Arno Strobel: Das Dorf, gelesen von Sascha Rotermund

dorfVor zwei Monaten hat Anna Bastian verlassen. Eines Morgens bekommt er einen Anruf von Ihr. Sie hat Panik in der Stimme und bittet ihn um Hilfe. Bei der Polizei kommt Bastian nicht weiter, sie glaubt ihm den Anruf einfach nicht, also macht er sich selbst auf die Suche. Die Spur führt zu einem kleinen Dorf an der Müritz. Das Dorf an sich ist schon unheimlich, aber bald muss Bastian auch an seinem Verstand zweifeln. Dinge geschehen, und dann ist es, als wären sie nie geschehen. Häuser verändern sich in wenigen Stunden, so als würde Bastian Sprünge durch die Zeit machen. Menschen sind tot und dann wieder lebendig. Weiterlesen

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B. C. Schiller: Rattenkinder, gelesen von Volker Wolf

ratteVictor Maly sitzt in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie. Vor einem Jahr wurde er ohne Gedächtnis und blutverschmiert aufgegriffen. Jetzt hat er sich entschlossen, sein Schweigen zu brechen. Er führt den Ermittler Tony Braun zu einer frischen Frauenleiche, bei der sich ein sehr lebendiges Baby und ein Rattenschädel befinden. Aber woher konnte Victor Maly das wissen? Er hat seit einem Jahr keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. War die Frau Opfer einer lang geplanten Tat? Gar Teil eines langangelegten Komplotts? Weiterlesen

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David Safier: Mieses Karma hoch 2

daviDaisy lebt in einer WG und träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Träumt, ist eigentlich hier nicht der richtige Ausdruck. Bildet sich ein sie hätte schon eine Karriere als Schauspielerin und reitet damit auf Nerven und Geldbeuteln ihrer Mitbewohner rum, trifft es schon eher. Endlich scheint sich eine reelle Chance anzubahnen, denn sie hat ein Vorsprechen bei dem neuen James-Bond-Film. Zwar nur eine kleine Rolle, aber immerhin eine internationale Produktion mit Erfolgsgarantie. Leider ist die Rolle so klein, dass der Hauptdarsteller Marc sie schon wieder aus dem Drehbuch gestrichen hat, ehe Kim zeigen kann, was sie draufhat. Weiterlesen

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Tommy Jaud: Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich, gelesen von Tommy Jaud

seanSean Brummel ist Amerikaner. Und eine Erfindung von Tommy Jaud. Und dass Tommy Jaud diesen fiktiven Amerikaner sein Buch schreiben lässt, hat seinen Grund. So herrlich mit Wahrheiten jonglieren, Statistiken aus dem Zusammenhang reißen und Behauptungen aufstellen, ohne sich auch nur Gedanken um eine Quellenangabe zu machen und gleichzeitig ständig versichern, dass man selbst die Realität gepachtet habe, kennen wir bislang nur aus meist amerikanischen Pseudo-Sach-in-Wirklichkeit-aber-Meinungsmacher-Büchern. Die Nutzungs- und Haftungsbeschränkungen auf dem Booklet sprechen dann auch eine eindeutige Sprache: „Sie erkären sich damit einverstanden, das Buch nicht zu hören, wenn sie Triathlet, Veganer oder Helikoptermama sind oder einer vergleichbaren, schnell empörten Minderheit angehören.“ Weiterlesen

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Jutta Profjit: Allein kann ja jeder

alleinBeworben wird das neue Buch der Kühlfach-Krimi-Autorin mit „Geschichte über eine ungewöhnliche WG“. Das ist es aber nicht. Die ungewöhnliche Wohngemeinschaft kommt nur am Rande vor. Witzig ist sie trotzdem. Die Hauptgeschichte ist aber ein klassischer Krimi mit Leiche, schleppend verlaufenden Ermittlungen und Täterfestnahme.

Rosa war schon immer anders. Flippig, unabhängig, Künstlerin. Als Kind hat Ellen das halb wahnsinnig gemacht. Sie wollte immer ein geregeltes, bürgerliches Leben, und als Erwachsene hat sie sich genau eine solche Familie geschaffen. Gerade als sich diese Fassade wegen des untreuen Ehemanns nicht mehr länger aufrecht halten lässt, gerät auch Rosas Leben durcheinander. Weiterlesen

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Tanja Kinkel: Schlaf der Vernunft

vernIn Tanja Kinkels neuestem Roman geht es um den deutschen Herbst. Kein wirklich historisches Thema diesmal also, dazu ist zu wenig Zeit vergangen, aber ein Thema aus der Zeitgeschichte. Es geht aber auch um die Gegenwart, um die Folgen von Taten und um die Veränderung von Ansichten.

Martina Müller – ein fiktiver Charakter – war aktives Mitglied der RAF. Sie wurde verurteilt, am Mord eines Politikers – ebenfalls fiktiv, aber schon sehr nah an der Geschichte – beteiligt gewesen zu sein. Sie hat geschwiegen. Sie haben alle geschwiegen. Weiterlesen

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Andrea Sawatzki: Der Blick fremder Augen, gelesen von Andrea Sawatzki

blickPuh, ein Krimi, in dem als erstes ein Hund (sinnlos) stirbt, das war ja ein Anfang für mich. Eigentlich hatte ich den Kaffee da schon auf, aber trotzdem muss ich sagen: Das Hörbuch war klasse. Es geht um Morde, um brutale Morde, aber Andrea Sawatzki hat da einen ganz geschickten Plot aufgebaut. Da gibt es die kleine Kathi, die mit einem gewalttätigen Vater und einer trinkenden Mutter geschlagen ist. Da gibt es Kathrin und Bernd, die vor einiger Zeit ihr ungeborenes Kind verloren haben. Und da gibt es die Kommissarin Melanie Fallersleben, die sich sowohl mit ihrem veganen Mitarbeiter als auch mit Morden herumschlagen muss, die auf den ersten Blick überhaupt keinen Zusammenhang zu haben scheinen. Weiterlesen

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Ferdinand von Schirach: Terror: Ein Theaterstück und eine Rede

terrDie Frage an sich ist nicht neu, aber in diesem Theaterstück noch mal ganz neu gestellt. Darf ein Flugzeug mit allen Passagieren abgeschossen werden, um einen Terroranschlag zu verhindern? Das Bundesverfassungsgericht hat diese Frage klar verneint. Ein Rechtsstaat darf das aus ausgiebig diskutierten Gründen nicht. Aber was ist mit einer Einzelperson, die rechtlich sicherlich anders zu behandeln ist? Gegen ausdrücklichen Befehl schießt ein Kampfpilot einen voll besetzten Jet ab, der entführt auf dem Weg zu einem Sportstation ist. Jetzt muss er sich dafür vor Gericht verantworten. Der Grat zwischen Heldentat und Mord ist hier sehr dünn. Im Verlauf des Prozesses kommt aber auch heraus, dass er zwar alleine und selbstständig handelte, aber wohl offensichtlich nicht doch so ganz einsam. Weiterlesen

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Chris Weitz: Young World 01: Die Clans von New York

youngEine Seuche hat die Menschheit dahingerafft, lediglich Teenager haben überlebt. Aber auch sie werden bei Erreichen einer gewissen Reife sterben – Beispiele verdeutlichen das. Zudem sind sie unfruchtbar und selbst wenn sie Kinder zeugen könnten, sind auch Säuglinge vom Überleben ausgeschlossen. Das zeigt schon, dass das große Sterben noch nicht lange her sein kann und dass die Protagonisten noch Erinnerungen an das Leben davor haben. Manche unterdrücken sie, weil sie an der Situation nichts ändern und alles nur noch schwerer machen, andere ziehen Kraft aus ihren Erinnerungen. Weiterlesen

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Anna Mocikat: MUC 02: Die verborgene Stadt

mucDie MUC-Romane sind ein echter Geheimtipp für Dystopie-Fans, vor allem aus Deutschland. Ich mag ja Romane über unsere untergegangene Zivilisation, bei denen Protagonisten die alten Dinge finden und kommentieren. Und das wird hier ausgezeichnet bedient. Zu den beiden Romanen gibt es auch noch zwei Kurzgeschichten und in der einen davon wird beschrieben, was passiert ist: Eine schnelltötende Seuche hat die Welt überzogen und alle außer Rothaarigen getötet. Seitdem sind 100 Jahre vergangen. Im ersten Band ist die junge Pia aus einem Bergdorf mit Überlebenden aufgebrochen, um ihren Bruder in MUC zu suchen. MUC ist das Kürzel für den Airport München und die Reste der Stadt sind danach benannt, warum auch immer. Die Gesellschaft hat sich verändert, es gibt wieder eine Herscherkaste, die das Volk dumm hält und natürlich gibt es Rebellen dagegen. Weiterlesen

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