James J. Butcher: Dead Man´s Hand

Wie überall auf der Welt teilen sich auch in Boston, Massachusetts die Gewöhnlichen ihre Heimat mit den Paranormalen. Und Department für unorthodoxe Angelegenheiten sind die Auditoren die magische Elite, staatlich zugelassene Hexen, die über Kevlarmaske, Zaubersprüche und die damit verbundene Macht und das Prestige verfügen. Grimshaw Griswald Grimsby ist … trotz eines mehrjährigen Studiums leider keiner dieser Auditoren.

Nachdem er bei der Ausbildung durchfiel und von seiner Ausbilderin, der gefährlichsten Hexe der Welt, als „nicht für die Abteilung geeignet“ entlassen wurde, versuchte Grimsby, sich mit einem Leben als mittelmäßiger Hexer abzufinden. Aber er kann nicht anders, als zu hoffen, dass er irgendwie, irgendwo eine weitere Chance bekommt, seine Fähigkeiten zu beweisen. Bis dahin arbeitet er als Clown-Zauberer für Geburtstagskinder im versifften Burger-Paradies des Gewerbegebiets – ab und an darf er dort auch die Toiletten reinigen.

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Anne Stern: Das Opernhaus: Rot das Feuer

Elise Jacobi, geborene Spielmann, hat sich in Dresden mittlerweile einen Namen als begnadete Violinistin gemacht. Ihr Wunsch nach Anerkennung ihres Könnens wurde also erfüllt. Nicht zuletzt hat sie das den Kontakten ihres wesentlich älteren Ehemannes, des Komponisten und Journalisten Adam Jacobi zu verdanken. Dessen ist sich Elise durchaus bewusst, was sie aber nicht daran hindert, auch immer mal wieder, im Rahmen einer Soirée oder eines Empfanges, im Gespräch, mit ihrer Meinung zur Kunst nicht hinter dem Berg zu halten. Sehr zum Missfallen ihres Ehemannes, der streng auf Etikette und Konventionen achtet und der Meinung ist, Frauen haben keine Meinung zu haben.

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Christina Lauren: The Soulmate Equation

Das Buch entführt seine Leser in eine Welt voller Statistiken und Zahlen, ebenfalls wird die große Liebe gesucht. Genau deshalb wird die neue Dating-Agentur gegründet, die DNA-Tests macht, um zu schauen, ob man mit einer Übereinstimmung dieser die große Liebe finden kann. Jess ist erstaunt, als ihr Ergebnis mit dem von Dr. River Peña übereinstimmt und das zu 98 %. Er ist einer der Mitgründer der Agentur und sie beginnt zu zweifeln, ob die Analyse wirklich so zuverlässig ist wie angenommen.

Die Idee mit der Gen-basierten App fand ich sehr toll, mal was anderes, und es wurde sehr gut umgesetzt. Die Diskussionen zwischen den Protagonisten war herrlich, so erfrischend und manches Mal musste ich schmunzeln während dem Lesen.

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Margarita Garcia Robayo: Das Paket

Margarita Garcia Robayo hat einen äußerst doppelbödigen und originellen Roman über Themen wie Entwurzelung, Herkunft, Familie und soziale Bindungen in einem Zeitalter des ständigen Unterwegsseins geschrieben. Die Ich-Erzählerin ist von Kolumbien nach Buenos Aires gezogen, um dort als Werbetexterin zu arbeiten. Nun erhofft sie sich ein Stipendium in Europa. Sie lebt ihr Leben so, dass sie es überall tun könnte. Ihre größte Fähigkeit sei es, „das, was ich tue in jedem Einzimmerappartement auf diesem Planeten erledigen zu können – eine anständige Internetverbindung vorausgesetzt. Ich bin so oft umgezogen, ohne Einbrüche. Das Geheimnis war, mit dem unerlässlichen Minimum zu leben …“ (S. 85).

Beziehungen im Zeitalter des Internets
Die Protagonistin wird als kluge und gewitzte Grüblerin gezeichnet. Sie lebt in einem Appartement im obersten Stock und erfreut sich an der Schönheit eines nicht vollendeten Bauskeletts, auf den der Blick von ihrer Terrasse fällt. Ihre Beziehungen sind alle von einer gewissen Unverbindlichkeit geprägt. Mit ihrer Mutter hat sie seit Jahren kaum noch Kontakt, mit ihrer besten Freundin hat sie sich zerstritten und ihre neue Beziehung vermag sie nicht einzuordnen. Ist sie für ihren Freund Axel nur ein körperlicher Zeitvertreib oder gibt es eine gemeinsame Zukunftsplanung?

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Michael Kobr: Nebel über Rønne

Auf der dänischen Sonneninsel Bornholm passiert ein grausiger Dreifachmord. Drei Insassen eines kleinen Passagierflugzeuges werden nach der Landung noch im Flieger vergast. Sie kommen gar nicht mehr dazu, auszusteigen. Dieser Fall steht eine Herausforderung dar für Kommissar Lennart Ipsen und seine zwei Mitarbeiterinnen Britta Blomdal und Tao Nguyen. Derartige Morde kennt man eigentlich nur aus Mafia-Kreisen. Bei den drei Toten handelt es sich um den Piloten Henrik Forsberg, einem Hotelier und Investor, Bjarne Moller, Teehändler und sehr aktiv in Bornholms Kunstszene und dem jungen Pastor Finn Iversen. Im Laufe der Ermittlungen kommen einige interessante Details an den Tag.

Forsberg hatte in Südfrankreich Beteiligungen an einem dubiosen Hotelprojekt, Moller dealte in respektablem Umfang mit Drogen und Pastor Iversen war ein Spieler. Wem galt der Anschlag, der alle drei in den Tod gerissen hat?

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Leigh Brackett: Schwelende Rebellion

Willkommen in einem Sonnensystem, wie man es sich im Vor-Raumfahrtzeitalter vorstellte. Die Planeten, allen voran Mars, Venus und Merkur haben eine tropische bzw. Wüstenatmosphäre und sind von wilden Stämmen besiedelt. Überall kann man auf Ruinen einstiger Hochzivilisationen stoßen, es gilt das Recht des Stärkeren, des Brutaleren.

In dieser Welt wuchs Eric John Stark auf dem Merkur bei einem der dortigen Stämme auf. Der Erdenmann hat sich dabei nicht nur den Respekt und die Achtung vor fremden, nur auf den ersten Blick primitiven Kulturen angeeignet, er hat auch seine animalische Seite akzeptiert.

Drei Abenteuer warten vorliegend auf uns. Drei Novellen, die uns, neu und sehr stimmungsvoll von Dr. Helmut W. Pesch übertragen, zeigen, dass Leigh Brackett zu den interessantesten, eigenständigsten Autorinnen ihrer Zeit gehörte.

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Doris Dörrie: Die Reisgöttin und andere Mitbringsel

Wer Touristenmeilen eher meidet, um das Leben in den Seitenstraßen zu entdecken, hat in Doris Dörrie eine passende Reisebegleitung gefunden. In 47 Anekdoten, jede knapp zwei DIN-A-5-Seiten lang, erzählt die Autorin von ihrer ungestillten Neugierde, hinter die Dinge sehen zu wollen.

Ihre Reisen führen sie unter anderem nach Asien, den Nahen Osten, die USA und Mittelamerika, aber auch direkt vor die Haustür. Sie hinterfragt kulturelle Werte, die Herkunft landestypischer Speisen, Haushaltswaren und traditioneller Feste.

Am liebsten bummelt sie über Flohmärkte und durch Kramläden in aller Welt, um etwas mitzubringen, das sie zu einer Geschichte inspiriert hat. Dabei legt sie ihr Augenmerk oft auf Dinge, die die meisten Menschen bestenfalls als Kitsch bezeichnen würden. Ihr Mann jedenfalls versucht erfolglos, sie davon abzuhalten, immer mehr Ramsch anzuhäufen. Zumal er sein Haus bereits mit einem Stoffschwan mit Schnabelproblem und einer Porzellankaraffe in Hasenform teilen muss. Aber der Autorin geht es nicht um den Wert der Dinge als solche, sondern um den ideellen Wert. 

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Antonia Wesseling: Insight: Dein Leben gehört mir

Valerie Sophie ist eine erfolgreiche Influencerin. Zwar hat ihr Erfolg ein wenig gelitten, als sie sich in aller Öffentlichkeit von ihrem Lebensgefährten Alex trennte und ihre beiden Kanäle nicht mehr gemeinsam in die Öffentlichkeit traten, aber davon hat sich ihre Bekanntheit inzwischen erholt. Gerade als sie einigermaßen zurück auf den Füßen ist, tritt ein Stalker in ihr Leben. Seine Botschaften sind gemein, intim und erschreckend. Trotzdem nimmt sie weder ihr Manager noch die Polizei wirklich ernst. Passiert halt, wenn man sich in die Öffentlichkeit stellt, ist die einhellige Meinung. Valerie wendet sich an ihren alten Klassenkameraden Paul, der inzwischen Polizist ist und bereit ihr zu helfen. Natürlich kommen sich die beiden näher, aber dann doch nicht ganz so, wie erwartet.

Bücher über gestalkte Influencer sind lila-pink und haben einen Farbschnitt – man weiß also schon auf den ersten Blick, worum es geht. Influencer haben ein dunkles Geheimnis, das scheint irgendwie nahezuliegen, so oft kommt es inzwischen vor. Es bietet sich ja auch an, dass jemand, der sein gesamtes Leben in die Öffentlichkeit stellt, irgendwas zurückhalten muss. Bei Valerie erscheint mir das große „Geheimnis“ jedoch stark konstruiert, aber vielleicht wichtet man das anders, wenn es noch nicht so lange her ist, wie meine Schulzeit bei mir wäre.

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Ashley Elston: Wer zuerst lügt

Wer ist Lucca? Die wenigen, die ihr näher kommen, stellen verwundert fest: Sie ist so jung, flüchtig wie Wasser, wechselt häufig ihren Namen, ihre Adresse und ihr Aussehen.

Die Autorin Ashley Elston schrieb bisher Jugendromane. Wer zuerst lügt ist ihr erster Thriller für Erwachsene. Ihre Heldin ist eine wandlungsreiche, intelligente junge Frau, deren Schule das Leben geworden ist. Luccas Startbedingungen sind denkbar schlecht. Sie ist arm, ohne Familie und träumt von Unabhängigkeit mit einem eigenen Haus und Garten. Anfangs verleitete sie die Armut zu Trickbetrügereien. Und dann wurde daraus Routine, die sie mit jeder weiteren Gaunerei verfeinert. Lucca ist heute ein Profi.

Sie könnte für ihr Land die ideale Agentin sein, wenn der geheimnisvolle Mr Smith sie nicht erpressen würde. ‚Arbeite für mich oder gehe ins Gefängnis‘ sind die beiden Optionen, die vor jedem neuen Auftrag mitschwingen. Eines weiß Lucca genau: Für sie gibt es weder ein Nein noch eine Kündigung.

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Mercedes Ron: Culpa Mía: Meine Schuld

Noah muss mit ihrer Mutter wegziehen, da diese einen neuen Mann kennengelernt hat. Noah hat so gar keine Lust darauf, ihre Freunde und besonders ihren festen Freund zurückzulassen, aber ihr bleibt keine andere Wahl. Noch dazu hat der neue Mann ihrer Mutter einen Sohn, somit wird sie auch noch einen Stiefbruder bekommen und den will sie um jeden Preis ignorieren. Doch als sie Nick das erste Mal sieht, verschlägt es ihr fast die Sprache, sie hätte nicht gedacht, dass er so gut aussehen würde. Dann erfährt sie auch noch von seinem geheimen Doppelleben, von dem sein Vater nichts wissen darf, und plötzlich hat sie was gegen ihn in der Hand.

Beim Lesen des Buches hatte ich dauernd das Gefühl, dass ich zu alt für diese Geschichte sei. Mir ging sowohl die naive Art von Noah ziemlich auf die Nerven, als auch die Beziehung zwischen den beiden Teenagern. Ein wenig Spannung erhielt das Buch erst im letzten Drittel, dort überschlagen sich die Ereignisse fast und auch erst dort kam ich richtig in das Buch hinein, denn bis dahin hatte es mich einfach nicht gecatcht, und ich habe mich schwergetan mit dem Weiterlesen. Dadurch war das Lesen des Buches für mich definitiv kein Vergnügen.

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