuscht und über den Tisch gezogen hat. Gestatten, Ardor Benn, der Name, Retter der Welt, Zeitreisender und Filou mit einer Vorliebe für süßes Gebäck.

Inzwischen aber bin ich ein geläuterter Mann. Ich habe mein altes Leben hinter mir gelassen, bin der Kirche beigetreten und ein heiliges Eiland geworden.

Ja, ich gebe zu, zunächst wollte ich nur herausfinden, wo die Kirche die Drachenschalen versteckt hat, doch das weiß ich seit Monaten. Seitdem tue ich Buße, versuche, nach dem Straferlass der Königin für mich, alte Schulden zu begleichen und ein gesetzestreuer Bürger zu werden. Ja wirklich, ich weiß, sie trauen mir nicht, aber es ist so!

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Tsokos & Tsokos: Heinz Labensky und seine Sicht der Dinge

Michael und Anja Tsokos, ein Ehepaar aus Berlin, haben gemeinsam einen Roman geschrieben, der ein wenig an Forrest Gump oder auch den Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand, erinnert: Ein einfältiger Mensch erlebt die haarsträubendsten Abenteuer und verstrickt sich dabei sogar in Ereignisse von weltgeschichtlicher Bedeutung, die er entscheidend beeinflusst.

In „Heinz Labensky und seine Sicht der Dinge“ ist es jemand, der zwar die Grundschule nicht gepackt hat, dafür aber später in der DDR unter anderem ein Attentat gegen Staatsgast Willy Brandt verhindert, sich an der Suche nach dem legendären Bernsteinzimmer beteiligt oder die Terroristen Andreas Baader, Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin trifft, die sich auf der Durchreise befinden.

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Simon Shuster: Vor den Augen der Welt

Packende Biografie des charismatischen ukrainischen Präsidenten

Der Mann ist ein Phänomen und die Meinungen über ihn gehen sicher weit auseinander. Dieses Buch erzählt seine Geschichte und beleuchtet seinen Charakter, sein Agieren und seine Entscheidungen, natürlich insbesondere vor dem Hintergrund des derzeitigen Krieges.

Der Autor Simon Shuster ist Korrespondent des Time Magazine und hatte die Möglichkeit, Wolodymyr Selenskyj über viele Jahre zu begleiten, zu beobachten und so entstand dieses ungemein spannende Buch. Shuster ist in Russland geboren und kam als Kind in die USA. Seit Jahren lebt er immer wieder auch längere Zeit in Kyjiw, seit der Annexion der Krim 2014 berichtet er regelmäßig aus der Ukraine.

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Rebecca Netley: Die Geisterflöte

Konnte mich leider nicht so richtig catchen.

Skelthsea, 1860.

Wilde Klippenpfade, eine kalte Meeresbrise – durchzogen vom Duft des Torfrauchs … Und ganz langsam beginnen die Insel, seine Bewohner und das Anwesen ihre Geheimnisse preiszugeben.

„So spannend, dass du ihn in einer Nacht bei Kerzenlicht verschlingen wirst“ … war der Roman für mich definitiv nicht.

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Paul Auster, Spencer Ostrander: Bloodbath Nation

Mit diesem Text prangert Paul Auster die Verherrlichung des Waffenkultes seiner Heimat, den Vereinigten Staaten an. Er geht der Frage nach, warum der Umgang mit Waffen bei den Amerikanern einen so selbstverständlichen und hohen Stellenwert hat und wie es dazu gekommen ist.

Eingangs beleuchtet er seine eigene Kindheit und einen dunklen Punkt in der eigenen Familiengeschichte. In der Kindheit Austers war sein Umgang mit einer Spielzeugpistole normal. Das Fernsehen lieferte Ideen zu eigenen Spielfantasien mit der Waffe, denn alle Helden, denen er, wie die meisten anderen der kleinen Jungen nacheiferte, waren bewaffnet. Später, in einem Feriencamp in New Hampshire hat Auster selbst großen Spaß samt Erfolgserlebnissen im Umgang mit der Waffe erlebt. Doch eine weitere Inspiration durch die Eltern blieb aus. Dort, wo er aufwuchs, ging man weder auf die Jagd, noch erwartete irgendjemand von ihm, dass er Gefallen daran fand, auf Tiere, Schießscheiben oder Tontauben zu schießen.

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Fritz Fassbinder: Die Wärme der Wölfe

Auf der Homepage des Autors Fritz Fassbinder ist zu lesen: „Bis vor kurzem habe ich im Polizeiumfeld gearbeitet, das mich zu meinen Kinderbüchern mit Krimihandlung motivierte.“ Zum Thema Wutbürger beteiligte er sich an der Anthologie Wut, die 2019 beim Loewe Verlag erschienen ist. Als logische Konsequenz ist nun der Jugendroman über Fremdenhass und Radikalisierung von Fußballfans zu verstehen.

Der sechzehnjährige Ich-Erzähler Manuel ist einer der wenigen in seiner Klasse, der die zehnte Klasse schaffen will. Zurzeit hat er Pech und Glück zugleich. Er sitzt vorne, in der gleichen Reihe wie die attraktive Caro. In der letzten Reihe sitzen die tonangebenden Jungen, die Löwen, denen ein verletzender Spruch oder eine Handgreiflichkeit leichter fallen als gute Schulnoten.

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