„Die Erwachsenen behaupteten, es gut zu meinen, doch die Leidtragenden sahen das anders. Es wurde als Strafe empfunden, und das war es wohl auch; als sei das, was Mikael und Kilian widerfahren war, in gewisser Weise ihrer aller Schuld. Sander fühlte sich zu Unrecht verknüpft mit Tod und Gewalt, obwohl seine Gedanken um kaum etwas anderes kreisten.“ (S. 201)

Für Sander ist deshalb eine Welt zusammengebrochen. Ohne Vorwarnung ist sein bester Freund bei einem Unfall gestorben. Aber das Schlimmste für ihn ist die allgemeine Vorverurteilung, Kilian habe nach der Party Mikael erschlagen. Sander kann und will nicht daran glauben. Dieser unerschütterliche Glaube hält ihn in seiner dörflichen Heimat fest, die er schon als Kind verlassen wollte. Der Traum seines Jurastudiums in Stockholm ist geplatzt.
Zwanzig Jahre glaubt er an Kilians Unschuld, bis ein neuer Kommissar alles neu bewertet. Routinierte Lügen, die Verdrängung von traumatischen Erlebnissen und vieles mehr bilden den Nährboden für weitere Todesfälle. Weiterlesen








