Bianca Iosivoni: Der letzte erste Kuss

Luke und Elle sind beste Freunde – und das soll auch so bleiben. Doch dann ändert ein leidenschaftlicher Kuss plötzlich alles. Auf einmal ist das Prickeln zwischen ihnen nicht mehr zu übersehen. Beide wissen, wie viel für sie auf dem Spiel steht, und gerade jetzt brauchen sie ihre Freundschaft mehr denn je.

Der LYX Verlag veröffentlichte das Buch erstmals 2017. Im Jahr 2025 erhielt die gesamte Reihe eine Neuauflage mit wunderschönen Covern, in die man sich einfach verlieben muss.

Da mir beide Protagonisten schon im ersten Band sehr sympathisch waren, freute ich mich besonders darauf, ihre Geschichte nun lesen zu können.

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Eva Baltasar: Mammut

Dieser kleine Roman zeigt den mutigen Versuch einer jungen Frau auf, ihr konventionelles Leben hinter sich zu lassen und auszusteigen.

Die Protagonistin und Ich-Erzählerin ist unzufrieden mit sich, mit ihrer Tätigkeit als Mitarbeiterin ihrer Universität. Täglich sammelt sie Daten über Demografie und Langlebigkeit und befragt hierzu Senioren in geriatrischen Einrichtungen. Von Mal zu Mal hadert sie mehr mit ihrem Job und den vielen Oberflächlichkeiten um sie herum. Sie will tiefer eintauchen ins Leben, sucht das Ursprüngliche. So teilt sie ihre Intimitäten unverblümt mit uns Lesern. Sie will ihr Leben anders planen. Priorität hat, schwanger zu werden und ein Kind zu bekommen. Dafür und nur dafür braucht sie einen Mann, denn sie fühlt sich nur von Frauen angezogen. Das Kind soll dann ganz allein ihr gehören.

Natürlich kommt es anders.

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Elsie Silver: Wild Eyes

Eine abgelegene Ranch fernab einer kanadischen Kleinstadt klingt für die ausgebrannte Sängerin Skylar Stone wie der perfekte Ort, um sich vor Fans und Presse zu verstecken. Hier will sie zu ihrer Musik – und zu sich selbst – zurückfinden. Doch statt der erhofften Ruhe trifft sie auf Weston Belmont. Der attraktive Single Dad vermittelt ihr eine Geborgenheit, die ihr aus ihrem Celebrity-Leben völlig fremd ist, und seine beiden Kinder schleichen sich rasch in Skylars Herz. Zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt sie, was es bedeutet, eine Familie und ein Zuhause zu haben. Doch schon bald holt sie ihr Ruhm wieder ein – und bedroht ihr Glück mit West.

Das Buch ist der zweite Band der Rose-Hill-Reihe.
Man kann es zwar auch unabhängig lesen, ich würde jedoch empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.

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Jule Ronstedt: Menomorphosen

„Heute sterbe ich noch nicht“. Dieser Satz wird zu Yvonnes Mantra, nachdem sie die Diagnose Krebs bekommen hat und sich mit dem Gedanken vertraut machen muss, nur noch wenige Monate zu leben zu haben. Der Vorschlag, einen Palliativdienst in Anspruch zu nehmen, klingt für sie zunächst zu sehr nach Sterbebegleitung, soweit ist sie noch nicht! Dennoch setzt sie sich mit einem Dienst in Verbindung und lernt eine Frau kennen, die ihr Mut macht, die sie zu ihrem neuen Mantra, „Heute sterbe ich noch nicht“, animiert und mit ihr positiv denkt. Yvonne nimmt die Krankheit an, sie macht Pläne, unterzieht sich einer OP, die eigentlich kaum Aussicht auf Heilung hat und stellt fest: es geht ihr gut. Sie wird wieder aktiv, reist, begeistert sich für lange Spaziergänge in der Natur, fängt wieder an zu arbeiten und erlebt nicht nur die Geburt ihres ersten Enkelkindes, sondern auch die eines zweiten. Yvonne hat es geschafft. Sie lebt weiter. Vielleicht auch, weil sie sich nie aufgegeben hat. Das ist eine der Geschichten aus dem Band mit insgesamt 26 Geschichten von ganz unterschiedlichen Frauen, die „an einem Wendepunkt im Leben“ stehen. Kurz vor oder mitten in den Wechseljahren.

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Hannah Bonam-Young: Next to me

Als Chloes suchtkranke Mutter ein Baby bekommt, setzt Chloe alles daran, die Vormundschaft für ihre kleine Schwester zu übernehmen. Doch das Jugendamt erteilt ihr das Sorgerecht nur unter der Bedingung, dass sie an der Initiative TeamUp teilnimmt, bei der zwei potenzielle Vormünder gemeinsam wohnen. Chloes neuer Mitbewohner ist ausgerechnet der mürrische Warren, der selbst um das Sorgerecht für seinen Bruder kämpft. Vom ersten Moment an geraten die beiden aneinander – doch je besser sie sich kennenlernen, desto stärker fühlen sie sich zueinander hingezogen. Aber sind sie bereit, für ihre Gefühle alles zu riskieren?

Dieses Buch hat mich schon ab der ersten Seite begeistert. Durch den leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin fällt es schwer, mit dem Lesen aufzuhören – man taucht sofort in die Geschichte ein. Die Autorin behandelt sensible Themen wie Sucht, Verlust und finanzielle Sorgen mit großem Einfühlungsvermögen. In manchen Abschnitten erzählt sie ruhiger, um dann das Tempo wieder anzuziehen.

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Virgina Evans: Die Briefeschreiberin

Ein Blick auf Wasser, auf einen Baum gleich vor dem Fenster, andere weiter entfernt, ein blühender Busch – auf dem Schreibtisch vor dem großen Fenster, durch das dieser Blick geht, kleinere Pflanzen, eine Tasse Kaffee und ein paar Bücher. Dieses Aquarell ist das Cover zu Virginia Evans‘ Debüt „Die Briefeschreiberin“. Man kann sich gut vorstellen, an diesem Schreibtisch zu sitzen und, wie Sybil, hier Stunden damit zu verbringen, Briefe zu schreiben. Von Hand und mit einem edlen Füller auf ganz besonderem Papier. Regelmäßig macht sie das. Mehrmals in der Woche und gerne auch mal zwischendurch, wenn ihr grade was auf der Seele liegt und sie nicht warten kann, es loszuwerden.

Die Adressaten sind ganz unterschiedliche Menschen, viele von ihnen kennt sie gut, ist ihnen innig verbunden, manche zählen zu ihrer beruflichen Vergangenheit als Juristin und persönliche Referentin eines renommierten Richters, manchmal schreibt sie aber auch einfach mal an eine Autorin oder einen Autor, um sich zu deren/ dessen neuestem Werk zu äußern. Egal ob positiv oder negativ, ihre Kritik ist immer wohl begründet und sachlich, nie persönlich verletzend. Das liegt Sybil fern. Das Lesen ist eine weitere ihrer Leidenschaften, nicht selten endet ein Brief mit „Ich lese übrigens grade …. Was liest du?“. Genau wie das Gärtnern. Ihr Garten wird allgemein als wunderschön und sehr gepflegt bezeichnet.

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John Boyne: Luft

John Boynes Novelle „Luft“ markiert den Abschluss seines vierteiligen „Elements“-Zyklus – einer Reihe, die sich mit Schuld, Trauma und der Möglichkeit von Heilung beschäftigt. Sie verbindet emotionale Intensität und moralische Tiefe zu einem leisen, aber eindringlichen Finale.

Inhalt und Thematik von „Luft“

Im Zentrum von „Luft“ steht Aaron Umber, ein Psychologe, der mit seinem jugendlichen Sohn Emmet per Flugzeug von Sydney nach Dublin reist. Während der Reise ringt Aaron mit den Geistern seiner Vergangenheit – einem sexuellen Missbrauch, den Boyne ebenso respektvoll wie schonungslos in „Feuer“ beschrieben hat. 

Anders als in „Feuer“ oder „Erde“, die mit moralischer Unklarheit und den Abgründen der Mittäter arbeiten, richtet „Luft“ den Blick konsequent auf das Opfer – was der Geschichte Sanftheit, aber auch weniger Spannung verleiht. Doch diese ruhigere Tonlage unterstreicht die Reifung des Zyklus: Aus der Wut und dem Schmerz der früheren Bände erwächst hier zarte Hoffnung. Die Dialoge zwischen Vater und Sohn bilden die emotionalen Höhepunkte.​

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John Boyne: Feuer

John Boynes Roman „Feuer“ (Original: „Fire“) beleuchtet die Schattenseiten der menschlichen Natur anhand der Geschichte von Dr. Freya, einer Chirurgin an einer Londoner Klinik, die sich der Hauttransplantation verschrieben hat. Hinter ihrem beruflichen Erfolg und dem gesellschaftlichen Ansehen verbirgt sich jedoch ein Trauma aus ihrer Kindheit – ein furchtbares Erlebnis, das ihr Leben geprägt hat und alte Rachegefühle in ihr weckt. Boyne stellt mit klugem Blick die unbequeme Frage, was Schuld bedeutet, wenn Opfer selbst zu Tätern werden.

Inhalt und Aufbau

Der Roman ist Teil von Boynes Erzählprojekt „Die Elemente“ und funktioniert gleichzeitig als Einzelwerk wie auch als Teil einer thematischen Serie. Freya, die Protagonistin, wirkte nach außen hin erfolgreich und souverän, doch innerlich ringt sie mit den Folgen eines brutalen Streichs aus ihrer Jugendzeit. Freyas Weg ist geprägt von dem Versuch, Kontrolle über ihr Schicksal zurückzugewinnen. Boyne erzählt diese Entwicklung mit großer psychologischer Tiefe und wechselt zwischen gnadenloser Offenheit und berührenden, nachdenklichen Passagen.

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John Boyne: Erde

John Boynes Roman „Erde“ ist der zweite Band seines ambitionierten „Elemente“-Projekts und schildert die Geschichte von Evan Keogh, einem gefeierten Fußballprofi, dessen glänzende Karriere durch einen Skandal abrupt ins Wanken gerät. Boyne verknüpft dabei zwei zentrale Handlungsebenen: Evans Weg von der bedrückenden irischen Inselkindheit bis hin zum Luxusleben in London – und eine dramatische Gerichtsverhandlung, in der es um Missbrauchsvorwürfe geht.

Stilistisch liefert Boyne wie gewohnt eine dichte Erzählung: Seine Sprache ist klar, die Dialoge sind pointiert. Dass sich die Geschichte in der Fußballwelt abspielt und dabei das toxische Maskulinitätsklima ungeschönt offenlegt, gibt „Erde“ seine gesellschaftliche Relevanz und unmittelbare Aktualität. Die Gerichtsverhandlung, die im Zentrum des Romans steht, zieht Leserinnen und Leser unweigerlich in einen Moralkonflikt.

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Heike Specht: Die Frau der Stunde

Heike Specht kann also auch Roman! Wie in ihren bisherigen Büchern auch geht es auch hier um die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Diesmal allerdings handelt es sich nicht um real existierende Persönlichkeiten der näheren und ferneren Vergangenheit, die sie porträtiert, sondern es geht in ihrem ersten Roman um eine fiktive Frau, die für das steht, was vor 50  Jahren noch fast undenkbar war! Eine Frau macht Karriere in der Politik! Und das nicht nur als Abgeordnete im Bundestag, das gab es durchaus, wenn auch nicht in bedeutender Anzahl, 1978 waren es 38 bei insgesamt 518 Abgeordneten. Zum Vergleich: heute sind es 204 Frauen bei 630 Abgeordneten insgesamt.

Von den ersten Seiten an, hat man den Eindruck, die Autorin hätte die Zeit damals „live und in Farbe“ miterlebt und berichte für eine renommierte Zeitung oder einen Sender aus der Zeit. So authentisch, realistisch, süffisant und doch knallhart kann eigentlich nur jemand schreiben, der die Zeit erlebt hat. Aber dazu ist die Autorin viel zu jung. Dennoch fühlt man sich von Anfang an mittendrin im „Bundesdorf“ Bonn mit seinen politischen Intrigen, Kleinkriegen, Hinterzimmermauscheleien und dem Kneipengemauschel.
Catharina Cornelius, liberale Abgeordnete, bekannt für ihren Fleiß, ihre Gründlichkeit und ihr Wissen darum, als Frau immer besser sein zu müssen als die beteiligten Männer, wird von einem Parteifreund und Freund, mit dem sie auch privat verkehrt, wie auch mit seiner charmanten, weltgewandten, intelligenten Ehefrau, eines Abends dringend zu ihm nach Hause eingeladen.

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