Gabriele Weingartner: Die Hunde im Souterrain

hundNachdem Felice eine Kiste mit alten Schriftstücken in die Hände geraten ist, will sie endlich die Vergangenheit bewältigen und wissen, warum Ulrichs Leben vor Jahren, als sie beide noch zusammen waren, eine so tragische Wende genommen hat.
Felice nimmt das Angebot ihrer Freundin Sue an, die sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat, und fliegt zu ihr nach New York, wo sie sich in Sues Wohnung einquartieren kann.

Damals, in den Siebzigern, als Felice und Ulrich ein Paar waren, war sie Studentin und er junger Professor. Zusammen verschlug es die beiden von Berlin für längere Zeit an die amerikanische Ostküste nach Boston. Weiterlesen

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Raija Siekkinen: Wie Liebe entsteht

wieRaija Siekkinens Geschichten vereinnahmen die Gedanken nach dem Lesen weiter. Über allen zehn in diesem Band versammelten Erzählungen liegt eine besondere Atmosphäre, die von leiser Wehmut getragen wird.

Die Figuren der finnischen Autorin sind weiblich. Etwas in ihrem Leben ist nicht im Lot, bis ein Stein ins Rollen kommt, der eine Wende einleitet.
So lesen wir von Beziehungssituationen mit mehr oder weniger verzagten unglücklichen Protagonistinnen, die ein vordergründig normales Alltagsleben führen. Dabei holt Vergangenes sie immer wieder ein, verändert die Gegenwart. Aus einem neuen Blickwinkel ergeben sich Umkehrschlüsse, Neuanfänge. Weiterlesen

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Karine Giebel: Die Flügel, mein Engel, zerreiß ich dir

kariKarine Giebel, die als DIE weibliche Stimme des französischen Kriminalromans bezeichnet wird, hat in diesem psychologischen Spannungsroman beängstigende Charaktere mit atemlosen Thrill gekoppelt. In der Handlung wird eine attraktive junge Frau systematisch von einem mysteriösen Schatten, der sie verfolgt und nötigt, zugrunde gerichtet.

Cloé Beauchamp ist jung, schön, glücklich verliebt und erfolgreich. Durch Ausdauer und Ehrgeiz hat sie sich in ihrer Werbeagentur weit nach oben gearbeitet. Ihr Chef stellt ihr in Aussicht, in absehbarer Zeit seine Nachfolge anzutreten. – Ein beneidenswertes Leben sollte man meinen, doch der Schein trügt: Auf dem Nachhauseweg von einer Party fühlt Cloé sich plötzlich verfolgt und nimmt eine schemenhafte Gestalt wahr, die dann wieder im Nichts verschwindet. Weiterlesen

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Johan Bargum: Septembernovelle

sepSeptembernovelle ist eine hintersinnige Geschichte, deren tiefere Bedeutung vielen Metaphern entspringt.
Der Autor John Bargum schildert darin die jeweilige Beziehung von Olof und Harald zu Elin, mit der beide einmal verheiratet waren. Von einer gemeinsamen Segeltörn der beiden Männer kehrt nur Olof allein zurück.

Im ersten Teil lesen wir die Schilderung des Bankers Olof gegenüber einem Kriminalbeamten über die Zeit, die er mit seiner Frau Elin verbracht hat und was sich zugetragen hat, als er mit Harald aufs Meer hinausfuhr. Weiterlesen

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Anne Rüffer: Fräulein Franzen besucht das Glück

frauWas anfangs wie ein Verbrechen anmutet, entwickelt sich zu einer recht ungewöhnlichen Geschichte mit teilweise skurrilen Ausprägungen. Bei einer 54-jährigen Protagonistin, die Wert darauf legt, mit „Fräulein“ tituliert zu werden, ist dies aber auch nicht verwunderlich.

Fräulein Eva-Maria Franzen arbeitet bei der regionalen Tageszeitung, wo sie für die Traueranzeigen verantwortlich ist, denen sie in Zusammenarbeit mit den Hinterbliebenen eine ganz spezielle Note verleiht.
An einem Samstagmorgen entdeckt eine Wohnungsnachbarin Eva Maria Franzen schwer verletzt am Boden in ihrer Wohnung liegend. Weiterlesen

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Ferdinand von Schirach: Die Würde ist antastbar

ferdAlle 13 in diesem Band zusammengefassten Essays hat Ferdinand von Schirach in den Jahren zwischen 2010 bis 2013 für das Magazin Spiegel verfasst. Sein fachmännischer Blick hinter die Kulissen und seine daraus resultierenden juristisch ausgeprägten Ausführungen verdeutlichen die Schwierigkeiten der Rechtssprechung unter Wahrung demokratischer Grundrechte:

Kann man menschliche Existenz in einer Wertigkeit messen? – Wessen Leben ist mehr wert: Das eines Opfers oder das eines Verbrechers?
Sollte man Kinderschändern die Chance zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglichen? Weiterlesen

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Erwin Uhrmann: Ich bin die Zukunft

erwinAls Sebastian Leitner sich auf den Weg zu einem Berghaus in den Alpen macht, plant er, für einen Monat lang dort zu bleiben. – Er muss seine Gedanken ordnen und nach einem Streit mit seiner Frau braucht er Abstand von allem.
Die Hüttenwirtin Dora Kortschacher ist eine alte Frau, seit Jahren hat sie niemanden mehr beherbergt, macht aber für Leitner, da dieser nicht nur ein paar Tage bleiben will, eine Ausnahme. Sie bezieht Leitner in die täglich notwendigen Verrichtungen im Berghaus mit ein. Leitner bleibt länger als den einen Monat, aus seinem Aufenthalt werden Jahre, während denen Dora Kortschacher stirbt. Sebastian Leitner beginnt Ziegen und Hühner zu halten und legt einen Garten an. Weiterlesen

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A. S. A. Harrison: Die stille Frau

frai„Die stille Frau“ zeichnet das Porträt einer vordergründig glücklichen Beziehung, in der beide Partner auf fast stoische Weise versuchen, Belastendes, Unangenehmes zu verschweigen, bzw. darüber hinwegzusehen. Doch schnell wird deutlich, dass sich die Realität nicht so einfach ausklinken lässt.
A. S. A. Harrisons Roman deckt nach und nach die Abgründe und persönlichen Konflikte der beiden Protagonisten psychologisch ausgerichtet auf. Weiterlesen

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Véronique Olmi: Das Glück, wie es hätte sein können

das„Das Glück wie, es hätte sein können“ spielt mitten in Paris und erzählt vom Glück und Unglück dreier Personen. Eigentlich stimmt doch alles, eigentlich führen sie ein glückliches Leben, denkt man, während die Autorin uns Lucie und ihren Ehemann Serge in ihrem schönen Haus in Montmartre, sowie Suzanne und ihren Mann Antoine in ihrer kleinen Wohnung näher bringt. Beide Ehen zerbrechen, weil Serge und Suzanne sich ineinander verlieben.

Paris, Montmartre, ein schönes Haus, in dem eine glückliche Familie wohnt: Der sechzigjährige Immobilienmakler Serge mit seiner um dreißig Jahre jüngeren, hübschen Frau Julie und zwei Kindern. Weiterlesen

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Paul Auster & J. M Coetzee: Von hier nach da: Briefe

paulNachdem die Schriftsteller Paul Auster und J. M. Coetzee sich 2008 bei einem australischen Literaturfestival kennengelernt hatten, regt Coetzee einen Briefwechsel an, auf den Auster nur zu gern eingeht. Der Gedankenaustausch erstreckt sich über drei Jahre von 2008 bis 2011 hinweg und zeigt ein vielfältiges Themenspektrum auf, das sich nicht nur mit interessanten und brisanten Inhalten befasst, sondern einen transparenten Zugang zu beiden Autorenpersönlichkeiten schafft.

Ein großes Thema von Auster und Coetzee behandelt Sport in seinen unterschiedlichsten Formen. Natürlich machen sich die beiden auch viele politische Gedanken – unter anderem über den Nahostkonflikt, über Südafrika und die Apartheit, über den Wahlausgang in den USA – als nicht Al Gore, sondern Bush an die Macht kam, und und… Weiterlesen

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