Sie sind wer, die Fletchers von Long Island. Schon seit Carls Vater die Judenverfolgung der Nazis gerade so überlebte und mit nichts weiter als einer chemischen Formel und einer Idee nach Amerika kam. Seine Fabrik für Styropor-Verpackungen kam genau zur richtigen Zeit und bereits Carl war reich, als sein Vater starb, während er selbst gerade auf der Uni war. 1980 wird Carl gekidnappt und erst gegen ein großes Lösegeld wieder freigelassen. Die beiden Täter werden gefasst und sterben nach wenigen Jahren im Gefängnis. Problem gelöst, so scheint es.
Das ist der Ausgangspunkt dieser großartigen Erzählung um die jüdisch-amerikanische Familie Fletcher und ihre ganz eigene Geschichte. Taffy Brodesser-Akner hat sehr lange Kapitel gewählt und jedes davon widmet sich mehr oder weniger einem Familienmitglied. Da sind Carls drei Kinder Nathan, Beamer und Jenny, die beiden Jungen noch Kleinkinder bei der Entführung, das Mädchen gerade erst gezeugt. Und trotzdem überschattet das Ereignis ihr Leben und obwohl sie unter besten Bedingungen aufwachen – oder gerade deswegen – hat jeder von ihnen seine eigenen Dämonen zu bekämpfen.
Weiterlesen








