Ella Lindberg: Books & Coffee: An Wunder muss man glauben

Ein unterhaltsamer, leichter Wohlfühlroman, den man so wegliest, ohne viel denken zu müssen. Tut auch mal gut. Locker geschrieben, authentische, sympathische Figuren und eine Story, von der man sich wünscht, das Leben wäre manchmal so. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die gerade vor den Scherben ihres bisherigen Lebens steht – Job weg, Freund weg, WG-Zimmer weg – und keine andere Lösung weiß, als nach Hause zurückzugehen und Unterschlupf bei den Eltern im ehemaligen Kinderzimmer zu suchen. Fürs Erste. Wie das so ist mit Provisorien, sind sie häufig sehr haltbar, so auch in Emilias Fall. Ohne konkrete Pläne für die Zukunft lässt sie sich zunächst mehr oder weniger treiben. Sehr zum Missfallen der zielstrebigen und für ihre Tochter ehrgeizigen Eltern. Mit einem Job im Secondhand-Laden ihrer Tante fängt sie erst mal an.

Dann wird sie weitersehen. Das Schicksal meint es recht gut mit Emilia. Sie trifft auf Lucy, eine ehemalige Schulkameradin, die ihr zur guten Freundin wird und in deren jetzigem Café Emilia schon als Kind mit ihrer Omi immer gerne gewesen ist. Durch die Bücher im Laden der Tante findet Emilia wieder Spaß am Lesen und hat – mit Lucy zusammen – die Idee, einen Buchclub zu gründen, der sich im Café treffen könnte und sich über verschiedene Titel austauscht. Die Idee nimmt Gestalt an und hat Erfolg. Daraus entwickelt sich natürlich mehr als nur gemeinsames Lesen. Man lernt sich kennen, knüpft Freundschaften, löst Probleme. Als es Emilia zu Hause dann doch wieder mal zu eng wird, findet sie bei Lucy und ihrem Bruder Flo auch ein neues WG-Zimmer, alles entwickelt sich also zum Guten.

Vorhersehbar, amüsant und flott zu lesen, ohne große Ansprüche.

Ella Lindberg: An Wunder muss man glauben
Knaur Verlag, Februar 2026
304 Seiten, Taschenbuch, 12,99 Euro

Diese Rezension wurde verfasst von Sabine Ertz.

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