Anna Benning: To Love A God: Götterlicht 02

Colden hat seine Erinnerungen an die letzten 200 Jahre verloren – und damit auch jede Erinnerung an Aurora. Dass er sich nicht mehr an ihre Liebe erinnert, ist jedoch ihr geringstes Problem, als ein neuer Gott aus der alten Welt auftaucht, der sich als Cassian, Coldens älterer Bruder, erweist – der Gott, der vor tausenden von Jahren den Krieg anzettelte, der die Welt der Götter zerstört hat.

Auf seinen Rat hin, fordert Colden – durch den Gedächtnisverlust kalt und rachsüchtig geworden – den Herrschergott zu einem Wettkampf heraus, um seinen rechtmäßigen Platz einzunehmen. Doch jeder verfolgt seine eigenen Ziele und Aurora ist als mächtigste Waffe ein Spielstein zwischen undurchschaubaren Mächten …

„To Love A God“ ist der zweite Band der Reihe nach „To Tempt A God” und um Längen besser als Band 1! Wer den Einstieg entgegen aller Schwierigkeiten bewältigt hat, wird nun mit einer rasanteren Handlung belohnt; mit Charakteren, die durch den Verlust ihrer Erinnerung um einiges interessanter werden, und mit einer Geschichte, die so zwar nicht überragend innovativ oder irgendetwas dergleichen wäre, aber immerhin Spaß bringt und wirklich aufregend ist!

Der Schreibstil der Autorin hat kleine Makel, ab und zu ist man verwirrt über Perspektiven und Haltungen, die in Paradoxa ineinander übergehen (woher merkt man, dass einem die Knie nachgeben, wenn man bereits am Boden liegt?), aber das ist in Ordnung, es ist ein Jugendbuch, das Spaß bringen und nicht den nächsten Literaturnobelpreis gewinnen soll.

Während ich dem zweiten Band mit gemischten Gefühlen entgegengesehen habe, bin ich nun jedenfalls sehr gespannt auf das Finale! Meine Hoffnungen, dass der sympathische Böse gewinnt, werden wohl leider enttäuscht werden, es ist nicht diese Art Buch, aber nichtsdestotrotz bin ich bereit für das letzte Abenteuer von Colden und Aurora!

Anna Benning: To Love A God: Götterlicht 02
Fischer Sauerländer, Dezember 2025
512 Seiten, gebundene Ausgabe, 21,90€

Diese Rezension wurde verfasst von Isabella M. Banger.

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