Kristen Perrin: Gefährliche Wünsche: Die Geschichtenwandler 03

Immer mehr magische Geheimgesellschaften bilden sich im magischen London, alle Gruppen bestehen aus Kindern von neun bis fünfzehn. Enna fühlt sich unter ihnen zu Hause – doch dann will ihre Mutter umziehen! Ausgerechnet aufs Land, wo ihre Magie Enna nicht hinfolgen kann, ist sie doch an diese magische Stadt gebunden.

Doch Zeit, sich darum zu sorgen, haben sie und ihre Freunde gar nicht, denn auf einmal spielt die Magie aller Gesellschaften verrückt. Geister verschwinden auf unheimliche Weise, Tiere sind ängstlich und Wünsche wie ausgelöscht. Etwas Unheimliches lauert versteckt in den Tiefen und Enna und ihre Freunde müssen es finden und aufhalten, um ihre geliebte Stadt und ihre Magie zu retten.

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Jay Kristoff: Das Reich der Verdammten

Für Vampirfans hat das Warten ein Ende. Knapp zwei Jahre nach dem ersten Teil der epischen Saga „Das Reich der Vampire“ von Jay Kristoff ist nun endlich Band 2 erschienen: „Das Reich der Verdammten“, wieder ein 1000-Seiten-Wälzer mit einigen Illustrationen. Und wieder tauchen wir ein in die düstere und kalte, mittelalterlich anmutende Welt von Elidaen, in der die Sonne seit 27 Jahren nicht aufgegangen ist. Das führt dazu, dass die Vampire immer mehr Macht erlangen.

Wir begleiten Halbvampir Gabriel de Leon, einen Silberwächter, seine Schwester Celene, eine mysteriöse Vampirin, und Dior, den Heiligen Gral von San Michon, quer durch das verwüstete Land. Angeblich hat Dior die Macht, die Sonne wieder scheinen zu lassen. Doch auf welche Weise sie das vermag, wissen unsere Freunde, zu denen auch Dämmertänzerin Phoebe gehört, nicht. Letztere kann sich in eine Löwin verwandeln. Die Gemeinschaft versucht jemanden zu finden, der das Geheimnis lüften kann.

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Raquel Erdtmann: Joseph Süßkind Oppenheimer

Ein Justizskandal vor 300 Jahren, der bis heute nachwirkt

Wer, wenn nicht eine Gerichtsreporterin, könnte diese Geschichte erzählen. Die Geschichte des Juden Joseph Süs Oppenheimer, der 1738 nach einem Schauprozess hingerichtet wurde und später als literarische Figur „Jud Süß“ unter anderem durch Lion Feuchtwanger Berühmtheit erlangte.

Akribisch recherchierte Details, aufwändig nachgezeichnete Lebenswege und erschütternd deutliche Beschreibungen der Judenfeindlichkeit zeichnen dieses Buch aus. Raquel Erdtmann schildert das Leben des Mannes, der seiner Zeit um einige Jahrhunderte voraus war, der sich nicht verbiegen lassen wollte und der sich weder den Vorschriften noch den Einschränkungen, die den Juden auferlegt waren, beugen wollte.

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Noah Stoffers: A Midsummers Nightmare

Die schottische See ist bekannt dafür, dass es hier stürmisch und unwirtlich zugeht. Ausgerechnet hier, auf der kleinen vorgelagerten Insel Saint Hilma existieren seit Generationen mehrere Elite-Internate, auf denen die Zöglinge, zumeist aus begüterten Familien stammend, auf die zukünftige Rolle in der Society vorbereitet werden.

Ari kommt aus einem nicht unbedingt typischen Haushalt. Siese Familie kann sich den Aufenthalt kaum leisten, kratzt mühsam jeden Penny zusammen, um das hohe Schulgeld zu bezahlen. Dass Ari sich kürzlich als nicht-binär und transmaskulin geoutet hat, erschwert die Situation für sies weiter.

Vor einigen Jahren verunglückten drei Studenten eines Nachts, als diese die baufällige Ruine eines Turms an der Küste bestiegen und zusammen mit diesem in die Wellen stürzten.

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Alexander Schwarz: Bertha Benz und die Straße der Träume

Wer den Namen „Bertha Benz“ hört, denkt sicher gleich an die erste Autofahrt der Welt. 1888 war es die Ehefrau des Erfinders und Ingenieurs Carl Benz, die dem ersten selbstfahrenden Wagen zum Durchbruch verhalf. Bertha hatte es einfach satt, dass ihr Mann über Jahre und Jahrzehnte an einem Projekt tüftelte und feilte, Zeit und damit auch wertvolles Geld investierte, ohne dass es je zu einem Ende kam. Carl war voller Ideen und machte viele Erfindungen, aber mit Geld konnte er nicht umgehen und an Unternehmergeist fehlte es ihm.

Ohne Bertha wäre seine Firma mehr als einmal pleite gegangen. Das Leben an Carls Seite ist für Bertha nicht leicht. Wäre ihre Liebe nicht so stark, wäre sie sicher verzweifelt. Bertha glaubt an den Erfolg ihres Mannes. Immer wieder steht sie ihm zur Seite, steht harte und entbehrungsreiche Zeiten mit ihm durch, bis hin zur Pfändung all seiner Maschinen und Werkzeuge durch den Gerichtsvollzieher. Carl steht wieder einmal vor dem Nichts, kann nur noch kleine Aufträge annehmen und muss alles von Hand machen. Bertha ermutigt ihn, weiterzumachen. Von nun an kümmert sich Bertha um alles Finanzielle. Mit zwei Geschäftsleuten, die an Carls gute Arbeit glauben und in seine Firma investieren, geht es wieder aufwärts. Allerdings sehen die beiden es nicht gerne, dass Carl viel Zeit auch weiterhin an die Entwicklung seiner selbstfahrenden Maschine verschwendet.

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Isabel Allende: Der Wind kennt meinen Namen

Die inzwischen über achtzigjährige, weltberühmte chilenische Schriftstellerin Isabel Allende schreibt und schreibt und schreibt. Am 15. April 2024 ist ihr neuer Roman „Der Wind kennt meinen Namen“ im Suhrkamp Verlag erschienen. Svenja Becker übersetzte ihn aus dem Spanischen.

Von 1938 bis 2020 – Flucht vor Terror und Gewalt

Isabel Allende erzählt in „Der Wind kennt meinen Namen“ die Geschichte zweier Kinder, die ihre Eltern verlieren. Da ist zum einen der sechsjährige Samuel Adler, der Sohn eines jüdischen Arztes, der 1938 mit einem Kindertransport aus dem österreichischen Wien nach England gebracht wird, um ihn vor den Nazis zu retten. Er wächst in England bei Pflegefamilien auf und sieht seine Eltern nie wieder. Dafür entdeckt er seine Leidenschaft für die Musik. 1958 geht er nach New Orleans, um sich mit Jazz zu beschäftigen. Dort lernt er Nadine LeBlanc kennen und heiratet sie später. Sie leben in einer alten Villa in Berkeley, wo Samuel an der Universität lehrt und Nadine ihren künstlerischen Neigungen folgt.

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Maz Evans: Over My Dead Body

Als die unausgeglichene Ärztin mit Alkoholikerhintergrund Miriam Price tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, sind sich alle einig: Tod durch Missgeschick. Ein Rückfall zum Trinken, zu viele Schlaftabletten und ein trauriges, aber logisches Ende für die kluge, aber unausstehliche Frau. So denkt der Voruntersucher bei Gericht, so denken Ehemann, Freunde und Familie.

Miriam denkt das nicht. Sie weiß: Sie wurde ermordet. Und nun muss sie es beweisen. Zu blöd, dass ihre alte Nachbarin und ehemalige Erzfeindin Winnie die einzige ist, die sie sehen kann. Um nicht die nächsten fünfzig Jahre in einem Zwischenzustand gefangen zu sein und endlich in die Eternity übergehen zu können, muss Miriam trotzdem dringend herausfinden, wer sie ermordet hat.

Nur leider war sie in ihrem Leben nicht nur eine begabte Ärztin, sondern auch eine sehr verbitterte Frau mit mehr Feinden, als sie aufzählen kann. Ein lustiger, trauriger und emotionaler Wettlauf gegen ihren eigenen Mörder beginnt – und dieser hat nicht zum letzten Mal getötet …

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Rick Riordan: Percy Jackson 06: Der Kelch der Götter

Da sind wir wieder – gestatten, dass ich mich erneut vorstelle (ich weiß ja, dass ihr alle mich schon kennt, aber Höflichkeit und so weiter) Percy Jackson der Name, Halbgott, Sohn von Poseidon und mehrfacher Weltenretter.

Das hilft mir nur leider nicht sonderlich viel, wenn ich auf das College in Neu-Rom gehen will. Zeus hat entschieden, dass er mich nur zulässt, wenn ich ihm neben dem Abschlusszeugnis (auch so ein gewisses Problem) auch noch drei Empfehlungsschreiben von Göttern präsentiere.

Eigentlich kein Problem sollte man meinen, ich habe ja für die vom Olymp schon oft genug die Kohlen aus dem Feuer geholt, nur dass ich für jedes Schreiben einen neuen Einsatz leisten muss!

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Claire Keegan: Reichlich spät

Die Frau in den Augen eines Mannes – erschreckende Erzählung aus Irland

Die Bücher dieser irischen Autorin sind immer etwas ganz Besonderes. Bei ihr sitzt jedes Wort, jedes Bild ist präzise gewählt, jeder Satz eine Aussage, die in Erinnerung bleibt.

Das gilt natürlich genauso für dieses neue schmale Bändchen, das nicht mehr ist als eine Erzählung. Gerade einmal 55 mit großer Schrift bedruckte Seiten umfasst diese Geschichte, in der es um einen Mann und sein Frauenbild geht.

Wir begleiten diesen Mann auf dem Weg in seinen Feierabend, folgen seinen Gedanken während der Busfahrt, beobachten ihn beim Essen und Trinken. Und wir erleben seine Erinnerungen an die Frau, die er eigentlich an diesem Tag heiraten wollte.

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Charlotte Jacobi: Blütenweiße Träume

„Onkel Hugo hat mir erzählt, dass ihr an etwas forscht, das meiner Oma beim Waschen hilft. Damit sie nicht mehr so schrumpelige Hände hat.“ …. „Es heißt Natriumperborat, zusammen mit dem Natriumsilikat, das ist das Wasserglas, das Fritz Henkel senior früher verkauft und damit seine Firma begründet hat, sowie Soda und Seife entsteht eine Mischung, die dafür sorgt, dass die Wäsche ganz von selbst sauber wird.“
„Wasserglas“ das war für mich bisher ein Glas, aus dem man Wasser trinkt.

Dass das auch ein Begriff in der Chemie ist, habe ich in diesem Roman über die Familie Henkel und die Entstehung des  Waschmittels „Persil“ erfahren. Genau wie ich einiges gelernt habt über die Herkunft des ein oder anderen Begriffs, zum Beispiel: blaumachen. „Blaumachen“ ist ein Begriff, der beim Stoffe färben entstanden ist. Damit die Stoffe, die vorher mit möglichst alkoholhaltigem Urin gefärbt worden waren (ja, wirklich mit Urin! Der übrigens auch zum Waschen genutzt wurde), blau wurden, mussten sie in der Sonne trocknen. In dieser Zeit hatten die Färber Pause und konnten „blaumachen“.

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