Mary Miller: Süßer König Jesus

maryMary Millers Debütroman ist ein typisches Roadmovie, das von Alabama bis nach Kalifornien führt.

Die pubertierenden Schwestern Jess und Elise begleiten ihre Eltern auf dem Rücksitz ihres Familienautos. Tag für Tag lassen sie viele Meilen hinter sich, konsumieren Fast Food an Autobahnraststätten, decken sich mit Süßigkeiten ein, übernachten in Motels und wenn es sich ergibt, verteilen sie ihre religiösen Flyer.
Für die Eltern ist der Trip eine Mission zur Weltrettung.
Dass der Vater schon wieder arbeitslos ist, wird von den Eltern negiert. Weiterlesen

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Philippe Djian: Wie die wilden Tiere

phiMarc ist erfolgreicher Künstler. In seiner Freizeit hängt er auf Szeneparties ab und konsumiert Drogen. Sein Leben ist von ausufernden Exzessen durchzogen und läuft ansonsten ohne viel Tiefgang ab. Seinen Sohn Alexander, der den Freitod gewählt hat, scheint Marc in all den Jahren als er alleinerziehender Vater war, gar nicht richtig gekannt zu haben.
Erst durch die zwanzigjährige Gloria, die Alexanders Freundin gewesen war, erfährt er noch andere Dinge über seinen Sohn – auch wie Alexander über ihn, den Vater gedacht hatte. Weiterlesen

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Michael Maar: Heute bedeckt und kühl: Große Tagebücher von Samuel Pepys bis Virginia Woolf

michWarum schreiben Menschen Tagebücher? Der Autor Michael Maar beantwortet diese Frage anhand von vielen wunderbaren Beispielen großer Diaristen so:
Ein zentrales Motiv des Tagebuch-Schreibens ist das des Festhaltens der Zeit. Ein weiteres Motiv ist die Bewussthaltung, weil das Erlebte erst durch die Versprachlichung eine feste Kontur erhält. Auch Rechenschaft – indem das Tagebuch in seiner Funktion als Beichtstuhlersatz dient, kann als Motiv gewertet werden. Michael Maar zitiert unter anderem Gustav René Hocke, der die Antriebe fürs Tagebuch schreiben mit Selbsterkenntnis und der Aufforderung „Werde, der du bist“, benennt. Weiterlesen

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Hubert Winkels: Klagenfurter Texte: Die Besten 2013

hubFast wäre 2013 das Ende geworden für die Übertragung des ORF von den Klagenfurter Literaturtagen. – Zum Glück nur fast, denn es fand sich doch noch ein neues Modell, das die Finanzierung des Bachmann-Wettbewerbs auch für die Zukunft garantiert.
Wer keine Gelegenheit hatte, das hohe Textniveau und die leidenschaftlichen Diskussionen dazu auf 3sat mitzuverfolgen, kann die herausragenden Texte, die Diskussionen der Jury und die Preisvergabe in der von Hubert Winkels herausgegebenen Broschur „Klagenfurter Texte Die Besten 2013“ nachlesen. Weiterlesen

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Jamaica Kincaid: Damals, jetzt und überhaupt

jamJamaica Kincaid greift in diesem Roman die Abgründe einer Ehe auf.
Trist, traurig und erschreckend makaber kreisen die Gedanken von Mr und Mrs Sweet um damals, die erste Zeit in ihrer Ehe, um das trostlose Jetzt und ihr Zusammenleben überhaupt. Verlorene Liebe und verlorene Gefühle enden in einer von Hass beherrschten Lebenssituation.

Einst reiste Mrs Sweet mit einem Bananendampfer aus einer Karibikinsel an und heiratete Mr Sweet, einen weißen New Yorker.
Sie liebt ihren Mann, ihre beiden Kinder, das Leben in ihrem kleinen Dorf in Neuengland und widmet sich der Hausarbeit und ihrer Familie. Weiterlesen

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