Der Roman um die „Blitzlicht-Frauen“ beruht auf einer wahren Begebenheit und ist von daher umso interessanter. Zwei der 1978 am Prozess der „Heinze-Frauen“ Beteiligten haben der Autorin die Geschichte ihres zähen und kräftezehrenden Kampfes um „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ erzählt und sie so zu der Geschichte um die Fotolaborantin Henni und ihre Kolleginnen inspiriert.
Alles beginnt damit, dass Henni den Lohnzettel eines Kollegen findet, der dem wohl aus der Tasche gerutscht sein muss. Sie bemerkt, dass die Männer im Betrieb offenbar ein gutes Stück besser bezahlt werden als die Frauen, und sie redet mit ihren Freundinnen aus ihrer Schicht darüber. Sie gehen damit zum Betriebsrat, der sie in ihrem Anliegen nach gleicher Bezahlung auch unterstützt. Ein Gespräch mit der Geschäftsleitung verläuft allerdings sehr unerfreulich, die Frauen werden abgespeist mit Bemerkungen, dass Männer eben schwerere Arbeit machten, in Nachtschichten arbeiten würden (was Frauen 1978 gar nicht gestattet war), etc. Doch die Frauen geben sich damit nicht zufrieden. Sie kämpfen weiter, oft gegen Widerstand in der eigenen Familie. Viele Männer finden es überhaupt nicht in Ordnung, dass ihre Frauen plötzlich aufmucken.
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