Der Originaltitel dieser Kurzgeschichtensammlung lautet: Rejection – Ablehnung, Zurückweisung. Und genau darum geht es in den Texten. Um einsame, verzweifelt nach Nähe, Aufmerksamkeit, Zuwendung und Liebe suchende 20–30-Jährige. Doch alle Versuche enden in einem Fiasko (insofern ist auch der deutsche Titel treffend gewählt).
Mit der einleitenden Geschichte, Der Feminist, machte Tulathimutte bereits 2019 auf sich aufmerksam. Zu Recht, denn sie ist, was Aufbau, Stil und Charakterisierung angeht, die eindeutig überzeugendste. Erzählt wird die Entwicklung eines jungen Mannes zum Incel, zum radikalen Frauenhasser. Sein Feminismus, geboren aus der Hoffnung auf Zuneigung und Sex, bleibt erfolglos. Als Gesprächspartner akzeptiert, als Lover abgelehnt, radikalisiert er sich im Internet.
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