Mit dem jungen Kämpfer Berengar hat Michael Römling jetzt nach „Tankred“ einen weiteren Helden geschaffen, der sich sicher schon im ersten Band der Reihe eine Anhängerschaft gesichert hat.
Als zweitgeborener Sohn eines Ministerialen – unfreie Verwaltungsbeamte, Ritter oder Diener, die im Laufe der Zeit Macht, Besitz und Ansehen erworben hatten – von Herzog Heinrich dem Löwen hat Berengar wenig Aussicht auf die Übernahme der väterlichen Güter nach dessen Tod. Er wird deshalb von seinem Vater nach Köln geschickt, wo er an der Stiftsschule eine Ausbildung zusammen mit Adligen und Söhnen von Edelleuten genießt. Der plötzliche Tod seines älteren Bruders Boso verändert alles. Berengar wird zurückbeordert ins Weserland, wo sein Vater angesehener und wohlhabender Herr der Farnburg ist. Berengar, der jetzt Erbe des Familienbesitzes ist, muss allerdings auf Wunsch seines Vaters zunächst beweisen, dass er des zukünftigen Erbes würdig ist. So kommt es, dass der junge Berengar, gemeinsam mit seinen Freunden das Heer Friedrich Barbarossas auf dem Weg zur Kaiserkrönung in Italien begleiten soll. Berengar genießt nicht nur die Freundschaft und das Vertrauen Heinrichs des Löwen, er wird auch bald zu einem wichtigen Berater und Vertrauten von Friedrich, dessen Weg nach Rom gezeichnet ist von immer wiederkehrenden Kämpfen und Kriegen. Berengar, dessen verstorbene Mutter aus Parma stammt, spricht einigermaßen fließend italienisch und wird deshalb als Übersetzer bei Verhandlungen, aber auch als Spion eingesetzt, was ihn mehr als einmal in arge Bedrängnis bringt. Auf seine Mitstreiter und besten Freunde ist allerdings Verlass. Sie lassen Berengar nicht im Stich.
Weiterlesen








