S.T Abby: Blood: Du sollst bereuen

Lana Meyers führt ein perfektes Doppelleben. Sie ist seit kurzem in einer glücklichen Beziehung mit dem FBI-Agent Logan Bennet, gleichzeitig ist sie aber auch die meistgesuchte Serienmörderin des Landes, und er ist auf der Jagd nach ihr. Nur weiß er nicht, was sie von ihm verbirgt. Noch gelingt es Lana, ihre geheime Identität zu verbergen, doch ein einziger Fehler könnte ihr gesamtes Kartenhaus zum Einsturz bringen …

Die Geschichte schließt direkt an die Ereignisse des ersten Bandes an. Dadurch ist man sofort wieder mitten im Geschehen, was den Wiedereinstieg sehr leicht macht. Wie schon der Vorgänger endet auch dieser Teil mit einem fiesen, nervenaufreibenden Cliffhanger, der mich sprachlos zurückgelassen hat und ich mir jetzt die ganze Zeit Gedanken darüber machen werde, bis ich den dritten Band lesen kann.

Im direkten Vergleich zu Band eins muss ich allerdings sagen, dass dieses Buch für mich ein kleines bisschen schwächer war. Die Story brauchte dieses Mal etwas länger, um richtig in Fahrt zu kommen. Stellenweise war mir der gesamte FBI-Ermittlungsteil auch etwas zu weit hergeholt. Manche Wendungen und Vorgehensweisen der Behörde wirken auf mich nicht ganz schlüssig und haben die Glaubwürdigkeit an der Jagd ein bisschen geschmälert.

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

S.T. Abby: Secret: Du sollst mich fürchten

Suchtpotenzial pur! Ich habe dieses Buch buchstäblich inhaliert und innerhalb weniger Stunden in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an so extrem gefesselt, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Seit langem ein Buch, das mich nicht eher losgelassen hat, bis ich es beendet habe.

Worum geht es?

Im Mittelpunkt der Handlung steht eine faszinierende Serienkillerin auf einem gnadenlosen Rachefeldzug. Das ohnehin schon packende Grundgerüst gewinnt zusätzlich an Dynamik, als ein FBI-Agent die Bildfläche betritt. Zwischen den beiden spinnt sich eine hochgradig intensive und komplexe Beziehung. Als Leser gerät man schnell in einen emotionalen Strudel und fragt sich ununterbrochen: Zieht sie ihren Racheplan eiskalt durch? Setzt sie dafür diese neue, tiefgehende Verbindung aufs Spiel? Oder nimmt das Ganze eine völlig unerwartete Wendung?

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Ralf Langroth: Schwarzer Samstag

Herbst 1962, die Kuba-Krise sorgt für Angst und Unruhe unter der deutschen Bevölkerung. Die Menschen haben Angst vor einem Einmarsch der Sowjets oder gar einem Atomschlag. Das ist der Rahmen, in dem der fünfte Teil der Reihe um BKA-Mann Philipp Gerber und die Politikjournalistin Eva Herden spielt. Während Philipp in Hamburg gegen eine Organisation ermittelt, die Waffen nach Kuba liefert, wird Eva, die inzwischen beim Bonner Büro des „Spiegel“ arbeitet, nach Kuba geschickt, um vor Ort für eine Reportage zu recherchieren. Eva gerät dabei ins Visier genau der Organisation, gegen die Philipp ermittelt und begibt sich mehrfach in Lebensgefahr. Philipp gerät in Hamburg mitten ins Kiez-Milieu und in die Spiegel-Affäre um Franz-Josef Strauß und Rudolf Augstein, die zu einer der größten innenpolitischen Krisen der BRD wurde.

Was den Leser in diesem präzise recherchierten Thriller erwartet, ist wieder eine sehr lebendige, realistische Darstellung der politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten Anfang der 1960er Jahre.

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Emylia Hall: The Shell House Detectives: Der Fremde am Strand.

Ally Bright, Anfang 60, lebt zurückgezogen im fiktiven Örtchen Porthpella in Cornwall. Doch dann reißen sie dramatische Ereignisse aus dem Schneckenhaus, in das sie sich nicht erst seit dem Tod ihres Mannes, eines ehemaligen Polizisten, zurückgezogen hat.

Eines Abends steht ein verzweifelter junger Mann vor ihrer Tür, auf der Suche nach Hilfe. Alles, was sie seinen verworrenen Worten entnehmen kann, ist, dass er ihren verstorbenen Mann kannte. Am nächsten Tag wird er schwer verletzt am Fuße der Klippen gefunden. Die Polizei hakt den Fall bereits als Selbstmordversuch ab, obwohl Pascoe noch im Koma liegt.

Ally hat ein schlechtes Gewissen, da sie dem Mann nicht hat helfen können, und geht der Sache nach. Als sie mehr über die Hintergründe erfährt, zweifelt sie an der Selbstmordtheorie. Der Tote, Lewis Pascoe, kam gerade aus dem Gefängnis frei und wollte zu seiner Großmutter, doch die ist mittlerweile gestorben, und ihr altes Küstenhaus wurde abgerissen. Stattdessen stand er vor einem protzigen Neubau und einem ebensolchen, aggressiven Besitzer. Dessen Ehefrau am selben Tag spurlos verschwindet!

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Mark Mupotsa-Russell: Das kleine Handbuch einer Vorstadt-Killerin

Actionreiche und ziemlich blutige Geschichte um eine Mutter auf Rachefeldzug

Den im Klappentext verkündeten Humor, selbst den schwarzen, sucht man in diesem Roman vergeblich. Doch die rasante Story um eine ehemalige Auftragskillerin, die zur Rachegöttin wird, liest sich spannend, fesselt und unterhält, wenn auch auf eine manchmal etwas drastische Art.

Olivia, die ihre Geschichte in Ich-Form erzählt, war eine Killerin im Auftrag des organisierten Verbrechens in Spanien. Sie lebt mittlerweile das Leben einer Vorstadtmama zweier kleiner Töchter in ihrer Heimat Australien. Weder ihr Mann noch ihre Mitarbeiterinnen in der von ihr gegründeten Agentur ahnen etwas von ihrer Vergangenheit. Sie selbst denkt jedoch immer wieder einmal daran zurück und hadert mit einigen der von ihr begangenen Morde, ja sieht hinter manchem Ereignis, das ihr widerfährt, die strafende Hand des Schicksals.

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Andreas Winkelmann: Moorland: Die Zwillinge

Der Krimi handelt von dem spurlosen Verschwinden der 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana im nebligen Moor. Nach einer erfolglosen Suche liefert eine zurückgelassene Kamera den ersten Hinweis.

​Die Ermittlungen von Kommissarin Malia Gold nehmen an Fahrt auf, als plötzlich verstörende Bilder von Jana auf TikTok auftauchen. Bei der Suche nach den Mädchen stößt Malia auf eine Mauer des Schweigens in der Dorfgemeinschaft.

​Ein absoluter Pageturner, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat! Wer auf der Suche nach einem atmosphärischen Thriller mit hohem Suchtfaktor ist, wird hier definitiv fündig.

​Das absolute Highlight ist das Setting: Die düstere Moorlandschaft wird so bildhaft beschrieben, dass man die beklemmende Atmosphäre förmlich spüren kann und das Gefühl hat, als sei man direkt vor Ort. Besonders toll fand ich, dass der Autor faszinierende Fakten und Infos über das Moor in die Story eingeflochten hat. Man amüsiert sich also nicht nur bestens, sondern lernt ganz nebenbei noch etwas dazu – eine perfekte Mischung aus Wissen und Nervenkitzel.

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Karen Sander: Die Tiefe: Verloren

Im letzten Teil der Trilogie Die Tiefe von Karen Sander beginnt für Mascha Krieger und Tom Engelhardt, dem Ermittlerduo und jetzt offiziellen Paar, ein Wettlauf mit der Zeit. Allmählich glauben sie zu wissen, wer hinter den brutalen Serienmorden steckt. Nur eines wissen sie jedoch mit Gewissheit, es befinden sich noch weitere Menschen in Gefahr.

Die erfolgreiche Thrillerautorin Karen Sander hat inzwischen eine neue Geschichte abgeschlossen, in der mysteriöse Todesfälle im oder an Gewässern im Zentrum der Ermittlungen stehen. Dieses Mal geraten nicht nur die Ermittler selbst in lebensgefährliche Situationen. Ein als Warnung gedachtes Attentat zeigt Tom, dass die komplexe Mordserie auch auf seine persönliche Ebene gezogen worden ist. Wie soll man seine professionelle Distanz im Arbeitsalltag behalten, wenn das Leben der Liebsten bedroht ist?

Wie auch in ihren früheren Thrillern arbeitet Karen Sander mit verschiedenen Perspektiven, die jeweils ihren Anteil an der großen Geschichte haben. Aus den Nebenschauplätzen entsteht ein Puzzle, das erst im dritten Teil ein ganzes Bild ergibt. Cliffhanger und unterschiedliche Akteure sorgen dabei für eine abwechslungsreiche Lektüre.

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Ingar Johnsrud: Blendfeuer

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der nun bereits in sein viertes, zermürbendes Jahr geht, hat die geopolitische Architektur Europas grundlegend erschüttert und prägt das Schicksal eines ganzen Kontinents. Es ist eine unerbittliche, fast schon zynische Realität, der sich die internationale Gemeinschaft stellen muss: Ohne den beständigen, wenn auch immer wieder politisch umstrittenen Strom an Waffenlieferungen und logistischer Unterstützung aus den europäischen Staaten und den USA wäre die ukrainische Verteidigungslinie wohl längst unter der schieren Masse der russischen Übermacht kollabiert. Zurück bliebe nicht nur ein zerschmettertes, seiner Souveränität beraubtes Land, sondern auch eine noch viel längere, unerträgliche Liste an Opfern. Dieser Abnutzungskrieg fordert nicht nur einen immensen Blutzoll unter den Soldaten beider Seiten, sondern schlägt tiefe, über Generationen hinweg spürbare Wunden in der Zivilbevölkerung.

Zu den dunkelsten und grausamsten Kapiteln dieses Konflikts – ein Aspekt, der auf fatale Weise an die dunkelsten Epochen der europäischen Geschichte erinnert – gehört die systematische Verschleppung von schätzungsweise 20.000 ukrainischen Kindern. Entrissen aus ihrem familiären und kulturellen Umfeld, sollen sie tief im russischen Hinterland durch gezielte Adoptionen in regimetreue Familien ummerzogen und ihrer Identität beraubt werden. Ein derartiges Vorgehen markiert nicht nur eine humanitäre Tragödie, sondern wird von den Vereinten Nationen unmissverständlich als Kriegsverbrechen gebrandmarkt. Es war genau diese systematische Deportationspolitik, die den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu dem historischen Schritt veranlasste, Wladimir Putin offiziell als Kriegsverbrecher einzustufen und mit einem Haftbefehl zu belegen.

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Peter Grainger: Ein unglücklicher Tod

Den Briten ist Peter Grainger längst ein Begriff. Seine im Selbstverlag erschienenen Kriminalromane fanden begeisterte Leser. Nun veröffentlicht der Diogenes Verlag in diesem Jahr drei seiner Bücher. Erfreulicherweise.

Kürzlich hatte ich angemerkt, dass Ermittler heutzutage nicht ohne schwerwiegende psychische Schäden und persönliche Dramen auskommen, die bisweilen einen zu großen Teil der Erzählung ausmachen und vom eigentlichen Fall ablenken. In dieser Hinsicht ist Graingers Hauptfigur David „DC“ Smith so alltäglich wie sein Name, fast schon altmodisch. Und dennoch ist er ein echtes Unikum. Wir erfahren im ersten Band natürlich noch nicht alles über seinen Hintergrund. Er lebt allein, seit seine Frau gestorben ist, um die er immer noch trauert. Er missachtet schon mal die Vorschriften, kommt nicht mit allen Kollegen klar, hat dennoch viele Freunde, spielt Gitarre, und hat eine Vorliebe für ironische Bemerkungen und unerwartete Kommentare. Ein Typ mit Ecken und Kanten, ein sympathischer Eigenbrötler, aus dem ganz normalen Leben gegriffen. Eine echte Identifikationsfigur.

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Rebekka Moser: Tief

Das Cover in blassblau, Blick über den Bodensee, im Hintergrund ahnt man die Berge, vorne ein Steg, ein kleines Boot auf der glatten Wasserfläche. Dazu mehr als Ahnung denn erkennbar der Kopf einer Frau, einzelne lockige Strähnen fallen auf. Das Cover wirkt nicht wie ein schöner sonniger Tag am See, eher etwas beklemmend und passt daher gut zu der Geschichte, die uns erwartet. Genau wie die zunächst etwas seltsam anmutenden Kapitel-Überschriften. „VORBEI. Herbst. Ein Täter. Bodensee“ oder „Als alles begann. Sommer. Eine junge Frau. Mittelmeer“. So wird man als Leser zwischen den verschiedenen Erzähl- und Zeitebenen begleitet, weiß eigentlich immer, wo man gerade ist. Kein Wort zu viel! Das wiederum passt gut zu Kommissar Richard Heinzle, der grade alles andere als begeistert ist, sich um eine Mordermittlung zu kümmern. Und dann noch eine, die einem echt nahe geht. Heinzle braucht Zeit. Zeit für sich, um den Tod seiner Frau zu verarbeiten, nicht um zu ermitteln. Aber danach fragt grade keiner. Das Verhältnis zwischen Heinzle und Georg, seinem Chef, ist eh anscheinend nicht das beste, der Ton ist nicht unbedingt freundschaftlich, auch wenn sie dann doch gut zusammenarbeiten. Heinzle muss sich fügen und findet sich bald im wohl emotionalsten Fall wieder, den er je zu lösen hatte. Gott sei Dank mit der Unterstützung des Psychologen und Profilers, seinem Freund „Sense“ – eigentlich Sononer, der hinzugezogen wird und Sissi Kirschbaum, der Gerichtsmedizinerin, die ganz gerne eine wichtigere Rolle in Heinzles Leben spielen würde, aber dazu ist Heinzle nicht bereit.

Weiterlesen →
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: