Mia Sheridan: Pelion Lake Reihe

Archer´s Voice: Die geheime Sprache der Liebe

Ich wollte in der verschlafenen Kleinstadt Pelion in Maine in meinem Häuschen am See neu anfangen. Um alles zu vergessen, was ich hinter mir gelassen habe. Das Geräusch des Regens. Das Blut. Die Kälte der Waffe an meiner Haut. Seit sechs Monaten erinnert mich jeder Atemzug daran, dass ich überlebt habe – und mein Vater nicht. Nun bin ich fast wieder sicher. Aber als ich Archer Hale begegne, gerät meine Welt erneut ins Wanken. Und wird nie wieder dieselbe sein.
Bevor ich in Archers fremdes, stilles und isoliertes Universum eingedrungen bin, sprach er mit niemandem. Und doch sehe ich in seinen whiskeyfarbenen Augen, dass etwas Unbegreifliches zwischen uns passiert. Da ist so viel mehr als nur seine Schönheit, seine Ausstrahlung oder die Art, wie seine Hände mit mir sprechen. Auf mir. Diese Stadt ist voller Geheimnisse und Betrug, und Archer ist der explosive Mittelpunkt von allem. 

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Sirpa Kähkönen: Komm, Mama

Komm, Mama“ zählt zur Kategorie der autofiktionalen Romane, die auf dem Buchmarkt mittlerweile immer häufiger zu finden sind.

Sirpa Kähkönen beschreibt darin nicht so sehr ihre eigene Geschichte, dafür die ihrer Familie und damit ihrer Herkunft. Vor allem geht es aber um eine schmerzliche Beziehung zu ihrer Mutter. 

In ihrem Heimatland Finnland gilt sie als Bestsellerautorin und wurde 2023 für diesen Roman mit dem Finlandia-Preis ausgezeichnet.

Zum Inhalt:

Der Tod ihrer Mutter liegt bereits ein Jahr zurück und Sirpa nimmt des Nachts in ihren Gedanken Abschied von ihr, indem sie sich mit vielen zurückgebliebenen Gegenständen auseinandersetzt. Dabei geht es unter anderem um eine  Strickjacke, eine Rute, oder  Filzstiefel. Zu allen Objekten existiert eine besondere Geschichte. Sirpa befasst sich mit jedem einzelnen dieser Teile und verknüpft damit Erinnerungen. Diese Erinnerungen setzen sich teilweise aus früheren Erzählungen ihrer Familie zusammen. Dazu baut die Autorin eine weitere Figur ein: „Tuonis Tochter“, eine Figur aus der Unterwelt der finnischen Mythologie, deren Kopftuch aus Polarlicht besteht.

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Gabriella Santos de Lima: Fleur de Lavande: Wie du liebst

In diesem Buch werden alles andere als leichte Themen behandelt – was meiner Meinung nach bereits das Cover vermittelt. Ohne zu spoilern, kann ich nicht genauer darauf eingehen, um welche Themen es sich handelt. Besonders der Handlungsstrang rund um Lucas erschien mir essenziell und positiv, da diese Aspekte offen angesprochen wurden.

Auch Violetts Karriere ist alles andere als einfach; man bekommt endlich einmal einen Eindruck davon, welcher Druck auf einer Autorin lastet. Denn Schreiben bedeutet weit mehr als nur das bloße Verfassen von Texten.

Allerdings wurde auch deutlich, dass sie sich nicht in einer guten mentalen Verfassung befand. Sie geriet in eine Abwärtsspirale, aus der es erst spät einen Ausweg gab, was auf mich stellenweise zu wenig glaubwürdig wirkte.

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Vanessa-Sophie Peks: Faircoast: Hateful Ride & Faircoast: Lovely Ride

Faircoast’s MagicWorld steht kurz vor dem Bankrott. Für Jade Allington ist der Freizeitpark nicht nur ihr Erbe, sondern ihr Zuhause – und sie ist bereit, alles zu tun, um ihn zu retten. Dafür ist sie jedoch gezwungen, mit dem arroganten Kit Martínez zusammenzuarbeiten, dem neuesten Mitarbeiter ihres Vaters. Die beiden geraten ständig aneinander: Im einen Moment fliegen die Fetzen, im nächsten sprühen die Funken. Und obwohl Kit keinen Zweifel daran lässt, dass er Jade verabscheut, sind beide machtlos gegen die Anziehung zwischen ihnen. Wären da nicht Jades Gefühle für Sam, einen Chatfreund, den sie seit Jahren online kennt. Was sie jedoch nicht weiß: Kit ist Sam. Und er ist mit dem Ziel gekommen, den Freizeitpark – und ihre Familie – zu zerstören.

Die abwechselnde Erzählweise aus den Perspektiven von Jade und Kit ermöglicht ein intensiveres Hineinversetzen in beide Figuren. Zu Beginn waren mir die beiden allerdings nicht sonderlich sympathisch, und ich brauchte etwas Zeit, um sie wirklich zu mögen. Vor allem Jade empfand ich anfangs als recht zickig.

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Daniel Schreiber: Liebe! Ein Aufruf

Der deutsche Essayist Daniel Schreiber (Jahrgang 1977) hat ein neues Buch geschrieben. Nach „Die Zeit der Verluste“ (2023) reiht sich „Liebe! Ein Aufruf“ in die Reihe seiner literarischen Essays („Allein“, „Zuhause“, „Nüchtern“) ab 2014 ein. Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag veröffentlichte das Sachbuch am 18. November 2025.

Daniel Schreiber geht spazieren

Als Rahmenhandlung zu seinem neuen Essay „Liebe! Ein Aufruf“ wählt Daniel Schreiber einen Aufenthalt zu einem Schreibworkshop im Frühsommer in einem Seminarhaus in einem deutschen Mittelgebirge.

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Anne Lück: Queens Cartel: With All Your Scars

Cillian Harlow – der Name dieses Mannes genügt, um Florie einen Schauer über den Rücken zu jagen. Die Geschichten über den Boss der berüchtigtsten Gang Englands sind grausam. Dass sie ihm eines Tages begegnet und sogar einen Deal mit ihm eingeht, hätte sie daher nie für möglich gehalten. Schließlich will Florie als angehende Ärztin Menschen helfen, nicht sie ausliefern. Auch Cillian wäre lieber nicht auf diese Zusammenarbeit angewiesen. Einer Zivilistin zu vertrauen, kann er sich eigentlich nicht leisten. Doch ausgerechnet in ihrer Gegenwart droht seine Maske zu fallen, und schon bald stehen nicht nur Leben, sondern auch ihre Herzen auf dem Spiel.

Es handelt sich um einen Liebesroman, der fast schon in die Richtung Dark Romance geht – und genau das fand ich besonders reizvoll, da ich dieses Genre bisher noch nicht allzu oft gelesen habe. Vor allem die Mischung aus Gangmilieu und der nahezu detektivischen Spurensuche im Krankenhaus war spannend umgesetzt. Besonders der Handlungsstrang rund um die mysteriösen Todesfälle hat mir sehr gut gefallen.

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Peter Huth: Aufsteiger

Auf Felix Licht kommen mehr Veränderungen zu, als er für möglich hält. Sein Chef, der Chefredakteur des Magazins, wird gehen, und Felix soll sein Nachfolger werden. Für diesen Karrieresprung hat er alles gegeben, seine ganze Kraft und all seine Fähigkeiten und vor allen Dingen die sehr enge Zusammenarbeit mit dem neuen Verleger Berg. Eigentlich hat er alles richtig gemacht. Eigentlich.

„Das also, dachte er, … ist die Redaktion der Zukunft. Ein Keller. Keine Reporter mehr, kein Recherchieren, keine Dokumentation. Keine Konferenzen … Kein Teamsport sondern eine Einzeldisziplin. Ein Tisch mit einem Computer, ein paar Mikros, ein Monitor, auf dem die ganze Welt als Hintergrund gefakt werden kann.“ (S. 242)

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Jon Fosse: Vaim

Der neue Roman des Literatur-Nobelpreisträgers von 2023 Jon Foss, „Vaim“ heißt er, ist vor allem eines: anstrengend. Der 160 Seiten lange Text ist im Grunde ein einziger Satz, einen Punkt sucht man vergebens. Es gibt viele Wiederholungen mit nur kleinen Abweichungen. Das schafft zwar einen besonderen Rhythmus, macht das Lesen aber mühsam und manchmal monoton.​

Drei Männer aus einem Küstenort erzählen abwechselnd von ihrem Leben, von ihrer Unsicherheit und von einer Frau namens Eline, die alles verbindet. Ihre Stimmen klingen jedoch sehr ähnlich, sodass man sie gedanklich kaum auseinanderhalten kann.​

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L.J. Shen und Parker S. Huntington: My Dark Prince

Kindheit, Erinnerungen. Die Kindheit nahezu perfekt, während die andere nur so vor Lieblosigkeit trotzt. Daraus resultiert zwischen Oliver und Bismarck und Briar eine enge Freundschaft, aus der beim Aufwachsen beider mehr wird. Liebe. Gefühle. Aber das Schicksal hat es anderes gemeint. Die Kapitel in „My Dark Prince“ sind eine Mischung aus Gegenwart, Vergangenheit und vereinzelt nur Textnachrichten. Eine Geschichte, die mich als Leserin auf den ersten Buchseiten schnell ergriffen hat und aufgrund der verschiedenen Zeitebenen ebenso in den Bann ziehen konnte.

Zumindest ging mir es die etwa ersten 100 Seiten so. Auch das weitere Konzept, wie beide Protagonisten zueinander finden sollten, erschien mir als leicht amüsant, aber nicht unbedingt negativ. Jedoch muss ich hier gestehen, dass ich im weiteren Leseverlauf zusehends genervter von dem Inhalt wurde. Je länger ich dieses Buch gelesen habe, desto schwerer ist es mir tatsächlich gefallen.

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Florian Illies:  Wenn die Sonne untergeht: Familie Mann in Sanary

Mit den Manns in ihrem ersten Exil – ein wahrhaft gelungenes Buch

Man meint, mit der Familie am Tisch zu sitzen, wenn sie sich zum Mittagessen versammelt. Man glaubt, dabei zu sein, wenn Thomas und Heinrich Mann am Meer spazieren gehen. Man windet sich mit den Kindern, die aus Angst vor dem Übervater zittern und sich nichts zu sagen trauen. Man leidet mit „Tommy“, dem Nobelpreisträger, der sich so sehr entwurzelt fühlt.

Das geniale Buch von Florian Illies – so wunderbar geschrieben, so perfekt Stimmungen beschreibend und Personen entlarvend – liest sich wie ein spannender, humorvoller und sehr sensibler Roman. Durch dessen Seiten man jagt, die man nicht schnell genug umblättern kann, so sehr fesselt das Erzählte.

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