Sue Hincenbergs: Very bad widows

Wendungsreiche, aber zu langatmige Geschichte um rachsüchtige Ehefrauen

Romane um Ehefrauen, denen daran gelegen ist, ihre Gatten um die Ecke zu bringen, gibt es reichlich. Auch die Gründe, warum dieses Verlangen in den Damen wächst, sind vielfältig. Die drei Frauen im vorliegenden Roman sinnen einerseits auf Rache für ihre immer langweiliger werdenden Ehemänner, die sie zudem um ihre Ersparnisse gebracht haben. Zum anderen gedenken sie die hohen Lebensversicherungen ebendieser Männer einzustreichen, nach deren Tod natürlich.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als geplant. So planen Pam, Shalisa und Nancy zwar mit Hilfe eines engagierten Killers den Tod ihrer Ehemänner. Doch ihre Männer haben ihrerseits ebenfalls Pläne. Die sich einmal aus der Angst heraus entwickeln, Opfer von indischen Mafiamördern zu werden. Denn Hank, Andre, Larry und der gleich zu Beginn des Buches zu Tode gekommene David, vierter im Bunde der Freunde, sind auf wenig legale Weise zu Geld gekommen und fürchten nun, entdeckt zu werden. Um sich der vermuteten Killer zu erwehren, engagieren die drei Männer ihrerseits einen Auftragsmörder – eben jenen, den auch ihre Ehefrauen beauftragen, sie zu töten.

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Rebecca Russ: Der Weg

Ein Thriller zum Dranbleiben! Schon auf den ersten Seiten wird’s spannend und man ist neugierig auf die beiden Protagonistinnen Julia und Nicki, die beste Freundinnen sind, seit sie zusammen in einer Studenten-WG gewohnt haben. In der letzten Zeit hat ihre Freundschaft allerdings ein bisschen gelitten. Julia ist seit Kurzem mit Lars zusammen und lässt sich von ihm ziemlich vereinnahmen. Für Nicki hat sie kaum einen Gedanken übrig gehabt.

Doch jetzt steht Nicki vor der Tür, ganz überraschend, und will mit Julia einen etwas anderen Junggesellinnen-Abschied feiern. Die Leidenschaft für’s Wandern hat sie immer verbunden, und daran will Nicki jetzt ein weiteres Mal anknüpfen. Schon morgen geht der Flieger nach Schweden, es ist alles arrangiert. Die Tickets sind gekauft, ein neues Zwei-Mann-Zelt ebenfalls, die Pension für die erste Nacht ist gebucht. Eine Ausrede lässt Nicki nicht gelten, auch wenn Julia eigentlich im Moment überhaupt keine Zeit hat, eine Woche in der schwedischen Wildnis zu wandern.

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Linus Geschke: Der Trailer

Ein spannender Auftakt zur neuen Thriller-Trilogie um Camp Donkerbloem, einen eigentlich recht schönen, gepflegten Campingplatz in den Ardennen, unweit von Malmedy.

Vor gut vierzehn Jahren ist dort die junge Lisa auf mysteriöse Weise verschwunden. Sie war alleine unterwegs auf einer Reise durch Belgien und wollte auf dem Campingplatz, ein, zwei Nächte bleiben, um sich die beeindruckende Landschaft anzusehen. Sie mietet einen der recht komfortablen Trailer, der schon auf dem dunklen Cover einen etwas bedrückenden Eindruck hinterlässt. Es ist Samstagabend, Lisa will sich eigentlich nur mal auf dem Platz und im Gelände umsehen. Sie kommt nicht zurück. Die Ermittlungen kommen zu keinem Ergebnis und werden dann auch relativ bald eingestellt. Die naheliegende Erklärung scheint zu sein, dass Lisa im nahegelegenen Moor umgekommen sein muss.

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Klaus-Peter Wolf: Ein mörderisches Paar: Der Sturz

Sage und schreibe 19 Ostfriesenkrimis gibt es bereits (neben einem guten Dutzend Ablegern) und nun auch den dritten Teil der Sommerfeldt-Reihe – mit den bekannten Figuren, Schauplätzen und Handlungsmustern.

Dem Gentleman-Mörder und Leiter einer Klinik für plastische und ästhetische Chirurgie, Dr. Bernhard Sommerfeldt, wollen alle an den Kragen. 10 Millionen sind auf seinen Kopf ausgesetzt, was verständlicherweise die Crème der Auftragskiller auf den Plan ruft. Einzig das Trio Ann-Kathrin Klaasen, Frank Weller und der notorische Rupert, die Kriminalpolizei also, ist auf seiner Seite, schließlich killt er ›die Richtigen‹ und versorgt die ostfriesischen Ausnahmeermittler mit den Tipps, die ihnen Erfolge garantieren. Meistens jedenfalls.

Sommerfeldt und seine Frau Frauke sind also auf der Flucht und, wie man sie halt kennt, sind sie dabei durchaus guter Dinge und immer für eine Überraschung gut. Wird es die beiden erwischen? Werden sie entkommen? Glückliche Mörder-Rentner werden?

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Maxime Girardeau: Letztes Kapitel: Mord

Inhalt

Der berühmte Autor Max Guerarida hat seit der Trennung von seiner Ehefrau eine Schreibblockade. Sein Vertrag für das nächste Buch ist jedoch schon abgeschlossen. Das Manuskript muss so schnell wie möglich geschrieben werden. Ein Freund erzählt Max begeistert von der generativen Künstlichen Intelligenz ChatGPT. Max wird neugierig und testet ChatGPT selbst. Er nennt „seine“ KI Loïe. Sie soll seine künstlerische Muse beim Schreiben sein und selbst als Protagonistin im Buch auftauchen. Jedoch wird Loïe für Max immer weniger nur eine KI … Der Hauptprotagonist für Max neues Buch steht recht schnell fest: Der Nachbar aus der gegenüberliegenden Wohnung soll als Inspirationsquelle dienen. Mit Loïes Stimme im Ohr beschattet Max ihn. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität immer mehr – bis die Polizei in Max Wohnung eine übel zugerichtete Leiche findet.

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Vera Buck: Der dunkle Sommer

Die siebzehnjährige Franka ist nachdenklich geworden. Sie versteht das Verhalten ihrer Eltern und das der Dorfbewohner immer weniger. Warum schweigen sich alle Männer über ihre Arbeit aus? Und warum schauen die Frauen lieber in den Kochtopf als aus dem Fenster? In dem sardischen Bergdorf Botigalli kennt jeder jeden. Und jeder weiß alles über den anderen. In dieser Tradition soll auch Franka ihren Platz in der Dorfgemeinschaft einnehmen. Doch wie kann sie an einem Ort glücklich sein, wo so viel Unrecht geschieht? Franka begehrt auf. Dass sie damit den Groll der Dorfbewohner gegen sich schürt, wird ihr erst bewusst, als alles zu spät ist.

Vierzig Jahre später reist Tilda nach Sardinien. Während die Maklerin ihr das Potenzial von Botigalli präsentiert, sieht sie einen unbewohnten Ort, der dem Verfall ausgesetzt ist. Für die Förderung der lokalen Wirtschaft habe die Gemeinde beschlossen, die Häuser für jeweils einen Euro zu verkaufen. Und wer sein Haus sanieren möchte, könne die Handwerker aus der Umgebung beauftragen. Am Ende, so der Plan, hätten alle etwas davon.

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Matthew Reilly: Mister Einsteins Sekretärin

Unsere Hauptfigur, Hanna Fischer, wird Anfang des 20. Jahrhunderts als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines deutschen Vaters in Berlin geboren. Sie ist eine neugierige junge Frau, deren größter Wunsch es ist, Physik zu studieren – wie ihre Mutter und ihr Nachbar, der große Albert Einstein.

Als die Nazis ihren Vater auf dem Balkon des Hauses erhängen und ihre Heimat in Flammen aufgeht, sind alle Pläne obsolet. Hanna flieht – von Albert Einstein aufs Schiff gebracht – nach Amerika.

Hier ist sie gezwungen, ihren Traum vom Physikstudium aufzugeben und sich stattdessen an einer renommierten Schule für Sekretärinnen einzuschreiben. Bald schon kommt sie so in die Nähe einiger der interessantesten Menschen der Stadt. Wirtschaftsmagnaten, Prominente, Gangster und ein Agent des Finanzministeriums nutzen ihre Dienste, während sie sich darum bemüht, einen Weg nach Hause zu finden. Doch ist das Deutschland, in das sie zurückkehrt, überhaupt noch ihre Heimat?

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Vincent Kliesch, Sebastian Fitzek: Auris: Puls der Angst

Mit diesem sechsten Band um das ungleiche, aber sehr erfolgreiche Ermittlerduo Jula Ansorge, True-Crime Podcasterin und Prof. Matthias Hegel, Arzt, Psychologe, forensischer Phonetiker mit dem absoluten Gehör, ist die Geschichte dann wohl auserzählt. Dieser letzte Fall ist sehr persönlich. Jula und ihre Familie, aber auch Matthias Hegel stehen mitten im Geschehen. Für Jula bricht eine Welt zusammen, als plötzlich ihre dement-geglaubte Mutter sehr gesund am Krankenbett von Benno auftaucht, der in der Nacht zuvor äußerst brutal niedergeschlagen worden war und jetzt in der Klinik ums Überleben kämpft. Jutta so gesund zu sehen, nachdem sie seit längerer Zeit wegen ihrer vermeintlichen Demenz im Heim untergekommen war, ist für Jula ein Schock. Doch damit nicht genug, muss sie jetzt auch erfahren, dass Benno gar nicht ihr leiblicher Vater ist. Klar, dass Jula da ein paar unangenehme Fragen stellt und quasi als Antwort noch ein paar schwer verdauliche mehr Wahrheiten verarbeiten muss. Jutta, die gar nicht wirklich Jutta heißt, gesteht ihrer Tochter, dass sie in ihrer Jugend ein paar richtig schlimme Dinge getan hat, weshalb sie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden war und den falschen Namen angenommen hat. Jetzt ist anscheinend die Zeit der Rache gekommen.

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Hannah Deitch: Killer Potential

Wilde Flucht zweier mordverdächtiger Frauen quer durch die USA – Roman voller Tempo und Action, aber anders als erwartet

Laut Klappentext muss in diesem Roman eine junge Frau, die des Doppelmordes verdächtigt wird, den wahren Täter finden, um ihre Unschuld zu beweisen. Also erwartet man eine Story im Stil eines Krimis, eine Verdächtige bei der Recherche, Tätersuche und Aufklärung des Verbrechens.

Doch weit gefehlt, diese Geschichte entwickelt sich ganz anders. Es beginnt damit, dass die junge Evie, Nachhilfelehrerin im Haus der Familie Victor, eines Tages die Eltern ihrer Schülerin Serena ermordet auffindet. Bevor Evie die Polizei benachrichtigen kann, findet sie im Haus eine verwahrloste, abgemagerte Frau. Gerade als sie diese aus ihrem Versteck befreit, taucht Serena auf. In Panik schlägt Evie sie nieder, denkt, sie hätte sie ermordet und flieht, zusammen mit der Fremden.

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Uwe Ittensohn: Winzerkrieg

Unterhaltsamer Lesestoff, sollte man Ideen für eine spontane Flucht sammeln. Interessant aber auch für alle, die noch etwas über die Herstellung ihres fruchtigen Lieblingsgetränks lernen möchten oder als kurzweilige Lektüre für entspannte Urlaubstage.

Stadtführer André Sartorius findet am Speyerer Rheinufer eine schrecklich entstellte Leiche. Die Tatwaffe fehlt. Eine mysteriöse Abschiedsbotschaft auf Facebook und zwei voneinander unabhängige Geständnisse bereiten den Ermittlungsbehörden reichlich Kopfzerbrechen und lassen bald die Nerven aller Beteiligter blank liegen.

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