Rick Riordan: Percy Jackson 06: Der Kelch der Götter

Da sind wir wieder – gestatten, dass ich mich erneut vorstelle (ich weiß ja, dass ihr alle mich schon kennt, aber Höflichkeit und so weiter) Percy Jackson der Name, Halbgott, Sohn von Poseidon und mehrfacher Weltenretter.

Das hilft mir nur leider nicht sonderlich viel, wenn ich auf das College in Neu-Rom gehen will. Zeus hat entschieden, dass er mich nur zulässt, wenn ich ihm neben dem Abschlusszeugnis (auch so ein gewisses Problem) auch noch drei Empfehlungsschreiben von Göttern präsentiere.

Eigentlich kein Problem sollte man meinen, ich habe ja für die vom Olymp schon oft genug die Kohlen aus dem Feuer geholt, nur dass ich für jedes Schreiben einen neuen Einsatz leisten muss!

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Elizabeth Wein: Code Name Verity 

Die gläserne Wand war überall. Maddie und Julie lebten auf der einen Seite, die eine in England, die andere auf einem schottischen Schloss. Trotzdem hatten sie etwas Gemeinsames: Sie sahen beide, was auf der anderen Seite der gläsernen Wand geschah. Sie sahen, wie Männer mit einer Selbstverständlichkeit ihre beruflichen Perspektiven ausloteten.

Dann kam der Zweite Weltkrieg. Die gläserne Wand öffnete sich für mutige Frauen. Die technik- und motorenbegeisterte Maddie durfte endlich ihren Traumberuf, den einer Pilotin, erlernen. Und Julie entdeckte für sich das Agentenleben. Sie liebte es, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Die beiden ungleichen jungen Frauen lernen sich während ihrer Ausbildung kennen und schätzen. Es folgten die ersten Einsatzbefehle. Aus der Theorie des Krieges wurde blutiger Ernst.

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Franzi Kopka: Honesty: Was die Wahrheit verbrigt

Lügen und negative Emotionen gibt es in Sestiby, dem letzten belebbaren Raum auf der Erde, nicht mehr. Dank Ernest Sestiby, dem Gründer des Staates, herrscht vollkommener Frieden, denn jeder Bürger nimmt das von ihm erfundene Medikament Veritas, das dazu animiert, in jeder Situation die Wahrheit zu sagen. Es geht sogar so weit, dass im Hals ein Brennen entsteht, antwortet man nicht schnell genug auf eine Frage.

In dieser perfekten, friedlichen Welt lebt Mae und Mae hat ein Problem: Sie fühlt all diese negativen Emotionen, die es in ihrer Gesellschaft nicht mehr gibt. Sie ist eifersüchtig auf das Mädchen, das ihrem Freund schöne Augen macht und sie ist wütend, als er sie für die andere verlässt. Sie schreit den mysteriösen Typen mit den eisblauen Augen an, als er sie anrempelt und ihren Kopfhörer zertritt. Misstrauen, Neid, Wut – das sind Emotionen, die in Maes Welt nur die Liar haben, die Menschen, die den Staat und den Frieden bedrohen und dafür gejagt werden.

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Jeff Kinney: Titel: Gregs Tagebuch 18: Kein Plan von nix

Ich musste tatsächlich noch mal ins Impressum gehen, ob das Original wirklich amerikanisch ist. Zu bekannt kam mir die Problemstellung vor. Gregs Schule hat bei einem landesweiten Test dermaßen schlecht abgeschnitten, dass sie geschlossen werden soll. Die Schüler werden auf zwei andere Schulen verteilt. Die eine hat Privatschulatmosphäre, die andere ist eher eine – wie man in Deutschland sagen würde – Brennpunktschule.

In diesem 18 Band über Greg und seinen Alltag scheint es mir, als wäre der Humor erwachsener geworden. Es ist immer noch lustig und klamaukig, aber unterschwellig schwingt viel Kritik mit. Kritik an unfähigen oder unwilligen Lehrern – klar überzogen, aber immer noch deutlich erkennbar der Realität angelehnt. Auch die Versuche der Schule, die Schließung durch Finanzierungsmaßnahmen abzuwenden, meistens auf Kosten der Schüler, sind nicht gänzlich der Fantasie des Autors entsprungen. Wirklich witzig sind dann die Bemühungen der Schüler, mit den Maßnahmen umzugehen, sie zu umgehen oder auch auszunutzen – und die sind Gott sei Dank meistens erfunden.

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Darkviktory, Kostas Kind: Secondhand Toyfriend

Damian, 17, hat coole Freunde, eine nette Familie und eine hübsche Freundin. Eigentlich könnte sein Leben perfekt sein, doch innerlich befindet er sich in einem ununterbrochenen Konflikt: Er findet seine Freundin Emma zwar unglaublich nett, kann aber körperlich einfach nicht weitergehen. Liegt es daran, dass Emma kein Junge ist? Aber ist er wirklich schwul und wie soll er das herausfinden, ohne Emma zu betrügen?

Die Lösung erscheint ihm absurd wie ideal: Ein Sextoy über Kleinanzeigen bestellen, anonym verpackt, damit seine Mutter nichts davon mitbekommt.

Der Verkäufer ist der gleichalte Emil, der die Anzeige nur zum Spaß hochgeladen hat. Als er dann die erste Nachricht von Damian bekommt, wird er neugierig, schreibt zurück und ihre Geschichte beginnt sich zu entwickeln.

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Fritz Fassbinder: Die Wärme der Wölfe

Auf der Homepage des Autors Fritz Fassbinder ist zu lesen: „Bis vor kurzem habe ich im Polizeiumfeld gearbeitet, das mich zu meinen Kinderbüchern mit Krimihandlung motivierte.“ Zum Thema Wutbürger beteiligte er sich an der Anthologie Wut, die 2019 beim Loewe Verlag erschienen ist. Als logische Konsequenz ist nun der Jugendroman über Fremdenhass und Radikalisierung von Fußballfans zu verstehen.

Der sechzehnjährige Ich-Erzähler Manuel ist einer der wenigen in seiner Klasse, der die zehnte Klasse schaffen will. Zurzeit hat er Pech und Glück zugleich. Er sitzt vorne, in der gleichen Reihe wie die attraktive Caro. In der letzten Reihe sitzen die tonangebenden Jungen, die Löwen, denen ein verletzender Spruch oder eine Handgreiflichkeit leichter fallen als gute Schulnoten.

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Ava Reed: Nur ein Wort mit sieben Buchstaben

„Liebe kann furchtbar sein. Abhängigkeit grausam. Aber beides zusammen? Zusammen ist es die Hölle.“ (S. 92)

Es gibt Themen, für die man viel Mut braucht. Sie verlangen jedem etwas ab. Ava Reed hatte den Mut, als sie ihren Jugendroman über häusliche Gewalt geschrieben hat. Hierbei geht es um viel mehr als die Beschreibung, wie Angst, Gewalt, Schmerz und das Ausgeliefertsein in einer Familie ins Tagesgeschehen eindringen. In Mikas Leben fängt die Gewalt mit bestimmten Ereignissen an und hört auf, wenn neue Ereignisse ein Ende erzwingen. So ähnlich ergeht es nicht nur dem siebzehnjährigen Mika, der schlimme Misshandlungen und noch viel mehr erdulden muss, bis etwas passiert.

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Anne Becker: Luftmaschentage

Es ist nicht immer einfach, jung zu sein. Wenn dann die eigene Mutter noch Pfarrerin ist und alle Welt auf einen starrt, kann es einem schon Mal die Sprache verschlagen. So ergeht es Mats, sie kann nur mit ganz wenigen Menschen überhaupt sprechen, ihre alte verstorbene Nachbarin, die sie in die Welt der Handarbeit einführte, war eine davon, eine andere ihre Freundin Charlotte, und natürlich ihre Familie. Für alle andern ist sie stumm. Denn in ihrem Kopf wohnt Madame Schüchtern, die sich groß machen und ihr die Worte aus der Kehle stehlen kann. Und dann kommt Ricci neu in ihre Klasse und sie ist so ganz anders.

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Jennifer Lynn Barnes: The Brothers Hawthorne: The Inheritance Games 04

Eigentlich war es ja eine Trilogie. Eigentlich war die Geschichte ja zu einem Ende gekommen und auserzählt. Jetzt ist doch noch ein vierter Band erschienen und ich war gespannt, ob die Autorin der Story noch mal was Neues abgewinnen kann. Ja, kann sie.

Nachdem Avery am Ende des dritten Bandes das Riesenvermögen der Hawthornes endlich geerbt hatte, hatte sie beschlossen, nur einen Bruchteil (aber wirklich noch genug) zu behalten und mit dem Rest gemeinnützige Arbeit zu leisten. Natürlich erklärt die Welt sie für verrückt, aber das interessiert sie schon lange nicht mehr. Drei Bände lang haben wir die vier Hawthorne-Brüder als Menschen kennengelernt, die anscheinend relativ unbeschadet durch eine harte Schule gegangen sind. In diesem vierten Band lernen wir die Dämonen von Jameson und Grayson kennen. Denn so ganz ohne negative Folgen sind die brutalen Erziehungsmethoden des Großvaters nicht geblieben.

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Kate Williams: Never Coming Home

Es sollte ein Traumurlaub auf einer einsamen Insel in den Tropen werden. Ein Luxusurlaub der Extra-Klasse, der bereits im Vorfeld medial groß beworben worden ist. Jeder, der etwas auf sich hält und nicht älter als 20 Jahre alt ist, will und muss da hin. Kurz bevor diese besondere Insel im nirgendwo dann tatsächlich für die ersten Gäste freigegeben wird, erfahren zehn Auserwählte von ihrem „Glück“.

Jede, jeder von ihnen agiert in einem anderen Medienbereich und dies sehr erfolgreich. Zumindest scheint es so. Bei der Anreise bringen sie ihre Hoffnungen und Zweifel mit auf die Insel. Einige haben ein ungutes Bauchgefühl und andere konzentrieren sich nur auf ihren Account.

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