Nick Martell: Das Königreich der Lügen

Willkommen in Kessel, einem Stadtstaat, einem Königreich, dem Heim vieler Menschen. Dass hier die Ungerechtigkeit Blüten treibt, dass der Adel in Saus und Braus lebt, dass intrigiert und manipuliert, gelogen und verraten wird, wissen alle.

Einst, bei Gründung des Königreiches, hat man ganz bewusst neben dem Herrscher einen Königmann gestellt. Eine Person, die den Arbeitern, Händlern und denen, denen es nicht so gut geht, ein Sprachrohr sein sollte, aber auch ein Freund und Leibwächter des Herrschenden.

Früher war mein Vater eben jener Königmann, bis er den Kronprinzen erschoss. Gestatten, dass ich mich vorstelle? Mikael Königmann der Name, seit der Tat meines Vaters als Verräter gebrandmarkt, gemieden und geschnitten. Dass ich weiß, dass mein Vater unschuldig war, hilft nicht viel, hat er doch vor Gericht auf schuldig plädiert. Seitdem versuchen meine Geschwister und ich nur eines – nicht aufzufallen, zu überleben. Gar nicht einfach in einer belagerten Stadt, die von Rebellen mit Terror überzogen wird.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Anthony Ryan: Der Paria: Der stählerne Bund 01

Alle geborene Mörder sind Gesetzlose, aber nicht jeder Gesetzlose ist ein geborener Mörder (S.610)

Darf ich mich vorstellen – Alwyn Scribe der Name – ich hatte ein, nun, nennen wir es einmal ein doch recht interessantes Leben, von dem ich Euch berichtigen will.

Geboren als Bastardsohn eines Adeligen, der seinen Saft nicht bei sich halten konnte, wuchs ich in einer Burg auf. Nun kommen sie mir aber nur nicht mit seidenen Laken oder höfischer Erziehung. Ich durfte Monatelang den Eber über dem Feuer drehen, bis mein Rücken fast so durch war, wie das Borstenvieh. Später kam ich als Junge für alles ins Hurenhaus, bevor ich im Wald ausgesetzt wurde. Dort fand mich der König der Räuber, wie er selbst sich nannte und ich schloss ich mich den Banditen Deckin Gerthes an.

Ein paar Jahre lang war mein Lebensunterhalt als Gesetzloser mit Überfällen und ja, auch Morden gesichert. Dann wurden wir verraten, ich gefangen genommen, als Häftlings-Sklave in einen unterirdischen Steinbruch verschleppt, aus dem mir, nachdem mich eine Priesterin im Schreiben, Lesen, Planen und Denken unterwiesen hat, die Flucht gelang.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Richard Swan: Im Namen des Wolfes: Die Chroniken von Sova 01

Helena ist eine Kanalratte aus den Straßen Muldas. Nach dem Tod ihrer Mutter – den Vater hat sie nie gekannt – lebte sie vom Diebstahl und vom Betteln. Dann kam Junker Konrad Vonvalt, gefürchtetes Mitglied des unbestechlichen Ordens der Richter, vor dessen Auge alle gleich sind und der den Kaiser selbst vertritt, und nahm sie zu sich. Er bildete sie als seine Schreiberin aus – drei Sprachen spricht sie inzwischen, trägt feine Kleider und selbst Adelige, Männer von Rang und Herkunft erschrecken, wenn sie der Beamtin der Krone begegnen.

Seit nunmehr zwei Jahren sind sie, begleitet von einem versierten Kämpfer, unterwegs im Reich, um Recht zu sprechen. Dass sich ihnen einige Zeit ein verbohrter Kleriker angeschlossen hat, erweist sich im Nachhinein als Krux.

Während sie noch in einer abgelegenen Stadt den Mord an der Ehefrau eines einflussreichen Händlers untersuchen, mehren sich im Reich die Zeichen dafür, dass die Macht neu verteilt wird.

Der Richterorden, der bislang alleine das Wissen um die Magie hütete, wurde verraten. Templerorden und Kleriker schließen mit machtgierigen Adeligen eine unheilvolle Allianz. Ihr Ziel – die Entmachtung der Richter, die Übernahme der Macht und die Errichtung einer klerikalen Herrschaftsordnung.

Zwischen ihnen und dem Erreichen ihres Ziels stehen nur Richter Konrad und seine Begleiter …

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Joe R. Lansdale: Moon Lake

Daniel Russel kommt aus zerrütteten Familienverhältnissen. Die Mutter hat seinen Vater und ihn Hals über Kopf verlassen, sein Dad, ein ehemaliger Bibliothekar, ist bis über beide Ohren verschuldet.

Eines Abends, der Strom ist bereits abgestellt, nimmt er seinen Sohn, packt einen Koffer voll und verlässt das gepfändete Haus. Es geht zurück dahin, wo er einst die Liebe seines Lebens kennengelernt hat, wo er eine Zukunft hatte, wo er glücklich war – nach Long Lincoln.

Dass der Ort schon einige Zeit nicht mehr existiert, dass er tief unter dem Wasserspiegel des gestauten Sees liegt – was solls. Er rast über die Brücke direkt hinein in das kalte Wasser – Daniel wird von einer gleichaltrigen Schwarzen, die mit ihrem Vater am See angeln war, aus dem sinkenden Auto gezogen.

Zahn Jahre später kehrt Daniel, inzwischen Buchautor und Journalist, nach New Long Lincoln zurück. Der Sommer ist dermaßen heiß, dass der Moon Lake ausgetrocknet ist, Chief Dudley den so lange vergeblich gesuchten Wagen von Davids Vater endlich herausziehen konnte.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Olivia Atwater: True Crown: Die Lady und der Lord Magier

Theodore Ettings ist so ganz anders, als man sich eine englische Adelige vorstellt. Ja, natürlich ist sie aus gutem Hause, weiß sich zu benehmen, doch sie ist – anders. Seitdem ein Elf ihr im Kindesalter die halbe Seele gestohlen hat, kennt sie weder Angst noch Scham, aber auch Freude.

Zusammen mit ihrer Cousine reist sie als Debutantin nach London. Es gilt, natürlich vornehmlich für eben jene Cousine, einen Ehemann in der fast abgelaufenen Ballsaison zu finden – und sollte ein Mann für Dora abfallen, wäre das die Kerze auf dem Kuchen.

Kaum in London angekommen, macht Dora, die von den adeligen Matronen geschnitten, ja gemieden wird, die Bekanntschaft des Hofzauberers. Ein Mann, der bei all seinen Verdiensten, eines nicht ist – ein angepasster, in den besseren Kreisen etablierter Gentleman.

Zusammen kommen sie einer Seuche auf die Spur – Kinder aus den Armenhäusern schlafen ein und wachen nie wieder auf. Die Spur führt ins Reich der Fearies zu einem Elfen, den Dora nur zu gut kennt …

Regency Romance, so nennt man die Spielart, die uns Olivia Atwater hier kredenzt.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Stefanie Lasthaus: Frau Holles Labyrinth

Mary, unsere Erzählerin, hat eine magische Begabung. Sie kann Schlösser öffnen – ganz ohne Schlüssel oder Dietrich, rein mit der Kraft ihres Talents. Nun ist es in der Welt, in der die junge Frau lebt, nichts wirklich Besonders, über ein magisches Talent zu verfügen. Ihre Tante hat einen grünen Daumen, ihre jüngere Schwester die Gabe, ihr Gegenüber zu bezirzen.

Nachdem sie ihre Gabe aber just, sie ist mal wieder, aber auch so etwas von pleite, in Diensten einer zwielichtigen Kneipenbekanntschaft und damit höchst illegal eingesetzt hat, flieht sie vor der Polizei und ihrem Chef nach Hause. Nur, dass es seit dem Tod ihrer Mutter kein wirkliches Zuhause mehr für sie ist.

Ihre Tante lehnt sie von ganzem Herzen ab, ihre Schwester will eigentlich auch nichts von ihr wissen. Dass das einzige Erinnerungsstück, dass die beiden Kinder an ihre Mutter haben, eine Halskette mit Anhänger, dann in den Brunnen im Garten fallen lässt, ist Karma.

Mary klettert in den Brunnen – und findet sich in einem unterirdischen Labyrinth wieder, in dem die Sonne nicht scheint, in dem die Menschen von den kargen Erträgen des Landes und ohne Strom und Handy mehr vor sich hinvegetieren. Schließlich gibt es da auch noch die Fresser – der Name ist Programm, fallen die Wesen doch gerne Menschen an und knabbern an deren Gliedmaßen.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Max Gladstone: Fünf Faden tief

Willkommen auf der Insel Kavekana – einst der Hort eigener Götter, nach den Götterkriegen, wie so viele der Landstriche und Länder der Welt, von eben jenen mittlerweile toten Göttern verlassen. Doch die Bewohner des Inselatolls haben aus der Not heraus etwas Neues, ein erfolgversprechendes Projekt auf die Beine gestellt. Im Auftrag der zahlungskräftigen Kunden schaffen sie künstliche Götter, die die Gläubigen dann anbeten können. Naturgemäß wirken diese weder Wunder noch reagieren sie auf ihre Jünger – die Nachfrage ist da, also ein gutes Geschäft für Land und Leute.

Kai ist Priesterin und entwickelt Gottheiten im Dienst der Firma. Dass sie Mitleid mit einer Kollegin hat, deren Götter-Konstrukt stirbt, verleitet sie dazu zu versuchen, die Gottheit zu retten. Nicht nur, dass sie beim Eintauchen ins Becken fast ertrinkt, ihr Versuch misslingt, sie selbst wird schwer verletzt. Allerdings meint sie sich zu erinnern, dass die sterbende Gottheit mit ihr geredet hätte – etwas, das eigentlich nicht sein kann, nicht sein darf! Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Rebecca Schaefer: Bis auf die Knochen

Market of MonstersSeit ihre Mutter sie vor ein paar Jahren von der Schule nahm, arbeitet Nita im Familienbusiness. Sie schnippelt Leichen auf, damit ihre Mutter, mit Hilfe des in den USA lebenden Vaters, Stücke dieser meistbietend im Darknet verkaufen kann. Dazu muss man wissen, dass es sich bei den angebotenen Leichenteilen um Körperteile von Monstern handelt. Wesen, die vom Schmerz anderer zehren, Einhörner oder Vampire – angeboten wird, was gefragt und damit teuer ist. Das Mutter-Tochter Gespann hat sich dabei nach Südamerika zurückgezogen. Nicht nur, dass hier die Gesetze lascher gehandhabt werden, in den Ländern gibt es auch schlicht mehr Beute für die Jägerin.

Eines Tages bringt die Mutter statt der üblichen Leiche allerdings ein lebendiges Opfer aus Argentinien mit nach Peru. Nita hat Mitleid mit dem jungen Mann, verhilft ihm zur Flucht. Schlechte Idee, ganz schlechtes Karma, ist ihre Mutter doch jetzt so etwas von sauer – dass sie ihre eigene Tochter gleich auf dem Schwarzmarkt für lebendige Übersinnliche am Amazonas verkauft. Denn Nita hat, wie ihre Mutter auch, übernatürliche Fähigkeiten. Sie kann willentlich ihren Körper verändern, sich selbst heilen. Hier trifft sie, festgehalten in einem Käfig, das erste Mal auf Kovit, einen Übernatürlichen, der sich vom Schmerz Anderer ernährt. Einen besseren Folterknecht als ihn gibt es nicht. Früher stand er in Diensten der Mafia, inzwischen arbeitet er auf Aufseher auf dem Market of Monsters. Die Beiden lernen sich kennen und schätzen – Nita weiß, dass sie nur mit seiner Hilfe dem drohenden Verkauf entkommen kann … Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Jon Steinhagen: Kafka und der Tote am Seil

Frank Kafka liegt mit gerade einmal 40 Lenzen im Lungen-Sanatorium. Eigentlich ist es nur eine Frage von Stunden, bis der Arzt das Leintuch über sein Gesicht ziehen wird. Doch dann passiert etwas Unerwartetes, etwas Ungewöhnliches, etwas Merkwürdiges. Kafka erwacht, das erste Mal seit Jahren, mit einer freien Lunge. Er atmet tief durch und verspürt, ebenfalls seit Monaten unbekannt, ein merkwürdiges Gefühl – ist es, ja es ist profaner Hunger!

Dass ein lebensgroßes Insekt, offensichtlich eine Kakerlake mit Namen Gregor, sich bei ihm im Zimmer aufhält – wen schert’s? Jetzt wird erst einmal geschlemmt – mit Leberwurst und das ihm, als damit ehemaligem Vegetarier. Die Situation wird noch skurriler, als ein Inspektor ihn als Privatermittler für die Aufklärung einer mysteriösen Mordserie verpflichten will. Beide, ein Mensch, dessen Körper zwischen der männlichen und der weiblichen Form changiert, setzt ihn auf eine Mordserie an, die Wien erschüttert. Leichen werden aufgefunden, die erdrosselt wurden. Offensichtlich wurden sie erhängt – nur, kein Abschiedsbrief, kein Seil, kein rechter Tatort – von einem nachvollziehbaren Motiv wollen wir einmal gar nicht sprechen. Irgendwie scheinen die Toten mit einem Künstler zusammenzuhängen, der sich allabendlich im Varieté erhängt – und danach munter von dannen schreitet … Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Tricia Levenseller: Die Magie unserer Herzen

Einst wurde das Königreich von einem Monarchen regiert. Zwar war auch damals nicht alles eitel Sonnenschein, doch seit dem Ableben des Königs und der Aufteilung des Reiches unter seine Kinder herrscht Neid, Zwietracht und Misstrauen zwischen den aufgesplitteten Reichen.

Zwei Menschen, der einstige Kronprinz Ravis und die Kriegsherrin Kymora haben es sich, unabhängig voneinander, auf ihre Fahnen geschrieben, das Reich wieder zu vereinen – ob deren Bewohner dies wollen oder nicht!

Auf der Suche nach potenten Machtmitteln sind die beiden Anwärter auf die Herrscherwürde beide auf die zum Großteil verborgen unter den Menschen lebenden magisch Begabten gestoßen. Mit deren Hilfe, so die Überlegung, können sie ihr Ziel weit einfacher erreichen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: