Morgan Dick: Mickey und Arlo

Die Kanadierin Morgan Dick (Jahrgang 1993) hat mit „Mickey und Arlo“ ihren Debütroman geschrieben. Das Buch ist am 18. Februar 2025 bei hanserblau im Carl Hanser Verlag erschienen. Übersetzt wurde es von Wibke Kuhn.

„Mickey und Arlo“ – eine Familiengeschichte in der Therapie

Michelle und Charlotte, Mickey und Arlo, sind Halbschwestern. Sie kennen sich nicht. Ihr gemeinsamer Vater Adam hat Mickey und ihre Mutter Deborah verlassen, als Mickey sieben Jahre alt war. Er gründet mit Leonora eine neue Familie, sie bekommen eine Tochter Charlotte. Adam Kowalski ist Alkoholiker und stirbt daran. Arlo, inzwischen Psychologin, trauert um ihn. Sie hat sich bis zum Schluß intensiv um ihn gekümmert. Deshalb ist sie enttäuscht und wütend, als sie erfährt, dass Adam sein Testament geändert hat. Statt ihrer soll nun ihre unbekannte Halbschwester fünfeinhalb Millionen Dollar erben.

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Wolf Haas: Wackelkontakt

Der österreichische Schriftsteller Wolf Haas (Jahrgang 1960) hat 2023 ein wunderbares Buch mit dem Titel „Eigentum“ über seine Mutter geschrieben. Nun also sein nächster Streich: „Wackelkontakt“ ist am 9. Januar 2025 im Carl Hanser Verlag erschienen.

Escher, Puzzles und die Mafia

Auf 240 Seiten in 2 Kapiteln („Off“ und „On“) erzählt Wolf Haas eine furiose Geschichte, die an die Zeichnungen und Grafiken des Niederländers M. C. Escher erinnert. So heißt denn auch Haas’ Hauptfigur Franz Escher, der an seinem 19. Geburtstag ein 1000-teiliges Puzzle der „Drawing Hands“ seines Namensvetters geschenkt bekam. Puzzles und Bücher über die Mafia sind seitdem Eschers Leidenschaften.

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Julia Schoch: Wild nach einem wilden Traum

„Wild nach einem wilden Traum“, Band 3 von Julia Schochs Trilogie

Julia Schoch (Jahrgang 1974) hat ihr Romanprojekt mit Band 3, „Wild nach einem wilden Traum“, beendet. Nach „Das Vorkommnis“ (2022) und „Das Liebespaar des Jahrhunderts“ (2023) erscheint heute, am 9. Januar 2025, der letzte Teil der Trilogie bei dtv.

Darin erzählt die Ich-Erzählerin über ihre Affäre mit einem Katalanen, den sie während eines Schreibaufenthaltes in den USA kennenlernt. Er bleibt namenlos, wird von ihr nur als „der Katalane“ bezeichnet. Sie hat schon einen Mann, ihren Ehemann, den sie Jahrzehnte später verlassen will (davon handelt Band 2 der Trilogie „Das Liebespaar des Jahrhunderts“).

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Silvesterspecial 2024

Wie in jedem Jahr gab es auch 2024 wieder Bücher, die uns Rezensentinnen und Rezensenten besonders gut gefielen. Bücher, die aus dem Üblichen hervortreten, weil sie berühren, weil sie unterhalten, weil sie ausgesprochen spannend sind oder sehr witzig, ausnehmend gut geschrieben oder schlicht etwas Besonderes.

Diese Bücher, die uns mehr als andere beeindruckten, sind es, die wir am Ende des Jahres immer noch in guter Erinnerung haben. Aus diesem Grund stellen wir sie im Special zu Silvester noch einmal vor.

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Håkan Nesser: Ein Brief aus München

Der schwedische Schriftsteller Håkan Nesser (Jahrgang 1950) lieferte im Herbst dieses Jahres den 8. Band um seinen Kommissar Gunnar Barbarotti ab. Zuletzt erschien der Krimi „Schach unter dem Vulkan“, der im Schriftstellermilieu spielt. Für das neue Buch mit dem Titel „Ein Brief aus München“ hat sich Håkan Nesser den Mord an einem Künstler ausgedacht. Der btb Verlag veröffentlichte es am 23. Oktober 2024 in einer Übersetzung von Paul Berf.

Tod an Weihnachten 2020

Im Dezember 2020 wütet die Corona-Pandemie in der Welt. In Schweden erhalten die Geschwister Leif, Lars und Louise Rute einen Brief ihres ältesten Bruders Ludvig, einem berühmten Künstler, der sie zu Weihnachten ins abgelegene Sillingbo einlädt. Alle folgen dieser Einladung, obwohl sie sich jahrzehntelang nicht gesehen haben.

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Jo Nesbø: der könig

Die Könige in ihrem Königreich

Den norwegischen Krimiautoren Jo Nesbø (Jahrgang 1960) muss ich hier nicht weiter vorstellen, denn er gehört zu den weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellern seines Genres.

2020 erschien bei Ullstein sein Kriminalroman „ihr königreich“ über die beiden Brüder Roy und Carl Opgard aus Os, einem fiktiven kleinen Dorf in Norwegen mit ungefähr tausend Einwohnerinnen und Einwohnern. Die beiden Opgards wollen in Os ein Wellness-Hotel errichten, aber das Projekt steht unter keinem guten Stern. Os Spa geht am Ende in Flammen auf. Nun hat Jo Nesbø mit „der könig“ die Fortsetzung der Geschichte vorgelegt. Das Buch ist am 31. Oktober 2024 in einer Übersetzung von Günther Frauenlob bei Ullstein erschienen.

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Caroline Peters: Ein anderes Leben

Die deutsche Schauspielerin Caroline Peters (Jahrgang 1971) hat ein Buch geschrieben. Peters ist sowohl als Fernseh- und Filmschauspielerin („Mord mit Aussicht“, „Der Vorname“) als auch als Theaterschauspielerin (Berliner Schaubühne, Wiener Burgtheater) bekannt. Außerdem arbeitet sie als Hörspielsprecherin. Ihr Debütroman „Ein anderes Leben“ erschien am 15. Oktober 2024 bei Rowohlt Berlin.

Hanna und ihre Töchter

Es ist aktuell kein seltenes Phänomen, dass Schauspielerinnen oder Schauspieler Bücher schreiben. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Nun also auch Caroline Peters. Und da nun mal das Genre des autofiktionalen Schreibens boomt, so ist es auch bei Peters ein Roman mit Anleihen aus der eigenen Biografie geworden, geschrieben während der Corona-Jahre. Ein Roman über ihre Mutter, der auf der Beerdigung des Vaters beginnt. Da stehen die drei Töchter, Laura, Lotta und die Kleine, die als Ich-Erzählerin der Geschichte fungiert, am Grab und hängen ihren Erinnerungen nach. Bow, der Vater der jüngsten Tochter, wird im Familiengrab der Familie Ramspeck in Alsfeld in Hessen beigesetzt. Hanna, die Mutter, starb schon Jahre zuvor und liegt als Flaschenpost auf dem Grund der Ostsee.

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Martina Hefter: Hey guten Morgen, wie geht es dir?

Die deutsche Performancekünstlerin und Schriftstellerin Martina Hefter (Jahrgang 1965) lebt und arbeitet in Leipzig. Sie schreibt Prosa und Lyrik. In diesem Jahr wurde sie zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse für ihren Roman „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ mit dem Deutschen Buchpreis 2024 ausgezeichnet. Klett-Cotta veröffentlichte das Buch am 13. Juli 2024.

Jupiter und Juno, zwei Gottheiten in Leipzig

In „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ erzählt Martina Hefter die Geschichte von Jupiter und Juno, einem mittelalten Paar, das sie nach römischen Gottheiten benennt.

Jupiter ist Schriftsteller und leidet an Multipler Sklerose, Juno ist Tänzerin bzw. Performerin und leidet unter nächtlicher Schlaflosigkeit. Sie pflegt ihren Mann. Da Juno nachts wach ist, beginnt sie, im Internet mit Love-Scammern zu chatten. Love-Scammer sind i.d.R. junge Männer, die irgendwo auf der Welt mit falschen Profilen versuchen, ältere alleinstehende Frauen anzuschreiben, mit dem Ziel, ihnen ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Diese Betrugsmasche ist kriminell und die Täter machen oft fette Beute. Ihre Opfer schämen sich und sehen häufig von einer Anzeige ab.

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Cheon Myeong-kwan: Eine Bumerangfamilie

Der Drehbuchautor, Regisseur und Schriftsteller Cheon Myeong-kwan (Jahrgang 1964) aus Südkorea stand mit seinem ersten Roman „Der Wal“ aus dem Jahr 2004 auf der Shortlist des International Booker Prize 2023. Sein zweiter Roman „Eine Bumerangfamilie“ ist im Oktober 2024 bei Weissbooks in einer Übersetzung von Matthias Augustin und Kyunghee Park erschienen.

Die Rückkehr der „Bumerang-Kinder“

In „Eine Bumerangfamilie“ kehrt Cheon Myeong-kwans Ich-Erzähler und Protagonist, der Regisseur Inmo, in die Wohnung seiner Mutter zurück. Als beinahe Fünfzigjähriger steht er vor dem Scherbenhaufen seiner Existenz. Inmo hat kein Geld mehr, aber einen Haufen Schulden und ein Alkoholproblem. In die Wohnung der über siebzigjährigen Mutter ist bereits Inmos älterer Bruder Hanmo eingezogen. Hanmo, genannt Hammer, ist ein fetter Möchtegern-Gangster. Es dauert nicht lange und es gesellen sich Miyǒn, die jüngere Schwester der beiden, mit ihrer halbwüchsigen Tochter Min’gyǒng dazu.

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Claudie Hunzinger: Ein Hund an meiner Tafel

Die französische Schriftstellerin und Künstlerin Claudie Hunzinger (Jahrgang 1940) erhielt für „Un chien à ma table“ 2022 den Prix Femina (französischer Literaturpreis, der jährlich von einer ausschließlich weiblich besetzten Jury vergeben wird). Am 15. Oktober 2024 ist dieser Roman unter dem Titel „Ein Hund an meiner Tafel“ bei Rowohlt erschienen. Es ist Hunzingers erster Roman, der auf Deutsch veröffentlicht wurde. Übersetzt hat ihn Timea Tankó.

Sophie, Grieg und Yes in ihrer „Hundehütte“

Was hatte ich mir eigentlich dabei gedacht, als ich „Ein Hund an meiner Tafel“ von Claudie Hunzinger zum Lesen auswählte? Hatte mich da mein eigener, bisher unerfüllter Wunsch nach einem Haustier geleitet und wollte ich erfahren, wie es einer älteren Dame mit der Aufnahme einer Hündin ergangen ist? Vielleicht.

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