Shelly Kupferberg erzählt in „Stunden wie Tage“ die Geschichte der jungen Widerstandskämpferin Liane Berkowitz – und verknüpft sie mit dem Leben der Hausbesorgerin Martha. Daraus entsteht ein ruhiger, zunehmend eindringlicher Roman über Mut, Schuld und Erinnerung. Die Mischung aus historischer Genauigkeit und literarischer Erzählung gelingt so stimmig, dass die Figuren lange nachwirken.
Im Zentrum steht Martha E., die ab 1925 als Hausbesorgerin in einem Schöneberger Mietshaus arbeitet. Sie ist pflichtbewusst, sparsam und zurückhaltend – Eigenschaften, die sie für ihre Aufgabe prädestinieren. Sie organisiert den Alltag, kassiert Mieten und hält den Betrieb im Haus aufrecht, während sich die politischen Verhältnisse immer weiter zuspitzen.
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