Pascale Lacelle: Stranger Skies

„Stranger Skies“ ist der zweite und abschließende Band zu „Curious Tides“ und eine ausdrücklich empfohlene Buchreihe. Wer also neu dabei ist und nicht gespoilert werden möchte, wendet sich am besten an die unter dem Titel verlinkte Rezension zu Band 1.

Nachdem die Geschichte von Cornelius Clover über die verschiedenen Welten und die Portale zwischen ihnen in Band 1 noch rein hypothetisch war, befindet sich Emory nun hinter einer der Türen ohne einen Weg nach Hause. Aber sie hat Romie wiedergefunden, ihre totgeglaubte beste Freundin. Doch die beiden Mädchen haben sich verändert. Romie misstraut der neuen Eklipse-Macht ihrer Freundin und Emory muss zugeben, dass sie da sogar richtig liegen könnte, denn jeder Zauber ruft die Geister ihrer Vergangenheit und löst eine Macht in ihr aus, die sie nicht zu kontrollieren weiß …

Währenddessen machen Baz und Kai ihr ganz eigenes Abenteuer durch, das sie ihrem literarischen Idol Clover und den Geheimnissen des mystischen Textes „Lied der ertrunkenen Götter“ näher bringt, als sie je zu träumen gewagt hätten … Aber wie überall in dieser Welt lauern auch auf ihrem Weg Gefahren und Abgründe, die weit in ihre schlimmsten Albträume reichen.

Die Inhaltszusammenfassung ist hier bewusst sehr wage gelassen und mit vielen Floskeln gespickt, weil keinem Leser der Genuss genommen werden soll, die Entwicklung dieses Werkes mit jeder Seite selbst zu erleben. Pascale Lacelle zählt meines Erachtens zu den größten literarischen Stimmen der modernen Fantastik und sollte von jedem gelesen werden, der sich in diesem Bereich bewegt. Wer Band 1 geliebt hat, wird hier Tränen weinen; das ganze Buch ist einfach nur bitter-schön und zieht einen in den Bann wie die gefährlichen Fluten in der magischen Höhle.

Es warten dramatische Wendungen, neue Welten und romantische Momente auf euch (auch wenn man sich bitte keinesfalls vom Klappentext irreführen lassen sollte, das hier ist KEINE Romantasy). Das Ende ist für meinen Geschmack ein bisschen zu offen, immerhin hat man sich über 700 Seiten darauf zubewegt – gleichzeitig ist es aber wie alles an der Geschichte bittersüß und atmosphärisch, vielleicht lerne ich den Abschluss in ein paar Tagen lieben, wenn ich ihn verarbeitet habe; im Moment ist der Herzschmerz noch zu frisch.

„Stranger Skies“ ist wie schon „Curious Tides” ein Highlight in meiner Lesebiografie und wird mich auch nach der letzten Seite noch lange begleiten.

Pascale Lacelle: Stranger Skies
Aus dem Englischen übersetzt von Bea Reiter
Fischer, Juni 2025
736 Seiten, gebundene Ausgabe, 22,90 €

Diese Rezension wurde verfasst von Isabella M. Banger.

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.