Ivar Leon Menger: Der Tower

Job weg, Freund weg, Wohnung weg – da kommt für die Galeristin Nova das Angebot, ein Jahr lang kostenlos im hochmodernen Pramtower mitten in Berlin zu wohnen, wie gerufen. Der absolute Jackpot! Doch bald verwandelt sich Novas Glücksgefühl in Unbehagen. Ihr neues Luxusdomizil ist ganz und gar nicht das Paradies, für das sie es anfangs hält. Irgendetwas stimmt nicht mit diesem Ort. Warum verhalten sich ihre Nachbarn so seltsam? Und wieso ist ihre Vormieterin tot? Nova muss die Wahrheit herausfinden, bevor es auch für sie zu spät ist …

Was traumhaft beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem Albtraum.

Die Geschichte ist extrem spannend und voller Nervenkitzel. Sie hat mich richtig mitgenommen, weshalb ich während des Lesens immer mal wieder eine Pause einlegen musste. Dennoch bin ich förmlich durch die Seiten geflogen, denn ständig passiert etwas Unerwartetes.

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Kate Alice Marshall: Eisnebel

Geheimnisse, Intrigen, Missverständnisse, aufkeimende Erinnerungen, eine Ahnung von Bösem – das erwartet einen in dem recht spannend geschriebenen Thriller, der uns in die luxuriöse Winterwelt einer sagenhaft reichen Familie führt, die ganz offensichtlich eine Menge zu verbergen hat. Das trifft allerdings wohl auch auf Theo zu, die als frisch Verlobte des jüngsten Sohnes der Daltons eingeladen ist, die Weihnachtstage in Idlewood zu verbringen.

Von Anfang an fühlt Theo sich hier weder wohl noch willkommen. Drohnachrichten, in denen ein unbekannter Absender sie mahnt, zu verschwinden, die Finger von Connor zu lassen und die Daltons in Ruhe zu lassen, machen die Situation nicht angenehmer. Zudem hat sie das unbestimmte Gefühl, schon einmal an diesem etwas unheimlichen, äußerst abgeschiedenen Ort in den tief verschneiten Bergen gewesen zu sein. Doch wann soll das gewesen sein? Und warum? An ihre früheste Kindheit hat Theo keine Erinnerungen. Sie wurde als kleines Mädchen adoptiert, warum und wer ihre leiblichen Eltern waren, hat ihr nie jemand erklärt. Dass sie von Connors sagenhaftem Reichtum nichts wusste, als sie sich kennengelernt haben, glaubt ihr hier niemand. Alle denken, sie sei nur auf sein Geld aus, wie wohl viele vor ihr. Sie lassen sie spüren, dass sie in ihrer Familie keine Freunde finden wird.

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Rita Falk: Apfelstrudelalibi

Der dreizehnte Fall ist nicht der schlechteste der Reihe – witzig, spannend und auch ein bisschen emotional

Dreizehn Bände umfasst die Reihe um den Dorfsheriff Franz Eberhofer inzwischen – und ich habe sie alle gelesen. Darunter waren wirklich gelungene, bei denen man Tränen lachen musste oder vor Spannung an den Fingernägeln knabberte. Aber es gab auch Bücher in dieser Serie, die waren eher mittelmäßig, dumpf humorig, hatten wenig von einem Krimi, dafür umso mehr von einer Klamotte. Doch dieser dreizehnte, der ist wieder gut geworden.

Denn diesmal vermeidet die so fleißige Autorin allzu tumben Witz, allzu viele Kalauer, legt mehr Wert auf den Krimipart der Handlung. Wiewohl auch wieder das Privatleben des Eberhofer eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Rolle spielt.

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Vanessa-Sophie Peks: Faircoast: Hateful Ride & Faircoast: Lovely Ride

Faircoast’s MagicWorld steht kurz vor dem Bankrott. Für Jade Allington ist der Freizeitpark nicht nur ihr Erbe, sondern ihr Zuhause – und sie ist bereit, alles zu tun, um ihn zu retten. Dafür ist sie jedoch gezwungen, mit dem arroganten Kit Martínez zusammenzuarbeiten, dem neuesten Mitarbeiter ihres Vaters. Die beiden geraten ständig aneinander: Im einen Moment fliegen die Fetzen, im nächsten sprühen die Funken. Und obwohl Kit keinen Zweifel daran lässt, dass er Jade verabscheut, sind beide machtlos gegen die Anziehung zwischen ihnen. Wären da nicht Jades Gefühle für Sam, einen Chatfreund, den sie seit Jahren online kennt. Was sie jedoch nicht weiß: Kit ist Sam. Und er ist mit dem Ziel gekommen, den Freizeitpark – und ihre Familie – zu zerstören.

Die abwechselnde Erzählweise aus den Perspektiven von Jade und Kit ermöglicht ein intensiveres Hineinversetzen in beide Figuren. Zu Beginn waren mir die beiden allerdings nicht sonderlich sympathisch, und ich brauchte etwas Zeit, um sie wirklich zu mögen. Vor allem Jade empfand ich anfangs als recht zickig.

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Silvesterspecial 2025

Jedes Jahr lesen wir Rezensentinnen und Rezensenten etliche Bücher. Gute und weniger gute, spannende und langweilige, dramatische, berührende, witzige und traurige, fesselnde, unterhaltsame, informative und interessante. Und immer findet sich darunter dieses eine Buch, das Highlight des Jahres. Das Buch, das besonders im Gedächtnis bleibt, das nachwirkt, aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Diese Bücher, die uns in diesem Jahr 2025 so beeindruckt haben, stellen wir heute am letzten Tag des Jahres vor:

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Martin Conrath: Kohle, Stahl und Mord: Das Totenhaus

Am 21. Dezember 2018 hat auch die letzte Zeche in Deutschland die Steinkohleförderung eingestellt. Nach mehr als 150 Jahren, wobei der Abschied von der heimischen Steinkohle schon Jahre vorher begonnen hatte, die Förderung war einfach unverhältnismäßig teuer geworden im Vergleich zu anderen Staaten, in denen die Kohle nicht ganz so tief unter der Erde lag. Zehntausende Bergleute in Deutschland mussten neue Arbeitsplätze finden, Umschulungen machen oder in Rente gehen. Für das Ruhrgebiet und das Saarland werden die Folgen des Bergbaus noch jahrzehntelange Herausforderungen bereithalten. Deutschland hatte den Steinkohlebergbau jahrzehntelang subventioniert, bis im Jahr 2007 beschlossen wurde, die Subventionen 2018 einzustellen.

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Pascale Lacelle: Stranger Skies

„Stranger Skies“ ist der zweite und abschließende Band zu „Curious Tides“ und eine ausdrücklich empfohlene Buchreihe. Wer also neu dabei ist und nicht gespoilert werden möchte, wendet sich am besten an die unter dem Titel verlinkte Rezension zu Band 1.

Nachdem die Geschichte von Cornelius Clover über die verschiedenen Welten und die Portale zwischen ihnen in Band 1 noch rein hypothetisch war, befindet sich Emory nun hinter einer der Türen ohne einen Weg nach Hause. Aber sie hat Romie wiedergefunden, ihre totgeglaubte beste Freundin. Doch die beiden Mädchen haben sich verändert. Romie misstraut der neuen Eklipse-Macht ihrer Freundin und Emory muss zugeben, dass sie da sogar richtig liegen könnte, denn jeder Zauber ruft die Geister ihrer Vergangenheit und löst eine Macht in ihr aus, die sie nicht zu kontrollieren weiß …

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#DerApotheker: Von Aspirin bis Zink: Die Wahrheit über unsere Arzneimittel: Was nicht im Beipackzettel steht

#DerApotheker hat Pharmazie studiert und arbeitet seit mehr als zehn Jahren als approbierter Apotheker. „Von Aspirin bis Zink“ ist sein viertes Buch. Darin gibt er einen umfassenden Überblick über wichtiges pharmazeutisches Wissen für Laien. Nicht immer ist alles im Beipackzettel nachzulesen. Manches erwähnt vielleicht auch der verordnende Arzt nicht.

Wir erfahren, warum es wichtig ist, Medikamente richtig einzunehmen, oder von den Wechsel- und Nebenwirkungen gängiger Arzneimittel. Oft ist es eben nicht damit getan, nur Tabletten zu schlucken und auf Besserung zu warten.

Weiter lesen wir in gut verständlicher Form viel Interessantes über verschiedene Medikamente und ihre jeweiligen Wirkstoffe. Ob es sinnvoll ist, seinem Körper zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen und auf welche teuren Mittel man getrost besser verzichten kann.

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Daniel Schreiber: Liebe! Ein Aufruf

Der deutsche Essayist Daniel Schreiber (Jahrgang 1977) hat ein neues Buch geschrieben. Nach „Die Zeit der Verluste“ (2023) reiht sich „Liebe! Ein Aufruf“ in die Reihe seiner literarischen Essays („Allein“, „Zuhause“, „Nüchtern“) ab 2014 ein. Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag veröffentlichte das Sachbuch am 18. November 2025.

Daniel Schreiber geht spazieren

Als Rahmenhandlung zu seinem neuen Essay „Liebe! Ein Aufruf“ wählt Daniel Schreiber einen Aufenthalt zu einem Schreibworkshop im Frühsommer in einem Seminarhaus in einem deutschen Mittelgebirge.

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T. M. Logan: The Mother

Vor zehn Jahren kam Heather für den Mord an ihrem Mann Liam, einem einflussreichen Politiker, ins Gefängnis. Ihre beiden Söhne, damals noch Kleinkinder, hat sie seitdem nicht mehr gesehen. Nun hat sie ihre Strafe abgesessen und nur ein Ziel vor Augen: Ihre Unschuld beweisen, um ihre Kinder wiedersehen zu können. Denn Heather hat Liam nicht getötet. Nur: Wie soll sie das beweisen?

In ihrem Fall gab es nie Zweifel, kaum andere Verdächtige. Polizeibeamte und Richter sind inzwischen längst in Rente, der Skandal hat sich gelegt. Nur der Journalist Owen glaubt daran, dass an Heathers Fall etwas faul ist, hat es aber nie beweisen können.

Gemeinsam versuchen die beiden, für Gerechtigkeit zu sorgen, doch der echte Mörder beobachtet jeden ihrer Schritte …

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