Royce Buckingham: Monsteranwalt

Ich hatte nach dem ersten Band so sehr auf mehr von dem Monsteranwalt Daniel Becker gehofft und ich wurde nicht enttäuscht.

Daniel hat sich inzwischen von seiner renommierten Kanzlei getrennt und ein eigenes Büro aufgemacht. Dabei zur Seite stehen ihm Praktikant Fill, der keine Ahnung davon hat, was für Klienten in der Kanzlei ein und aus gehen, und eine nicht ganz menschliche Privatermittlerin. Geld verdienen kann man mit der Verteidigung von Monstern eher nicht, dafür ist es gefährlich. Deswegen ist Daniel mehr als froh, als die Bürgermeisterin mit einem Auftrag an ihn herantritt, auch wenn er den Boten nicht leiden kann. Denn für diesen Auftrag würde er bezahlt und es besteht die, wenn auch geringe, Hoffnung, dass es sich dabei nicht um etwas Übernatürliches handelt.

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Ava Reed: Nur ein Wort mit sieben Buchstaben

„Liebe kann furchtbar sein. Abhängigkeit grausam. Aber beides zusammen? Zusammen ist es die Hölle.“ (S. 92)

Es gibt Themen, für die man viel Mut braucht. Sie verlangen jedem etwas ab. Ava Reed hatte den Mut, als sie ihren Jugendroman über häusliche Gewalt geschrieben hat. Hierbei geht es um viel mehr als die Beschreibung, wie Angst, Gewalt, Schmerz und das Ausgeliefertsein in einer Familie ins Tagesgeschehen eindringen. In Mikas Leben fängt die Gewalt mit bestimmten Ereignissen an und hört auf, wenn neue Ereignisse ein Ende erzwingen. So ähnlich ergeht es nicht nur dem siebzehnjährigen Mika, der schlimme Misshandlungen und noch viel mehr erdulden muss, bis etwas passiert.

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Nele Neuhaus: Monster

Oliver von Bodenstein, Pia Sander und die Leute vom K11 Hofheim sehen sich mit einem neuen Fall konfrontiert. Die sechzehnjährige „Lissy“ Larissa Böhlefeld wird erdrosselt. Ihr Mörder legt sie hinter einem Marienbildstock ab. Die Ermittlungen im Umfeld des Mädchens bringen keine brauchbaren Ergebnisse. Die DNA-Spuren, die man an Lissys Leiche feststellt, ergeben, dass sie vor ihrem Tod Kontakt hatte mit Farwad Mahmoudi, einem abgelehnten Asylbewerber aus Afghanistan, einem Vergewaltiger, der sich wieder auf freiem Fuß befindet. Lissy und Farwad haben einander gekannt.

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Lucy Clarke: You Let Me In

Atmosphärisch rasanter Psychothriller

„Die Leser möchten immer wissen, wie es passiert ist. Sie möchten erfahren, wie man vom Möchtegernschriftsteller zum publizierten Autor wurde.“ (S. 379)

Neues Cover, neuer Titel, neuer Klappentext? Auf geht’s, denn Lucy Clarkes Roman „Das Haus am Rand der Klippen“ aus dem Jahr 2020 wurde jetzt noch einmal optisch aufgepimpt und unter dem Titel „You Let Me In“ neu veröffentlicht.

Seit die Schriftstellerin Elle ihre luxuriöse Küstenresidenz in Cornwall für eine Woche an Fremde vermietet hat, schleicht sich etwas Unheimliches in ihr Leben. Mit einem Schlag fühlt sie sich, als hätte jemand jene Geheimnisse entdeckt, die sie nachts wachhalten. Doch die Bedrohung scheint plötzlich sehr real …

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Carina Schnell: A Breath of Winter: Rabenwintersaga 01

Die Welt, sie stöhnt unter eisigen Temperaturen, unter Not, Krankheiten und Tod. Seitdem sich die Götter von Middangard abgewandt haben, sind sie nicht länger nur im Verborgenen unterwegs. Die Sprache ist von einst mystischen Wesen, die sich nun, da die Götter ihre Schöpfung verlassen haben, daran machen, die Menschheit zu vernichten.

Überall schlagen sie zu – angeführt von den Walküren und den Trollen blasen sie zur Jagd auf die Menschen.

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Louise Meriwether: Eine Tochter Harlems

Als die Lehrerin Francie erklärt, wie wichtig es für sie sei, Nähen zu lernen, begründet sie dies mit der überschaubaren beruflichen Perspektive für schwarze Mädchen. Es lohne nicht, Schreibmaschine und Stenografie zu lernen, weil sie niemals Sekretärin werden könne.

Es sieht so aus, als wäre Francie in einer Sackgasse geboren, die ihr keine Chance für ein eigenständiges Leben erlaubt. Und die Zeit der großen Depression nimmt mit vollen Händen ihre Träume.

Die Amerikanerin Louise Meriwether (1923–2023) war nie der Ruhm vergönnt wie Toni Morrison oder Alice Walker. Sie fiel als politische Aktivistin und Journalistin auf. Durch ein Interview lernte sie James Baldwin kennen und schätzen. Er wurde ihr Freund und schrieb das Vorwort zu ihrem Debüt.

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Kai Meyer: Die Bibliothek im Nebel

Wuchtiger Roman über das Schicksal mehrerer Familien, die durch Bücher verbunden sind

Wie schon in seinem Roman „Die Bücher, der Junge und die Nacht“, der letztes Jahr ein absolutes Highlight für mich war, dreht sich auch sein neues Buch um Bücher, um Bibliotheken, um die Liebe zu Büchern und um die Bücherstadt Leipzig. Auf drei Zeitebenen, atmosphärisch dicht, hochspannend und voller Emotionen erzählt Kai Meyer vom Schicksal der Menschen, die ihr Leben Büchern widmen.

Im Jahr 1917 folgen wir dem jungen Artur in Russland auf seiner Flucht vor der Revolution, vor den Verfolgern, die seine Familie ausgelöscht haben. Es gelingt ihm, mit einem Schiff nach Deutschland zu fliehen. Er lernt Grigori kennen – dem wir bereits im letzten Buch begegnen konnten – der ihm ein Freund wird. Arturs Ziel ist Leipzig, wo er Mara treffen will, seine große Liebe. Sie war von seiner Tante adoptiert worden und sollte nun in Leipzig den Sohn eines reichen Verlegers heiraten.

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Jule Leuze, Thorsten Saleina: Hier kommt Kalli Wüstenmucks

Haben Sie schon einmal von der Tiergattung der Wüstenmuckse gehört? Nein? Ich bisher auch nicht. Erst als ich dieses süße Kinderbuch in die Hand bekam, bin ich auf diese anscheinend niedlichen Tierchen mit dem blauen, zarten Fell mit türkis-grünen oder grasgrünen Flecken gestoßen. Kalli sieht aus wie ein kleiner Fuchs mit ganz flauschigem Fell und großen Ohren und: Kalli kann sprechen. Mit den Tieren in der Wildtierstation, in der er urplötzlich aufgetaucht ist und auch mit den Menschen. Jedenfalls mit Leo, der ihn unter einem Busch findet. Und mit Papa, Mama und Oma Gurkenbrot.

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Philippe Djian: Ein heißes Jahr

Die Welt im Jahr 2030. Dürresommer voller Waldbrände wechseln sich mit Wintern voller Überschwemmungen ab. Das Wetter schlägt allen Menschen aufs Gemüt, zermürbt sie, radikalisiert sie, lässt sie kopflose Entscheidungen treffen. Wer es sich leisten kann, macht auf Island Urlaub, der Rest des Planeten verspicht keinerlei Erholungswert mehr. Mittendrin in Djians Roman straucheln Protagonisten voller kognitiver Dissonanzen. Denn zwischen dem Wissen, um das, was richtig ist, und dem entsprechenden Handeln danach, liegen Welten. Obwohl die Welt an die Wand fährt, sind sie nicht fähig, von destruktiven Verhaltensweisen abzulassen.

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Emily Henry: Book Lovers: Die Liebe steckt zwischen den Zeilen

Nora Stephens trägt unter den New Yorker Literaturagenten den Spitznamen „Der Hai.“ Sie ist kontrolliert, angeblich gefühlskalt, tough und erfolgreich. Beruflich. In der Liebe sieht es anders aus. Die Männer an ihrer Seite kommen ihr allesamt abhanden und hinsichtlich Dates schafft es selten ein Kandidat zu mehr als einem. Nora führt Listen, wie Männer sein sollen und kaum einer genügt ihren strengen Kriterien. Geweint hat sie das letzte Mal beim Tod ihrer Mutter.

Wegen Männern pflegt sie nicht zu weinen. Einzig ihre Schwester Libby ist ihr Augenstern. Libby überredet Nora auch dazu, mit ihr vier Wochen Urlaub in dem beschaulichen Städtchen Sunshine Falls in North Carolina zu machen. Sunshine Falls ist der Schauplatz ihres absoluten Lieblingsbuches.

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