McBratney, Jeram: Ich hab dich lieb …

Folge dem kleinen und dem großen Hasen durch alle Jahreszeiten! Es gibt immer etwas zu sehen und immer ein lustiges Spiel, das man spielen kann. Eines, das ganz genau zur Jahreszeit passt. Im Frühling lernt der kleine Hase, dass aus einer Raupe ein Schmetterling wird und aus einem Ei ein Vogel. Und auch, was einmal aus einem kleinen Hasen wird, errät er. Im Sommer werden die vielen Farben betrachtet, eine ist schöner als die andere – doch was ist die Lieblingsfarbe der Hasen? Im Herbst, wehen die Blätter umher und der kleine Hase erlaubt sich einen Spaß mit einer vorbeiwehenden Schachtel. Und auch im Winter hält nichts das unverbesserliche Paar davon ab, eine gemeinsame Spazierhüpferung zu unternehmen, wie es sich für einen großen und einen kleinen Hasen gehört.

Wie viele Kinder sind mit dem Klassiker „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab“ aufgewachsen? Der große und der kleine Hase berühren die großen und die kleinen Menschen seit Generationen in diesem fröhlichen Bilderbuch. „Ich hab dich lieb das ganze Jahr“ ist ein Sammelband, der die Geschichten „Wenn die Blumen blühen“, „Wenn die Schmetterlinge tanzen“, „Wenn die bunten Blätter fliegen“ und „Wenn die Schneeflocken fallen“ enthält. Das schöne, quadratische Großformat ist perfekt dazu geeignet, es mit Kindern gemeinsam durchzublättern; die kurzen Texte werden von herzerwärmend niedlichen Bildern begleitet, die das Verständnis erleichtern und das Auge erfreuen. Die Schrift ist gleichzeitig sehr groß und die Sätze so kindgerecht formuliert, dass auch das ältere Geschwisterkind mal eine Zeile vorlesen kann.

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Mirjam Wittig: An der Grasnarbe

In der Stadt wird Noa von Angstattacken heimgesucht.Wann immer sie in der Öffentlichkeit – in der Bahn, auf Straßen und Plätzen, in öffentlichenGebäuden – auf junge Männer mit arabischem Aussehen trifft, befällt Noa panische Angst, ihrVorstellungsvermögen produziert Bilder von Explosionen und Toten und sie verlässt den Ort. Dabei belastet sie nicht nur dieirrationale Körperreaktion, sondern auch die üble Unterstellung gegenüber denen, die die Panikattackendurch bloße Abwesenheit auslösen. Um dem allen zu entfliehen, nimmt sie eine Stelle als Helferin aufeinem Bauernhof in den französischen Alpen an.

Die Hofeigentümer Ella und Gregor haben vor etlichen Jahren Deutschland verlassen, um in

Frankreich ein neues Leben zu beginnen. Doch die Arbeit wächst den beiden zunehmend über denKopf, Helfer sind immer willkommen. In den nächsten Tagen und Wochen lernt Noa Schafe zu hüten,sie pflanzt Setzlinge, geizt Tomaten aus, hilft beim Ernten und beim Einkochen. Sie gewinnt dasVertrauen von Jade, der 11jährigen Tochter von Ella und Gregor.Doch auch hier überkommen sie immer wieder irrationale Ängste und das Gefühl, einer Situation hilflos ausgeliefert zu sein.

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Peter Grandl: Turmgold

Es sollte nur ein Band werden, sagt Peter Grandl selber. Aber nach dem Erfolg von „Turmschatten“ war die Geschichte um den deutschen Rechtsradikalismus und ihre Verstrickungen ganz eindeutig noch nicht zu Ende erzählt. Der Turm hat noch mehr Geheimnisse.

Inzwischen ist in die bekannten Räume ein jüdischer Kindergarten eingezogen. Ausgerechnet den sucht sich eine rechtsradikale Gruppe aus, um zehn Kinder und zwei Betreuerinnen als Geiseln zu nehmen. Ihre Forderung? Die Polizei soll Karl Rieger, den alten Kameraden, der inzwischen im Zeugenschutzprogramm lebt, weil er als Kronzeuge zu den Ereignissen im ersten Band dieser Reihe ausgesagt hat, ausliefern. Also seinen neuen Namen und seine neue Adresse bekannt geben.

Karl hat indessen seinen Frieden gefunden und mit den Nazifreunden wirklich gebrochen. Es wurde ihm eine Ausbildung ermöglicht und er lebt mit Frau und zwei Kindern. Achim Schuster ist erneut der verantwortliche Leiter des Einsatzes und auch der aus dem ersten Band bekannte Yellow-Press-Sender setzt wieder eine Sondersendung nach der anderen an. Wir sind jetzt 10 Jahre weiter als im ersten Band, im Jahr 2020. Wird in diesem Jahr irgendjemand die Entscheidung treffen, wessen Leben wichtiger ist, das von Karl Rieger – dem Schutz zugesichert wurde –, oder das der Geiseln – die als Kinder und Unschuldige per se unter Schutz stehen? Das ist die Leitfrage des Buches, der roten Faden, der alles zusammenhält.

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Rebecca Schaefer: Bis auf die Knochen

Market of MonstersSeit ihre Mutter sie vor ein paar Jahren von der Schule nahm, arbeitet Nita im Familienbusiness. Sie schnippelt Leichen auf, damit ihre Mutter, mit Hilfe des in den USA lebenden Vaters, Stücke dieser meistbietend im Darknet verkaufen kann. Dazu muss man wissen, dass es sich bei den angebotenen Leichenteilen um Körperteile von Monstern handelt. Wesen, die vom Schmerz anderer zehren, Einhörner oder Vampire – angeboten wird, was gefragt und damit teuer ist. Das Mutter-Tochter Gespann hat sich dabei nach Südamerika zurückgezogen. Nicht nur, dass hier die Gesetze lascher gehandhabt werden, in den Ländern gibt es auch schlicht mehr Beute für die Jägerin.

Eines Tages bringt die Mutter statt der üblichen Leiche allerdings ein lebendiges Opfer aus Argentinien mit nach Peru. Nita hat Mitleid mit dem jungen Mann, verhilft ihm zur Flucht. Schlechte Idee, ganz schlechtes Karma, ist ihre Mutter doch jetzt so etwas von sauer – dass sie ihre eigene Tochter gleich auf dem Schwarzmarkt für lebendige Übersinnliche am Amazonas verkauft. Denn Nita hat, wie ihre Mutter auch, übernatürliche Fähigkeiten. Sie kann willentlich ihren Körper verändern, sich selbst heilen. Hier trifft sie, festgehalten in einem Käfig, das erste Mal auf Kovit, einen Übernatürlichen, der sich vom Schmerz Anderer ernährt. Einen besseren Folterknecht als ihn gibt es nicht. Früher stand er in Diensten der Mafia, inzwischen arbeitet er auf Aufseher auf dem Market of Monsters. Die Beiden lernen sich kennen und schätzen – Nita weiß, dass sie nur mit seiner Hilfe dem drohenden Verkauf entkommen kann … Weiterlesen

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Jonas Jonasson: Drei fast geniale Freunde auf dem Weg zum Ende der Welt

Johan gehört zu den Menschen, die eine kindliche Naivität innehaben. Blau ist Blau, wenn sein großer Bruder Fredrik dies behauptet, auch wenn die Farbe eine andere ist. Nach einer schwierigen Jugend leben die beiden Brüder noch immer zusammen, bis Fredrik die Chance erhält, bei der schwedischen Botschaft in Rom zu arbeiten. Der von ihm abhängige Johan passt nicht in Fredriks Karriere als zukünftiger Botschafter. Deshalb findet sich dieser am Tag von Fredriks Abreise in einem alten Wohnmobil, seinem neuen Zuhause, wieder.

Johans Ausgangssituation ist schwierig: Er hat keinen Führerschein und kann das Wohnmobil nicht fahren. Auch seine Barmittel sind überschaubar. Auf dem heruntergekommenen Campingplatz, den Fredrik gebucht hat, lernt er Petra kennen. Petra, die Wissenschaftlerin, hat den baldigen Weltuntergang errechnet. Niemand will ihr glauben, trotzdem bleibt sie bei ihrer Überzeugung. Und wenn die gesamte Menschheit sowieso bald sterben wird, dann kann sie sich auch schon ein paar Tage früher das Leben nehmen, findet sie in einem Moment tiefer Traurigkeit.

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Page, Murphy: Der Trau-dich-Tiger

Mika kann nicht einschlafen. Zu viele Gedanken über den kommenden Tag schwirren in seinem Kopf herum und machen ihm das Leben schwer. Was nur soll er am morgigen Mitbringtag mitnehmen? Fast noch schlimmer ist, dass er dann dazu vor allen anderen Kindern auch noch etwas erzählen soll.

Auf einmal taucht in seinem Zimmer ein Tiger auf und Mika bekommt noch mehr Angst. Doch der Tiger ist freundlich und stellt sich dem Jungen als sein „Trau-dich-Tiger“ vor. Zusammen mit dem Trau-dich-Tiger erkundet Mika nun den Urwald, der plötzlich in seinem Zimmer gewachsen ist. Von dem Tiger lernt Mika, wie er sich lautlos durch den Urwald bewegen kann und was es dort alles zu entdecken gibt. Welche Gerüche umgeben ihn? Was kann man alles hören und sehen,  wenn man sich darauf konzentriert?

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Jodi Picoult: Ich wünschte, du wärst hier

Diana hat ihr Leben im Griff. Trotz der Mutter, die ihr Kind immer wieder zu vergessen schien, während sie als Fotografin um die Welt reiste und einen Preis nach dem anderen gewann. Diana arbeitet bei Sotherby’s und es ist ihre Aufgabe, in Frage kommende Bilder zu begutachten, die Todesanzeigen im Auge zu behalten und potentielle Verkäufer zu überreden. Ihr Verlobter Finn arbeitet als Arzt in einem Krankenhaus und da Diana alles plant, weiß sie, dass er sie auf der bevorstehenden Reise um ihre Hand bitten wird.

Wir schreiben den März 2020. Finn bittet sie, alleine zu fahren, da er aufgrund eines neuartigen Virus im Krankenhaus unabkömmlich sei. Kaum ist Diana auf den Galapagos-Inseln angekommen, fällt die Welt in den Lockdown. Sie sitzt fest, mit kaum Handyempfang, ohne WLAN und mit geschlossenen Hotels und Geschäften. Sie lernt Gabriel und seine Teenager-Tochter kennen. Aus Tagen werden Wochen, aus Wochen Monaten. Aus sporadischen E-Mails ihres Freundes Finn erfährt sie, wie dramatisch die Lage in New York inzwischen ist. Ihre Mutter stirbt an Corona im Pflegeheim. Sie lernt, Gabriel zu lieben. Und dann dreht sich die Welt plötzlich weiter.

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Die lange Reise des alten Gnoms

„… Da erschien über den Bergen der Mond, und der alte Gnom erblickte im tiefschwarzen Seewasser sein eigenes Spiegelbild. Obwohl er schon viele, viele Jahre auf der Erde war – sein Gesicht hatte er noch nie gesehen.“

Wie wäre es, einen kurzen Einblick in den Zauber der finnischen Sagenwelt zu gewinnen? Es ist eine wundersame Welt, in der die Natur ein Zuhause für Bäume, Tiere und die Wurzelgnome ist.

Die Familie der Wurzelgnome wohnt zwischen den Baumwurzeln in behaglichen Höhlen und wenn sie nach oben kommen, kümmern sie sich um die Bäume und Pflanzenwelt. Nur für wachsame Augen sind sie sichtbar. Denn die Gnome sind sehr klein und ihre langen silbrigen Haare bedecken ihre Gesichter und Körper, nur die Knollennase teilt die bis zum Boden reichenden Strähnen.

Kurz vor dem Wintereinbruch erklärt der Älteste seiner Großfamilie, dass er auf eine lange Reise gehen müsse. Weiterlesen

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Jo Nesbø: Blutmond: Harry Hole ermittelt 13

Über den norwegischen Schriftsteller Jo Nesbø (1960) muss man nicht mehr viel sagen, dafür ist er zu bekannt bzw. berühmt. Über seinen Protagonisten Harry Hole auch nicht, oder doch? Am 24. November 2022 erschien bei Ullstein Buchverlage der „neue“ Harry Hole mit dem Titel „Blutmond“. Neu ist auch der Untertitel „Harry Hole ermittelt“ statt wie bisher „Ein Fall für Harry Hole“. Übersetzt wurde der Krimi wie gewohnt von Günther Frauenlob.

Nachdem Harry Hole sich am Flughafen sitzend in Jo Nesbøs letztem Krimi „Messer“ verabschiedet hat, ist er nun in Los Angeles (USA) gelandet. Nach dem Tod von Rakel betäubt er sich dort mit Alkohol. Bis er eine gealterte Schauspielerin kennenlernt. Lucille hat Schulden bei der Mafia. Und Harry will ihr helfen. Da kommt ihm das Angebot eines reichen Osloer Immobilienmaklers gelegen. Markus Røed steht im Verdacht, zwei Frauen ermordet zu haben. Er hofft, dass Harry seine Unschuld beweisen kann. Dafür verlangt Hole exakt die Summe Geld, die Lucille ihren Gläubigern schuldet. Er bekommt zehn Tage Zeit.

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Klüpfel, Kobr: Die Unverbesserlichen

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur LipaireNicht das Allgäu, sondern Südfrankreich ist der Schauplatz des neuen Buchs von dem berühmten Autoren-Duo, das damit ganz offensichtlich eine neue Reihe beginnt. Es steht zu erwarten, dass sie nicht weniger erfolgreich wird als die Kluftinger-Romane, ist doch das Ensemble, das hier zusammentrifft, nicht minder skurril, sonderbar und sympathisch.

Dennoch hat der Roman mich nicht so recht erreicht, fand ich den Zugang nicht. Mag es daran liegen, dass in einem Einstiegsband das Personal erst umfangreich eingeführt werden muss, das Setting ausführlich beschrieben und die Hintergrundgeschichten detailliert erzählt werden müssen – die Spannung und das Tempo blieb für mich dadurch auf der Strecke.

Der Hallodri Guillaume Lipaire, der eigentlich Wilhelm Liebherr heißt, versorgt offiziell diverse Wohnungen, Feriendomizile und herrschaftliche Villen während der Abwesenheit ihrer Besitzer. Dass er dabei in die eigenen Tasche wirtschaftet, die Unterkünfte auch schon einmal untervermietet und sich aus den fremden Vorräten bedient, sorgt für sein Auskommen. Weiterlesen

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