Freida McFadden: Der Lehrer

Eigentlich hat Eve Bennett ein gutes Leben. Sie ist Mathelehrerin an der örtlichen Highschool und mit Nate verheiratet, der dort Englisch unterrichtet. Doch im letzten Jahr wurde die Schule von einem Skandal erschüttert, in dessen Zentrum eine Schülerin stand. Und in diesem Jahr ist genau diese Schülerin in Eves Klasse. Addie kann man nicht trauen – sie lügt und verletzt Menschen. Aber niemand kennt die wahre Addie. Niemand kennt das Geheimnis, das sie zerstören könnte. Und Addie würde alles dafür tun, dass es so bleibt. Ihr einziger Lichtblick in diesem Schuljahr ist ihr neuer Englischlehrer Nate Bennett.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten liegt der Fokus auf Eve und Addie, im zweiten auf Nate und Addie, und der dritte entwirrt die Ereignisse und steigert die Spannung bis zum Finale. Die Kapitel sind kurz, das Erzähltempo ist hoch – und die Spannung erst recht. Durch Cliffhanger wird es nahezu unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Man greift immer wieder danach und nutzt jede freie Minute zum Weiterlesen.

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Joachim F. Kuck: Mörderney: Das Grab im Sand

Ein unterhaltsamer, leichter, dennoch recht spannender Insel-Krimi.

Zum zweiten Mal begegnen wir auf Norderney der jungen, engagierten Journalistin Tilla, die eigentlich besser Polizistin geworden wäre, weil sie dann offiziell ermitteln dürfte, was sie jetzt wieder auf eigene Faust und zum Missfallen vieler, allen voran ihres Vaters Enno, dem Kommissar auf der Insel, tut. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund, dem etwas weltfremd wirkenden, schüchternen Pfarrer Hark, der vor vier Monaten auf der Insel gestrandet ist und seitdem eigentlich mehr Trübsal bläst, als sich Gedanken darüber zu machen, was er mit seinem Leben in Zukunft anfangen will, und der geflissentlich die Aufforderungen seines Dekans ignoriert, der ihn bittet, endlich in seine Gemeinde zurückzukommen, will Tilla unbedingt den Tod des einzigen Obdachlosen auf der Insel aufklären.

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Anna Schneider: Grenzfall: Ihr Grab in den Fluten

Heftige Unwetter und Naturkatastrophen erleben wir in den letzten Jahren ja leider immer häufiger. Das wird sich wohl auch nicht mehr zum Positiven ändern.

Ein solches Unwetter hat Anna Schneider, inspiriert von der Flutkatastrophe im Ahrtal, als Setting für ihren 6. „Grenzfall“ genommen. Eine Reihe, die in der Karwendelregion auf deutscher wie auf österreichischer Seite spielt und die Zusammenarbeit zwischen der Kripo Weilheim und dem LKA Tirol auch mal außerhalb der bürokratischen Hürden gut gelingen lässt. Dank der sympathischen und liebevoll gezeichneten Charaktere der Beamten auf beiden Seiten der Grenze: zum einen Oberkommissarin Alexa Jahn und ihr Kollege Florian Huber auf deutscher Seite und Kommissar Bernhard Krammer vom LKA Tirol mit seiner Kollegin Rosa, die auch mal fünf gerade sein lassen, um in einer Ermittlung weiterzukommen. Bernhard hat sich damit in letzter Zeit den ein oder anderen Rüffel eingefangen, das stört ihn aber nicht weiter. Seit Kurzem wissen Bernhard und Alexa außerdem, dass sie Vater und Tochter sind, behalten das aber möglichst für sich; lediglich Rosa weiß Bescheid und unterstützt auch den ein oder anderen väterlichen Alleingang, wenn Bernhard meint, Alexa beistehen zu müssen. Dass er sich ab und zu auch in ihr Privatleben einmischt, missbilligt Rosa zwar, aber verhindern kann sie es nicht. Die Vaterrolle ist eben noch recht neu und entsprechend ungewohnt.

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Karen Sander: Die Tiefe: Versunken

Mit dem Ermittlungsduo Tom Engelhardt und Mascha Krieger geht die erfolgreiche Thrillerautorin Karen Sander in die dritte Runde für eine weitere Serie an der Ostsee, die den Titel Die Tiefe trägt. Der erste Teil der neuen Serie mit dem Untertitel Versunken beginnt wieder in dem fiktiven Ort Sellnitz. Räumlich und zeitlich nah werden Menschen ermordet. Die Suche nach Motiven und Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Opfern beginnt. Und wieder treffen bekannte Charaktere aus den vorherigen Büchern aufeinander. Manche von ihnen sind untereinander verfeindet und intrigieren aus persönlichen Gründen. Tom, Mascha und ihre jeweiligen Ermittlungsteams stehen unter Zeitdruck und werden zum Spielball der Presse und vermutlich verschiedener Täter.

Für Mascha beginnen schwierige Zeiten. Dies liegt unter anderem an dem rachsüchtigen Stiefbruder Holger, ihrem neuen Ermittlungsleiter. Holger weiß offenbar, wer Maschas Mutter ist. Aber er schweigt und lügt in Absprache mit dem gemeinsamen Vater. Ohne den Grund zu wissen, entwickelt sich Maschas private Recherche nach ihrer unbekannten Mutter zu einem gefährlichen Unterfangen.

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Arno Strobel: Welcome Home

Im Mittelpunkt dieses Thrillers steht das Haus, das viel mehr als ein Schauplatz sein wird. Es vermittelt Angst und Manipulation. Ines und Marco Winkler sind überglücklich, ihr neues Heim betreten zu können. Eines Nachts wacht Ines auf und hat das Gefühl, beobachtet zu werden, aber da ist niemand, wie sie feststellen muss, als sie die Augen aufschlägt. Kurz darauf glaubt sie, im noch leeren Nachbarhaus einen Schatten zu sehen. Sie schiebt es auf den Umzugsstress, dass sie sich Sachen einbildet. Doch dann wird ein Mensch umgebracht, und sie weiß: Den Schatten hat sie sich nicht eingebildet.

Der Einstieg in das Buch gelang schnell, die Atmosphäre ist passend, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Beim Lesen hatte ich eigentlich durchgehend ein ungutes Gefühl im Bauch, die Spannung war teils fast nicht auszuhalten. Es geht weniger blutig her, dafür gibt es aber eben den gut aufgebauten Spannungsbogen, wenn es teils auch ein wenig zu oberflächlich war.

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Marcus Kliewer: Die Besucher: Wenn du sie hereinlässt, werden sie nie wieder gehen

Wenn die Realität verrutscht

Du scrollst nachts durch alte Reddit-Threads über urbane Legenden, und plötzlich klopft es an deiner Tür. Nicht aggressiv, sondern höflich, fast peinlich entschuldigend. Die Leute wollen nur mal „kurz reinschauen“.

Genau so fühlt sich die erste Hälfte von „Die Besucher“ an: ein People-Pleasing-Alptraum, gespeist aus Social Anxiety. Jede verschobene Lampe, jedes falsch erinnerte Geräusch, jeder Mandela-Moment lässt dich an deiner Wahrnehmung zweifeln.

Ich mochte auch die found-footage-artigen Paratexte: Forenposts, Archivdokumente, Karten und dieses Gefühl, in etwas Verbotenes reinzurutschen.

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Patricia Grob: Wellen, Sittich und ein Mord: Tante Tilli ermittelt

Tante Tilli hat sich inzwischen in dem kleinen Ort an der dänischen Ostseeküste akklimatisiert. Sie fühlt sich wohl in der kleinen Pension, deren Besitzerin mittlerweile eine Freundin geworden ist, und mit Jacob Jakobsen, den sie zunächst als etwas grummeligen Reisebüromitarbeiter kennengelernt hatte und der inzwischen ihr Freund und Partner ist. Die Pension, an die Jakobsen sie vor ein paar Monaten verwiesen hatte, als Tilli zufällig und eher unfreiwillig in dem Ort gestrandet war, weil sie in den falschen Flieger gestiegen ist, ist ihr zu einem neuen Zuhause geworden. Sie fühlt sich hier angekommen und würde gerne bleiben. Doch in wenigen Wochen läuft ihr Touristenvisum ab, dann wird sie wohl zurück nach Sachsen müssen. Bis dahin ist aber noch etwas Zeit, und Tilli hat nicht vor, sich jetzt schon mit Dingen zu beschäftigen, die noch in der Zukunft liegen.

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Alex Beer: Felix Blom: Mord an der Spree

Inhalt

Die Privatdetektive Felix Blom und Mathilde Voss stoßen im Rahmen ihrer Ermittlungen auf ein Ereignis aus Mathildes Vergangenheit: Das mysteriöse Verschwinden einer Freundin scheint in Verbindung mit ihrem aktuellen Mordfall zu stehen. Schnell stellt sich heraus, dass jemand vor keinem Mord zurückschreckt, um ein Geheimnis zu wahren. Im Zuge ihrer weiteren Ermittlungen wird Mathilde verhaftet und des Mordes angeklagt. Ihr droht die Todesstrafe. Felix hat nur noch wenig Zeit, den Fall allein zu lösen …

„Blom blieb zurück. Der Wind raschelte in den Wipfeln (…). Noch einmal drehte er sich um und blickte auf die Villa. Jemand spielte ein böses Spiel, und er musste herausfinden, wer.“ (S. 87)

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Robert Galbraith: Der Tote mit dem Silberzeichen

Cormoran und Robin ermitteln wieder, doch diesmal steht nicht der Fall im Mittelpunkt.

Wenn ich richtig gezählt habe, ist dies der achte Fall der Detektei Strike and Ellacott. Und wieder breitet Robert Galbraith (aka J. K. Rowling) die Ereignisse auf reichlich Seiten aus.

Trotzdem könnte man die Handlung in einem einzigen Satz zusammenfassen: Die Detektei bekommt den Auftrag, ein Mordopfer zu identifizieren. Oder man scheitert kläglich an einer Zusammenfassung der Handlung, denn diese wird ziemlich komplex und vielschichtig – um nicht zu sagen kompliziert und arg verschlungen – erzählt.

Dabei ist in diesem neuen Band gar nicht der Auftrag im Mittelpunkt, den Robin und Cormoran von einer verzweifelten Frau bekommen, die glaubt, der Tote sei ihr Geliebter und der Vater ihres Kindes. Fast mehr dreht sich die Handlung um die Beziehung zwischen Cormoran und Robin, die einander lieben, sich aber nicht trauen, dies einander oder auch nur sich selbst gegenüber einzugestehen.

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Cilla u. Rolf Börjlind: Schatten über dem Wald

Es beginnt schaurig: Jemand beobachtet ein seltsames Ritual auf einem Felsplateau; ein Blinder geht mit seiner Begleitung durch ein stilles Dorf, beobachtet durch den schmalen Spalt einer Jalousie; der Schrei einer Frau gellt durch die Nacht; ein Wolf heult auf dem Felsplateau.

Dann beginnt der Fall: In einem riesigen Ameisenhaufen wird eine männliche Leiche ohne Kopf entdeckt. Die örtliche Polizei aus Strömsund beginnt in dem kleinen Dorf Slagtjärn in den Tiefen der schwedischen Wälder zu ermitteln, während in dem Dorf die Angst umgeht und eine Bürgerwehr gebildet wird.

Emmy Sunna, die örtliche Polizeiassistentin, wird durch Olivia Rönning unterstützt, die Kennern der Krimireihe des Autorenpaares Börjlind bestens vertraut ist. Zunächst gibt es keinerlei Spuren, keinerlei nennenswerte Ansatzpunkte.

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