Layla Hagen: This Feeling is Forever: The Maxwells 04

Am Tag vor ihrem Praktikumsbeginn will Megan sich mit der Gegend vertraut machen, in der sie arbeiten wird. Denn dieses Praktikum ist wichtig, es wird ihr in der Architekturbranche alle Türen öffnen. Also geht sie sicher, dass am nächsten Tag nichts schieflaufen wird, sie alle Wege kennt und perfekt vorbereitet ist. Um ihre Nerven zu beruhigen, geht sie hinterher in eine Bar, wo sie den attraktiven wie charmanten Luke kennenlernt. Eins führt zum anderen und die beiden haben einen heißen One-Night-Stand, mit der Absicht, sich hinterher nie wiederzusehen.

Blöd nur, dass Megan, als sie am nächsten Tag zur Arbeit kommt, feststellen muss, dass Luke ihr neuer Chef ist!

Weil ihr ihre Karriere wichtiger ist, als ein Fehltritt im Liebesleben, entscheidet sich Megan nach anfänglichem Zögern dennoch, ihr Praktikum anzutreten. Sie und Luke treffen die offizielle Einigung, die Finger voneinander zu lassen. Doch das ist leichter gesagt als getan, gerade weil sie viel Zeit zu zweit an Projekten verbringen müssen …

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Alia Trabucco Zerán: Mein Name ist Estela

Eine Frau sitzt hinter Gittern. So schreibt sich der Text dieses außergewöhnlichen Romans von Alia Trabucco Zerán, übersetzt aus dem Spanischen von Benjamin Loy. Eine Frau hinter Gittern, die einen 240 Seiten langen Monolog über ihr Dasein als Haushälterin bei einer wohlhabenden Familie hält. Eine Frau hinter Gittern, die ihre Unschuld beteuert und vermeintliche Fäden zieht, um zu erklären, wie es zu jenem schrecklichen Vorfall eines Morgens kam, als die kleine Tochter der Familie plötzlich und leise verstarb. Eine Frau hinter Gittern, die Estela heißt.

Estela beschreibt ihr Ankommen in der Familie, die Señora hochschwanger und kalt, der Señor erfolgreicher Arzt und beide stets adrett und wohlerzogen. Nie sind sie unhöflich zu Estela, nie versäumen sie es, ihr Gehalt zu überweisen, nie wird sie belästigt, und trotzdem erscheint sie in all den Jahren, die sie das Wachsen der Familie begleitet, wie ein Geist. Das Gefängnis, das das vornehme Haus für sie stets darstellt, wechselt sich mit jenem Gefängnis ab, in dem sie sich befindet, während sie erzählt. Ein Gefängnis, das aus verdunkelten Scheiben zu bestehen scheint, hinter denen sie Menschen wähnt, die ihr zuhören, die herausfinden wollen, wie das Mädchen starb und ob sie, die Haushälterin, die triefnass in das Elternschlafzimmer stürmte und zu Señor und Señora sagte „Das Mädchen ist tot“, die Schuldige an diesem Tod ist.

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Travis Baldree: Bücher & Barbaren 02

Hört die Mär von einer, die auszog, den Kaffeegenuss in unseren Breiten zu mehren. Sie alle, werte Zuhörerschaft, kennen sie, eine Ork, einst eine gefeierte und gefürchtete Kämpferin, inzwischen Besitzerin eines gut gehenden Geschäfts um Kaffee und süße Stückchen. Viv der Name der einstigen Reckin, doch heute wollen wir weit zurückgehen in der Zeit zu einer Zeit, da Viv noch jung und wenig erfahren war.

Eben hatte sie sich der Söldnertruppe Rackam´s Ravens angeschlossen, mähte die untoten Streiter einer Nekromantin nieder, wie der Bauer die Ähren auf seinen Feldern, da erdreistet sich solch ein halb verrotteter wandelnder Leichnam doch, ihr seine Pikte durch ihren Oberschenkel zu treiben.

Schwer verwundet lässt ihr Hauptmann sie zur Genesung in einem Küstenort zurück. Er wird sie, nachdem er die Nekromantin erledigt hat, wieder abholen, sogar für den elfischen Heiler hat er in Silber berappt.

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Jenny Jägerfeld: Meine geniale Liebe

Die Schwedin Jenny Jägerfeld hat mit ihrer Trilogie viele geniale Schachzüge gemacht. Im Zentrum der Geschichte befindet sich Sigge Wilde und seine Familie, bestehend aus der jungen Mutter Hannah und den beiden selbstbewussten Schwestern Bobo und Majken. Sigge glaubte, wenn sie in Großmutters Hotel zögen, könnte er seine Probleme mit unangenehmen Klassenkameraden hinter sich lassen.

Nach ihrer Eingewöhnungsphase scheint Sigges Plan aufzugehen. Die neuen Klassenkameraden haben ihn freundschaftlich aufgenommen, er wird akzeptiert und das Beste, Adrian, einer von ihnen, geht Sigge nicht mehr aus dem Kopf. Er spürt, dass seine Gefühle für Adrian immer stärker werden und so ganz anders sind als die Gefühle, die er sonst für seine Freunde hat.

Dies muss auch Hugo, ein weiterer Klassenkamerad, gespürt haben. Nachdem er Sigge und Adrian in inniger Eintracht zusammen gesehen hat, beginnt er Sigge bei jeder Gelegenheit anzugreifen.

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Polly Morland: Ein glückliches Tal

Die Ich-Erzählerin in diesem Buch trägt keinen Namen. Sie berichtet, dass sie in einem abgeschiedenen Gebiet in England lebt, einem idyllischen Tal, das ein Fluss durchrauscht. Als ihre Mutter Alzheimer bekommt und nicht mehr alleine wohnen kann, der Vater ist längst verstorben, muss sie das Elternhaus ausräumen und verkaufen. Dabei fällt ihr ein Buch in die Hände. „A Fortunate Man“ stammt von dem Schriftsteller John Berger, ist versehen mit Bildern von Jean Mohr und berichtet von sechs Wochen im Leben des Landarztes John Sassall. Erschienen ist das Buch 1967. Es wurde ein Bestseller, denn es zeigt einen Arzt, der rund um die Uhr unermüdlich für seine Patienten da ist.

Im selben Tal praktiziert in der Gegenwart eine Ärztin, eine Allgemeinmedizinerin wie Dr. Sassall, die das Buch ebenfalls kennt, weil es sie dazu bewogen hat, Medizin zu studieren. Sie ist zufällig in der Heimat ihres Vorbildes gelandet. Während der Corona-Pandemie treffen sich die Ich-Erzählerin und die Ärztin, die ebenfalls nicht namentlich genannt wird, zu Spaziergängen. Dabei erzählt die Ärztin aus ihrem Leben und dem ihrer Patienten. Diese Geschichten machen den Inhalt von „Ein glückliches Tal“ aus.

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Caroline O’Donoghue: Die Sache mit Rachel

Ist es das, was heutzutage als großartige Literatur gilt?

Endlich habe ich dieses Buch beendet – ein Roman, der mich nicht begeistern konnte. 

Schade, denn das Cover versprach mir doch: ‚Ein verdammter Knaller, ein brillanter Roman!‚ (Dolly Alderton).

Ist er lesenswert? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich persönlich war es weder ein Knaller noch überzeugend.

Der Hype um diese verworrene Coming-of-Age-Geschichte über das chaotische Leben von Rachel und ihrem besten Freund James geht völlig an mir vorbei.

Für mich hat es sich weder witzig noch charmant angefühlt, sondern eher deprimierend. Die begeisterten Kritiken irritieren mich dezent. Vielleicht verstehe ich den irischen Humor einfach nicht?

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Andreas Suchanek/Christian Handel: Spiegelstadt 2

Anfang des letzten Jahrhunderts wurde Berlin gespiegelt. Damals sahen die Feen, Wechselbälger und andere übernatürliche Wesen die Katastrophe des Dritten Reiches auf sich zukommen und zogen sich in die Spiegelstadt zurück. Nur wenige haben noch Kontakt zu unserem Berlin. Max lebte hier, bis seine Großmutter ermordet wurde und er erfahren musste, dass er mitnichten ein Mensch ist. Aber in der Spiegelstadt ist die Herrschaft alles andere als demokratisch und es wurde ein drittes Berlin gespiegelt: die Gefängniswelt. Dort hat es Max jetzt hin verschlagen – zusammen mit dem „Erlkönig“, der als Wechselbalg seine Freundin Robin übernommen hat.

Der zweite – und letzte Band – geht nahtlos da weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. An dessen Ende hat es die neuen Freunde Max und Lenyo getrennt und Lenyo wurde von der grausamen Feen-Herrscherin Tamyra gefangen genommen. Wie das bei Kopien so ist, wird Berlin von Welt zu Welt düsterer und verfallener, in der dritten Welt wird der Zerfall sehr deutlich. Aber das ist nicht das einzige Problem, denn alle drei Welten drohen unterzugehen, wenn das Gewebe zwischen den Spiegeln zerreißt.  – und genau das scheint Tamyras Plan zu sein.

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Liz Nugent: Seltsame Sally Diamond

Roman einer ganz besonderen Frauenfigur – ein neues Juwel aus der Feder einer genialen Autorin

Sally Diamond wächst bei Adoptiveltern auf. Die Mutter ist bereits verstorben, nun erliegt auch der Adoptivvater seiner Krankheit. So wie er es gewünscht hat, verfrachtet sie seine Leiche in die Mülltonne und verbrennt ihn.

So beginnt dieser Roman, der einen dermaßen in seinen Bann zieht, dass man ihn geradezu verschlingt und vor allem diese beeindruckende Figur der Sally, die sich selbst als „sozial defizitär“ bezeichnet, so schnell nicht wieder vergessen wird.

Natürlich sorgt dieses Vorgehen der ohnehin im Ort bereits als extrem verschroben geltenden Frau für ziemliches Aufsehen, die Polizei ermittelt und Sallys Leben wird nicht einfacher. Sie ist Anfang vierzig, wurde zu Hause von den Eltern beschult und hat noch nie gearbeitet. Im Ort galt sie als taub, das half ihr, so zu tun, als höre sie nicht, was die Menschen über sie sagten.

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Tine Nell: Genau jetzt mit dir

Eigentlich wollte Alma nicht mehr als Hebamme arbeiten. Doch nach ihrem Umzug von Frankfurt in die schwedische Kleinstadt Nora wagt sie einen Neustart in der Praxis ihrer Tante. Ihre Arbeit bereitet ihr endlich wieder Freude, umso mehr, als sie bei einem Hausbesuch den Bruder der werdenden Mutter kennenlernt. Liam Hansen geht ihr so schnell nicht mehr aus dem Kopf. Er scheint ihre Nähe ebenso zu suchen, und die großartige Natur rund um Nora verstärkt die Anziehung. Doch Liam darf auf keinen Fall erfahren, was in Almas Vergangenheit geschehen ist.

Das Cover des Buches hatte mich sogleich begeistert und ich wusste, ich muss das Buch lesen und es hat mich nicht enttäuscht, denn es war ein echtes Wohlfühlbuch.

Die Geschichte spielt in einem kleinen Städtchen in Schweden und die Autorin baut immer mal wieder Leerreiches aus Schweden mit ein. Dies hat mir sehr gut gefallen, da ich von dem Land bisher nicht viel wusste. Das Buch ist unterhaltsam, die Geschichte darin so herrlich lebendig geschrieben und die Entwicklung der Charaktere sehr gut umgesetzt.

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Romy Fölck: Das Licht in den Birken

Stilistisch und inhaltlich gescheiterter Roman, der keine Erwartungen erfüllt

Was laut Klappentext wie die vielversprechende Geschichte dreier Menschen klingt, die sich gegenseitig bei der Lösung ihrer Probleme helfen, entpuppt sich leider als schlecht geschriebener, schlecht konstruierter und schlecht ausgearbeiteter Roman.

Thea kehrt, zusammen mit zwei Ziegen, nach über zwanzig Jahren, die sie in Portugal verbrachte, nach Deutschland zurück. Dorthin, wo sie herkam, einem Ort in der Lüneburger Heide. Sie mietet sich bei Benno ein, der wie sie Mitte oder Ende Fünfzig ist und seinen Hof, auf dem er viele ausgemusterte Tiere betreut, allein betreibt. Benno kämpft mit einem Schuldenberg, mit seiner Einsamkeit und der ebenfalls seit zwanzig Jahren bestehenden Trennung von seinem Sohn. Während Thea ihrer Ziehtochter Annika nachtrauert, der Tochter ihres früheren Lebensgefährten, mit der sie seit der damaligen Trennung von ihm keinen Kontakt mehr hatte.

Als Dritte taucht schließlich auf dem Hof die junge Juli auf, die allein von zu Hause nach Amsterdam laufen wollte, durch einen Unfall aber erst einmal nicht weiter kann. Sie wiederum hat Probleme mit ihrer Mutter, deren Ursache aber irgendwie nie so richtig herauskommt.

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