Colleen Hoover: Woman Down

Colleen Hoover erzählt in Woman Down die Geschichte von Petra Rose, die in eine Schreibkrise geraten ist, nachdem eines ihrer Bücher verfilmt wurde und einen massiven Shitstorm ausgelöst hat. Sie hat miterlebt, wie sich ihre Fans plötzlich gegen sie stellen. Nur mithilfe ihrer Kollegin Nora findet sie nach einem Jahr allmählich zurück in die Normalität und wagt sich sogar wieder ans Schreiben.

Hierfür mietet sie eine abgelegene Hütte am See. Der Schreibfluss will sich nicht recht einstellen – bis Detective Nathaniel vor ihrer Hütte auftaucht und von einem schrecklichen Ereignis berichtet, das sich in der Nähe zugetragen hat. Er ist das Ebenbild des Cops in ihrem Roman und beflügelt damit ihre Kreativität. Nie hat sie sich lebendiger gefühlt als in den Momenten, in denen er sie berührt, und er willigt ein, ihr bei der Recherche für ihr Buch zu helfen. Doch indem sie sich auf ihn einlässt, setzt sie so einiges aufs Spiel und bedroht erneut ihre Existenz …

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Iliana Xander: Love, Mom: Kennst du ihr Geheimnis?

Studentin Mackenzie Casper hat stets im Schatten ihrer berühmten Mutter Elizabeth gelebt, einer der bekanntesten Thriller-Autorinnen der Welt. Doch jetStudentin Mackenzie Casper hat stets im Schatten ihrer berühmten Mutter Elizabeth gelebt, einer der bekanntesten Thriller-Autorinnen der Welt. Doch jetzt ist Elizabeth tot. Mackenzie ist nicht die Einzige, die Zweifel daran hat, dass es ein tragischer Unfall war. Auf der Trauerfeier erhält sie einen mysteriösen Brief mit Seiten aus dem Tagebuch ihrer Mutter. Weitere Briefe folgen. Hatte ihre Mom Geheimnisse, die sie das Leben kosteten? Um das herauszufinden, muss Mackenzie selbst Nachforschungen anstellen. Dabei darf sie niemandem trauen – vor allem nicht ihrer Familie.

Der Plot war gut, der Spannungsbogen nahm dann aber ein bisschen ab.

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Karen Sander: Die Tiefe: Verblendet

Kaum hat man Verblendet, den zweiten Teil der Trilogie Die Tiefe, gelesen, will man unbedingt in dem dritten Teil weiterlesen: Tom und Mascha sehen sieben Todesfälle in ihrer Ermittlungsarbeit, die scheinbar zusammenhängen und gleichzeitig unterschiedliche Gewaltanwendung aufzeigen. Inzwischen wächst das Team mit neuen Kollegen an, um an verschiedenen Orten gleichzeitig zu ermitteln. Mascha vermutet, die Gemeinsamkeit könnte mit dem Ort Schwerin zusammenhängen, doch Indizien und Zeugenaussagen sorgen für immer mehr Durcheinander.

Dies wird besonders deutlich an der Vernehmung eines älteren Ehepaares, das zu später Stunde zufällig jemanden beim Betreten der Praxis der getöteten Gynäkologin beobachtet haben will. Die Aussagen könnten kaum unterschiedlicher sein: Mann oder Frau, mit Jacke oder in Sommerkleidung, die unklare Farbe und Marke des Fahrzeugs und Angaben über das Kennzeichen. Die beiden streiten sich immer mehr. Jeder von den beiden will es besser wissen und gesehen haben, bis sie sich in einem Punkt plötzlich einig sind: An der Heckscheibe gab es einen Aufkleber „Baby an Bord“.

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Peter Klisa: Im Schatten der Ruinen

Das Jahr 1945 markierte für Deutschland nicht nur das Ende eines veDas Jahr 1945 markierte für Deutschland nicht nur das Ende eines verheerenden Krieges, sondern einen völligen zivilisatorischen Zusammenbruch. Die einst pulsierenden Metropolen glichen apokalyptischen Mondlandschaften; allein in Berlin türmten sich Abermillionen Kubikmeter Schutt. In diesen Trümmerwüsten vegetierten die Überlebenden – desillusioniert, gezeichnet und unter ständiger Lebensgefahr, da beschädigte Gebäudereste jederzeit einzustürzen drohten. Die gesellschaftliche Ordnung lag sprichwörtlich in Schutt und Asche. Familien waren zerrissen, und der Alltag wurde bestimmt vom quälenden Warten auf ein Lebenszeichen der Väter, Söhne und Ehemänner. Oft brachte erst eine knappe Meldung des Deutschen Roten Kreuzes die bittere Gewissheit. Und wer tatsächlich aus der Gefangenschaft oder von den Fronten zurückkehrte, fand oft nichts weiter vor als die zertrümmerten Reste seiner früheren Existenz.

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Kathy Reichs: Die Spur der Angst

Zunächst sind es nur Tierkadaver, die sadistisch verstümmelt und öffentlich „ausgestellt“ werden; die Tiere werden größer, die Verstümmelungen und Inszenierungen immer schockierender. Den Ermittlern ist klar: Bald könnte der Täter Menschen opfern. Und so kommt es dann auch.

Zusammen mit Erskine »Skinny« Slidell versucht die forensische Anthropologin Temperance Brennan, den Täter zu finden, bevor ihm (oder ihr?) noch mehr Menschen zum Opfer fallen. Soweit zum Fall.

Die Spur der Angst ist der mittlerweile 24. Band in Kathy Reichs’ Temperance-Brennan-Reihe, und um es gleich zu sagen, allen Lobeshymnen zum Trotz: Er ist einer der schwächsten.

Auch wenn das Buch als Thriller beworben wird – von Nervenkitzel keine Spur. Stattdessen dehnt sich der Plot wie Kaugummi. Nichts Überraschendes geschieht, sondern allein das, was bereits im Klappentext angekündigt wird. Siehe oben.

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Sarah Bestgen: Safe Space

Sadisten, Psychopathen, Serienmörder – die forensische Psychologin Anna Salomon weiß um die dunklen Abgründe der menschlichen Natur. Sie gilt als Ausnahmetalent in der Behandlung von Straftätern und ist bekannt dafür, die undurchdringlichsten Fassaden zu durchschauen. Doch niemand ahnt, was sich hinter ihrer eigenen verbirgt. Denn ausgerechnet in den Mauern eines Hochsicherheitsgefängnisses jagt Anna ihrer ganz persönlichen Heilung hinterher. Auf der Suche nach der Wahrheit ist sie bereit, alles zu riskieren. Nur: Sie ist nicht die Einzige, die ein gefährliches Spiel spielt. Jemand spielt mit – der Einsatz ist Annas Leben.

Wer durchgehende Spannung und viele Wendungen liebt, der ist bei diesem Buch richtig. Von Seite eins an war ich direkt in der Geschichte und konnte das Buch nur noch schwer zur Seite legen, als ich begonnen hatte.

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Hans Rosenfeldt: Die Farm der Mädchen

Die Geschäftsmodelle in der Welt des Verbrechens sind bekanntlich vielfältig. Aus allem und jedem wird Geld gemacht. Wenn Hans Rosenfeldt, der schwedische Autor von Thrillern und Drehbüchern, seinem aktuellen Buch den Titel Skördebarn (übersetzt: Erntekinder) gibt, dürfte eines klar sein: Bei der „Farm der Mädchen“ geht es nicht um einen normalen Agrarbetrieb, der die Früchte seiner Felder verkauft.

Im Zentrum der Geschichte steht die Ware „Leibesfrucht“ – und alles steht und fällt mit dem erfolgreichen Gebären eines Kindes. Dieses Geschäft gerät ins Wanken, als zwei Hochschwangere aus einem einsam gelegenen Gutshof fliehen und im Wald verschwinden.

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Axel Petermann: Die Psyche des Bösen

Starkes True Crime, brillante Fallanalysen – aber psychologisch unterkomplex

Das Buch verspricht Psychologie – liefert aber primär Kriminalistik.

„Denn das Böse ist nicht weit weg […]. Wer es verstehen will, muss den Mut haben, den Schlüssel in die Hand zu nehmen. Und wer ihn umdreht, der hört vielleicht das leise Klicken des Schlosses – das Geräusch einer Tür, die sich öffnet, in eine Welt, die uns mehr über uns selbst verrät, als uns lieb ist.“ (S. 12)

Die Psyche des Bösen – Im Kopf der Mörder ist für mich ein echter Page-Turner: abgründig, hochspannend und stilistisch präzise erzählt. Ich habe das Buch nicht einfach gelesen – es hat mich hineingezogen. Nicht aus Sensationslust, sondern aus dem Wunsch zu verstehen. Und aus dem Gefühl heraus, dass diese Geschichten uns wachsamer machen müssen. Anderen gegenüber. Und uns selbst.

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Marisa Kashino: Tödliches Angebot

Der Wunsch nach einem eigenen Haus, in dem das so sehr ersehnte, noch nicht geborene Kind aufwachsen soll, wird für Margo übermächtig. Während Jan, ihr Mann, alles deutlich entspannter sieht, entwickelt sich Margos Sehnsucht nach dem Traumhaus zur Obsession. Ihre biologische Uhr tickt, und bislang sind alle Versuche, schwanger zu werden, gescheitert. Ihre Gynäkologin meint, sie setze sich zu sehr unter Druck. Margo denkt darüber nach, Eizellen einfrieren zu lassen – für alle Fälle. Gleichzeitig ist sie fast sicher, dass es mit dem Schwangerwerden klappen wird, sobald sie ihr neues Heim gefunden haben und aus der beengten Wohnung ausziehen können.

Die Erfüllung dieses Wunsches scheint greifbar nah, als Ginny, ihre Maklerin, anruft und von einem Haus in bester Wohnlage erzählt. Es wird noch nicht offiziell angeboten, doch Ginny weiß sicher, dass es verkauft werden soll, weil die Besitzer Washington aus beruflichen Gründen verlassen und nach London ziehen wollen. Das habe ihre Schwägerin berichtet, die mit einem der beiden Eigentümer im selben Fitnessstudio trainiert. Dieser Anruf verändert für Margo alles. Diesmal muss es gelingen.

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Jens Lapidus: Mr. One

Der Traum vom schnellen Geld verspricht Macht und grenzenlose Unabhängigkeit. Doch die Schattenwelt der Metropolen ist ein Mahlstrom, in dem Respekt nur durch Gewalt erkauft wird. Die Desperados an der Spitze von Kartellen und Clans mögen kurzzeitig unantastbar erscheinen, doch die Uhr tickt unerbittlich. Am Ende wartet oft die Justiz – oder ein noch härteres Gericht. Denn wer an der Spitze steht, besitzt nicht nur Reichtum, sondern zieht auch unzählige Feinde an: loyale Konkurrenten, Verräter, die als „Ratten“ die Struktur aushöhlen, und rivalisierende Organisationen, die jede Schwäche als Einladung zum Angriff begreifen. Der Preis für den Thron ist ewige Paranoia.

Doch was, wenn das Gewissen erwacht? Was, wenn der Boss aussteigen will, weil die Verantwortung für sich und andere das Gangsterleben überwiegt? Der Wunsch nach Legalität wird zum ultimativen Himmelfahrtskommando, denn die Gefahr, liquidiert zu werden und alles Verlorene endgültig zu begraben, ist allgegenwärtig. Der Ausstieg ist der seltenste Traum der Unterwelt.

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