Rachel Khong: Real Americans

Rachel Khongs Roman Real Americans erzählt die Geschichte einer Familie, die sich über drei Generationen hinweg mit Herkunft, Zugehörigkeit und den langfristigen Folgen persönlicher Entscheidungen auseinandersetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur das Leben zwischen zwei Kulturen – der chinesischen und der amerikanischen –, sondern auch Fragen nach Liebe, Ehrgeiz und dem Vermächtnis, das Eltern ihren Kindern hinterlassen, ob bewusst oder ungewollt.

Worum es geht

Zentral ist die Figur Lily, eine junge Frau chinesischer Herkunft, die in den 1990er-Jahren in New York lebt. Sie verliebt sich in Matthew, einen wohlhabenden und ehrgeizigen Mann aus einer völlig anderen gesellschaftlichen Welt. Aus dieser Beziehung geht ihr Sohn Nick hervor, der sich Jahre später auf die Suche nach seinem Vater begibt – und dabei nicht nur familiären Geheimnissen begegnet, sondern auch mit seiner eigenen Identität konfrontiert wird.

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Graham Norton: Eine wie Frankie

Mehr oder weniger fesselnde Lebensgeschichte einer Frau von den 1950er-Jahren bis heute

Graham Norton, dessen Roman „Ein Ort für immer“ mich mit seiner Vielschichtigkeit, Spannung und seinem subtilen Humor begeistert hatte, erzählt in seinem neuen Buch die Lebensgeschichte der Irin Frances, deren Leben von zahlreichen Höhen und Tiefen geprägt ist.

Im Grunde handelt der Roman von einem recht typischen Frauenleben. Die Protagonistin, die später von allen nur noch Frankie genannt wird, ist eine sympathische, oft scheue und wenig selbstsichere Frau.

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Kim Leopold: The Worst Kind of Perfect

Gabriella steht kurz vor ihrem großen Traum: dem Launch ihrer eigenen Dessous Kollektion für kurvige Frauen. Dass sie dies ohne ihren Mann Lio nie geschafft hätte, ist ihr durchaus bewusst und so möchte sie ihn nun bei seinem großen Traum auch unterstützen. Er wolle schon immer professioneller Freerunner sein. So wird ihre gemeinsame Zeit schnell immer knapper, ihr Leben gerät aus der Balance. Können sie es schaffen Karriere und Beziehung gleichermaßen unter einen Hut zu bringen?

Im Grunde setzt die Geschichte da an, wo andere enden Nämlich beim Happy End. An jenem Punkt, wo die Charaktere eigentlich schon alles haben und glücklich zu sein scheinen.

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Katharina Herzog: A Taste of Cornwall: Ein Löffel Glück

Ein schöner, leichter, gut geschriebener und flott zu lesender Roman mit ernstem Hintergrund.
Die Me-Too-Debatte wird hier geschickt in die Geschichte eines Models eingesponnen, das vor einer Neuausrichtung seines Lebens steht und nicht so recht weiß, wie es nach einer mehr oder weniger beendeten Modelkarriere und einem Burn-out weitergehen soll. Annabelle, einst gefeiertes und bekanntes Model, steht vor der Frage, was sie in Zukunft machen will, was sie vom Leben erwartet und was sie bereit ist zu geben. Ihr Versuch, ein eigenes Restaurant zu betreiben, das mehr von ihrem Namen als von ihrem gastronomischen Können lebt, ist grandios gescheitert, nachdem Sophie, damals Londons bekannteste Restaurantkritikerin, einen bösen Verriss veröffentlicht hatte.

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Deidra Duncan: Love Sick

Noch bevor Grace als Assistenzärztin in der Gynäkologie beginnt, kursiert das Gerücht, sie habe den begehrten Ausbildungsplatz nur bekommen, weil sie mit jemandem aus der Chefetage geschlafen habe. Gerade sie, die nach dem traumatischen Ende ihrer letzten Beziehung alle potenziellen Partner auf Abstand hält. Grace geht fest davon aus, dass auch ihr unverschämter, aber attraktiver Kollege Julian das Gerede glaubt. Erst als beide feststellen, dass sie sich in der toughen Ausbildung gegenseitig helfen können, beginnt das Eis zu schmelzen. Doch während Grace Gefühle für Julian entwickelt, fragt sie sich, ob sie sich öffnen kann – und ob das unter diesen Umständen wirklich eine gute Idee wäre …

Die ersten Kapitel waren noch etwas überladen mit Fachjargon und vielen Charakteren. Es dauert eine Weile, bis man alles versteht. Bald aber war ich vollkommen in dem Buch versunken und konnte kaum mehr mit dem Lesen aufhören.

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Julia Schuck: A Spoonful Of Us

Inhalt

Ein Online-Date, ein verpatzter One-Night-Stand und dann: die große Liebe. Oder?

Saras und Lucas erstes Date wird von Saras toxischem (Ex-)Freund gestört. Wenig später treffen sich beide in dem italienischen Restaurant von Saras Cousin wieder – in dem Luca Stammgast ist. Obwohl die beiden sich am liebsten aus dem Weg gehen würden, erarbeiten sie zusammen ein Love-Birds-Menü für das Restaurant im Rahmen des anstehenden Food-Festivals in der Stadt. Wenn da nur nicht Saras eventuell-vielleicht-noch-Freund und die Erinnerung an das letzte Date wären …

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Bodo Kirchhoff: Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt

Der deutsche Schriftsteller Bodo Kirchhoff wird in diesem Jahr 78 Jahre alt. Er schreibt Romane, Erzählungen, Drehbücher und Theaterstücke. Seine Werke wurden ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis 2016 für die Novelle „Widerfahrnis“. Am 15. Januar 2026 veröffentlichte dtv seinen neuesten Roman mit dem Titel „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“.

Terese und Viktor, das „ewige Paar“?

Und tatsächlich ist der Titel des Buches „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“, wenngleich etwas sperrig, vortrefflich gewählt.

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Peter Schneider: Die Frau an der Bushaltestelle

Peter Schneiders Roman „Die Frau an der Bushaltestelle“ spielt im Westberlin der späten 1960er-Jahre und verbindet eine private Liebesgeschichte mit der aufgewühlten Stimmung der Studentenbewegung. Im Mittelpunkt steht eine Dreiecksbeziehung, die von Liebe, Eifersucht und falschen Entscheidungen geprägt ist – und deren Folgen der Erzähler erst viele Jahre später wirklich begreift.

Ausgangspunkt ist die Erinnerung an eine Begegnung an einer Bushaltestelle. Dort trifft der Erzähler auf Isabel, eine junge Frau, die aus der DDR in den Westen geflohen ist. Sie ist schön, selbstbewusst und voller Sehnsucht nach einem anderen Leben. Isabel verliebt sich in Nick, den besten Freund des Erzählers: einen tatkräftigen, unkomplizierten Mann, der Abenteuer und Sicherheit zugleich verspricht. Der Erzähler selbst fühlt sich ebenfalls zu Isabel hingezogen.

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Kate Fagan: Die drei Leben der Cate Kay

Cate Kay hat Erfolg. In Hollywood. Mit Büchern. Die gerade verfilmt werden. BislaCate Kay hat Erfolg. In Hollywood. Mit Büchern, die gerade verfilmt werden. Bislang lebte sie eher zurückgezogen, jetzt erklärt sie sich bereit, über ihr Leben zu reden – oder besser gesagt: zu schreiben. Es beginnt, als sie noch Annie heißt und bei ihrer suboptimalen Mutter lebt. Sie hat eine beste Freundin: Amanda. Die beiden sind so dicke, dass man sich sofort fragt, wo Amanda eigentlich in diesem Hollywood-Leben geblieben sein mag. Aber schon nach den ersten Seiten deutet sich etwas an: Annie kann Amanda nicht vertrauen. Das scheint weniger an Amanda als vielmehr an Annie zu liegen, aber klar bleibt: Die Teenagerfreundschaft beginnt zu bröckeln.

Nach einer fatalen Fehlentscheidung, die ich hier nicht spoilern möchte, verschwindet Annie, und Cass übernimmt. Sie hat nichts, beginnt ganz von vorne und baut sich ein neues Leben auf, das sie dann irgendwann aufgibt und zur Autorin Cate Kay wird. Eine Frau, die irgendwann von ihrer Vergangenheit eingeholt wird – einer Vergangenheit, die sich nicht mehr so darstellt, wie sie sie in Erinnerung hatte.

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Nadine Kerger: My Highland Heart

Summers Welt gerät ins Wanken, als sie herausfindet, dass ihr verstorbener Bruder einen unehelichen Sohn hatte, der in Schottland lebt. Sie will ihren kleinen Neffen Tristan unbedingt kennenlernen und reist auf die Isle of Skye. Doch die Familie MacKenzie ist nicht gut auf ihren Bruder zu sprechen. Aus Angst verschweigt Summer daher ihre wahre Identität und tritt eine Stelle als Tristans Nanny an. Schnell schließt sie den aufgeweckten kleinen Jungen, die stürmische Insel und ihre Bewohner ins Herz. Nur mit Tristans Onkel Duncan gerät sie ständig aneinander. Gleichzeitig fasziniert sie seine schweigsame, raue Highlander-Art, und jedes Mal, wenn sich ihre Blicke begegnen, liegt ein Knistern in der Luft. Doch Summer spielt mit dem Feuer. Denn sollte Duncan herausfinden, wer sie wirklich ist, droht sie alles zu verlieren …

In diesem Buch entführt die Autorin ihre Leser nach Schottland. Die Beschreibungen gelingen ihr hierbei so gut, dass man das Gefühl hat, direkt vor Ort zu sein.

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