Nach »Der Apfelbaum« und »Ada« hat Christian Berkel nun den dritten Teil seiner autofiktionalen Familiengeschichte vorgelegt. Ging es in den ersten beiden Romanen um seine Eltern und seine (erfundene) Schwester, dreht sich diesmal alles um ihn selbst. Und das buchstäblich von Anfang an.
Im ersten Kapitel befinden wir uns im Uterus seiner Mutter und tauchen ein in seine Gedanken- und Gefühlswelt von der Befruchtung bis zur Geburt. Auf die Idee muss man erst einmal kommen – und dann sprachlich meistern. Was Berkel beeindruckend gelingt. Das Kapitel ist aber nicht nur ein literarisches Experiment; es hat auch eine strukturelle Funktion, greift der Autor doch kurz vor dem Ende noch einmal im Kontext seiner Ausbildung als Schauspieler darauf zurück und formt so den Rahmen für den eigentlichen Inhalt der Erzählung: die Geburtswehen eines Schauspielers.
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