Arno Strobel: Ungelöst

Medizinstudentin Luise Menkhoff erkennt die verschwundene Frau auf dem Flugblatt sofort. Auch wenn es Jahre her ist, seit ihrer Begegnung stattgefunden hat. Es handelt sich um Nicole Klement, die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat und damals ebenfalls involviert war.

Umgehend wendet sich Luisa an die Münchner Polizei und trifft dort Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade eine neue Cold-Case-Einheit aufbaut, die alte Fälle mit modernen Mitteln aufklären soll. Als er Luisas Schilderungen von damals hört, ist er verblüfft, denn sie kann sich an jedes Detail der Situation erinnern. Das liegt daran, dass sie ein eidetisches Gedächtnis besitzt und sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation erinnern kann. Alles deutet nun darauf hin, dass ihr ehemaliger Entführer jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat. Luisa wird nun als externe Beraterin in den Fall hinzugezogen, bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss, denn es gibt Hinweise darauf, dass es der Entführer gar nicht gewesen sein kann … aber warum fühlt sich die junge Frau dann beobachtet? Zu spät erkennen sie und Ramin, dass sie etwas Entscheidendes übersehen haben, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte …

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Luca Ventura: Giftige Blüten

Was wäre ein Sommer ohne einen Capri-Krimi? Luca Ventura schafft jedes Jahr einen neuen Roman für den Reisekoffer, hier folgt sein siebter Streich. Auch in diesem Werk erfüllt Ventura die Erwartungen und präsentiert uns ein wendungsreiches, kriminalistisches Rätselraten unter südlicher Sonne. Es ist April und die Macchia auf der Insel Capri blüht! Eine junge aufstrebende Parfümeurin sucht eine seltene Orchideenart, die ihre erste Eigenkreation perfektionieren soll. Doch eines Morgens wird sie leblos an den Klippen aufgefunden. Ein tragischer Absturz? Der Polizeichef möchte das Ganze schnellstmöglich als Unfall zu den Akten legen. Doch seine beiden Agenten – der Inselpolizist Enrico Ricci und seine aus Norditalien versetzte Kollegin Antonia Cirillo – glauben nicht daran. Um zu beweisen, dass dahinter ein Gewaltverbrechen steckt, ermitteln sie ohne Erlaubnis auf eigene Faust. Da lässt der Ärger nicht lange auf sich warten …

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Iliana Xander: Der Boss: Ist er ein Monster oder ein Genie?

Zum Inhalt

Natalies beste Freundin Cara verschwindet auf einer gemeinsamen Party mit einem fremden Mann und liegt am nächsten Morgen im Koma. Die Polizei kommt mit ihren Ermittlungen nicht weiter. Natalie ist jedoch fest entschlossen, den Fremden zu finden und Cara zu rächen. Ihre Recherche führt sie zu dem berühmten Millionär Geoffrey Rosenberg. Als sie einen Job für Rosenberg annimmt, kann sie ihrem Boss eine Falle zu seiner Überführung stellen – und tappt dabei in Rosenbergs eigene Falle …

Rezension

Die Handlung ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Der Leser liest sowohl Natalies Sichtweise als auch die des „großen“ Unbekannten, der sie scheinbar beobachtet und ihr Treiben kommentiert. Die nüchternen, berechnenden Kommentare lassen einen beim Lesen schauern. Er wirkt eiskalt und zu allem bereit.

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Ursula Poznanski: Das Signal

Nach einem Unfall verliert Viola ein Bein und ist fortan auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen. Einkaufen, Freunde besuchen, auf die Toilette gehen – all das geht nun nicht mehr ohne Hilfe. Damit erscheint die Geschichte anfangs harmlos und ruhig, wirkt eher wie ein Drama. Doch das wandelt sich schnell zu einem Thriller, als Adams Fürsorge in scheinbare Kontrolle umschlägt. Viola fühlt sich zunehmend im Haus eingesperrt und von ihrer persönlichen Pflegekraft überwacht. Adam lässt ihre Krücken wegsperren und lehnt ohne ihr Wissen Besuchstermine ihrer Freundinnen ab. Daher beginnt Viola, Adam mithilfe eines Peilsenders zu überwachen. Die GPS-Signale zeigen jedoch schnell einige Ungereimtheiten auf…

Damit sät Poznanski geschickt Misstrauen beim Leser: Spielt Violas Ehemann ein falsches Spiel, hat Hintergedanken und böse Absichten? Oder ist die Hauptprotagonistin psychisch angeschlagen und nimmt die Geschehnisse daher anders wahr? Ist Viola vertrauenswürdig? Welcher Sichtweise und Figur kann der Leser trauen? Auch der Gedanke, der eigene Ehemann könnte Viola kontrollieren und ihr Böses wollen, ruft beim Lesen einen Schauer hervor. Der abweisende und kalte Charakter der Pflegekraft, die offensichtlich in Adams Auftrag handelt, ständig in Violas Nähe ist, verstärkt dieses Gefühl noch.

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Gina Greifenstein: Grumbeersupp

Produktbild: Grumbeersupp

„Grumbeersupp“ – das muss man für den ein oder anderen vielleicht schon gle„Grumbeersupp“ – das muss man für den ein oder anderen vielleicht schon gleich übersetzen, – schlicht: Kartoffelsuppe. Es ist also nicht verkehrt, wenn man über gewisse Grundkenntnisse des Pfälzischen verfügt, wenn man diesen humorvollen Pfalz-Krimi zur Hand nimmt. Für alle, die des Pfälzischen nicht mächtig sind, werden Ausdrücke, Redewendungen und Dialoge natürlich „übersetzt“, es sind auch nicht allzu viele im Laufe des Krimis, aber es macht halt schon mehr Spaß, wenn man das Original versteht. Die Geschichte um einen abgetrennten Finger in einer Suppenkonserve führt uns denn auch mitten in die Pfalz, in die Region um Landau, zu einer kleinen, neuen Suppenmanufaktur einer jungen Köchin, die aus Berlin kommt, wo sie ihr Handwerk gelernt hat und jetzt auf dem ehemaligen Hof ihrer Großmutter mit einer Manufaktur für Dosensuppen einen Neustart wagen will.

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Matthew Blake: Sophie L.

OOlivia Finn, Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus, erhält einen merkwürdigen Anruf aus Paris: Ihre Großmutter Josephine ist im berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht und behauptet, sie heiße eigentlich Sophie und habe hier vor Jahrzehnten einen Mord begangen. Olivia reist sofort nach Paris, um sich um die scheinbar verwirrte Josephine zu kümmern. Doch diese besteht darauf, dass sie eine verlorene Erinnerung wiedererlangt hat und die Wahrheit sagt. Als Josephine wenig später ermordet wird, ist klar: Jemand möchte verhindern, dass die Vergangenheit ans Licht kommt. Olivia muss sich fragen: War ihre Großmutter wirklich eine Mörderin? Und was hat das Ganze mit Olivias eigenen traumatischen Erinnerungen zu tun?

Nachdem mich der Autor mit seinem Debüt Anna O. restlos begeistert hatte, waren meine Erwartungen an sein neues Werk extrem hoch. Schon beim ersten Anblick fällt die optische Gleichheit der Cover auf, was meine Neugierde noch größer werden ließ. Doch die Verpackung war leider deutlich besser als der Inhalt …

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Stuart Turton: Der letzte Mord am Ende der Welt

Gibt es einen Krimi, den ich sofort kaufen würde, ohne überhaupt den Klappentext gelesen zu haben? Gibt es – so lange er von Stuart Turton stammt! Jedes seiner Bücher überzeugt, gerade weil sie so verschieden sind bezüglich Setting, Epoche und Charakteren. Turton ist kein Autor, der sich ständig reproduziert. Er erfindet in jedem Buch eine eigene Welt, die zwischen zum Nägel kauenden Krimi, Fantasy und Science Fiction angesiedelt ist. Allen gemeinsam sind atemberaubende Plot Twists, umrahmt von einer Geschichte, die uns immer wieder hinters Licht führt.

Nichts ist, wie es scheint
So auch in diesem Buch: Auf einer einsamen Mittelmeerinsel wohnen 122 Menschen oder vielmehr Überlebende einer Apokalypse. Ihre Insel ist umgeben von einem tödlichen Nebel, der den Rest der Menschheit ausgerottet hat. Geleitet wird die Insel von den drei „Ältesten“. Sie verfügen über das technische Wissen der zerstörten alten Welt. Dabei haben sie eine Zivilisation geschaffen, die einfach lebt, Landwirtschaft und Handwerk betreibt, in der die Menschen aber gleichzeitig sehr glücklich sind, jeden Tag feiern, musizieren und tanzen. Eine Welt ohne Gier und Gewalt. Bis eines Tages eine der Ältesten tot aufgefunden wird. Dieser Vorfall bringt unglaubliche Geheimnisse ans Licht, welche die Existenz der Inselbevölkerung in ein völlig neues Licht rücken.

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Jason Rekulak: Dein letztes Fest

Am Ende war mir alles egal.

Ich kann immer noch nicht glauben, dass das derselbe Autor ist wie von „Schlafenszeit“!

Mal ehrlich: Was muss schiefgehen, damit ein Thriller sein größtes Versprechen bricht … und ich am Ende nicht einmal mehr wissen will, wie er ausgeht?

Stell dich auf ein 427-seitiges Buch ein, bei dem du so oft die Augen verdrehst, dass du dich irgendwann fragst, warum du überhaupt noch weiterliest.

Die Ausgangsidee? Wirklich gut. Aber irgendwo auf dem Weg geht das komplett verloren. Spannung baut sich für mich nie so auf, dass sie trägt, und emotional hat mich das Ganze irgendwann einfach nicht mehr erreicht.

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Volker Klüpfel: Mord ist die beste Beseitigung

Produktbild: Mord ist die beste Beseitigung

Volker Klüpfel, bekannt und beliebt geworden als Co-Autor der mit Michael Kobr verfassten Erfolgsreihe um Kultkommissar Kluftinger, startete mit »Wenn Ende gut, dann alles« seine eigene Solo-Krimireihe. Nun liegt der zweite Band dieser Krimiparodie vor und dürfte ähnlich begeistert aufgenommen werden.

Tommy, der von Millionensellern und einem Leben als Starautor träumt, über Ideen und wenige Notizen aber nicht hinauskommt, lebt nach wie vor in einem Wohnmobil, das von Haushaltshilfe Svetlana, einem Quell ukrainischer und verquerer deutscher Sprichwörter, in Schuss gehalten wird. Und wieder schlittern sie, Tommy unfreiwillig, Svetlana zielstrebig, in einen Kriminalfall hinein.

Gerade noch haben sie einen Reiseruf im Radio gehört, da fährt die Frau im blauen Audi an ihnen vorbei. Natürlich wollen sie helfen und folgen dem Wagen, verlieren ihn aus den Augen, entdecken ihn auf einem Rastplatz – aber die Frau, Gabriele Zorn, ist verschwunden. Noch auf dem Rastplatz beginnt Svetlana zu ermitteln. Bei ihren Nachforschungen stoßen sie auf einen dubiosen Fahrradunfall mit Todesfolge und die noch dubiosere Selbsthilfegruppe »Die Glücklichen«. Wofür genau dieser Name steht, werden die beiden Hobbydetektive herausfinden und sich damit in Lebensgefahr bringen.

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Sebastian Fitzek: Die Therapie

In „Die Therapie“ von Sebastian Fitzek geht es um den bekannten Psychiater Viktor Larenz, dessen Leben aus den Fugen gerät, als seine Tochter spurlos verschwindet. Jahre später lebt er zurückgezogen auf einer abgelegenen Insel, geplagt von Schuldgefühlen und der Ungewissheit über ihr Schicksal.

Dort begegnet er einer geheimnisvollen Frau, die ihn um Hilfe bittet. Sie leidet unter Wahnvorstellungen und spricht von einem Mädchen, das unter mysteriösen Umständen verschwindet – mit auffallenden Parallelen zu Viktors eigener Vergangenheit. Während der Sitzungen verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen Realität und Einbildung, und Viktor wird immer tiefer in ein verstörendes psychologisches Spiel hineingezogen.

Die Geschichte entwickelt sich zu einem intensiven Thriller, in dem nichts so ist, wie es scheint, und der Leser bis zum Schluss über die Wahrheit im Unklaren bleibt.

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