Susanna Tamaro: Ein jeder Engel ist schrecklich

tamaIn „Ein jeder Engel ist schrecklich“ erzählt Susanna Tamaro davon wie sie aufgewachsen ist und wie sie zum Schreiben gekommen ist. Dabei gewährt sie den LeserInnen sehr intime Einblicke in ihre von widrigen Umständen geprägte Kindheit und Jugendzeit innerhalbs einer lieblosen Familienstruktur.

Susanna Tamaro ist ein von Ängsten getriebenes, entmutigtes, empfindsames Kind. Wie anders wäre mein Leben verlaufen, wenn ich in einer Gegend mit viel Sonne geboren wäre, fragt sie sich, denn Triest, wo sie aufwächst, ist klimatisch von der eiskalten Bora beeinträchtigt.
Wir lesen vom düsteren Dasein eines unglücklichen Mädchens mit unglücklichen Eltern, die sich abschotten und in eisiges Schweigen hüllen. Weiterlesen

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David Guterson: Zwischen Menschen

zwiIn zehn Geschichten zeigt David Guterson auf, was sich – gemäß dem treffenden Buchtitel – zwischen Menschen abspielt. Er schaut hinter die Fassaden, legt das Seelenleben seiner Figuren offen, zeigt Probleme, unterschiedliche Erwartungshaltungen, Sichtweisen auf. Immer handelt es sich bei seinen Protagonisten um Menschen in einem bereits reiferen Alter, die ein mehr oder minder bewegtes Leben hinter sich haben.
„Mieterin“ ist eine Geschichte, in der ein Vermieter seiner unbekannten Mieterin in seinen zwanghaften Gedanken eine immer mysteriösere Rolle zuschreibt. Weiterlesen

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Erich Hackl: Drei tränenlose Geschichten

dreiErich Hackl ist ein Erzähler, der penibel dokumentiert. In „Drei tränenlose Geschichten“ hält er die Erinnerung dreier verschiedener Tragödien wach.

Hackl beschreibt die Flucht der jüdischen Familie Klagsbrunn nach Südamerika über mehrere Generationen. Zum einen lesen wir von der Flucht 1938 aus Österreich nach Brasilien, später von Berlin wieder zurück nach Rio de Janeiro. Ausführlich erläutert Hackl die Stationen der Großfamilie: Ihr Emporkommen, ihre Enteignung mit anschließender Flucht und Widerstand, erneute Haft und Folter der Nachgeneration. Weiterlesen

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John Corey Whaley: Hier könnte das Ende der Welt sein

hier„Hier könnte das Ende der Welt sein“ ist ein Jugendbuch, das LeserInnen mit literarisch eher anspruchsvollen Ambitionen ansprechen wird.
Wir lesen von dem siebzehnjährigen Cullen Witter, der in Lily, einer langweiligen Kleinstadt in Arkansas lebt. Im zweiten Kapitel machen wir Bekanntschaft mit Benton Sage und dessen religiösen Visionen. Dabei ist fast bis zum Ende kein Zusammenhang zwischen den beiden unterschiedlichen Protagonisten erkennbar. Der Autor arbeitet mit zwei verschiedenen Erzählsträngen- und techniken, was anfangs etwas irritierend anmuten kann. Weiterlesen

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Daniel Kampa: Mondscheingeschichten

kampaDer Herausgeber Daniel Kampa hat in dem Band „Mondscheingeschichten“ dreiundzwanzig Erzählungen ausgewählt, die sich – wie der Titel besagt – um den Mond drehen.
Durch die bunte Mischung von Geschichten und Gedichten verschiedenster Autoren wird jedes Genre bedient. Die eine oder andere Erzählung hat man vielleicht vor langer Zeit schon einmal gelesen, wie zum Beispiel „Der kleine Häwelmann“ von Theodor Storm oder das „Abendlied“ von Matthias Claudius.
Auch zeitgenössische Autoren wie Paul Auster mit seiner Erzählung „Mond über Manhattan“ oder Banana Yoshimoto mit „Moonlight Shadow“ sind in diesem Buch vertreten. Weiterlesen

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Thommie Bayer: Die kurzen und die langen Jahre

dieAuch in seinem neuen Buch „Die kurzen und die langen Jahre“ siedelt Thommie Bayer den Protagonisten – wie könnte es auch anders sein – im Musikermilieu an.

Der zweiundzwanzigjährige Simon trifft an einer einsamen Waldhütte im Schwarzwald auf die um acht Jahre ältere Sylvie. – Ein geeigneter Platz um die Liebe des Lebens zu treffen, sollte man meinen. Doch es ist ein Doppelmord der die beiden dort zusammenführt. – Simons Vater und Sylvies Mann wurden an diesem Ort ermordet. Weiterlesen

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Jonah Lehrer: Imagine! Wie das kreative Gehirn funktioniert

jonJonah Lehrer beweist mit „Imagine“, dass ein Buch über menschliche Denkvorgänge nicht zwangsläufig eine wissenschaftliche Abhandlung sein muss. Vielmehr leben alle seine aufgezeigten Studien von ihren begleitenden Geschichten, die so interessant und verblüffend erscheinen, dass man ähnlich wie bei einem spannenden Roman, nicht mehr aufhören kann zu lesen.

An Fallbeispielen von Bob Dylan, Shakespeare, Steve Jobs und weiteren, zeigt der Autor auf, wie kreative Momente und Prozesse zustande kommen.
So lesen wir zum Beispiel davon, wie der Laborant Dick Drew den Tesafilm erfindet, oder wie die Entwickler des Konzerns Procter & Gamble die Idee für den „Swiffer Bodenwischer“ ersinnen. Weiterlesen

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Mary Gaitskill: Der verschwundene Kater

gaitWährend Mary Gaitskill in der Toscana auf einem Rückzugsort für Literaten weilt, trifft sie an einem alten Bauernhaus auf eine Schar verwahrloster Katzen, denen sie helfen möchte.
Nur ein kleiner getigerter Kater lässt sich von ihr einfangen und zum Tierarzt bringen. Das Tier würde noch wochenlange Pflege benötigen, bis es wieder aufgepäppelt sei, sagt man ihr. Mary nimmt sich die Zeit wie selbstverständlich dafür. Der kleine Kater erobert ihr Herz, weil er so feinfühlig und zurückhaltend auf sie und das Leben reagiert. Mit der Zeit projiziert Mary viele ihrer Gedanken die sie aufarbeitet auf das Verhalten des Tieres, das ihr allzu oft wie menschlich vorkommt. Weiterlesen

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André Aleman: Wenn das Gehirn älter wird

hirnDie Menschen werden immer älter, doch das Gehirn baut bereits früher ab als wir glauben. Was passiert mit unserem Denkvermögen wenn wir älter werden? Dieses Buch gibt wissenschaftlich fundierte Antworten und erklärt dabei, welche Prozesse beim Älterwerden im menschlichen Gehirn ablaufen und welche Möglichkeiten wir haben, gewisse Vorgänge zu beeinflussen.

In acht mehrfach untergliederten Kapiteln erklärt der niederländische Neuropsychologe André Aleman leicht verständlich und aufschlussreich, in welcher Form sich unser Denkvermögen wandelt, wie sich die Leistungsfähigkeit des Gehirns im Alter verändert und wie sich die Anatomie des Seniorengehirns zusammensetzt. Weiterlesen

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John von Düffel: Wassererzählungen

wasserInsgesamt zwölf Geschichten finden sich in John von Düffels Wassererzählungen. Wie der Titel verrät und wie man es auch von John von Düffel bereits kennt, spielt sich alles im und um das Wasser ab. – Einmal mehr verdeutlicht der Autor, dass das Wasser sein ureigenes Thema und literarisches Leitmotiv ist.

In der Erzählung „Ostsee“ beobachtet ein Schwimmer, der täglich bei jedem Wetter im Meer schwimmt, einen alten Mann, der am Strand etwas zu suchen scheint.
In „Das Spiel ohne auf die Erde zu kommen“, geht es um eine junge Frau und deren letztendliche Gewissheit, dass ihr ungeborenes Kind nicht leben wird.
„Der schwarze Pool“ erzählt vom Befinden eines Vaters, dessen Tochter ihn auf sportlicher und später beruflicher Ebene eingeholt und überrundet hat. Weiterlesen

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