Kathrin Lange: 40 Stunden

langBerlin, fiktive Gegenwart. Ein gemeinsamer Kirchentag von evangelischer und katholischer Kirche ist das anstehende Großereignis. Christen aus aller Welt sind angereist, Jung und Alt wollen gemeinsam feiern, dass der neue Papst bereit ist, auch Protestanten das Abendmahl zu gewähren.

Ermittler Faris Iskander ist vom Dienst suspendiert. Die herrliche Mischung aus Horst Schimanski und sich selbst hat die Beherrschung verlorenen und sich geprügelt. Es gab einen Grund für seine Unbeherrschtheit, er hat noch nicht verwunden, dass er vor einigen Monaten einen Selbstmordattentäter nicht nur nicht an der Ausführung hindern konnte, sondern dass er auch glaubt, die Explosion durch falsche Worte herbeigeführt zu haben. Weiterlesen

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Friedrich Ani: M: Ein Tabor Süden Roman

mM steht für München. Die Anspielung auf die Landeshauptstadt Bayerns im Titel ist kein Zufall. Gut, offensichtlich ist natürlich, dass der ehemalige Kriminalpolizei-Mitarbeiter Tabor Süden, Held bereits der Vorgängerromane, in München lebt und arbeitet. Inzwischen nicht mehr bei der Kripo, sondern bei einer Privatdetektei. An eben diese Detektei wendet sich eine Lokaljournalistin, um ihren verschwundenen Freund suchen zu lassen. Oder Lebensgefährten. Oder Zufallsbekanntschaft. Der ganze Auftrag ist von Anfang an undurchsichtig. Noch dubioser wird es, als Südens einzige Spur ausgerechnet auf einen offensichtlichen getarnten Polizisten hinweist – als Profi spürt man das einfach -, alle Behörden aber mauern. Weiterlesen

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Andreas Föhr: Totensonntag

totAndreas Föhr hat bisher vier Titel in der Reihe um Kommissar Wallner veröffentlicht. „Totensonntag“ ist quasi ein Rückblick und erzählt den ersten Fall des frischgebackenen Kommissars Clemens Wallner bei der Kriminalpolizei Miesbach. Im Herbst 1992 gerät Wallner gemeinsam mit seinem Kollegen Leonhardt Kreuthner bei einer Feier auf einer Berghütte am Tegernsee in ein Geiseldrama. Der Geiselnehmer, der obdachlose Thomas Nissl, nimmt sich schließlich das Leben, gibt aber zuvor mit seinen letzten Worten Wallner ein Rätsel auf: In der Gruft von Sankt Veit sollen die Gebeine einer vor vielen Jahren ermordeten Frau liegen. In einem edelsteinbesetzten Sarg. Die Ermittlungen führen tief in die Geschichte des Tegernseer Tals, in den Mai 1945. Weiterlesen

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Arne Dahl u.a.: Jul Morde

julAus Skandinavien stammen die spannendsten Krimis. Und das gilt auch für die Kurzkrimis, die in Weihnachtsmord-Sammlungen alle Jahre wieder erscheinen.. In diesem Jahr sind das „Jul Morde“, 13 Weihnachtskrimis von bekannten und entdeckenswerten Autoren aus Schweden, Norwegen und Finnland.
Es fließt viel Glögg, der skandinavische Glühwein, und man erfährt nebenbei viel über Weihnachtsbräuche in den Ländern, in denen der Schnee manche Verbrechen gut zudeckt. Und allzu freundlich sind die Gefühle beim Fest der Liebe nicht, wenn die Kommissare ermitteln. Weihnachtsschinken verschwindet, Thomas Enger schreibt über Tannenbaumklau, fast ein kleines Theaterstück in Dialogform ist die „Vernehmung“ von Arne Dahl, und spannend ist Hans Rosenfeldts Geschichte über einen ermordeten Antiquitätenhändler. Diese Geschichten kann man auch schnell mal lesen, während die Weihnachtsgans im Ofen brät.

Arne Dahl u.a.: Jul Morde.
Wunderlich, November 2013.
212 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Klaus Erfmeyer: Rasterfrau

rasZum achten Mal lässt der Dortmunder Rechtsanwalt seinen Anwalt Stephan Knebel ermitteln. In „Rasterfrau“ geht es um einen Fall, der eigentlich schon längst abgeschlossen ist. Der Lehrer Maxim Wendel ist wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden; nach vier Jahren hinter Gittern möchte er den Prozess wieder aufgerollt haben.
Die Ermittlungen führen Knebel quer durch die ganze Stadt und auch auf einen Ausflug in die Schweizer Berge. Zäh ziehen sich die Ermittlungen hin – für Knobel ebenso wie für die Leser. Lokalkolorit macht das Buch für Dortmunder interessant.
Gelungen ist der Schluss, mit dem dem Rechtsanwalt die Lösung zu dem verzwickten Fall auf einem Silbertablett, in einem Brief serviert wird. Der Brief ist spannend geschrieben und auch das, was dann im überraschenden Finale folgt, wenn sich der Fall vor Stephan Knobel noch einmal neu und ganz unerwartet aufrollt.

Klaus Erfmeyer: Rasterfrau.
Gmeiner, Juli 2013.
280 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Andreas Eschbach: Todesengel

todSchon lange ist der nächtliche Heimweg mit der U-Bahn nicht mehr sicher. Lange sind auch die Zeiten vorbei, in denen man bestohlen wurde und fertig. Gewalt um der Gewalt willen ist ein Problem moderner Zeiten, das uns alle ratlos zurücklässt. Im Gedächtnis ist noch der Fall Brunner, der Mann der Jugendlichen half und dabei zu Tode geprügelt wurde. Hier setzt Andreas Eschbach an.

Erich Sassbeck ist alles andere als ein strahlender Held, war auch nie einer, wollte auch nie einer sein. Aber als er in der U-Bahn-Station beobachtet, wie zwei Jugendliche eine Bank demolieren, greift er dennoch ein. Sagt ihnen seine Meinung und bezahlt das beinah mit seinem Leben. Weiterlesen

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Henning Mankell: Mord im Herbst

henVor zwei Jahren hat der schwedische Bestseller-Autor Henning Mankell seinen Kommissar Kurt Wallander in Pension geschickt. „Der Feind im Schatten“ war Wallanders letzter Fall. Jetzt hat Mankell einen Wallander zur Veröffentlichung freigegeben, den er schon vor 20 Jahren geschrieben hat und der 2002 spielt.
„Mord im Herbst“ ist mit nur 120 Seiten ein kurzer Roman oder eine lange Erzählung – und ein spannender Krimi. Im Anhang lässt Mankell noch einmal alle Wallander-Fälle Revue passieren und erklärt, warum er dieses Buch geschrieben hat: In Holland hatten Buchhändler die Idee, im „Monat des spannendes Buchs“ jedem, der einen Krimi kauft, ein Gratisbuch zu schenken und haben auch Mankell gebeten, ein Buch dafür beizusteuern. Auch verfilmt worden ist das Buch schon von der BBC, nur außerhalb der holländischen Buchreihe war es bislang nicht erhältlich. Weiterlesen

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Petra Hammesfahr: Hörig

hoerWenn man nicht aufpasst wie verrückt, passiert es, dass man dieses Buch kauft. Der Titel war mir unbekannt, die Autorin mag ich, die Handlung konnte ich auch nicht direkt zuordnen – also rein ins Regal damit. Die Geschichte um Patrizia und ihre beiden großen Lieben liest sich ungewohnt zäh für die Autorin, das Ende lies den Verdacht aufkommen, dass die Druckerei einige Seiten zwischendrin vergessen hat zu binden. Des Rätsels Lösung liegt in einem Detail, das normalerweise nur Studenten der Geisteswissenschaften beim Anfertigen von Studienarbeiten beachten: das Impressum. Dort steht nämlich, dass es sich um eine Neuauflage eines Buches von 1983 handelt, also um ein Frühwerk der Autoren. Sorry, aber so liest es sich auch.

Fazit: Lieber auf das nächste wirklich neue Buch der Autorin warten.

Petra Hammesfahr: Hörig.
rororo, Oktober 2013.
320 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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Val McDermid: Der Verrat

valStephanie hat einige Erfahrung damit, Menschen zu durchschauen, ihnen Geheimnisse zu entlocken und diese auch zu bewahren, wenn es die Situation erfordert. Sie ist Ghostwriter, sie ist diejenige, die die Biographien von Prominenten aufhübscht, damit man sie auch verkaufen kann. Und sie ist gut in ihrem Job. Deswegen bekommt sie von ihrer Agentin Scarletts Biographie als neue Aufgabe vorgeschlagen.

Scarlett ist eine von diesen Neu-Prominenten, deren einzige Leistung es ist, prominent zu sein. Das allerdings beherrscht sie bis in die letzte Kleinigkeit. Aus einem Haushalt kommend, in dem Alkohol als Grundnahrungsmittel zählt und Bildung mit Fernsehbildern verwechselt wird, erkennt sie ihre Chance, als es ihr gelingt, in eine Ausgabe von Big Brother zu gelangen. Weiterlesen

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Dan Brown: Inferno

infernoNach seinem Hochschulabschluss betätigte sich Dan Brown als Sänger, Liedermacher und Lehrer bevor er sich Mitte der Neunziger als Schriftsteller versuchte und u.a. mit seinem Thriller „Diabolus“ vorerst nur kleinere Verkaufszahlen erzielte. Mit „Sakrileg“, seinem zweiten Buch um die Abenteuer von Professor Robert Langdon, gelang ihm 2003 schließlich der große Durchbruch.

„Inferno“ ist nun Robert Langdons vierter „Fall“. Weiterlesen

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