In ein Tattoo-Studio irgendwo im Ruhrpott entführt uns die 1985 geborene Autorin Dietlind Falk in ihrem Roman „No Regrets“. Luz, die alle der Einfachheit halber Lutz nennen, heuert in einem Laden dieser Art an.
In ihm herrscht ein gnadenloses Durcheinander, und im Schaufenster verströmt ein ausgestopfter Alligator einen widerlichen Geruch. Die drei Gestalten, die dort arbeiten, haben ihre beste Zeit hinter sich oder sind gnadenlos verschüchtert. Zumindest gilt das für den Zeitpunkt, an dem Luz sie kennenlernt.
Natürlich ändert sich das. Die Neue bringt Schwung in die verkrustete Situation, und auch ihre Kollegen erwachen zu neuem Leben.




Der Leiter des New Yorker Spiegel-Büros Philipp Oehmke seziert in seinem Debütroman „Schönwald“ eine Hamburger Familie. Mindestens vier der fünf Schönwalds tragen Geheimnisse, Lebenslügen oder falsche Entscheidungen in der Vergangenheit mit sich herum, die sie belasten und bei denen es ihnen immer schwerer fällt, sie noch länger zu verbergen. Grundproblem der Familienmitglieder ist seit Langem, dass sie nicht miteinander sprechen. Sohn Chris beispielsweise ist schon lange kein Professor mehr, obwohl er als solcher als das leuchtende Aushängeschild der Familie gilt, und Mutter Ruth hat bei einer lange zurückliegenden mehrwöchigen Auszeit in Hamburg nicht nur versucht, eine universitäre Laufbahn einzuschlagen. All das verschweigen sie konsequent. 



