In der Nähe von München, aber schon weit auf dem Land, verbrennt eine alte Frau. Wie auf einem Scheiterhaufen steht ihre Leiche mitten in einem brennenden Holzhafen, der bereites für das Osterfeuer vorbereitet war. Eva Nell war eine alte Frau, die sich ihr Geld mit Wahrsagerei und allerhand Kram aus alten Büchern verdiente. Ganz in der Nähe des Scheiterhaufens wohnt ihre Tochter in einem Haus, in dem ein kleines Mädchen spuken soll. Das Ermittlungsteam bestehend aus Hauptkommissar Wächter, Hauptkommissar Brandl und Oberkommissarin Eli Schulter stößt mitten hinein in eine Welt voller Aberglauben und alten Geschichten. Weiterlesen
regina-lindemann
Jodi Picoult & Samantha van Leer: Liebe ohne Punkt und Komma
Am Ende von „Mein Herz zwischen den Zeilen“ war es Delilah und Oliver endlich gelungen, Oliver aus dem Buch herauszubekommen, indem er seinen Platz mit dem Sohn der Autorin, Edgar, tauschte. Aber das Leben an der High School ist für einen echten Prinzen gar nicht so einfach. Oder doch, für Oliver ist das eigentlich nicht so schwer: Mit märchenhaftem Selbstbewusstsein ausgestattet erobert er recht schnell die angesagte Clique. Aber das war nicht das, was Delilah wollte. Sie, die ewig Ausgestoßene findet sich plötzlich mitten im Geschehen wieder. Daran hätten sich die beiden vielleicht irgendwann gewöhnt, auch Oliver hätte damit leben gelernt, dass es im echten Leben keine Rückspultaste gibt. Weiterlesen
Lindsay Faye: Das Feuer der Freiheit
Feuer stellt für Timothy Wilde ein Problem dar, seit seine Eltern bei dem Brand, den sein Bruder unachtsam verursachte, ums leben kamen. Und seit sein halbes Gesicht eine Brandnarbe ist, weswegen er nicht mehr als hübscher Barkeeper arbeiten kann, sondern sich als Polizist in einer relativ neu (nämlich im ersten Band) gegründeten Polizei von New York verdingt.
Ausgerechnet mit Feuer bekommt er es jetzt zu tun. Der Stadtrat, Fabrikbesitzer und ärgster Gegner seines Bruders, Robert Symmes wird schriftlich bedroht und nach und nach gehen seine Gebäude in Flammen auf. Weiterlesen
T. R. Richmond: Wer war Alice, gelesen von Josefine Preuß u.a.
Alice ist tot. Das erfährt man schon am Anfang des Hörbuches. Der Autor geht nicht nur der Frage nach, warum und wie sie gestorben ist, sondern auch, wie sie gelebt hat. Alice Salmon war eine moderne Frau, schon Stunden nach ihrem Tod geht die Nachricht wie ein Lauffeuer über Facebook und Twitter.
„Wer war Alice“ ist keine lineare Erzählung, vielmehr ist es eine Zusammenstücklung aus SMS, Briefen, Tagebucheinträgen, Erinnerungen, Protokollen und Facebook-Posts. Weiterlesen
Petra Hammesfahr: Fremdes Leben
Eine Frau wacht auf der Intensivstation einer Klinik auf. Sie sagen ihr, sie hieße Claudia. Wer ist Claudia? Sie heißt doch Cilly! Sie ist mit dem Geländewagen ihres Mannes? Freundes? einen verschneiten Abhang hinunterfahren. Er hat das Auto angeschubst. Sie kann sich doch genau erinnern. Aber der Mann, der kommt und sich als ihr Mann vorstellt ist ein ganz anderer. Hat sie durch den Unfall den Verstand verloren? Kann sie den Menschen in ihrer Umgebung noch trauen? Weiterlesen
Stephen King: Basar der bösen Träume, gelesen von David Nathan
Jetzt also wieder eine Kurzgeschichtensammlung vom Meister des Horror, der mit seinen letzten Romanen bewiesen hat, dass er nicht nur Horror kann. Die drei CDs enthalten 18 Kurzgeschichten und 2 Gedichte. Zu den Gedichten sag ich besser nichts, ich mochte sie so wenig, wie ich Lyrik im Allgemeinen mag. Sonst hat mir die Geschichtensammlung aber sehr gut gefallen. „Raststätte Mile 81“ erinnert ein bißchen an „Christine“, ist aber dann doch ganz anders. Mein Favorit ist die Geschichte um den Kindle, der in die Zukunft sehen kann, auch wenn mir das Ende ein wenig seltsam vorkam. Aber was bedeutet schon „seltsam“ in der Welt von Stephen King? Weiterlesen
Marissa Meyer: Die Luna-Chroniken 04: Wie Schnee so weiß
Der leider letzte Band der Jugendbuchreihe um Erde und Mond steht im Zeichen von Schneewittchen. Winter ist die schöne beliebte Prinzessin von Luna und ihrer herrschenden Tante ein Dorn im Auge. Es war Scarlett, die auf Luna als Kuriosität und Spielzeug von Prinzessin Winter gefangen gehalten wurde und es ist Scarlett, die mit dieser entkommt. Denn die böse Königin hat – ganz wie im Märchen – die Ermordung der Prinzessin angeordnet. Rotkäppchen, Verzeihung, Scarlett, erliegt aber anders als im Märchen nicht dem Charme des Wolfes, sondern schwingt sich im Gegenteil zum Alphaweibchen der Rudel auf. Weiterlesen
C. J. Sansom: Die Schrift des Todes
Es geht langsam zu Ende mit König Heinrich dem VIII. Der einzige Beau ist alt, fett und krank geworden. Da ist es wenig verwunderlich, dass er sich verwundbar fühlt und auf Verrat – oder das, was er dafür hält – unnachgiebig reagiert. Ausgerechnet die aktuelle Königin, ihre Vorgängerinnen haben nicht alle ein unblutiges Ende gefunden, verfasst in diesem von religiösen Kämpfen geschüttelten England ein Buch über – Religion. Nicht wirklich verräterisch, aber brisant genug, um sie in Angst und Schrecken zu versetzen, als es gestohlen wird. Weiterlesen
Ildiko von Kürthy : Neuland: Wie ich mich selber suchte und jemand ganz anderen fand
Ich kann sie so gut verstehen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt im Leben, an dem man sich fragt: Und das war‘s? So geht das immer weiter? Ildiko von Kürthy hat sich ein Jahr Zeit genommen für den Versuch herauszufinden, was es denn noch geben könnte. Sie versucht es im Schweigekloster, beim Survival-Training in der Wildnis und sie versucht, ein ganz anderer Mensch zu werden. Das fand ich am krassesten. Von der normalen brünetten Frau wollte sie sich mit Hilfe fast all dessen, was die moderne Industrie zu bieten hat, in eine dünne, langhaarige Blondine verwandeln. Und sie hat es durchgezogen. Und dabei hat sie dann auch endlich sich selbst gefunden – und sie selbst ist nicht dünn und blond. Das war die wohl wichtigeste Erkenntnis dieses Jahres: Sein Leben lang wünscht man sich irgendwie zu sein und dann zieht man es durch und stellt fest: So hab ich mir das nicht vorgestellt. Weiterlesen
Ethan Cross: Ich bin der Schmerz, gelesen von Thomas Balou Martin
„Ich bin der Schmerz“ ist der dritte (und leider vermutlich letzte) Band der „Shepherd“ Reihe. Marcus ist durch die Ereignisse der ersten beiden Bände (die man nicht kennen muss, um diese Geschichte zu verstehen), nervlich ziemlich am Ende. Da kommt ein neuer Serienmörder auf eine neue Idee: Er entführt den geliebten Menschen eines (zunächst mal beliebigen) Menschen und zwingt diesen dadurch, einen Mord für ihn zu begehen. Weigert sich der Erwählte, bekommt er seine Lieben stückweise zugesandt. Weiterlesen