Martin Suter: Allmen und die verschwundene Maria

allemnDer letzte Band um den High-Society-Ermittler Johann Friedrich von Allmen endete mit dem Verschwinden von Maria, der Freundin von Allmens rechter Hand Carlos. Zwar wurde das gestohlene Dahlienbild erfolgreich widerbeschafft, dafür aber Maria entführt – ebenfalls wegen des Dahlienbildes. So tauchen in dieser Fortsetzung also sämtliche Personen des Vorbandes unverändert wieder auf und die Geschichte geht nathlos weiter. Von daher ist es mir ein Rätsel, warum das in zwei Bücher aufgeteilt wurde, eigentlich handelt es sich um eine zusammenhängende Geschichte.

Das ist aber das einzig Ärgerliche an diesem – nicht sehr dicken – Buch. Ansonsten ist die Geschichte gewohnt gut erzählt, witzig und doch hintergründig mit einem ganz besonderen Protagonisten.

Fazit: Wer es noch nicht kennt, sollte beide Bücher zusammen erstehen, ansonsten empfehlenswert.

Martin Suter: Allmen und die verschwundene Maria.
Diogenes, März 2014.
223 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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Koji Suzuki: Der Graben

kojiDer japanische Schriftsteller Koji Suzuki ist der Autor der Bücher, auf denen die „Ring“-Filme basieren. Das sind die Filme, die mich am helllichten Tag zum Gruseln gebracht haben und deswegen war ich neugierig auf sein neues Werk. Schon am Anfang beweist er, dass der Horror nicht nur in den Filmen entstanden ist. Ich weiß nicht, wie er das macht, aber bei den ersten 20 Seiten wurde mir schon ganz unheimlich zumute. Verlassene Autos, einsame Wüstenstraßen, all das bringt er auf ganz besondere Weise zu Papier, sodass beinah alltägliche Situationen höllisch werden. Weiterlesen →

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Patricia Cornwell: Knochenbett

pat„Knochenbett“ ist jetzt schon der 20. Fall für Dr. Kay Scarpetta. In diesem muss die Rechtsmedizinerin im Fall einer verschwundenen Paläontologin ermitteln, von der nur noch das Foto ihres abgeschnittenen Ohrs existiert. Außerdem muss sie die Mumie einer Frau im Bostoner Hafen bergen, ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als sie als Zeugin im Prozess gegen einen Öl-Tycoon geladen ist, dem der Mord an seiner spurlos verschwundenen Ehefrau vorgeworfen wird. Handelt es sich bei der Toten um die vermisste Industriellengattin? Diese Frage stellt sich auch die Anwältin des Angeklagten, die alles daran setzt, Scarpettas Reputation zu untergraben. Fieberhaft beginnt die Rechtsmedizinerin mit der Untersuchung der Mumie. Weiterlesen →

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Till Raether: Treibland

tillWer die Kolumnen von Till Raether liebt, wird auch seinen ersten Krimi mögen und sich einlassen auf Raethers zuweilen ausschweifenden Erzählstil: „Treibland“ ist der Auftakt zu einer Reihe von Hamburg-Krimis mit dem Kripobeamten Adam Danowski, einem Anti-Held mit Hang zum Golfspielen.
Der erste Fall führt ihn (in Quarantäne) auf das Kreuzfahrtschiff „Große Freiheit“, das mit einer afrikanischen Virusinfektion an Bord in den Hamburger Hafen eingelaufen ist. Spannend ist es nicht gerade auf diesem „Pestschiff“, aber Raether erzählt diese Krimihandlung mit viel Witz, im Mittelteil aber sehr langatmig. Viel Hamburg-Atmosphäre hat dieser mit fast 500 Seiten sehr dicke Roman, aber Krimi-Fans werden die Spannung vermissen, die stellt sich erst am Schluss ein.

Till Raether: Treibland.
rororo, März 2014.
496 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Jutta Profjit: Knast oder Kühlfach

juttaTrotz aller Versuche in den letzten Bänden, auch endlich ins Licht zu gehen, bleibt uns der tote Autoknacker Pascha mit der großen Klappe erhalten – dem Himmel sei Dank. Denn nicht nur ist Birgit schwanger, die Freundin des einzigen Menschen, der Pascha sehen und hören kann – Martin Gänsewein. Das wäre eigentlich wirklich schon genug zu ertragen für einen harmlosen Geist, denn Martin erweist sich als überaus besorgter werdender Vater. Aber auch der einzige Kriminalist, den Pascha wirklich schätzt, Martins und Birgits Freund Gregor steht unter dem Verdacht, seine Ex-Frau ermordet zu haben. Und Martin ist aus oben erwähnten Gründen nicht mit der ganzen Konzentration bei der Sache, wenn es um Gregors Rettung geht. Weiterlesen →

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Heinrich Peuckmann: Angonoka

angDer Kamener Heinrich Peuckmann schafft es in seinen Krimis mit Kommissar Bernhard Völkel immer wieder, aktuelle Themen spannend zu erzählen und mit Lokalkolorit zu vermischen. In seinem neuen Fall „Angonoka“ kommt Völkel der Tiermafia auf die Spur. In der Nähe eines Ermordeten findet die Polizei in einem Wald eine Angonoka, eine seltene Schnabelbrustschildkröte.
Peuckmann erinnert an einen Fall von Tierschmuggel, den es vor ein paar Jahren in Unna wirklich gegeben hat. Beim Dortmunder Zoochef lässt sich der Kommissar beraten (auch der Autor hat sich da vorher Tipps geholt), er streift durch die Stadt und legt schließlich den Reptilienhändlern das Handwerk. Das ist spannende Unterhaltung, und Dortmunder erkennen ihre Stadt sehr gut wieder.

Heinrich Peuckmann: Angonoka.
Lychatz Verlag, Februar 2014.
352 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Thomas Thiemeyer: Valhalla

valHannah Peters und ihr Lebensgefährte, der Ex-Marine John Evans forschen im Auftrag ihres reichen Gönners in Kambodscha und untersuchen die beeindruckenden Ruinen Groß-Angkors als Norman Stromberg das erfolgreiche Team auseinanderreißt. Hannah soll nach Spitzbergen reisen, wo man tief unter dem 5000 Jahre alten Gletschereis eine riesige Stadt gefunden hat, die das legendäre Hyperborea sein könnte.

Dass die Forscher nicht die ersten neuzeitlichen Menschen sind, die die antike Metropole aufsuchen stellen sie fest, als sie auf Relikte der Deutschen Wehrmacht stoßen. Weiterlesen →

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Ingrid Noll: Hab und Gier

nollBestseller-Autorin Ingrid Noll braucht keine Kommissare in ihren Krimis. Ihre Leichen serviert sie quasi nebenbei, und diejenigen, die sie ins Jenseits befördert haben, sind sympathische Menschen. „Hab und Gier“ heißt der neue Roman der 78-Jährigen.
Natürlich geht es um Habgier und deren Folgen. Wolfram, ein pensionierter, schwer kranker Bibliothekar will die Hälfte seines Vermögens seiner ehemaligen Kollegin Karla vermachen, wenn sie ihn bis zu seinem nahen Tod pflegt. Weiterlesen →

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Simon Beckett: Der Hof

hofEndlich. Drei Jahre hat der britische Bestseller-Autor Simon Beckett warten lassen auf einen neuen Thriller. Am 1. Februar ist „Der Hof“ in deutscher Sprache erschienen. Es ist kein David-Hunter-Krimi, aber ein Buch, dass auch ohne den schrulligen Gerichtsmediziner 464 Seiten Hochspannung garantiert. Ein Muss-Buch für jeden Krimifan.
Der 53-jährige Brite erzählt in dem Roman zwei Geschichten: die Vorgeschichte von seinem Helden Sean in London und das, was dem britischen Flüchtling später auf einem heruntergekommenen, gespenstischen Hof in Südfrankreich passiert. Weiterlesen →

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Nicci French: Schwarzer Mittwoch

nicciRuth Lennox wird brutal ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Die Lage scheint eindeutig: Sie hat einen Einbrecher ertappt und wurde von diesem erschlagen. Allein das Geständnis fehlt noch. Ruth war glücklich verheiratet und Mutter von drei wohlgeratenen Kindern, es kann kein anderes Motiv geben. Allein der Psychologin Frieda Klein erscheint die Fassade der glücklichen Lennox-Familie allzu glatt und ohne Kanten. Durch ihre Nichte Chloe lernt Frieda Ruths Sohn Ted kennen und wird dadurch doch wieder in einen Fall involviert, obwohl sie eigentlich nach dem letzten Angriff auf sie noch gar nicht wieder arbeitet. Weiterlesen →

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