Auch der letzte Teil der fesselnden Trilogie um die Familie von Höveln und ihre Hotels „Ahlbecker Hof“ und „Atlantic“ auf Usedom ist wieder ebenso Familiensaga wie eine Studie der gesellschaftlichen Konventionen und Gepflogenheiten Anfang des 20. Jahrhunderts. Wir erleben hautnah, wie schwierig es für Frauen ist, sich aus einer unglücklichen, ja krankmachenden Ehe zu befreien, wie viele Steine ihnen in den Weg gelegt werden, wenn sie nicht in den Schoß der Familie zurückkehren können oder gar versuchen, auf eigenen Füßen zu stehen und eigene Entscheidungen zu treffen.
Maria, die älteste der drei Schwestern von Höveln, kann jetzt endlich die Scheidungspapiere unterzeichnen, und ihr Ex-Mann, Friedrich Kaminski, wird mit juristischen Schritten dazu aufgefordert, die Insel zu verlassen. Er steht ohne alles da. Seine Familie, die seine verbrecherischen Machenschaften lange gar nicht mitbekommen hatte und diese absolut verurteilt, auch den Umgang mit Maria und deren Familie, untersagt ihm jede finanzielle Unterstützung. Lediglich die Abreise von der Insel haben sie für ihn organisiert, doch wieder einmal gelingt es Friedrich, sich den Auflagen zu entziehen. Sein Versuch jedoch, noch einmal in seinen alten Kreisen Fuß zu fassen, scheitert kläglich, hat er sich doch zu viele Feinde gemacht.
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