M. L. Wangs The Sword of Kaigen – Eine theonitische Kriegsgeschichte hat in den vergangenen Jahren im anglo-amerikanischen Sprachraum für wahre Begeisterungsstürme gesorgt. Hier hat eine Autorin eine interessante Welt geschaffen, die weit mehr ist als „nur“ ein düsteres Schlachtenszenario. Uns erwartet ein sehr emotionales, komplexes Familiendrama, das in einer faszinierend ausgearbeiteten Welt angesiedelt ist und sich stark über seine Charaktere definiert.
Der Roman beginnt auffallend ruhig, ja fast behäbig. Wang widmet das gesamte erste Drittel der sorgfältigen Etablierung von Welt und Figuren. Hier braucht die Leserin respektive der Leser einiges an Geduld; man muss sich Zeit nehmen, das Dorf und die Figuren kennenzulernen. Das beschauliche Dorf Takayubi, Schauplatz der Geschichte, wirkt zunächst wie ein abgelegener, nahezu isolierter Ort, doch unter der Oberfläche brodelt es.
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