Ian Moore: Mord & Fromage

Verwirrender Krimi mit sympathischen Protagonisten – nicht so gut wie der Vorgängerband

Ein weiterer Fall für das ungleiche Paar Richard und Valérie – diesmal dreht sich alles um Käse. Leider ist der Roman auch ein wenig käsig geworden.

Richard, Engländer, ehemaliger Filmkritiker und Betreiber eines Bed& Breakfast im Loire-Tal, liebt eigentlich seine Ruhe. Andererseits findet er die umtriebige, stets ebendiese Ruhe störende Valérie, französische Kopfgeldjägerin, sehr attraktiv und wäre vermutlich gern mehr als nur ihr widerwilliger Partner bei der Aufdeckung von Mord und Totschlag in den beschaulichen Dörfern.

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Maxim Leo: Wir werden jung sein

Kongenial und brillant! Niemals altern, bis hin zur Unsterblichkeit: Diesen ewigen, aber gleichfalls brandaktuellen Menschheitstraum beschreibt Maxim Leo in einem treffsicheren und vielschichtigen Roman. Sein literarisches Kunststück geht moralischen Denkanstößen, Chancen und Risiken nach. Sie werden anhand der Schicksale von vier Probanden dargestellt, die an einer Studie für ein neues Herzmedikament teilgenommen haben. Bei den verjüngenden Effekten handelt es sich um eine nicht eingeplante Nebenwirkung. Die Protagonisten erleben so manche Überraschung, positiv wie negativ. Denn wie heißt es doch so schön: Alles im Leben hat seinen Preis. Sogar die ewige Jugend.

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Steve Cavanagh: Seven Days

Dass Eddie Flynn eine Vergangenheit hat, wissen wir ja schon lange – eigentlich ist das ja eines der Hauptthemen in Steve Cavanaghs Romanen um ihn. Ein alter Kontakt bittet – na ja weist an – dass Eddie sich um einen Todeskandidaten kümmern soll, dessen Verteidigung organisieren. Tief im Süden, dort wo man das Ende der Sklaverei am liebsten vergessen und die Auswirkungen ignorieren möchte, hat sich ein Staatsanwalt einen Namen gemacht. Randal Korn rühmt sich damit, noch jeden auf den Todesstuhl gebracht zu haben, den er angeklagt hat. Jetzt ist Andy dran, dort unten der perfekte Schuldige: Student, ängstlich, Afroamerikaner – und ein weißes weibliches Opfer. Sein Anwalt vor Ort verschwindet nach wenigen Tagen. Eddie macht sich auf den Weg.

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Jacqueline Kornmüller: Das Haus verlassen

Die Ich-Erzählerin besitzt ein Ferienhaus. Es ist 150 Jahre alt und aus Stein gebaut. Die Erzählerin hat es als halbe Ruine erworben, renoviert und in die Gegenwart gerettet. Jetzt aber zieht es sie zu neuen Ufern und sie geht daran, das Haus zu verkaufen. Sie inseriert es online und eine Karawane an Interessenten tritt auf den Plan, besichtigt dieses, beschaut jenes, hinterfragt und will wissen.

Die Ich-Erzählerin gibt den möglichen neuen Besitzern des Hauses Bezeichnungen wie „der Innenministermann“, „die Suchende“, „der Diamantenhändler“ oder „die Stillen“. Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass das Haus und seine Besitzerin miteinander kommunizieren. Das Haus ist manchmal empört, beleidigt, amüsiert oder es schweigt trotzig. Im Grunde ist ihm sein Verkauf recht bis egal, aber es möchte sich mit seinen neuen Besitzern im wahrsten Sinne des Wortes verstehen.

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Becky Chambers: Ein Psalm für die wild Schweifenden

Ein kleiner Mond – Panga –, der um einen großen Planeten kreist, beherbergt etwas Besonderes. Nein, ich rede jetzt nicht von den Menschen – diese gibt es, wie gemeinhin bekannt, wie Sand am Meer; ich spreche von den Robotern. Da staunen sie, was?

Nun, vor einigen Jahrhunderten war die Welt Panga dabei draufzugehen – wir kennen das von den Menschen ja, Umweltverschmutzung, das Recht des Stärkeren, Brutaleren, die Gier nach Macht und Reichtum – dann passierte etwas, das neu war!

Die Roboter in den Fabriken entwickelten ein Bewusstsein.

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Emma Törzs: Ink Blood Mirror Magic

Joanna hat den Ort ihrer Kindheit noch nie verlassen. Seit sie denken kann, hat sie ihr Leben ihrem Familienvermächtnis verschrieben: Dem Schutz einer Büchersammlung – magische Bücher, in Blut geschrieben. Um ihre Zauber wirken zu können, muss man mit dem eigenen Blut bezahlen; ein Umstand, der ihren Vater das Leben gekostet hat.

Esther, ihre Schwester, führt ein gegenteiliges Leben: Jedes Jahr zur gleichen Zeit muss sie ihr Leben hinter sich lassen und ein neues in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent beginnen. „Sonst finden sie dich“, hat ihr Vater gesagt. Was er damit gemeint hat, weiß sie nicht und fragen kann sie ihn nicht mehr, nun da er tot ist. Als sie schließlich beschließt, die Warnung zu ignorieren und länger an einem Ort zu bleiben, ahnt sie noch nicht, dass die Bedrohung real ist und ihre Verfolger vor nichts zurückschrecken.

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Bella Osborne: So was wie Freunde

Berührende Freundschaftsgeschichte – nicht ohne Klischees

Ganz neu ist die Geschichte, die dieser Roman erzählt nicht. Über die Freundschaft zwischen einem Teenager und einem älteren Mensch, wie auch über die Bemühungen von Einwohnern, ihre Bücherei vor der Schließung zu retten, wurden schon etliche Bücher geschrieben. Dennoch liest man auch diesen Roman gerne, denn er berührt, macht auch nachdenklich und er ist gut geschrieben.

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Kristen Perrin: Das Mörderarchiv

Krimiermittlungen ein bisschen anders. Ein interessanter, mal ganz anderer Ansatz: das Opfer selbst sorgt dafür, dass sein Tod gründlich untersucht wird.

Seit Teenager-Zeiten wird Frances‘ Leben von der Prophezeiung einer Wahrsagerin beeinflusst, bei der sie mit 17 mal auf einem Jahrmarkt gemeinsam mit ihren Freundinnen Emily und Rose gewesen ist. Während Emiliy und Rose versuchen, die Weissagung als Jahrmarktstrick abzutun, nimmt Frances sehr ernst, was sie gehört hat. „…. bleiche Knochen in deiner Zukunft“. Von diesem Moment an ist Frances überzeugt, eines Tages ermordet zu werden. Und sie soll Recht behalten. Frances hat vorgesorgt. Ihr Tod soll nicht versehentlich als „natürliche Todesursache“ zu den Akten gelegt werden, nein, sie besteht darauf, dass gründlich untersucht und ermittelt wird.

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Kiran Millwood Hargrave: Leila und der blaue Fuchs

Auf einmal ist es so weit: Leila soll in den Sommerferien zu ihrer Mutter Amani nach Norwegen reisen, die dort seit sechs Jahren lebt und als Wissenschaftlerin in einem Forschungsinstitut arbeitet. In dieser Zeit ist ihre Mutter zu einer Fremden geworden, der alles wichtiger zu sein scheint als die Familie in London.

Die inzwischen zwölfjährige Leila erlebte ihre Mutter bisher nur auf dem Bildschirm. Seit sechs Jahren lebt Leila bei Verwandten in London. Sie sind ihre neue Familie und ihr neues Zuhause geworden, nachdem sie gemeinsam aus Damaskus geflohen sind und viel Leid hinter sich gelassen haben. Diese Erlebnisse haben sie eng miteinander verbunden und im zunächst fremden London zusammenrücken lassen.

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Tyler Whitesides: Die letzten Lügen des Ardor Benn

Was habe ich nicht schon alles auf mich genommen – ja, ich, der Meisterdieb, der Mann, der den ganzen gesammelten Hofstaat getäuscht und über den Tisch gezogen hat. Gestatten, Ardor Benn, der Name, Retter der Welt, Zeitreisender und Filou mit einer Vorliebe für süßes Gebäck.

Inzwischen aber bin ich ein geläuterter Mann. Ich habe mein altes Leben hinter mir gelassen, bin der Kirche beigetreten und ein heiliges Eiland geworden.

Ja, ich gebe zu, zunächst wollte ich nur herausfinden, wo die Kirche die Drachenschalen versteckt hat, doch das weiß ich seit Monaten. Seitdem tue ich Buße, versuche, nach dem Straferlass der Königin für mich, alte Schulden zu begleichen und ein gesetzestreuer Bürger zu werden. Ja wirklich, ich weiß, sie trauen mir nicht, aber es ist so!

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