Chris Morton: Deep Sleep 02: The Whisperer

John war Teil des geheimen Projektes „Deep Sleep“. Kinder wurden als Agenten ausgebildet und dann führten sie als Schläfer ein normales Leben, bis sie benötigt und geweckt werden. Während ihres normalen Lebens wissen sie nichts von ihrer Ausbildung und einmal geweckt, kennen sie nur noch ihren Auftrag. John ist es gelungen, sich aus dieser Konditionierung zu lösen, und er arbeitet jetzt zusammen oder im Auftrag des „Whisperers“, um herauszufinden, was die alte Geheimorganisation plant und sie möglichst zu stoppen.

Sein neuer Auftrag führt ihn auf ein Frachtschiff nach Marseille und sehr bald merkt er, dass er bereits von einem feindlichen Agenten verfolgt wird. John muss ich entscheiden: Mit Connor zusammenarbeiten, versuchen ihm zu helfen oder ihn umbringen. Keine leichte Entscheidung.

Die „Deep Sleep“-Reihe ist eine Agenten-Action-Reihe in James-Bond-Manier mit eben sehr jugendlichen Helden – John ist gerade in dem Alter, um schon Auto fahren zu dürfen. Dementsprechend ist auch Freundschaft und Vertrauen ein recht großes Thema, was mir besonders in diesem zweiten Band gut gefallen hat. Natürlich geht es um nicht weniger als die Rettung der Welt vor den Bösen und es gibt jede Menge geschrottete Autos und explodierende Läden, aber es kommt zwischendurch auch immer mal Ruhe rein, in denen John reflektieren darf und sich fragt, wo sein Weg ihn hinführen wird und ob er das will.

Besonders gefallen hat mir das Zusammenspiel von John und Connor, die beide nicht wissen, ob sie dem anderen trauen können und sollen, mal aufeinander losgehen und mal aufeinander angewiesen sind. Auch, dass Johns Geschichte nach und nach hervorkommt – wie er einst zu einem Agenten wurde, dass er einmal eine Familie hatte, an die er überhaupt keine Erinnerung mehr hat und sein Kampf gegen die Konditionierung waren wirklich spannend. Interessant ist auch die Konstellation des „Whisperers“, der nicht nur aus einer Person besteht und der selbst mit so einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hat.

Insgesamt fand ich auch den zweiten Band überzeugend genug, um mich auf den dritten zu freuen. Am Ende gab es dann Cliffhanger in jedem Bereich – „Whisperer“, John und seine Schwester und auch Connor – und natürlich die Welt, die immer noch am Rande der Zerstörung durch „Deep Sleep“ steht.

Chris Morton: Deep Sleep 2: The Whisperer
Ravensburger, April 2024
384 Seiten, Taschenbuch, 11,99 Euro

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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