Marissa Meyer: Star Crossed Hearts

Catherine Pinkerton kann zwei Dinge besonders gut: backen und denken. Das macht ihr Leben als Tochter einer adligen Familie nicht eben einfacher. Sie träumt davon, eine eigene Bäckerei zu eröffnen und das Land des Herzkönigs mit unvergleichlichen Backwaren zu verwöhnen. Ihre Eltern hingegen träumen davon, dass sie den Herzkönig heiratet. Den kann Catherine allerdings nicht leiden. Dann lernt sie Jest kennen – den witzigen, geheimnisvollen und mitfühlenden Joker. Catherines Wunsch, über ihr eigenes Schicksal entscheiden zu können, wird immer stärker, und gemeinsam suchen die beiden nach einem Ausweg.

Marissa Meyer hat Star Crossed Hearts im Setting von Alice im Wunderland angelegt und erzählt die Vorgeschichte der Herzkönigin. Wir wissen also von Beginn an, dass es für Catherine nicht gut ausgehen wird – und für Catherine und Jest schon gar nicht. Trotzdem gelingt es Marissa Meyer, dass ich mit den beiden mitgefiebert habe.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 20: Bock auf Party?

Es ist inzwischen schon so etwas wie eine Tradition: Kurz vor Weihnachten kommt die neue Ausgabe von Gregs Tagebuch auf den Markt. Seit 20 Bänden (und einigen Spin-offs) kommen besonders junge Leser durch Greg ans Lesen. Weil es nicht nur Text hat, sondern auch Bilder, die etwas aussagen. Weil es leicht lesbar ist. Weil es witzig ist. Weil es aus dem Leben eines Teenagers gegriffen ist, obwohl Jeff Kinney schon lange keiner mehr ist.

Dieses Buch beginnt mit einer großen Enttäuschung: Seine Familie hat Gregs Geburtstag vollkommen vergessen. Obwohl Greg von seinen Geschenken in den letzten Jahren nicht immer überzeugt war und das mit dem automatischen Wunscherfüllen irgendwie nicht klappen will, freut er sich doch auf den Tag. Nur ist seine Mutter aktuell viel zu sehr mit dem Kuchenbackwettbewerb beschäftigt, um an ihn zu denken. Dabei hat er dieses Jahr einen besonderen Wunsch: eine extrem seltene Sammelkarte.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Kate Fagan: Die drei Leben der Cate Kay

Cate Kay hat Erfolg. In Hollywood. Mit Büchern. Die gerade verfilmt werden. BislaCate Kay hat Erfolg. In Hollywood. Mit Büchern, die gerade verfilmt werden. Bislang lebte sie eher zurückgezogen, jetzt erklärt sie sich bereit, über ihr Leben zu reden – oder besser gesagt: zu schreiben. Es beginnt, als sie noch Annie heißt und bei ihrer suboptimalen Mutter lebt. Sie hat eine beste Freundin: Amanda. Die beiden sind so dicke, dass man sich sofort fragt, wo Amanda eigentlich in diesem Hollywood-Leben geblieben sein mag. Aber schon nach den ersten Seiten deutet sich etwas an: Annie kann Amanda nicht vertrauen. Das scheint weniger an Amanda als vielmehr an Annie zu liegen, aber klar bleibt: Die Teenagerfreundschaft beginnt zu bröckeln.

Nach einer fatalen Fehlentscheidung, die ich hier nicht spoilern möchte, verschwindet Annie, und Cass übernimmt. Sie hat nichts, beginnt ganz von vorne und baut sich ein neues Leben auf, das sie dann irgendwann aufgibt und zur Autorin Cate Kay wird. Eine Frau, die irgendwann von ihrer Vergangenheit eingeholt wird – einer Vergangenheit, die sich nicht mehr so darstellt, wie sie sie in Erinnerung hatte.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Emiko Jean: The Return of Ellie Black

Ich sage ja selten etwas zu Covern, aber dieses hier hatte auf den ersten Blick deutliche Ähnlichkeiten zum Cover von „A Good Girl’s Guide to Murder“, was mich letztlich auch zum Kauf verführt hat. Es ist aber ganz anders – vom Aufbau, von der Geschichte – und es ist schon gar kein Roman aus Teenagersicht.

Als Ellie Black vor zwei Jahren nach einer Teenagerparty verschwand, war es Chelsey Calhouns Fall. Jetzt taucht Ellie plötzlich wieder auf: verstört, schweigend, anscheinend unverletzt. Chelsey möchte unbedingt herausfinden, was ihr genau zugestoßen ist, denn Jahre zuvor verschwand ihre eigene Schwester auf die gleiche Art und Weise, und diese tauchte nie wieder auf. Auf der einen Seite Ellie, bei der man sich lange fragt, warum sie so hartnäckig schweigt und die immer noch wie ein Teenager agiert, auf der anderen Seite die erfahrene und bodenständige Ermittlerin Chelsey Calhoun. Die beiden passen als Protagonistinnen sehr gut zusammen und sind mal etwas anderes als die dauernden Ermittlerteams.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Miriam Rademacher: Banshee Livie 11: Überleben für Erstsemester

Livie lernt eine weitere Verwandte der Harrowmores kennen: Eine bislang noch nicht aufgetauchte alte Dame kommt zu Besuch und verteilt gefährliche Geschenke, um – wie sich herausstellt – die Banshee aus der Reserve zu locken. Ihr zu Gefallen reist Livie gemeinsam mit Millie in der Zeit zurück, um auf dem Universitätscampus von Durbridge herauszufinden, was damals mit den beiden verschwundenen Söhnen geschah und vor allem, wer von den beiden den Erben gezeugt hat.

Sehr bald stellt sich heraus, dass in Durbridge das Böse umgeht und die beiden Jungen nicht die Einzigen sind, die verschwinden. Brisant ist, dass außer den beiden Harrowmores anscheinend nur Stipendiaten betroffen sind („wo niemand nachforschen wird“) und dass es nach den beiden Harrowmores aufgehört hat.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Jessie Garcia: The Business Trip

Stephanie ist auf dem Weg zu einem lästigen Kongress. Im Flugzeug trifft sie Jasmine, die auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ex-Freund ist. Die beiden Frauen haben nichts gemeinsam, sich nichts zu sagen und wechseln auch nicht mehr als ein paar Worte.

Beide erzählen in Textnachrichten an Freunde von einem supertollen Mann, den sie kennengelernt haben und mit dem sie eine Woche abtauchen wollen. Aber irgendwas stimmt da nicht. Kollegen finden heraus, dass Stephanie plötzlich die Namen ihrer eigenen Geschwister nicht mehr zu kennen scheint. Außerdem passt das alles so gar nicht zu ihr. Und dann kommen Hilferufe – und dann gar nichts mehr.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Brooke Fast: To Cage a Wild Bird: Dividend Fates 01

Raven lebt mit ihrem Bruder Jed in Dividium. Die Gesellschaft ist in Klassen eingeteilt und Verbrechen werden hart bestraft. Alle Verbrechen. Es gibt das sogenannte Gefängnis „Endlock“, die Insassen werden regelmäßig zur Erheiterung der Oberschicht als Jagdbeute eingesetzt. Die Strafe ist grundsätzlich lebenslänglich, etwas anders wäre auch unlogisch, da dort kaum jemand ein Jahr überlebt. Raven selbst hat als Kopfgeldjägerin so manchen Insassen dorthin gebracht. Als ihr Bruder Jed verhaftet wird und sie sich von der Rebellengruppe „Kollektiv“ anheuern und einliefern lässt, ist die Lage also brisant.

Die dystopische Welt des Dividiums hat mich überzeugt. Ja, ich glaube, dass in einer entsprechend aufgebauten Welt Menschen Vergnügen daran finden werde, andere Menschen zu jagen und zu töten. Insbesondere, wenn des dabei zu Entmenschlichung kommt (es sind ja nur Verbrecher und überhaupt aus der untersten Klasse). Ein bisschen gefehlt hat mir die Hintergrundgeschichte, wie es dazu kam, ob nur ein Land, ein Kontinent betroffen ist und ob es woanders aussieht. Mir fehlte diese Information, weil sie auch Raven und dem Kollektiv fehlte, ich hoffe da sehr auf einen aufklärenden zweiten Band.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Anders de la Motte: Rostiges Grab: Leonore Askers besondere Fälle 03

Im „Rostskogen“ spukt es. Eigentlich schon immer, erst recht aber seit den 70er Jahren, als beim Torfstechen eine hunderte Jahre alte Frauenleiche ausgegraben wurde, die seitdem in der Gegend als das Graumädchen bekannt ist. In den 2010er Jahren wird in der Fabrik der Torfstecherei eine junge Frau ermordet – getötet und hergerichtet auf die gleiche Weise, wie einst das Graumädchen. Als Täter gilt der Ehemann, der jedoch nie gefasst wurde. Heute bekommt ein Influencer-Pärchen den Schlüssel zur inzwischen verlassenen Fabrik zugespielt, und als sie dort sind, bekommen sie den Ringfinger der Toten überreicht. Hier kommen Leo Asker und ihre „verlorenen Seelen“ ins Spiel, denn der Kellertruppe der Polizei wird der anscheinend hoffnungslose Fall übergeben. Leo wäre nicht Leo, wenn sie nicht trotzdem alles daransetzen würde, den Fall aufzuklären. Ein weiteres Mal verbündet sie sich mit dem Lost-Places-Explorer Martin Hill.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Clare Mackintosh: Die Toten der anderen

Zwischen England und Wales liegt ein See. Auf dem einen Ufer wurde „The Hill“ gebaut, eine noble Wohngegend für reiche Leute. Reiche englische Leute meist. Auf der anderen Seite liegt Wales. Dort ist man nicht ganz so reich und arbeitet häufig für die reichen Engländer. Aber das ist nicht ganz fair, denn auch auf englischer Seite liegt hinter „The Hills“ das Viertel, in dem Allie wohnt, die gerne reich und versnobt wäre, es aber nicht ist.

Auf englischer Seite sorgt Leo für Ordnung, auf walisischer Ffion. Die beiden sind in den ersten beiden Bänden mühsam zusammengekommen und Allie ist Leos geschiedene Frau. Leo bearbeitet gerade eine Einbruchserie in „The Hill“, bei der wenig gestohlen wird, aber zunehmend Menschen verletzt werden. Ffion bekommt es gleich mit einer Leiche zu tun. Eine Immobilienmaklerin wird tot aus einem Kanu geborgen, was zunächst wie ein betrunkener Unfall aussah, entpuppt sich als Mord. Und mehr und mehr stellt sich heraus, dass die beiden Fälle zusammenhängen.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Callie Hart: Brimstone: Königin der Finsternis

Obwohl ich mich dran erinnern kann, dass mir der erste Band „QuickSilver“ von Callie Hart ziemlich gut gefallen hat, konnte mich der zweite nicht wirklich überzeugen. Das World-Building mit den verschiedenen Ebenen hat mich immer wieder den Faden verlieren lassen und die seltsam agierenden Vampire mitten in einer Fae-Welt haben mich irritiert.

Saeris ist inzwischen zur Königin geworden und zu einer Mischung aus Vampir und Fae und damit die Einzige dieser Art. Sie hadert erstaunlich wenig damit, diese Rolle so ganz ohne Vorbereitung einnehmen zu müssen. Ihr „Seelenverwandter“ Kingfisher dagegen hadert die ganze Zeit, um Vergangenes, um Verlorenes und um das Leben ans sich. Dabei gelingt es ihm jedoch als Charakter so blass zu bleiben, dass er selbst hinter den Nebenfiguren zu verschwinden scheint. Unterbrochen wird das Regieren und Hadern dann durch echt übertriebene Sexszenen, die sogar mir, die sowas inzwischen sehr gut überlesen kann, extrem auf die Nerven gegangen sind.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: