Zara Reed: Game of Greed

Im Leben bekommt man nichts geschenkt. Das weiß Jayna besser als jede andere. Um ihr teures Pharmakologiestudium und die Krebsbehandlung ihrer Mutter zu finanzieren, spielt sie das Sugar Babe für den Eigentümer und CEO des Großkonzerns Addington Pharmaceuticals. Das wird ihr allerdings zum Verhängnis, als sie ausgerechnet mit dessen Sohn Xavier eine Affäre anfängt – und schließlich sogar ein tödliches Geheimnis enthüllt …

Wow, was habe ich hier bitte gelesen?

Am Anfang dachte ich noch, es sei eine recht harmlose Geschichte. Aber plötzlich änderte sich alles. Es geht hier viel um Unterdrückung, familiäre Probleme und Gewalt, man sollte also auf die Triggerwarnung in dem Buch achten.

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Justinus Kerner: Das Mädchen von Orlach (1834)

Der Arzt und Dichter Justinus Kerner lebte von 1786 bis 1862. Eine editorische Notiz gleich zu Anfang des Textes erläutert, dass dieses Buch Kerners Schriftstück „Geschichten Besessener neuerer Zeit“ folgt. Justinus Kerner beschäftigte sich damals auch mit Spiritismus im zeitgenössischen Kontext.

Die Geschichte um das Bauernmädchen Magdalene hat Justinus Kerner nach einer wahren Begebenheit, die sich in der Zeit zwischen 1831 und 1833 zugetragen hat, verfasst.

Zum Inhalt

Die junge Magdalene Gronbach lebte in einem kleinen Ort in Württemberg. Das Mädchen verfiel in jugendlichen Jahren immer wieder in beunruhigende, unerklärliche Trancezustände, in denen sie Geistererscheinungen hatte. Dieses Leiden wurde mit der Zeit immer heftiger. Magdalenes Eltern konsultierten Ärzte und Pfarrer, die ihrem Kind helfen sollten.

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Kathy Biggs:  Wie Schiffe auf stürmischer See

Tränenreicher und kitschiger, aber spannender Schmöker um eine traumatisierte Tränenreicher und kitschiger, aber spannender Schmöker um eine traumatisierte Familie

Auch wenn in diesem Roman strömeweise die Tränen fließen, auch wenn mir die Protagonistin irgendwann ziemlich auf die Nerven geht wegen ihrer weinerlichen, panischen Art, so habe ich dieses Buch dennoch verschlungen. Denn es ist ein rechter Schmöker, der ziemlich geschickt Spannung aufbaut.

Grace lebt mit ihrem Vater, der immer mehr in der Demenz versinkt, auf der heruntergekommenen Farm der Familie. Sie arbeitet zeitweise in einem Anwaltsbüro, kümmert sich jedoch hauptsächlich um den Vater, der fast rund um die Uhr betreut werden muss. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben, und ihr Bruder starb beim Untergang seines Schiffes. So zumindest bisher der Glaube von Grace und ihrem Vater.

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R.C. Sherriff: Vor uns die Zeit

R.C. Sherriffs Klassiker „Vor uns die Zeit“ aus dem Jahr 1936 (Original: „Greengates“) ist ein stilles, sehr genau beobachtetes Buch über den Schock des Ruhestands, die Furcht vor dem Bedeutungsverlust – und die unerwartete zweite Chance in einem Neubaugebiet auf dem Land. Hinter der unscheinbaren Geschichte eines Londoner Durchschnittsehepaars verbirgt sich ein erstaunlich modernes Buch über Neubeginn, Wohnträume und soziale Zugehörigkeit im Älterwerden.​

Inhalt

Im Zentrum steht Tom Baldwin, der nach rund vier Jahrzehnten als Angestellter einer Londoner Versicherung in den Ruhestand geht und sich ausmalt, wie nun endlich die „eigene Zeit“ beginnt. Die Realität sieht anders aus: Lange Nachmittage, Langeweile, kleinliche Reibereien mit seiner Frau Edith – das vertraute Heim wird zum Schauplatz einer Sinnkrise, die sich bedrohlicher anfühlt, als Tom erwartet hatte.​

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Julia Wolf: Du, hier – Stories

Julia Wolf (Jahrgang 1980) ist Autorin und Übersetzerin z.B. für die Kurzgeschichten „Stories 2“ und den Roman „In der Gnade“ von Joy Williams oder den Roman „Umlaufbahnen“ von Booker-Prize-Trägerin Samantha Harvey, die wir auch hier besprochen haben. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Heute erscheinen ihre „Stories“ unter dem Titel „Du, hier“ bei dtv.

In „Du, hier“ erzählt Julia Wolf Geschichten von Frauen

Julia Wolf hat elf Kurzgeschichten geschrieben, deren Hauptfiguren überwiegend Frauen um die vierzig sind. Wie in der ersten Geschichte „Pfirsich, Tropfen, Faust“, in der die Protagonistin den zweiundvierzigsten Geburtstag ihrer Freundin in einer Bar feiert und spät abends oder früh am Morgen betrunken und angeschlagen nach Hause kommt und in das Gitterbettchen ihrer Tochter klettert.

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Lutz van der Horst: Konfettiblues

Ein Roman, den man nicht gelesen haben muss

Wenn jemand, der bereits populär und bekannt ist, ein Buch schreibt, verkauft es sich meist wie von selbst. Da ist es eher zweitrangig, ob der Roman gut geschrieben ist und die Handlung interessant.

Lutz van der Horst, man kennt ihn u. a. aus der „Heute-Show“, ist Comedian, und so liegt es nahe, dass er auch einen komischen Roman schreibt, den der Untertitel als Liebesroman ausweist. Was er durchaus auch ist, handelt er doch von Max, einem verhinderten Comedian, der verzweifelt Engagements sucht und eben auch die Liebe.

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Frank Goosen: Lovely Rita

In Lovely Rita bleibt der Bochumer Autor Frank Goosen seiner vertrauten Erzählweise und seinen Themen treu. Im Mittelpunkt steht diesmal das „Haus Himmelreich“, eine der letzten echten Kneipen ihrer Art – mit durchgesessenen Barhockern, Nikotinschatten an den Wänden und Gästen, die seit Jahrzehnten dieselben Plätze einnehmen. Doch nun soll das legendäre Lokal schließen. Für den Ich-Erzähler, der einen Abschiedsartikel schreiben will, werden die letzten beiden Abende zu einer Reise durch Erinnerungen, Gespräche und Geschichten. Sie alle kreisen um eine Frau, die gar nicht anwesend ist: Rita Urbaniak, die Wirtin. Seit den 1970er-Jahren hat sie das Himmelreich geführt, ihre schrulligen Stammgäste durch Hochzeiten und Herzschmerz begleitet und sogar ihre Nichte großgezogen. Doch wo bleibt Rita am vorletzten Abend?

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Marie Menke: Spielverderberin

Die Freundinnen Sophie und Lotte wohnen im selben Dorf. Das ist ihr Lebensbereich, der sie durch ihre Kindheit trägt und Rückhalt gibt. Hier auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung.

Als in der Oberstufe Romy plötzlich im Dorf wohnt, wird schleichend alles anders. Romy ist wie ein Magnet. Beide Mädchen buhlen abwechselnd um die Gunst der Zugezogenen aus der Großstadt mit Akademikereltern.

Drei sind, wie so häufig, eine zu viel. Die Dreierfreundschaft gestaltet sich nicht gleichlaufend, nimmt mitunter fast toxische Züge an. Das Unheilvolle ist erahnbar, entwickelt sich schleichend. Lotte verliert nach einem Unfall eine Zeit lang den Anschluss an die beiden Freundinnen, die sich durchs Abitur kämpfen.

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Rachel Khong: Real Americans

Rachel Khongs Roman Real Americans erzählt die Geschichte einer Familie, die sich über drei Generationen hinweg mit Herkunft, Zugehörigkeit und den langfristigen Folgen persönlicher Entscheidungen auseinandersetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur das Leben zwischen zwei Kulturen – der chinesischen und der amerikanischen –, sondern auch Fragen nach Liebe, Ehrgeiz und dem Vermächtnis, das Eltern ihren Kindern hinterlassen, ob bewusst oder ungewollt.

Worum es geht

Zentral ist die Figur Lily, eine junge Frau chinesischer Herkunft, die in den 1990er-Jahren in New York lebt. Sie verliebt sich in Matthew, einen wohlhabenden und ehrgeizigen Mann aus einer völlig anderen gesellschaftlichen Welt. Aus dieser Beziehung geht ihr Sohn Nick hervor, der sich Jahre später auf die Suche nach seinem Vater begibt – und dabei nicht nur familiären Geheimnissen begegnet, sondern auch mit seiner eigenen Identität konfrontiert wird.

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Graham Norton: Eine wie Frankie

Mehr oder weniger fesselnde Lebensgeschichte einer Frau von den 1950er-Jahren bis heute

Graham Norton, dessen Roman „Ein Ort für immer“ mich mit seiner Vielschichtigkeit, Spannung und seinem subtilen Humor begeistert hatte, erzählt in seinem neuen Buch die Lebensgeschichte der Irin Frances, deren Leben von zahlreichen Höhen und Tiefen geprägt ist.

Im Grunde handelt der Roman von einem recht typischen Frauenleben. Die Protagonistin, die später von allen nur noch Frankie genannt wird, ist eine sympathische, oft scheue und wenig selbstsichere Frau.

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