John Brownlow: Seventeen

Bei den Geheimdiensten gibt es zahlreiche Abteilungen. Darunter auch private Firmen, die jenseits der Legalität agieren. Seventeen ist einer dieser freischaffenden Mitarbeiter, der im Kreis der Auftragskiller zu den Besten zählt. Seventeen alias Jones hat vor Jahren Sixteen abgelöst, nachdem dieser spurlos verschwunden ist. Sein legendärer Ruf ist jedoch wie ein ständiger Schatten geblieben.

Im Laufe der Jahre hat Seventeen so viel Geld verdient, dass es für den Rest seines Lebens reichen dürfte. Sein Arbeitgeber will ihn jedoch nicht gehen lassen. Er gibt ihm in Berlin einen Auftrag, der mit einem spontanen weiteren Job gekoppelt ist. Kurz darauf will ihn jemand umbringen.

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Luca Ventura: Bleich wie der Mond

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt… geht es in dem berühmten Song „Capri-Fischer“ romantisch weiter. Nicht so in dem Roman von Luca Ventura. Als die Nacht hereinbricht, liegt die Leiche des berühmten Mozzarella-Königs Nico Castaldo ebenso bleich wie der Mond in einem Bottich seiner Käserei. Wer wollte dem Aushängeschild und Leading-Man des weltberühmten kampanischen Büffelmozzarellas etwas zuleide tun? Dieser Frage muss das ungleiche Ermittlerduo Enrico Rizzi und Antonia Cirillo im vierten Teil der Romanreihe nachgehen.

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Steve Cavanagh: Liar

Eddie Flynn hat Erfahrung damit, was es bedeutet, wenn die Familie, insbesondere die eigene Tochter, durch den Beruf in Gefahr gerät. Deswegen hat er durchaus Verständnis für den Vater, der nicht bereit ist, sich dem FBI zu beugen und versucht, seinen eigenen Weg zur Rettung zu gehen. Aber Leonard Howells, der Vater, spielt dazu noch ein ganz eigenes Spiel und bringt sich selbst in Verdacht, seiner Tochter etwas angetan zu haben. Eddie ist zumindest in dem Punkt von Howells Unschuld überzeugt, aber schon einige Seiten weiter weiß er nicht mehr, wem er noch trauen kann.

Auch dieser Band um den Rechtsanwalt Eddie Flynn ist ein Pageturner. Nach dem Erfolg von „Thirteen“ hat sich der Goldmann-Verlag entschlossen, auch die Vorgängerbände zu übersetzen und auf den deutschen Markt zu bringen. Eine gute Entscheidung, wie ich finde, trotzdem warte ich mit Spannung auf den eigentlichen nächsten Band, der im Januar erscheint.

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Jean-Luc Bannalec: Bretonischer Ruhm

Zu Beginn der Sommerferien in NRW versorgt der Verlag Kiepenheuer und Witsch seine Leserschaft mit neuer Urlaubslektüre. Genau ein Jahr nach „Bretonische Nächte“ erscheint „Bretonischer Ruhm“ von Jean-Luc Bannalec. Kaum zu glauben: Seit über zehn Jahren lässt Bannalec seinen Kommissar Georges Dupin in der Bretagne ermitteln. Dabei gelingt dem Autor in jedem seiner Fälle ein jeweils eigener und spezieller Fokus auf Themen der vielfältigen bretonischen Landschaft. So führt uns Kommissar Dupins zwölfter Fall hart an die bretonische Grenze ins Loiretal. Der Lesende taucht ein in die Welt der Winzer und der Weine an den Ufern des Lac de Grand-Lieu, den größten See der Bretagne.

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Dietmar Bittrich: Grab tiefer!

Makaber. Respektlos. Äußerst amüsant. Und mit mehr Körnchen Wahrheit versehen, als manchem lieb ist. Dietmar und seine Freunde betreiben ein äußerst klimafreundliches, wenngleich illegales Bestattungsinstitut. Zu diesem Job kamen die seit Corona arbeitslosen Kulturschaffenden eher durch Zufall. Irgendwie muss man sich ja über Wasser halten. Ein Halbmediziner als Leichenbeschauer, ein Halbjurist fürs „Rechtliche“ und ein Halb-Theologe als Trauerredner – alle mit abgebrochenen Studiengängen – was soll das schon schiefgehen? Dank der kuriosen Kundschaft haben die Drei sogar genügend Inspirationen gesammelt, um ein neues Comedyprogramm auf die Beine zu stellen!

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Ellery Lloyd: Der Club. Dabeisein ist tödlich

Gehypt? Mich hat es leider enttäuscht.

Der Thriller „Der Club: Dabeisein ist tödlich“ von Ellery Lloyd verspricht eine Welt voller Luxus, Geheimnisse, gekrönt mit einem schockierenden Mord. Das ultraluxuriöse Resort „Island Home“ vor der englischen Küste bildet das spektakuläre Setting für die begehrteste Einladung des Jahrzehnts: zur dreitägigen Eröffnungsparty.

Doch trotz des starken Fokus auf Exklusivität und Glamour des Clubs bleibt die Geschichte enttäuschend unspektakulär.

Die Story entwickelt keine aufregende Atmosphäre und bleibt in Bezug auf ein Krimirätsel durchschnittlich, da der Spannungsbogen nicht konsequent aufgebaut wurde. Ebenso fehlte die Kreation von aufregenden Momenten, die die Leserschaft fesseln und mitfiebern lassen.

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Tilman Spreckelsen: Das Nordseekind

Wer sich dem Menschen Theodor Storm annähern möchte, findet in den historischen Kriminalromanen von Tilman Spreckelsen eine Fundgrube von Hintergrundgeschichten. In seinem aktuellen Roman hat der Anwalt Theodor Storm zu seiner Cousine Constanze eine feste Beziehung aufgebaut, aus der wenig später eine langjährige und vermutlich glückliche Ehe entstehen wird. Seine juristische Karriere ist ebenfalls in den Anfängen, denn in seiner Heimatstadt Husum hat er sich selbständig gemacht und freut sich – mehr oder weniger – über die langsam anwachsende Zahl von Aufträgen. Unter anderem erscheint Enna, eine junge Frau, in Begleitung eines älteren Herren. Enna glaubt, sie sei Elisabeth van Ovens, die im Alter von drei Jahren verschollene Enkelin der Katharina van Ovens und damit auch Erbin eines großen Vermögens.

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Lucy Clarke: One of the girls

Es sollte ein netter Jungesellinnenabschied werden. Sie sind Freundinnen seit Ewigkeiten und eine von ihnen hat Zugang zu einem Ferienhaus auf einer griechischen Insel. Was könnte also schöner sein, als es ein letztes Mal so richtig krachen zu lassen? Die sechs Endzwanzigerinnen glauben, sich zu kennen, aber tun sie das wirklich?

Es ist Lexis Feier, sie ist es, die demnächst heiraten wird. Sie redet sich ein, sie wäre glücklich, aber es ist nicht alles, wie es scheint – oder wie sie es glaubt. Ihre beste Freundin Bella ist nur auf feiern aus, aber sie weiß mehr, als sie zugeben will. Eleonore ist die zukünftige Schwägerin, sie möchte dazu gehören zu dem fröhlichen Kreis. Ana hat einen Sohn, über dessen Vater sie sich seit Jahren ausschweigt. Erstaunlicherweise sind sie und Lexis Zukünftiger sich noch nie begegnet.

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Stephen Amidon: Das Ende von Eden

Eden Perry ist tot. Daran besteht kein Zweifel, aber wie konnte das in dem so beschaulichen amerikanischen Vorort Emerson geschehen? In der Nacht ihres Todes war Eden mit drei Freunden allein in dem Haus: Jack und Hannah behaupten, als erste gegangen zu sein, Christopher sagt aus, sie hätte noch gelebt, als er ging. Patrick fährt in dieser Nacht ziellos durch die Gegend, er hält an, als er einen Hund anfährt, als er diesem folgen will, sieht er eine Gestalt im Dunkeln stehen. In der Nacht, in der Eden stirbt und beinahe vor ihrem Haus.

Stephen Amidon nimmt uns mit in eine amerikanische Kleinstadt. Sie ist voller Teenager und Eltern, voller Annahmen und Vorspielungen. Stück für Stück zerlegt er dann Haus für Haus, Familie für Familie, bis schließlich nur noch die Wahrheit übrigbleibt – die dann aber niemand hören möchte. Jede der beteiligten Familien versucht, ihr Kind zu schützen. Problematisch dabei ist, dass die Teenager nichts erzählen und jede Familie für sich von dem ersten Gedanken „Mein Kind tut so was nicht“ mehr und mehr in „Wirklich?“ hineinschlittert. Die Polizei hat in Christopher einen idealen Täter gefunden: Er ist nicht weiß, kein Amerikaner, er war zuletzt bei Eden und ein Motiv wird sich schon finden.

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Thomas Raab: Peter kommt später: Frau Huber ermittelt 03

Tja – wo anfangen in diesem von Figuren überbordenden Buch „Peter kommt später“ von Thomas Raab? Im Dorf Glaubenthal wird die Senior-Wirtin Antonia Bruckner tot aufgefunden. Erstickt an Kaiserschmarrn. Unter dem Fenster des Tatortes wird eine Herrenarmbanduhr mit der Originalunterschrift von Peter Alexander gefunden. Größter Fan von Peter Alexander im Ort ist Waldemar Wurm, der im Buch als „unterbelichtet“ beschrieben wird. Soweit, so gut. Die Ermittlungen nehmen der chauvinistische Kommissar Wolfram Swoboda und seine Kollegin Unterberger-Sattler auf. Swoboda ist heimlich in Unterberger-Sattler verliebt. Die aber ist verheiratet mit ihrem Martin und hat vor einer Woche das dritte Kind bekommen.

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