Heinrich Peuckmann: Angonoka

angDer Kamener Heinrich Peuckmann schafft es in seinen Krimis mit Kommissar Bernhard Völkel immer wieder, aktuelle Themen spannend zu erzählen und mit Lokalkolorit zu vermischen. In seinem neuen Fall „Angonoka“ kommt Völkel der Tiermafia auf die Spur. In der Nähe eines Ermordeten findet die Polizei in einem Wald eine Angonoka, eine seltene Schnabelbrustschildkröte.
Peuckmann erinnert an einen Fall von Tierschmuggel, den es vor ein paar Jahren in Unna wirklich gegeben hat. Beim Dortmunder Zoochef lässt sich der Kommissar beraten (auch der Autor hat sich da vorher Tipps geholt), er streift durch die Stadt und legt schließlich den Reptilienhändlern das Handwerk. Das ist spannende Unterhaltung, und Dortmunder erkennen ihre Stadt sehr gut wieder.

Heinrich Peuckmann: Angonoka.
Lychatz Verlag, Februar 2014.
352 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Thomas Thiemeyer: Valhalla

valHannah Peters und ihr Lebensgefährte, der Ex-Marine John Evans forschen im Auftrag ihres reichen Gönners in Kambodscha und untersuchen die beeindruckenden Ruinen Groß-Angkors als Norman Stromberg das erfolgreiche Team auseinanderreißt. Hannah soll nach Spitzbergen reisen, wo man tief unter dem 5000 Jahre alten Gletschereis eine riesige Stadt gefunden hat, die das legendäre Hyperborea sein könnte.

Dass die Forscher nicht die ersten neuzeitlichen Menschen sind, die die antike Metropole aufsuchen stellen sie fest, als sie auf Relikte der Deutschen Wehrmacht stoßen. Weiterlesen

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Ingrid Noll: Hab und Gier

nollBestseller-Autorin Ingrid Noll braucht keine Kommissare in ihren Krimis. Ihre Leichen serviert sie quasi nebenbei, und diejenigen, die sie ins Jenseits befördert haben, sind sympathische Menschen. „Hab und Gier“ heißt der neue Roman der 78-Jährigen.
Natürlich geht es um Habgier und deren Folgen. Wolfram, ein pensionierter, schwer kranker Bibliothekar will die Hälfte seines Vermögens seiner ehemaligen Kollegin Karla vermachen, wenn sie ihn bis zu seinem nahen Tod pflegt. Weiterlesen

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Simon Beckett: Der Hof

hofEndlich. Drei Jahre hat der britische Bestseller-Autor Simon Beckett warten lassen auf einen neuen Thriller. Am 1. Februar ist „Der Hof“ in deutscher Sprache erschienen. Es ist kein David-Hunter-Krimi, aber ein Buch, dass auch ohne den schrulligen Gerichtsmediziner 464 Seiten Hochspannung garantiert. Ein Muss-Buch für jeden Krimifan.
Der 53-jährige Brite erzählt in dem Roman zwei Geschichten: die Vorgeschichte von seinem Helden Sean in London und das, was dem britischen Flüchtling später auf einem heruntergekommenen, gespenstischen Hof in Südfrankreich passiert. Weiterlesen

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Nicci French: Schwarzer Mittwoch

nicciRuth Lennox wird brutal ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Die Lage scheint eindeutig: Sie hat einen Einbrecher ertappt und wurde von diesem erschlagen. Allein das Geständnis fehlt noch. Ruth war glücklich verheiratet und Mutter von drei wohlgeratenen Kindern, es kann kein anderes Motiv geben. Allein der Psychologin Frieda Klein erscheint die Fassade der glücklichen Lennox-Familie allzu glatt und ohne Kanten. Durch ihre Nichte Chloe lernt Frieda Ruths Sohn Ted kennen und wird dadurch doch wieder in einen Fall involviert, obwohl sie eigentlich nach dem letzten Angriff auf sie noch gar nicht wieder arbeitet. Weiterlesen

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Anne Holt: Schattenkind

anneEllen ist eine alte Schulfreundin von Inger Johanne Vik, die wiederum mit Yngvar Stubø liiert ist. Somit gehört „Schattenkind“ streng genommen in Anne Holts Yngvar Stubø-Reihe, obwohl es in diesem Buch weniger als sonst um bloße Ermittlungsarbeit geht. Eines Abend betritt Inger Johanne Ellens Haus und findet die Familie im Schock vor. Der 8-jährige Sander ist anscheinend gerade von der Trittleiter gefallen und hat sich dabei den Schädel eingeschlagen. Ein schrecklicher Unfall, wie es scheint und dann kommt die Nachricht über das Massaker auf Utøya herein und alle sind nur noch daran interessiert, dann Fall so schnell wie möglich abzuschließen. Weiterlesen

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Sam Eastland: Der rote Sarg

rotEs wird mir ewig ein Rätsel bleiben, welchen Hang amerikanische Autoren zur Stalin-Ära haben. Dieser Roman um den russischen Ermittler Pekkala spielt im Jahr 1939 und beschäftigt sich mit den Ereignissen um den Beginn des 2. Weltkriegs. Russland arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung neuer Panzer und ausgerechnet auf einem solchen Entwicklungsgelände geschieht ein Unglück: der verantwortliche Ingenieur Nagorski stirbt unter seinem eigenen Panzer. Aber war es ein Unglück, war der Panzer noch nicht ausgereift oder war es Mord? Die Ermittlung wird erschwert durch die Verhältnisse im stalinistischen Russland und an jeder Ecke droht das Arbeitslager oder die Liquidierung. Weiterlesen

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Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks

Der Ruf des Kuckucks von Robert GalbraithDas Geheimnis ist ja längst gelüftet: Hinter Robert Galbraith verbirgt sich die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling. Hier beweist sie mit einem Thriller, dass sie durchaus in der Lage ist, auch abseits von Zauberei und Internaten Protagonisten zu schaffen, die den Leser packen können.

Cormoran Strike hat einen Fuß verloren, ist aus dem aktiven Militärdienst ausgeschieden und schlägt sich als Privatermittler durch. Gerade ist er auch noch gezwungen, in seinem Büro zu nächtigen, weil er sich mit seiner langjährigen Freundin überworfen hat. Außerdem ist das Geld chronisch knapp. Da bekommt er ein Angebot vom Bruder des ebenso toten wie berühmten Models Lula Landry. Weiterlesen

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Jo Nesbø: Koma

komaEin Polizistenmörder geht um. An Tatorten ungelöster Verbrechen scheint er genau die Kollegen zu ermorden, die an den damaligen Ermittlungen beteiligt waren und gescheitert sind. Eine Sonderkommission ermittelt unter Hochdruck, doch die Polizei hat keine Spur. Und währenddessen liegt im Krankenhaus in Oslo auf der Intensivstation bewacht und abgeschottet ein Mann, der mit seinem Wissen die Mächtigen belasten könnte…
Jo Nesbø spielt in „Koma“ ein kluges Katz- und Maus-Spiel mit dem Leser. Immer wieder legt er falsche Fährten und man ahnt bis kurz vor Schluss nicht, wer der Täter ist. Weiterlesen

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Joe Hill: Christmasland

chrisCharlie Manx selber ist der Überzeugung, ein guter Mensch zu sein. Er rettet diejenigen Kinder,, denen von ihren Eltern früher oder später das Leben ruiniert würde. Er dagegen führt sie in ein Land, in dem immer Weihnachten ist, in dem sie nicht erwachsen werden und in dem sie immer glücklich sein können. Soweit die Theorie. In der Praxis kostet es die Kinder Dinge, auf die sie freiwillig niemals verzichtet hätten.

Vicky findet verlorene Dinge wieder, seit sie als Kind ein bestimmtes Fahrrad bekam. Sie steigt auf dieses Fahrrad, denkt an das, was sie finden möchte und fährt über eine eigentlich schon lange nicht mehr existierende Brücke zu der Stelle, an der das Verlorene zu finden ist. Auch ihr Leben verläuft nicht problemlos: Scheidungskind, Alkohol, Drogen – liegt das alles in den Erlebnissen mit dem Fahrrad begründet? Weiterlesen

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