Clara Blais: Liars All Around Me

An einem Tag fragt Avery, die Klassenbeste aus gutem Hause, Ryle, den Versager der Schule, nach einer Waffe – am nächsten wird ihre größte Konkurrentin tot aufgefunden. Erschossen. Für Ryle ist klar, dass Avery ihre Finger im Spiel hatte. Für Avery ist klar, dass sie Ryle vom Gegenteil überzeugen muss. Denn auch wenn sie das andere Mädchen nicht ermordet hat, darf die Polizei auf keinen Fall einen näheren Blick auf ihr Leben werfen. Die Geheimnisse, die sie hütet, könnten dieses für immer zerstören.

Also versucht Avery – mit der überraschenden Hilfe Ryles – den Mord aufzuklären und ihre eigene Unschuld zu beweisen. Doch das ist gar nicht so einfach in einer Stadt voller Superreicher, die die Polizei nach Lust und Laune lenken und sich ungeprüft Alibis ausdenken können …

Die Lektüre von „Liars All Around Me“ ist eine echte Achterbahnfahrt. Das Buch läuft langsam an, hat dann eine Durststrecke, nimmt auf den letzten 60 Seiten nochmal an Fahrt auf, lässt einen mitfiebern, sich die Haare raufen, kommt mit einer kurzen Enttäuschung um die Ecke, lässt einen auf den letzten drei Seiten die Kinnlade runterklappen und überrascht aufschreien – nur um einen dann am Ende recht verwirrt zurückzulassen. Ja. Keine Ahnung, wie ich dieses Buch bewerten soll. Es läuft eben sehr langsam an, wird aber am Ende enorm spannend. Die unerwartete Wendung ist ganz großartig gelungen (der ursprünglich eröffnete Mörder war schon ein wenig enttäuscht, weil einigermaßen vorhersehbar), aber eben mehr in der Theorie, weniger in der Ausführung. Der große Knall im letzten Satz, so genial er sein mag, bringt leider mit sich, dass der Geschichte keine Zeit mehr bleibt, irgendetwas zu erklären.

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Michael Scott: Der Dunkle Magier: Die Geheimnisse des Nicholas Flamel Band 2

Was haben eine gut zweitausend Jahre alte Vampirin, ein unsterblicher Alchemist, ein weiterer unsterblicher Musiker, der nebenbei Feuermagier ist, eine französische Nationalheldin aus dem 15. Jahrhundert, das Schwert, das König Artus tötete, und ein 15-jähriges Zwillingspaar aus den USA miteinander zu tun?

Sie alle spielen eine wichtige Rolle im zweiten Band der „Geheimnisse des Nicholas Flamel“.

Doch beginnen wir am Anfang.

Als die 15-jährigen Zwillinge Sophie und Josh den Antiquar Nick Fleming und seine Frau Perenelle in San Francisco kennenlernen, ahnen sie noch nicht, dass ihr Leben danach nie wieder so ruhig sein wird wie zuvor.

Die dramatischen Ereignisse kommen ins Rollen, als ein gediegen gekleideter Herr namens Dr. John Dee das Antiquariat betritt. Seit langer, wirklich sehr langer Zeit ist er auf der Suche nach zwei Dingen – einem alten Buch, genannt der Codex oder auch das Buch Abrahams, und nach Nick Fleming alias Nicholas Flamel, einem Alchemisten aus dem 14. Jahrhundert. Und Dee ist bereit, viel zu investieren, um beides in seine Hände zu bekommen.

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Michael Scott: Der unsterbliche Alchemyst: Die Geheimnisse des Nicholas Flamel Band 1

Mit Der unsterbliche Alchemyst, dem Auftakt zur Reihe „Die Geheimnisse des unsterblichen Nicholas Flamel“, eröffnet der irische Autor Michael Scott ein modernes Fantasy-Epos, das historische Mythen, Alchemie und Urban Fantasy miteinander verschränkt.

Die 15-jährigen Zwillinge Sophie und Josh verbringen ihre Sommerferien bei der Grossmutter in San Francisco, während ihre Eltern als erfolgreiche Archäologen Ausgrabungen in Utah leiten. Sophie jobbt in einem Café, Josh arbeitet in einem kleinen Antiquariat auf der gegenüberliegenden Strassenseite – ein scheinbar alltägliches Setting, das sich jedoch schlagartig verändert.

Eines Tages hält eine Luxuslimousine vor dem Laden. Ein kleiner, vornehm gekleideter Mann steigt mit mehreren Begleitern aus, die trotz sommerlicher Hitze Hüte und Handschuhe tragen. Ein beissender Geruch nach faulen Eiern liegt in der Luft. Als Josh aus dem Keller kommt, platzt er mitten in einen Kampf zwischen seinem Chef Nick Fleming und dem Besucher Dr. John Dee. Spätestens als riesenhafte Golems eingreifen, ist klar – Magie ist keine Legende.

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Nina Martin: Burning Revenge

Eleonora Scarselli lebt ein Leben im Luxus. Doch ihre heile Welt zerbricht, als auf einer Geburtstagsfeier ihr Vater und ihre Schwester vom Erzfeind ihrer Familie ermordet werden. Dabei wird alles, was sie zu wissen glaubte, auf den Kopf gestellt. Ihre Familie handelt eigentlich mit magischen Drogen, sie selbst kann Gedankenmagie wirken, und weil das alles noch nicht genug ist, soll sie als Friedensbeweis Valerio heiraten – den ältesten Sohn ihrer Feinde. Eleonora sieht ihre Chance auf Rache … quasi ein Selbstmordkommando.

Romantic Suspense trifft auf unfassbar viel Suspense, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Die Spannung hat gleich zu Anfang eingesetzt und konnte sich – natürlich mit einigen schönen Atempausen – bis zum Ende halten. Danke an den Cliffhanger.

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Basma Hallak: Please Unfollow

Die siebzehnjährige Sherry landet in einem Camp für straffällige Jugendliche – nach einer Tat, die ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat. Zunächst genießt sie es, an einem Ort zu sein, an dem niemand ihre Vergangenheit kennt, denn online ist ihr Leben ein offenes Buch. Seit dem Tag ihrer Adoption haben Sherrys Eltern jede Einzelheit aus ihrem Leben mit einem Millionenpublikum auf YouTube geteilt. Egal, wie es Sherry ging, egal, wo ihre Bilder und Videos anschließend landeten – die Follower durften nicht enttäuscht werden. Hier, in dem Camp mitten in der Sächsischen Schweiz, hat sie endlich das Gefühl, sie selbst sein zu können und nicht performen zu müssen. Als Sherrys neue Clique jedoch von ihrem Geheimnis erfährt, droht ihr Leben erneut in Flammen aufzugehen.

Brandaktuell und toll umgesetzt!

Zu dem Buch gegriffen habe ich wegen der Thematik: Family Influencing – Eltern, die ihr Familienleben mit Kindern bis ins kleinste Detail in sozialen Netzwerken teilen. Ich wollte wissen, wie das Ganze in einem Buch aufgearbeitet wird, und kann sagen: sehr gut. Die Darstellung war sehr erschreckend, aber gerade deshalb so wirksam, um möglichst viele Menschen auf die Problematik aufmerksam zu machen.

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Steve Barlow, Steve Skidmore, Wendy Tan Shiau Wei: Romeo und Julia

Die Liebesgeschichte von Romeo und Julia kennt sicher jeder. Vielleicht nicht im Detail, aber doch in groben Zügen. Gelesen aus eigenem Interesse, als LeDie Liebesgeschichte von Romeo und Julia kennt sicher jeder. Vielleicht nicht im Detail, aber doch in groben Zügen. Gelesen aus eigenem Interesse, als Lektüre im Englischunterricht oder mal im Theater gesehen. „Romeo und Julia“ zählt immerhin zu den bekanntesten Stücken von William Shakespeare. Diese weltberühmte, 500 Jahre alte Liebesgeschichte um zwei junge Leute, die sich unsterblich ineinander verlieben und deren Familien aufs Heftigste verfeindet sind, ist jetzt neu aufgelegt worden – als wirklich gut gemachte, eindrückliche Graphic Novel. In sehr eindrücklichen, realistischen, teilweise auch düsteren Bildern wird die tragische Geschichte ihrer zum Scheitern verurteilten Liebe auf moderne Art nacherzählt und sehr anschaulich dargestellt.

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Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 20: Bock auf Party?

Es ist inzwischen schon so etwas wie eine Tradition: Kurz vor Weihnachten kommt die neue Ausgabe von Gregs Tagebuch auf den Markt. Seit 20 Bänden (und einigen Spin-offs) kommen besonders junge Leser durch Greg ans Lesen. Weil es nicht nur Text hat, sondern auch Bilder, die etwas aussagen. Weil es leicht lesbar ist. Weil es witzig ist. Weil es aus dem Leben eines Teenagers gegriffen ist, obwohl Jeff Kinney schon lange keiner mehr ist.

Dieses Buch beginnt mit einer großen Enttäuschung: Seine Familie hat Gregs Geburtstag vollkommen vergessen. Obwohl Greg von seinen Geschenken in den letzten Jahren nicht immer überzeugt war und das mit dem automatischen Wunscherfüllen irgendwie nicht klappen will, freut er sich doch auf den Tag. Nur ist seine Mutter aktuell viel zu sehr mit dem Kuchenbackwettbewerb beschäftigt, um an ihn zu denken. Dabei hat er dieses Jahr einen besonderen Wunsch: eine extrem seltene Sammelkarte.

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Anna Benning: To Love A God: Götterlicht 02

Colden hat seine Erinnerungen an die letzten 200 Jahre verloren – und damit auch jede Erinnerung an Aurora. Dass er sich nicht mehr an ihre Liebe erinnert, ist jedoch ihr geringstes Problem, als ein neuer Gott aus der alten Welt auftaucht, der sich als Cassian, Coldens älterer Bruder, erweist – der Gott, der vor tausenden von Jahren den Krieg anzettelte, der die Welt der Götter zerstört hat.

Auf seinen Rat hin, fordert Colden – durch den Gedächtnisverlust kalt und rachsüchtig geworden – den Herrschergott zu einem Wettkampf heraus, um seinen rechtmäßigen Platz einzunehmen. Doch jeder verfolgt seine eigenen Ziele und Aurora ist als mächtigste Waffe ein Spielstein zwischen undurchschaubaren Mächten …

„To Love A God“ ist der zweite Band der Reihe nach „To Tempt A God” und um Längen besser als Band 1! Wer den Einstieg entgegen aller Schwierigkeiten bewältigt hat, wird nun mit einer rasanteren Handlung belohnt; mit Charakteren, die durch den Verlust ihrer Erinnerung um einiges interessanter werden, und mit einer Geschichte, die so zwar nicht überragend innovativ oder irgendetwas dergleichen wäre, aber immerhin Spaß bringt und wirklich aufregend ist!

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Darkviktory & Kostas Kind: Secondhand Toyfriend 02

Wie geht es weiter nach dem Happy End?

Nachdem wir in Band 1 mit Emil und Damian und ihrer ungewöhnlichen Kennenlerngeschichte mitgefiebert haben, erfahren wir in Band 2, wie es mit den beiden – und ihrer Beziehung (oder Nicht-Beziehung?) – weitergeht. Die Probleme und Hürden einer queeren Fernbeziehung werden thematisiert; der Weg ins Erwachsenenalter genauso wie der Weg zu sich selbst.

Dass gerade eine queere Beziehung mit Hürden rechnen muss, ist wohl leider Realität. Dieses Buch jedoch ist hierhingehend fast schon zu realistisch und beschreibt eine Aneinanderreihung derart negativer Ereignisse, dass es eigentlich nicht mehr so richtig Spaß bringt, davon zu lesen. Statt einer kitschigen Fortsetzung eben diese Tiefen zu beschreiben, ist das klar formulierte Ziel der Autoren – aber hätte nicht die ein oder andere Höhe mehr eingebaut werden können?

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Erna Sassen: Such dir keinen besten Freund

Joshua lebt bei seinem Vater, während seine Mutter und ihr neuer Lebenspartner woanders wohnen. Anfangs wurde er in der Hauptschule von den anderen Kindern angegriffen. Er war neu und hatte keine Freunde. Zu seinem Glück kann er viel besser malen, als sich wehren. Ganz unerwartet interessiert sich Sergio für ihn und seine Bilder. Und mit Sergio kommen auch Dylan und Lindsey in Joshuas Leben. Die Schikanen hören auf. Was nicht aufhört, ist seine Begeisterung für Lindsey, die er nicht verstehen kann. Viel zu widersprüchlich ist ihr Auftreten in der Schule. Sie zeigt viel nackte Haut, ist stark geschminkt und flirtet jeden an, um dessen sexuellen Hunger zu wecken. Und wer sich auf Lindsey einlässt, bekommt es mit Dylan zu tun. Dylan schlägt zu, manchmal zu fest. Er verliert die Grenzen aus den Augen. Dabei müsste er es als Kickboxer besser wissen.

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