Ferdinand von Schirach: Die Würde ist antastbar

ferdAlle 13 in diesem Band zusammengefassten Essays hat Ferdinand von Schirach in den Jahren zwischen 2010 bis 2013 für das Magazin Spiegel verfasst. Sein fachmännischer Blick hinter die Kulissen und seine daraus resultierenden juristisch ausgeprägten Ausführungen verdeutlichen die Schwierigkeiten der Rechtssprechung unter Wahrung demokratischer Grundrechte:

Kann man menschliche Existenz in einer Wertigkeit messen? – Wessen Leben ist mehr wert: Das eines Opfers oder das eines Verbrechers?
Sollte man Kinderschändern die Chance zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglichen? Weiterlesen

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Erwin Uhrmann: Ich bin die Zukunft

erwinAls Sebastian Leitner sich auf den Weg zu einem Berghaus in den Alpen macht, plant er, für einen Monat lang dort zu bleiben. – Er muss seine Gedanken ordnen und nach einem Streit mit seiner Frau braucht er Abstand von allem.
Die Hüttenwirtin Dora Kortschacher ist eine alte Frau, seit Jahren hat sie niemanden mehr beherbergt, macht aber für Leitner, da dieser nicht nur ein paar Tage bleiben will, eine Ausnahme. Sie bezieht Leitner in die täglich notwendigen Verrichtungen im Berghaus mit ein. Leitner bleibt länger als den einen Monat, aus seinem Aufenthalt werden Jahre, während denen Dora Kortschacher stirbt. Sebastian Leitner beginnt Ziegen und Hühner zu halten und legt einen Garten an. Weiterlesen

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A. S. A. Harrison: Die stille Frau

frai„Die stille Frau“ zeichnet das Porträt einer vordergründig glücklichen Beziehung, in der beide Partner auf fast stoische Weise versuchen, Belastendes, Unangenehmes zu verschweigen, bzw. darüber hinwegzusehen. Doch schnell wird deutlich, dass sich die Realität nicht so einfach ausklinken lässt.
A. S. A. Harrisons Roman deckt nach und nach die Abgründe und persönlichen Konflikte der beiden Protagonisten psychologisch ausgerichtet auf. Weiterlesen

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Véronique Olmi: Das Glück, wie es hätte sein können

das„Das Glück wie, es hätte sein können“ spielt mitten in Paris und erzählt vom Glück und Unglück dreier Personen. Eigentlich stimmt doch alles, eigentlich führen sie ein glückliches Leben, denkt man, während die Autorin uns Lucie und ihren Ehemann Serge in ihrem schönen Haus in Montmartre, sowie Suzanne und ihren Mann Antoine in ihrer kleinen Wohnung näher bringt. Beide Ehen zerbrechen, weil Serge und Suzanne sich ineinander verlieben.

Paris, Montmartre, ein schönes Haus, in dem eine glückliche Familie wohnt: Der sechzigjährige Immobilienmakler Serge mit seiner um dreißig Jahre jüngeren, hübschen Frau Julie und zwei Kindern. Weiterlesen

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Paul Auster & J. M Coetzee: Von hier nach da: Briefe

paulNachdem die Schriftsteller Paul Auster und J. M. Coetzee sich 2008 bei einem australischen Literaturfestival kennengelernt hatten, regt Coetzee einen Briefwechsel an, auf den Auster nur zu gern eingeht. Der Gedankenaustausch erstreckt sich über drei Jahre von 2008 bis 2011 hinweg und zeigt ein vielfältiges Themenspektrum auf, das sich nicht nur mit interessanten und brisanten Inhalten befasst, sondern einen transparenten Zugang zu beiden Autorenpersönlichkeiten schafft.

Ein großes Thema von Auster und Coetzee behandelt Sport in seinen unterschiedlichsten Formen. Natürlich machen sich die beiden auch viele politische Gedanken – unter anderem über den Nahostkonflikt, über Südafrika und die Apartheit, über den Wahlausgang in den USA – als nicht Al Gore, sondern Bush an die Macht kam, und und… Weiterlesen

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Susanna Tamaro: Ein jeder Engel ist schrecklich

tamaIn „Ein jeder Engel ist schrecklich“ erzählt Susanna Tamaro davon wie sie aufgewachsen ist und wie sie zum Schreiben gekommen ist. Dabei gewährt sie den LeserInnen sehr intime Einblicke in ihre von widrigen Umständen geprägte Kindheit und Jugendzeit innerhalbs einer lieblosen Familienstruktur.

Susanna Tamaro ist ein von Ängsten getriebenes, entmutigtes, empfindsames Kind. Wie anders wäre mein Leben verlaufen, wenn ich in einer Gegend mit viel Sonne geboren wäre, fragt sie sich, denn Triest, wo sie aufwächst, ist klimatisch von der eiskalten Bora beeinträchtigt.
Wir lesen vom düsteren Dasein eines unglücklichen Mädchens mit unglücklichen Eltern, die sich abschotten und in eisiges Schweigen hüllen. Weiterlesen

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David Guterson: Zwischen Menschen

zwiIn zehn Geschichten zeigt David Guterson auf, was sich – gemäß dem treffenden Buchtitel – zwischen Menschen abspielt. Er schaut hinter die Fassaden, legt das Seelenleben seiner Figuren offen, zeigt Probleme, unterschiedliche Erwartungshaltungen, Sichtweisen auf. Immer handelt es sich bei seinen Protagonisten um Menschen in einem bereits reiferen Alter, die ein mehr oder minder bewegtes Leben hinter sich haben.
„Mieterin“ ist eine Geschichte, in der ein Vermieter seiner unbekannten Mieterin in seinen zwanghaften Gedanken eine immer mysteriösere Rolle zuschreibt. Weiterlesen

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Erich Hackl: Drei tränenlose Geschichten

dreiErich Hackl ist ein Erzähler, der penibel dokumentiert. In „Drei tränenlose Geschichten“ hält er die Erinnerung dreier verschiedener Tragödien wach.

Hackl beschreibt die Flucht der jüdischen Familie Klagsbrunn nach Südamerika über mehrere Generationen. Zum einen lesen wir von der Flucht 1938 aus Österreich nach Brasilien, später von Berlin wieder zurück nach Rio de Janeiro. Ausführlich erläutert Hackl die Stationen der Großfamilie: Ihr Emporkommen, ihre Enteignung mit anschließender Flucht und Widerstand, erneute Haft und Folter der Nachgeneration. Weiterlesen

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John Corey Whaley: Hier könnte das Ende der Welt sein

hier„Hier könnte das Ende der Welt sein“ ist ein Jugendbuch, das LeserInnen mit literarisch eher anspruchsvollen Ambitionen ansprechen wird.
Wir lesen von dem siebzehnjährigen Cullen Witter, der in Lily, einer langweiligen Kleinstadt in Arkansas lebt. Im zweiten Kapitel machen wir Bekanntschaft mit Benton Sage und dessen religiösen Visionen. Dabei ist fast bis zum Ende kein Zusammenhang zwischen den beiden unterschiedlichen Protagonisten erkennbar. Der Autor arbeitet mit zwei verschiedenen Erzählsträngen- und techniken, was anfangs etwas irritierend anmuten kann. Weiterlesen

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Daniel Kampa: Mondscheingeschichten

kampaDer Herausgeber Daniel Kampa hat in dem Band „Mondscheingeschichten“ dreiundzwanzig Erzählungen ausgewählt, die sich – wie der Titel besagt – um den Mond drehen.
Durch die bunte Mischung von Geschichten und Gedichten verschiedenster Autoren wird jedes Genre bedient. Die eine oder andere Erzählung hat man vielleicht vor langer Zeit schon einmal gelesen, wie zum Beispiel „Der kleine Häwelmann“ von Theodor Storm oder das „Abendlied“ von Matthias Claudius.
Auch zeitgenössische Autoren wie Paul Auster mit seiner Erzählung „Mond über Manhattan“ oder Banana Yoshimoto mit „Moonlight Shadow“ sind in diesem Buch vertreten. Weiterlesen

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