Nicole Böhm: House of Zodiac 2: Kometenschauer

Jupiter hat es geschafft, einen Weg nach Hause zu finden. Zu spät erkennt sie jedoch, dass sie einen schrecklichen Fehler begangen und ihre Freunde in höchste Gefahr gebracht hat. Sie muss schleunigst nach Zodiac zurückkehren, um sie zu retten. Doch kaum dort angekommen, ist es ausgerechnet Jupiter, die plötzlich zur Gejagten wird. Der Konflikt zwischen den vier Herrscherhäusern Zodiacs spitzt sich weiter zu …

„Kämpfe kommen. Immer wieder.“ (~ House of Zodiac, Band 2)

Der zweite Band ist genauso episch gestartet, wie der erste geendet hat. Die Spannung hat mich wieder von Anfang an mitgenommen, als wäre ich nie weg gewesen und genauso gern bin ich der Handlung auch weiterhin gefolgt. Einiges musste passieren und war klar vorhersehbar, aber wesentlich mehr Plottwists haben mein Weltbild von dieser Reihe auf den Kopf gestellt.

Großartig fand ich auch die Gestaltung der Charaktere. Einige waren natürlich bekannt und konnten sich weiterentwickeln – die Beziehung zwischen Nox und Jupiter verfolge ich sehr gern – aber auch die vermeintlichen Antagonisten haben eigene Kapitel bekommen. So konnten sie ihre inneren Ängste und Ziele darlegen, sodass die Grenze zwischen Gut und Böse, Held und Schurke, immer weiter verschwommen ist und ich auch die Taten der „Bösen“ nachvollziehen kann. Diese charakterliche Tiefe bei allen Figuren gefällt mir sehr gut.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schreibstil. Die Autorin schafft es wunderbar, mich in den Bann zu ziehen, sodass ich teilweise ganze Kapitel lang vergesse, wo ich bin und dass ich lese. Hier kommt hinzu, dass die Geschichte zwar größtenteils aus Nox‘ und Jupiters Perspektive erzählt wird, immer wieder aber auch andere Figuren zu Wort kommen und ich am liebsten immer allen gleichzeitig folgen würde, weil überall entweder sehr spannendes oder sehr emotionales passiert.

Das Einzige, wo ich noch nicht vollständig dahinterstehe, ist das Magiesystem. Es klingt alles gut durchdacht, aber gerade, weil jedes Sternzeichen eine andere Fähigkeit besitzt, kann ich mir das alles gar nicht merken. Die wichtigsten Fakten werden aber an gegebenen Stellen immer aufgefrischt, sodass das keinesfalls dem Leseerlebnis schadet.

Deshalb bleibt mein Fazit – wie nach dem ersten Band – dass ich die Reihe sehr gern mag und ich sie allen Romantasy-Fans ans Herz lege. Die Bände müssen allerdings in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Ich freue mich auf den nächsten!

Nicole Böhm: House of Zodiac: Kometenschauer.
Blanvalet, März 2026.
Taschenbuch, 17 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Sanya Lehmann.

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