Rebekka Moser: Tief

Das Cover in blassblau, Blick über den Bodensee, im Hintergrund ahnt man die Berge, vorne ein Steg, ein kleines Boot auf der glatten Wasserfläche. Dazu mehr als Ahnung denn erkennbar der Kopf einer Frau, einzelne lockige Strähnen fallen auf. Das Cover wirkt nicht wie ein schöner sonniger Tag am See, eher etwas beklemmend und passt daher gut zu der Geschichte, die uns erwartet. Genau wie die zunächst etwas seltsam anmutenden Kapitel-Überschriften. „VORBEI. Herbst. Ein Täter. Bodensee“ oder „Als alles begann. Sommer. Eine junge Frau. Mittelmeer“. So wird man als Leser zwischen den verschiedenen Erzähl- und Zeitebenen begleitet, weiß eigentlich immer, wo man gerade ist. Kein Wort zu viel! Das wiederum passt gut zu Kommissar Richard Heinzle, der grade alles andere als begeistert ist, sich um eine Mordermittlung zu kümmern. Und dann noch eine, die einem echt nahe geht. Heinzle braucht Zeit. Zeit für sich, um den Tod seiner Frau zu verarbeiten, nicht um zu ermitteln. Aber danach fragt grade keiner. Das Verhältnis zwischen Heinzle und Georg, seinem Chef, ist eh anscheinend nicht das beste, der Ton ist nicht unbedingt freundschaftlich, auch wenn sie dann doch gut zusammenarbeiten. Heinzle muss sich fügen und findet sich bald im wohl emotionalsten Fall wieder, den er je zu lösen hatte. Gott sei Dank mit der Unterstützung des Psychologen und Profilers, seinem Freund „Sense“ – eigentlich Sononer, der hinzugezogen wird und Sissi Kirschbaum, der Gerichtsmedizinerin, die ganz gerne eine wichtigere Rolle in Heinzles Leben spielen würde, aber dazu ist Heinzle nicht bereit.

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Messie Condo: Niemand möchte deinen Scheiß: Die Kunst, richtig auszumisten, bevor du stirbst

Ups, der Titel haut ja schon mal richtig rein! „Niemand möchte deinen Scheiß“! Das muss man sich erstmal sagen lassen und verdauen! Okay, mag ja sein, dass „Messie“ Condo recht hat! „Messie“ ist natürlich ein Pseudonym, klar, passt aber super gut zu dem, was sie übers Aufräumen, Ausmisten, Sich-trennen- von … so zu sagen hat.

Das Buch, der Ratgeber, wenn man so will, richtet sich, so heißt es im Vorwort, an alle, die langsam in einem Alter sind, in dem „sie ein Gefühl für ihre Sterblichkeit“ bekommen. Wann fängt das an? Mit 60? 80? 90? – keine Ahnung. Das muss dann wohl jeder auch für sich selbst definieren.

So knallhart wie der Titel, ist dann auch der ganze weitere Stil des Buches. Schonungslos, unbarmherzig und gnadenlos offen. Wer will schon deine Sammeltassen, dein Geschirr, Besteck, die Tischdecken von Ururoma, die keiner mehr auflegt? Die vielen, vielen Bücher, die es ja notfalls auch alle digital zu lesen gibt, den ganzen Krimskrams? Da mag viel Wahres dran sein. Aber bin ich bereit, mich jetzt schon von vielem, was mir lieb geworden ist, zu trennen, nur damit irgendwann, in hoffentlich noch recht ferner Zukunft, meine Lieben keine Last mit dem Entrümpeln haben? Ich weiß nicht. Soll ich jetzt anfangen, minimalistisch zu leben, nur um das Gefühl zu haben, anderen damit Gutes zu tun? Wo bleibt da der Spaß?

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Florian Schwieker: Code Null: Dieses Spiel kennt keine Grenzen

Florian Schwieker kennen Sie vielleicht als Mit-Autor der Krimis um den Strafverteidiger Rocco Eberhardt und den Gerichtsmediziner Justus Jarmer, die er gemeinsam und sehr erfolgreich mit Michael Tsokos geschrieben hat. Schwieker, der selbst lange als Strafverteidiger gearbeitet hat, ist inzwischen im Management eines führenden globalen Unternehmens im Bereich Künstliche Intelligenz tätig. Also auch für den Auftakt seiner neuen Serie rund um Künstliche Intelligenz eine kompetente und authentische Basis. Seine Protagonistin, Charlotte Engel, genannt Charlie, ist eine sympathische, hochintelligente junge Frau, die allerdings manchmal etwas menschenscheu, verunsichert und verletzlich ist.

An der Universität Amsterdam hat Charlie einen Master-Abschluss in Mathematik und Machine Learning gemacht. Sie hat ihr Studium absolviert als eine der Besten bisher an der Uni, ihre Dissertation hat sie dann allerdings wegen „Problemen im Team“ abgebrochen und ist in die freie Wirtschaft gewechselt. Auch hier macht sie einen Top-Job, ist allerdings wenig teamfähig, was zu häufigeren Wechseln führt. So auch grade jetzt. Ein Kunde hat an ihrer Qualifikation und Arbeitsweise gezweifelt, woraufhin Charlie einfach alles hingeschmissen hat. Jetzt hat sie zwar grade keinen Job, aber das wird sich finden. Sie hat aber Zeit, sich über einige Unregelmäßigkeiten zu wundern, die ihr in kleinen Meldungen auffallen: Störungen von Navigationssystemen, Probleme im Flugverkehr am BER, Störungen an der Börse – alles gleichzeitig um 16.05 Uhr! Das konnte kein Zufall sein.

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Christine Paxmann, Cornelis Jettke: Was Kacke alles kann: Warum ein Häufchen mehr ist als stinkender Abfall

Auch wenn man es in der Regel ja eher vermeidet, über „Kacke“ oder „Sch…“ zu reden, hier wird’s zum Thema. Es geht „um die Wurst“ und darum, dass dieser Abfall, den unser Körper täglich produziert, weil er ihn nicht braucht, durchaus nützliche Aspekte hat und in der Geschichte der Menschheit durchaus eine Rolle gespielt hat. Zum Beispiel, um Ofen oder Herd zu heizen, Häuser abzudichten oder auf andere Art weiterverwertet zu werden.

Insgesamt 24 Kapitel widmen sich dem, was „mehr ist als stinkender Abfall“. Der Blick in die Geschichte führt unter anderem von den Abortgruben, die oft neben den Brunnen lagen, weshalb das Wasser häufig verseucht war und es zu schlimmen Krankheiten und Epidemien gekommen ist, zur Geschichte der Kanalisation und damit der Verbesserung der Hygiene und Gesundheit bis zur Raumfahrt, zum Klimawandel und dem, was jeder Einzelne tun kann, um „jeden Tag ein bisschen die Welt zu retten“.

Ein liebevoll getextetes Kinder-Sachbuch, das mit sehr schön gestalteten Illustrationen veranschaulicht, worum es im jeweiligen Kapitel geht. Das macht es Kindern leichter, den kurz gehaltenen Texten zu folgen, aber auch den Erwachsenen einfacher, Kindern, die noch nicht selbst sicher lesen können, zu erklären, worum es jeweils geht. Das Buch richtet sich an Kinder ab 8 Jahren, ist aber durchaus auch für Erwachsene interessant. Vom Mittelalter bis zur Raumfahrt-Technologie werden die unterschiedlichsten Aspekte und Themen angesprochen und erklärt, Zusammenhänge verdeutlicht und erläutert. Begriffe, die sich vielleicht nicht gleich erschließen, werden am Ende des Buches in einem ausführlichen Glossar noch einmal aufgegriffen.

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Emelie Schepp: Julimord

Eigentlich hat Maia Bohm schon privat genug auszuhalten, da muss eigentlich nicht gleich am ersten Tag im neuen Job in Motala, wo sie sich hat hin versetzen lassen, ein Fall auf sie einstürmen, die sie mehr in Beschlag nimmt, als ihr guttut.

Der Grund für ihre Versetzung war die schwere Krankheit ihres Sohnes. Der 13-jährige Tim braucht ein Spenderherz und soll, bis es einen geeigneten Spender gibt, in der Klinik behandelt werden. Maia ist mit Tim und seiner Schwester Ella deshalb nach Motala gezogen, wohnt wieder bei ihrer Mutter und ist alles andere als glücklich mit dieser Lösung, zumal sie sich dauernd anhören muss, dass sie nicht genug Zeit für Tim übrig hat. Doch der Fall Johan Sundin lässt Maia und ihrem Kollegen Greg kaum mal Zeit, Luft zu holen. Maia kämpft an allen Fronten. Tagsüber versucht sie, gemeinsam mit Greg, zu ergründen, wie es zu dem Überfall auf Johan Sundin kommen konnte, der schwerstverletzt im Koma liegt und wer ihm das angetan haben könnte. Oder ob es vielleicht sogar ein versuchter Selbstmord war? Die Nächte verbringt Maia am Krankenbett von Tim, während ihre Mutter sich um Ella kümmert. Eigentlich ist alles zu viel, aber Maia hat keine Wahl.

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Marc Raabe: Im Morgengrauen

Nach dunkel-lila, knallgrün und orange dann jetzt strahlend hellgelb! Wie immer mit schwarzem Farbschnitt und einem düsteren Tier auf dem Cover. Trotz der strahlend hellen Farbe wirkt auch dieses Cover wieder ein bisschen unheimlich, wie eben auch immer. Das Tier ist diesmal eine Eule. Welche Bedeutung sie in dem packenden Thriller hat, wird recht bald klar. Ein weiterer Fall für das ungleiche, aber sympathische Ermittlerduo Art Mayer, der es einem nicht leicht macht, ihn zu mögen mit seiner verschlossenen, schrulligen Art und seiner Neigung zu Alleingängen, mit denen er sich nicht selten in Schwierigkeiten bringt und Nele Tschaikowsky, die inzwischen Mutter ist, der aufgeschlossenere Part des Duos und wohl eine der ganz wenigen Menschen, die Art nicht nur als Kollegen, sondern als Freund bezeichnen und das auch so meinen. Auf Nele kann er zählen. Immer wieder und trotz all seiner gefährlichen Alleingänge, seiner Unzugänglichkeit zum Trotz.

Auch dieser Fall wird wieder ziemlich persönlich für Art, nicht nur, weil es wieder einmal um seine Bekanntschaft, ja frühere Freundschaft mit Bundeskanzler Henrik Westphal und seiner Frau Juli geht, sondern weil Art in Verdacht gerät, etwas mit dem Verschwinden des Kanzlers zu tun zu haben.

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Romain Haas: Jagd durch Luxemburg

Man kann sein Vermögen – so man eines hat – ja eigentlich hinterlassen, wem man möchte. Man kann es gerecht oder ungerecht aufteilen, einer Stiftung vermachen oder eine gründen, man kann es aber auch an Bedingungen knüpfen. So wie der exzentrische, berüchtigte Multimillionär Charles Cannes. Man könnte sagen, er macht sich einen perfiden Spaß daraus, seine geldgierige Familie, die eh schon fast allesamt von seinem Geld leben, zu einer Art Schnitzeljagd durch Luxemburg zu zwingen, sofern sie erben möchten. Mit einer guten Portion schwarzen Humors beschließt Charles Cannes, wer erben möchte, soll sich sein Geld verdienen. Eigentlich würde er ja gerne seiner Schwester, seiner Lieblingsenkelin und auch seiner Pflegerin ein bisschen mehr zukommen lassen als den anderen, aber dann würde sich der Rest der „lieben Familie“ auf die drei stürzen wie die Geier. Mit seinem seltsamen Testament möchte er erreichen, dass sich zeigt, wer tatsächlich würdig sein wird, mit so viel Geld umzugehen. Die Rede ist immerhin von einhundert Millionen. Bei der Testamentseröffnung ist die Überraschung denn auch groß. Charles hat für jeden einen Umschlag vorbereitet mit einem Rätsel, das es zu lösen gilt. Wer den Umschlag annimmt, verpflichtet sich, mitzuspielen. Wer ihn verweigert, ist raus. Die Rätsel sind kryptisch, philosophisch, erfordern geschichtliches, kulturelles und Allgemeinwissen, außerdem eine gute Kombinationsgabe und manchmal auch ziemlich viel Risikofreude. Charles‘ Idee dahinter war: entweder sie schlossen sich zusammen oder sie stürzten sich gegenseitig ins Unglück. „Sich zusammenschließen“ ist in Charles‘ Familie allerdings anscheinend keine Option. Hier kämpft lieber jeder für sich und gegen die anderen, um möglichst wenig abgeben zu müssen. Bis auf Gertrud, Charles‘ Schwester, nehmen alle den Umschlag und damit die Herausforderung an. Auch Charlie, seine Enkelin. Sie ist als einzige bereit, zu teilen und sich Hilfe beim Rätseln zu holen. Während die Verwandtschaft skrupellos versucht, an das Geld zu kommen, geht Charlie mit Scharfsinn und gerne auch mit Unterstützung von außen vor.

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Hendrik Lambertus: Das Rad der Welt

Die „mappa mundi“, auf der hier der eigentliche Schwerpunkt der Erzählung liegt, ist keine Erfindung des Autors, wie man vielleicht meinen möchte, es gab sie wirklich und auch an dem Ort, an dem sie im Roman entsteht. Die Ebstorfer Weltkarte wurde 1830 zufällig wiederentdeckt, im Konvent Ebstorf bei Lüneburg. Inzwischen kann man sich ein Bild davon machen mit einem Online-Faksimile, das die Universität Lüneburg zur Verfügung stellt.

Auch wenn die im Roman handelnden Personen größtenteils fiktiv sind, es gab eine Priorin namens Mechthild im Kloster Ebstorf, und natürlich ist auch Herzog Otto von Lüneburg historisch verbrieft. Agnes, seine Tochter im Roman ist allerdings fiktiv.
Eine Karte der Welt, wie sie um 1300 bekannt war, ist der Traum der jungen, wissbegierigen Herzogstochter Agnes. Schon als Kind hat sie sich für alles interessiert, was außerhalb des Burghofes passiert, zu gerne würde sie selbst die Welt erkunden. Pater Aegidius, der sie auf der Burg unterrichtet, versucht ihren Wissensdurst zu stillen, so gut er kann. Mit einer kryptischen Zeichnung der Weltkarte auf einer kleinen Wachstafel weckt er erst recht Agnes‘ Interesse an der Geografie. Sie will unbedingt mehr wissen, will die Welt erfahren und aufzeichnen. Doch leider ist es ihr als Tochter des Herzogs kaum möglich, die Burg zu verlassen und wenigstens die umliegenden Gegenden zu erkunden. Viel zu selten kann sie Vater und Brüder mal auf die Falkenjagd begleiten und dann ja auch nur innerhalb der Ländereien des Herzogtums.

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Marion Demme-Zech: Gegen Mord ist kein Sauerkraut gewachsen

Wer gerne Krimis aus bestimmten Regionen liest, die dann ja auch immer viel Lokalkolorit bieten, ist bei den Saarlandkrimis von Marion Demme-Zech gut aufgehoben.

Ihr Ermittlerteam Toni, korrekt Antonia Kuppertz und Wolfgang Forsberg samt Dackel Günther ist diesmal in einem etwas anderen Einsatz. Eine Leiche wurde auf einem Hausboot auf der Mosel gefunden, das Boot war abgetrieben, zwei Männer aus dem Fluss geborgen, die offenbar in das Hausboot hatten einbrechen wollen und dabei die Leiche angeblich gefunden haben, mit dem Mord aber nichts zu tun haben wollen. Soweit so einfach. Aber: der Mann war tot, als das Boot noch am luxemburgischen Ufer der Mosel lag, abgetrieben wurde das Boot dann wieder nach Deutschland, die aus dem Fluss geborgenen Einbrecher stammen aus dem Saarland, sind also Deutsche. Geborgen wurden sie von der polnischen Besatzung eines niederländischen Kohlefrachters …. Das sind eine Menge Nationalitäten, die bei der Zuständigkeit der ermittelnden Behörden berücksichtigt werden wollen. Aber ist nicht alles irgendwo in Paragraphen geregelt? Eben! Man verständigt sich mit dem Luxemburger Kollegen auf eine binationale Zusammenarbeit und geht die Sache gemeinsam an. Dass das eine gute Entscheidung war, müssen Toni und Wolfgang mehrfach erfahren, denn sie begeben sich im Laufe der Ermittlungen selbst in große Gefahr.

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Frank Goldammer: Strandopfer

Der Auftakt einer neuen Krimiserie mit einem deutsch-polnischen Ermittler-Duo, das nicht wirklich harmonisch miteinander arbeitet, das dem Leser genauso wenig gleich sympathisch ist. Schwierig! Lena Schuldt, BKA-Beamtin aus Berlin wird zu Ermittlungen an die polnische Ostseeküste beordert, nachdem ein deutscher Urlauber am Strand tot aufgefunden wurde und gleichzeitig die zehnjährige Tochter von Freunden, mit denen er regelmäßig hier seit Jahren in einer Villa in der Nähe die Ferien verbringt, verschwunden ist. Lena versteht zwar nicht so ganz, was sie bei den Ermittlungen soll, aber einer der Freunde des Toten arbeitet beim Innenministerium, daher … Die ganze Situation belastet Lena. Die Gegend ruft unschöne Erinnerungen an ihre Kindheit auf der anderen Seite der Grenze, in einem ganz ähnlich strukturierten Dorf wach, mit einem Vater, der Alkoholiker war, einer Mutter, die die Familie verlassen und Lena dem Vater überlassen hat. Großeltern, bei denen sie dann groß geworden ist, die aber nicht besonders liebevoll mit ihr waren. All das beschäftigt sie, als sie jetzt hier mit Adam Krawczyk, ihrem polnischen Kollegen, die Ermittlungen führen soll. Auch Adam scheint etwas zu belasten, er ist Lena gegenüber sehr reserviert, ja fast schroff ablehnend. Lena ist auf ihn angewiesen, sie spricht die Sprache nicht. Adam spricht gut Deutsch, er war mit einer Deutschen verheiratet, die es aber in Polen nicht ausgehalten hat und die wieder zurückgegangen ist nach Deutschland. Jeder von beiden hat so seine Vorurteile, erfüllt alle Klischees, die man so kennt. Es dauert recht lange, bis sie sich ein bisschen öffnen und wirklich mal an einem Strang ziehen. Bis dahin muss allerdings ein zweiter Mord passieren und das Mädchen nach mehreren Tagen erst, eher zufällig, gefunden werden, nur um kurz darauf ein zweites Mal zu verschwinden.

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