Katharina von der Leyen ist eigentlich eine typische Berliner Stadtpflanze, mit sozialem Leben, Latte von Starbucks und abendlichen Kulturveranstaltungen – und 5 Hunden. Nicht nur, aber auch ihnen zuliebe zieht sie zunächst landlicher und dann ganz aufs Land. Ländlicher bedeutet in eine neue Wohnanlage am Rande Berlins. Ihre Berliner Freunde wähnen sie damit schon im Outback, aber es gibt sie noch, die Nachbarn, die Hunde für die neue Geißel der Menschheit halten. Mit viel Humor erzählt Katharina von der Leyen von der Eingewöhungsphase, von Hunden die gehen müssen und Hunden die kommen dürfen und vom Leben mit Hunden ganz allgemein. Weiterlesen
regina-lindemann
Jorge Rodriguez (Hrsg.): Hier ist alles Banane, gelesen von Reiner Kröhnert
Ich fand ja damals „Das total gefälschte Geheim-Tagebuch vom Mann von Frau Merkel“ total witzig und hatte hier auf etwas Ähnliches gehofft. Im Großen und Ganzen ist es das auch, aber ich fand es nicht halb so witzig. Zum einen liegt das an dem nuschelnden Dialekt, den „Honecker“ während des ganzen Hörbuches spricht. Ich habe es im Auto gehört und er war nicht immer wirklich leicht zu verstehen. Den Anfang, an dem Rodriguez beschreibt, wie er zu der Stelle als Mädchen für alles kommt und wie Margot und Erich in Chile ankommen, hatte noch einiges Lustige. Weiterlesen
Ruth Ware: Im dunklen, dunklen Wald, gelesen von Julia Nachtmann
Nora ist 26 und hat sich als Krimischriftstellerin in ihrem Leben eingerichtet. Eingerichtet trifft es wohl ganz gut, denn sie lebt extrem abgeschottet und menschenscheu in London. Da erreicht sie die Einladung zur Junggesellenabschiedsparty ihrer alten Freundin Claire. Nora zögert lange und sagt dann doch zu. Die Feier ist eher exklusiv, lediglich 6 Gäste sind es einschließlich der Gastgeberin und sie findet in einem Glashaus mitten im Wald statt. Nora bereut sehr bald, überhaupt gekommen zu sein, kein Kaffee, kein Handy-Empfang und gemeinsame Unternehmungen, die sie entweder langweilen oder kränken. Aber es kommt noch schlimmer… Weiterlesen
Andreas Eschbach: Teufelsgold, gelesen von Matthias Köberlin
Im 13. Jahrhundert gelangt ein Wanderer in eine Burg, der Burgherr spürt das Geheimnis auf, dass sich in dem seltsamen Karren verbirgt. Nichts weniger als den Stein der Weisen trägt der Alchemist John Scoro durch Europa. Der Burgherr lässt sich damit eine goldene Rüstung fertigen, aber das Gold ist verflucht und lässt jeden in seiner Nähe erkranken und sterben.
Im 21. Jahrhundert findet Hendrik Busske, junger Schnösel aus der Finanzwelt, in Zürich ein geheimnisvolles Buch über den Stein und die goldene Rüstung. Er muss es haben, um jeden Preis – also stielt er es, als es sich als unverkäuflich erweist. Er verliert es wieder, aber die Berührung hat Spuren hinterlassen. Weiterlesen
Stephen King: Mind Control
Da hat er es doch noch geschafft, ein wenig dunkle Mächte in die Geschichte hineinzubringen, der Großmeister des Horrors. Ein wenig hat er dabei die gute alte Detektiv-Geschichte der ersten beiden, ach was, eigentlich nur des ersten Bandes verlassen und ist wieder in alte Bahnen eingebogen. Da die aber schon immer gut waren, macht das nichts. „Mind Control“ ist ein echter Pageturner, den man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen würde.
Brady Hartfield, auch bekannt als „Mercedes-Killer“ liegt im Koma nach dem Schlag, den ihm Holly, die smarte aber durchgeknallte Assistentin verpasst hat. Zumindest glaubt das die Welt. Weiterlesen
Kevin Brooks: Travis Delaney 01: Was geschah um 16:08?
Der Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe. Travis hat gerade seine Eltern, die ein Detektivbüro in zweiter Generation betrieben, bei einem Autounfall verloren. Auf der Beerdigung taucht ein seltsamer Mann auf. Travis lässt das keine Ruhe, er versucht, dem letzten Fall seiner Eltern nachzuspüren und stößt dabei auf ein Geheimnis von nationaler Bedeutung.
Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive erzählt, der Krimi ist durchgängig spannend und ich hatte nach dem Ende des Buches sofort Lust auf den nächsten Band. Aber … Weiterlesen
Arno Strobel & Ursula Poznanski: Anonym
Nina Salomon ist in ihrer Dienststelle angeeckt, deswegen hat sie sich nach Hamburg versetzen lassen. Hier trifft sie ausgerechnet auf den korrekten Daniel Buchholz. Dies hier ist ihr erster gemeinsamer Fall. Eine Leiche, der ein Gewinner gewesen sein soll. Ein Gewinner bei was? Im Darknet gibt es eine Seite, die wöchentlich eine Liste mit vier Namen und einer Kurzbeschreibung veröffentlicht. Der jeweilige „Gewinner“ ist das nächste Mordopfer. Wobei ja der eigentliche Gewinner der ist, der ihn nominiert hat. Die erste Woche ist bereits um, bleibt also, die Liste von der nächsten Woche zu überprüfen und die vier Nominierten möglichst zu bewahren. Das ist aber gar nicht so einfach, weil die Hinweise eher ungenau sind. Es gibt eine ganze Menge Frauen, denen man das Glück nicht gönnt und wohl auch viel zu viele Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht sauber entsorgen. Diesen „Gewinner“ können sie nicht retten, aber es wartet schon die nächste Runde. Weiterlesen
Jodi Picoult: Die Spuren meiner Mutter
Tod und Trauer sind ja schon in mehreren der letzten Bücher von Jodi Picoult ein großes Thema, ebenso wie Schuld. Dieses mal verbindet sie das mit den Tieren, die für ihre Trauer, ihr langes Gedächtnis, aber für ihr gnadenloses Verfolgtsein bekannt sind: Elefanten. Elefanten trauern, da ist sich Alice Metcalf ganz sicher. So sicher, dass sie ihre Forschungsarbeit darauf ausrichtet. Das war vor 10 Jahren. Dann verschwand sie.
Heute ist ihre Tochter Jenna 13 und macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter. Gemeinsam mit dem ehemaligen Medium Serenity und dem abgehalfterten Privatdetektiv Virgil versucht sie herauszufinden, was vor 10 Jahren im Elefantengehege ihrer Eltern geschah. Wurde die Pflegerin wirklich von der Elefantenkuh niedergetrampelt oder hatte Jennas Mutter etwas damit zu tun und ist deshalb geflohen? Weiterlesen
Moritz Matthies: Letzte Runde
Wie konnte mir diese Romanreihe bislang bloß entgehen? Diese ermittelnden Erdhörnchen sind aber auch gar zu niedlich. Ray ist eher der Typ harte Schale weicher Kern und sein Bruder Rufus ist der Schlaumeier des Teams. Gemeinsam mit ihrer Sippe leben Sie im Berliner Zoo und da passiert gerade so Einiges, was nicht so sein sollte. Zuerst wird dem Löwen die Mähne abrasiert. In der nächsten Nacht verschwinden die Stoßzähne des Elefantenbullen. Angst geht um, wer wird der Nächste sein? Höchste Zeit also, dass Rays Mitermittler mal in die Hufe kommen. Denn Rufus ist gerade sehr beschäftigt mit seinem, äh.., Patensohn, der das Denkergen von ihm geerbt hat. Und der menschliche Teil des Teams hat auch beschlossen, sich zukünftig nur noch Vorgarten und Familie zu widmen. Ermitteln? Viel zu gefährlich. Weiterlesen
Thomas Thiemeyer: Evolution 01: Die Stadt der Überlebenden, gelesen von Mark Bremer
Es sollte ein Schüleraustausch werden. Einige Zeit in den USA, für Lucie und Jem sollte es die beste Zeit ihres Lebens werden – so war es geplant. Aber das Flugzeug gerät in einen Sturm und muss in Denver notlanden. Das gelingt zwar, aber was ist mit dem Airport geschehen? Es sieht aus, als stünde er seit Jahren leer, nirgends eine Spur von Menschen. Dafür ist die Technik sehr viel ausgefeilter, als die Passagiere sie kennen.
In einem Schulbus machen sie sich auf den Weg in die eigentliche Stadt Denver und auch hier gibt es keine Spur von Menschen. Die Tiere verhalten sich seltsam. Als würde die Gruppe beobachtet, taxiert. Nach und nach finden sie heraus, was geschehen ist und die Wahrheit ist noch viel skurriler, als sie es sich hätten vorstellen können. Das ist ganz sicher kein spaßiger Schüleraustausch. Weiterlesen