Alice Kellen: The Map of Longing

Grace existiert aus einem Grund: Sie sollte das Leben ihrer krebskranken Schwester retten. Nach deren Tod weiß sie nicht mehr, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, hat mit Selbstzweifeln zu kämpfen und sieht keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Bis sie eines Tages ein Spiel mit Aufgaben erhält, dass sich ihre Schwester vor dem Tod ausdachte. Den Anweisungen folgend sucht Grace nun nach einem Fremden namens Will, dieser ist geheimnisvoll und dennoch spürt sie eine tiefe Verbundenheit mit ihm. Gemeinsam folgen sie nun der Karte und begeben sich auf eine Reise voller Schmerz, neuen Möglichkeiten und vergessenen Träumen …

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Cecy Robson: Bloodguard

Maeve ist als Prinzessin von Arrow die rechtmäßige Thronfolgerin, seit ihr Vater ihre Großmutter ermordet hat. Sie darf ihre Herrschaft aber nur antreten, wenn sie bis zu ihrem 21. Lebensjahr mit einem Adeligen verheiratet ist und die Adeligen im heiratsfähigen Alter, die keine machtgeilen Tyrannen sind, kann man leider an den Fingern abzählen. Als der einzige, der zumindest dumm genug ist, ihr keinen Ärger zu machen, schließlich mit ihr verlobt ist, lässt er sich in der Arena von einem Gladiator provozieren und stirbt in der Konfrontation. Maeve ist deshalb denkbar angefressen, hat aber schnell einen neuen Plan: Ein Gladiator, der den dritten Bloodguard-Kampf überlebt, wird selbst zum Adel erhoben und der Mörder ihres Verlobten ist kurz davor. Sie lässt ihm keine Wahl und beschließt, dass er sie zu heiraten hat – immerhin schuldet er ihr einen Verlobten.

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Susanne Gregor: Halbe Leben

Zwei Frauen, die das Leben zusammenführt und die trotzdem nicht zusammenkommen

Klaras Mutter Irene hatte einen Schlaganfall und braucht Betreuung. Paulína kommt ins Haus, wird Teil der Familie, wird immer mehr vereinnahmt. Dafür lässt sie ihre eigene Familie, ihre Söhne, in der Slowakei zurück.

Immer für zwei Wochen kommt Paulína zu Klara und Jakob und ihrer Tochter Ada, um sich um Irene zu kümmern. Wenn sie dann für zwei Wochen zurückfährt in ihre Heimat, zu ihren Kindern, kommt Radek. Doch mit ihm werden Klara und Jakob nicht warm. Paulína hingegen übernimmt immer mehr Aufgaben, putzt, räumt auf, muss sich irgendwann um den neuen Hund kümmern.

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Aria Aber: Good Girl

Elektrisierend, kaleidoskopisch, poetisch-deep – aber auch langatmig & politisch

Wenn es nicht schon Raven Leilani gesagt hätte, wären meine ersten Worte zu diesem Roman wohl ähnlich ausgefallen: „Kaleidoskopisch … reich an Stil und Schönheit.“ Doch die 397 Seiten fühlten sich für mich mindestens 100 Seiten zu lang an – und teilweise leider auch zu politisch.

Aria Abers Debütroman „Good Girl“ erzählt die Geschichte der 19-jährigen Nila, Tochter afghanischer Flüchtlinge, und ihres Jahres in den Nachtclubs des hedonistischen Berlins der 2000er.

Eine vibrierende Story über Liebe, Familie und Herkunft, über die Techno-Szene, Drogen, Kafka und Lügen – darüber, wie man nächtelang durchmacht und die Fehler der Jugend in einer traditionellen Familie überlebt.

„[…] und ich wurde von dem Drang zerfressen, mein Leben zu ruinieren.“ (S. 9)

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Kyra Groh: Fake Dates and Fireworks

Becca und Nils haben sich vor zehn Jahren kennengelernt und schlafen seitdem in der Silvesternacht immer miteinander. Zum Jubiläum, lädt Becca Nils in ein Luxus-Chalet ein und will ihm da endlich ihre Liebe gestehen. Doch alles kommt anders, denn er reist mit seiner zuvor nie erwähnten Verlobten an und aus ihrer Not bittet Becca Raphael, der ebenfalls Urlaub hier macht, ihren Fake-Freund zu mimen. Eigentlich kann sie ihn nicht leiden, denn er ist ein verhasster Onkel eines Kita-Kindes oder ist er etwa doch ganz anders?

Schon von Anfang an fühlte ich mich wohl in der Geschichte, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es lässt sich gut und flüssig lesen und ehe man sich versah, hatte man es beendet. Die Konversationen zwischen den einzelnen Charakteren waren Goldwert, mit viel Humor und tollen Schlagabtauschen punktet die Autorin hier.

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Kurt Prödel: Klapper

Thomas hat die gesamten Sommerferien vor dem Computer verbracht. Ein typischer Nerd halt. Jetzt fängt die Schule wieder an und wieder werden ihn alle „Klapper“ nennen und er wird es nicht leicht haben. Da tritt Vivi in seine Klasse und in sein Leben. Sie ist groß, sie ist stark und sie lässt sich nichts gefallen. Deswegen wird sie „Bär“ genannt. Sie lässt auch nichts auf Klapper kommen, deswegen werden die beiden Freunde. Und vielleicht hätten sie eines Tages mehr werden können.

Kurt Prödel erzählt in „Klapper“ schwere Themen mit einer gewissen Leichtigkeit. Klappers Leben ist privilegiert, aber nicht problemlos. Nicht nur, dass er, der Nerd, als Mobbingopfer ganz oben auf der Liste steht, seine Mutter zeigt beginnende psychische Störungen und Klapper kann oder mag es einfach nicht glauben – genauso wenig wie sein Vater. Bei Bär beginnt er ganz langsam, aus seinem dunklen Zimmer herauszukriechen und sich wenigstens ihr ein bisschen zu öffnen. Dabei wiederum entgehen ihm aber ihre Probleme. Bärs Familie erscheint ihm groß, laut und unglaublich fröhlich. Das ist sie aber nur nach außen. Bär muss als älteste oft genug Elternpflichten übernehmen, weil die Eltern es einfach nicht tun und sie fühlt sich damit überfordert. Auch für sie ist die Freundschaft mit Klapper ein klein wenig Flucht aus dem Alltag.

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Erika Pluhar: Spät aber doch

Die Sängerin und Künstlerin Luisa trifft nach siebzig Jahren ihren Schwarm aus der Tanzschule wieder. Heinrich Schober ist immer noch ein attraktiver Mann, wenn auch geplagt von Herzproblemen. Er hat explizit nach Luisa gesucht, um Kontakt mit ihr aufzunehmen und zu klären, warum sie damals sang- und klanglos vor ihm davongelaufen ist. Beide waren doch verliebt ineinander. Als Heinrich aber eine erste gemeinsame Nacht arrangierte, flüchtete Luisa auf Nimmerwiedersehen. Ein Umstand, der Heinrich sein ganzes Leben lang begleitet. Er hat mehrere Kinder von verschiedenen Frauen, ist aber nie eine tragfähige Beziehung eingegangen. Jetzt, nach ihrem Wiedersehen, besucht er in regelmäßigen Abständen Luisa, die allein und unterstützt von einer Haushälterin ein prächtiges Haus bewohnt. Sie reden viel miteinander, rollen die alten Zeiten auf, analysieren, was damals passiert ist, plaudern über gegenwärtige Zustände und politische Ereignisse und immer wieder über das Altern. Letztendlich stellen sie „spät aber doch“ fest, dass sie einander lieben.

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Maud Woolf: Die 13 Tode der Lulabelle Rock

Wir himmeln sie an – die Celeberties, Schauspieler und Showgrößen. Überall stoßen wir auf ihr Konterfei, folgen ihnen Scharen von Bewunderern und Paparazzi.

Für die Stars selbst ist das nervig und stressig. Da kommt es gut, dass eine findige Firma Klons herstellt, die die lästigsten Aufgaben für einen übernehmen können. Foto-Shooting in der glühenden Wüste – ein Porträt darf schwitzen, Auftritt im ewigen Eis – ein Klon darf sich die Zehen und Finger abfrieren.

Lulabelle Rock hat hart an ihrem Image gearbeitet. Sie ist den schweren Weg zu Ruhm und Reichtum gegangen, jetzt ist sie am Zenit angekommen, hat aus sich eine Marke gemacht. Auf ihrem Weg hat sie die Hilfe von diversen Porträts in Anspruch genommen – genauer gesagt, rennen da ein ganzes Dutzend Lulabelles herum. Zu viel, wie die Diva entschieden hat, die müssen und dies schleunigst, ausgedünnt werden.

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Katharina von der Lane: Haribo: So schmeckt das Glück

Bon 1920: Der gelernte Bonbonkocher Hans Riegel liebt die Welt der Süßwaren und träumt davon, sein eigenes Unternehmen zu führen. Gertrude glaubt an diesen Traum und unterstützt ihn dabei, weshalb sie nach der Hochzeit in der heimischen Küche zum Experimentieren beginnen und erste Süßigkeiten dort herstellen. Das Geschäft ist hart, sie werden belächelt und doch sind sie überzeugt, dass aus dem kleinen Anfang etwas ganz Großes entstehen kann …

Geschichten von großen Familien-Dynastien beginnen mich immer mehr zu interessieren, und da ich das Autorenduo, Christiane Omasreiter und Kathrin Schenk – sie schreiben hier unter einem Pseudonym – bereits aus den Südtirolkrimis kenne, wusste ich, dass ich auch dieses Buch lesen muss und es hat mich nicht enttäuscht. Ich war fasziniert von dem Werdegang von Hans, aber auch von dem steinigen Weg, den er bestreiten musste.

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Kristen Perrin: Das Mörderarchiv 02: Der Tod, der am Dienstag kommt

Fortsetzung eines Erfolgsromans, wendungsreich, temperamentvoll, unterhaltsam

Gleich vorab: Wer den wirklich gelungenen ersten Band um das Archiv von Tante Frances nicht gelesen hat, wird es schwer haben mit dem Nachfolgeband. Vieles wird vorausgesetzt, insbesondere die familiären Zusammenhänge und sonstigen Beziehungen zwischen den Figuren, sodass man sich – selbst mit Kenntnis des Vorgängerbands –immer wieder kaum zurechtfindet.

Davon abgesehen ist der neue Roman der Bestsellerautorin aus England ein sehr verwickelter Krimi, in dem es sowohl um einen aktuellen wie auch um einen viele Jahrzehnte zurückliegenden Mordfall geht. Und selbstverständlich ist Ich-Erzählerin Annie, die von oben erwähnter Tante Frances das Vermögen sowie Haus und weitläufigen Grundbesitz geerbt hat, wieder mittendrin in den Verwicklungen.

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