Anne Holt: Schattenkind

anneEllen ist eine alte Schulfreundin von Inger Johanne Vik, die wiederum mit Yngvar Stubø liiert ist. Somit gehört „Schattenkind“ streng genommen in Anne Holts Yngvar Stubø-Reihe, obwohl es in diesem Buch weniger als sonst um bloße Ermittlungsarbeit geht. Eines Abend betritt Inger Johanne Ellens Haus und findet die Familie im Schock vor. Der 8-jährige Sander ist anscheinend gerade von der Trittleiter gefallen und hat sich dabei den Schädel eingeschlagen. Ein schrecklicher Unfall, wie es scheint und dann kommt die Nachricht über das Massaker auf Utøya herein und alle sind nur noch daran interessiert, dann Fall so schnell wie möglich abzuschließen. Weiterlesen →

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Sam Eastland: Der rote Sarg

rotEs wird mir ewig ein Rätsel bleiben, welchen Hang amerikanische Autoren zur Stalin-Ära haben. Dieser Roman um den russischen Ermittler Pekkala spielt im Jahr 1939 und beschäftigt sich mit den Ereignissen um den Beginn des 2. Weltkriegs. Russland arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung neuer Panzer und ausgerechnet auf einem solchen Entwicklungsgelände geschieht ein Unglück: der verantwortliche Ingenieur Nagorski stirbt unter seinem eigenen Panzer. Aber war es ein Unglück, war der Panzer noch nicht ausgereift oder war es Mord? Die Ermittlung wird erschwert durch die Verhältnisse im stalinistischen Russland und an jeder Ecke droht das Arbeitslager oder die Liquidierung. Weiterlesen →

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Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks

Der Ruf des Kuckucks von Robert GalbraithDas Geheimnis ist ja längst gelüftet: Hinter Robert Galbraith verbirgt sich die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling. Hier beweist sie mit einem Thriller, dass sie durchaus in der Lage ist, auch abseits von Zauberei und Internaten Protagonisten zu schaffen, die den Leser packen können.

Cormoran Strike hat einen Fuß verloren, ist aus dem aktiven Militärdienst ausgeschieden und schlägt sich als Privatermittler durch. Gerade ist er auch noch gezwungen, in seinem Büro zu nächtigen, weil er sich mit seiner langjährigen Freundin überworfen hat. Außerdem ist das Geld chronisch knapp. Da bekommt er ein Angebot vom Bruder des ebenso toten wie berühmten Models Lula Landry. Weiterlesen →

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Jo Nesbø: Koma

komaEin Polizistenmörder geht um. An Tatorten ungelöster Verbrechen scheint er genau die Kollegen zu ermorden, die an den damaligen Ermittlungen beteiligt waren und gescheitert sind. Eine Sonderkommission ermittelt unter Hochdruck, doch die Polizei hat keine Spur. Und währenddessen liegt im Krankenhaus in Oslo auf der Intensivstation bewacht und abgeschottet ein Mann, der mit seinem Wissen die Mächtigen belasten könnte…
Jo Nesbø spielt in „Koma“ ein kluges Katz- und Maus-Spiel mit dem Leser. Immer wieder legt er falsche Fährten und man ahnt bis kurz vor Schluss nicht, wer der Täter ist. Weiterlesen →

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Joe Hill: Christmasland

chrisCharlie Manx selber ist der Überzeugung, ein guter Mensch zu sein. Er rettet diejenigen Kinder,, denen von ihren Eltern früher oder später das Leben ruiniert würde. Er dagegen führt sie in ein Land, in dem immer Weihnachten ist, in dem sie nicht erwachsen werden und in dem sie immer glücklich sein können. Soweit die Theorie. In der Praxis kostet es die Kinder Dinge, auf die sie freiwillig niemals verzichtet hätten.

Vicky findet verlorene Dinge wieder, seit sie als Kind ein bestimmtes Fahrrad bekam. Sie steigt auf dieses Fahrrad, denkt an das, was sie finden möchte und fährt über eine eigentlich schon lange nicht mehr existierende Brücke zu der Stelle, an der das Verlorene zu finden ist. Auch ihr Leben verläuft nicht problemlos: Scheidungskind, Alkohol, Drogen – liegt das alles in den Erlebnissen mit dem Fahrrad begründet? Weiterlesen →

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Kathrin Lange: 40 Stunden

langBerlin, fiktive Gegenwart. Ein gemeinsamer Kirchentag von evangelischer und katholischer Kirche ist das anstehende Großereignis. Christen aus aller Welt sind angereist, Jung und Alt wollen gemeinsam feiern, dass der neue Papst bereit ist, auch Protestanten das Abendmahl zu gewähren.

Ermittler Faris Iskander ist vom Dienst suspendiert. Die herrliche Mischung aus Horst Schimanski und sich selbst hat die Beherrschung verlorenen und sich geprügelt. Es gab einen Grund für seine Unbeherrschtheit, er hat noch nicht verwunden, dass er vor einigen Monaten einen Selbstmordattentäter nicht nur nicht an der Ausführung hindern konnte, sondern dass er auch glaubt, die Explosion durch falsche Worte herbeigeführt zu haben. Weiterlesen →

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Friedrich Ani: M: Ein Tabor Süden Roman

mM steht für München. Die Anspielung auf die Landeshauptstadt Bayerns im Titel ist kein Zufall. Gut, offensichtlich ist natürlich, dass der ehemalige Kriminalpolizei-Mitarbeiter Tabor Süden, Held bereits der Vorgängerromane, in München lebt und arbeitet. Inzwischen nicht mehr bei der Kripo, sondern bei einer Privatdetektei. An eben diese Detektei wendet sich eine Lokaljournalistin, um ihren verschwundenen Freund suchen zu lassen. Oder Lebensgefährten. Oder Zufallsbekanntschaft. Der ganze Auftrag ist von Anfang an undurchsichtig. Noch dubioser wird es, als Südens einzige Spur ausgerechnet auf einen offensichtlichen getarnten Polizisten hinweist – als Profi spürt man das einfach -, alle Behörden aber mauern. Weiterlesen →

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Andreas Föhr: Totensonntag

totAndreas Föhr hat bisher vier Titel in der Reihe um Kommissar Wallner veröffentlicht. „Totensonntag“ ist quasi ein Rückblick und erzählt den ersten Fall des frischgebackenen Kommissars Clemens Wallner bei der Kriminalpolizei Miesbach. Im Herbst 1992 gerät Wallner gemeinsam mit seinem Kollegen Leonhardt Kreuthner bei einer Feier auf einer Berghütte am Tegernsee in ein Geiseldrama. Der Geiselnehmer, der obdachlose Thomas Nissl, nimmt sich schließlich das Leben, gibt aber zuvor mit seinen letzten Worten Wallner ein Rätsel auf: In der Gruft von Sankt Veit sollen die Gebeine einer vor vielen Jahren ermordeten Frau liegen. In einem edelsteinbesetzten Sarg. Die Ermittlungen führen tief in die Geschichte des Tegernseer Tals, in den Mai 1945. Weiterlesen →

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Arne Dahl u.a.: Jul Morde

julAus Skandinavien stammen die spannendsten Krimis. Und das gilt auch für die Kurzkrimis, die in Weihnachtsmord-Sammlungen alle Jahre wieder erscheinen.. In diesem Jahr sind das „Jul Morde“, 13 Weihnachtskrimis von bekannten und entdeckenswerten Autoren aus Schweden, Norwegen und Finnland.
Es fließt viel Glögg, der skandinavische Glühwein, und man erfährt nebenbei viel über Weihnachtsbräuche in den Ländern, in denen der Schnee manche Verbrechen gut zudeckt. Und allzu freundlich sind die Gefühle beim Fest der Liebe nicht, wenn die Kommissare ermitteln. Weihnachtsschinken verschwindet, Thomas Enger schreibt über Tannenbaumklau, fast ein kleines Theaterstück in Dialogform ist die „Vernehmung“ von Arne Dahl, und spannend ist Hans Rosenfeldts Geschichte über einen ermordeten Antiquitätenhändler. Diese Geschichten kann man auch schnell mal lesen, während die Weihnachtsgans im Ofen brät.

Arne Dahl u.a.: Jul Morde.
Wunderlich, November 2013.
212 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Klaus Erfmeyer: Rasterfrau

rasZum achten Mal lässt der Dortmunder Rechtsanwalt seinen Anwalt Stephan Knebel ermitteln. In „Rasterfrau“ geht es um einen Fall, der eigentlich schon längst abgeschlossen ist. Der Lehrer Maxim Wendel ist wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden; nach vier Jahren hinter Gittern möchte er den Prozess wieder aufgerollt haben.
Die Ermittlungen führen Knebel quer durch die ganze Stadt und auch auf einen Ausflug in die Schweizer Berge. Zäh ziehen sich die Ermittlungen hin – für Knobel ebenso wie für die Leser. Lokalkolorit macht das Buch für Dortmunder interessant.
Gelungen ist der Schluss, mit dem dem Rechtsanwalt die Lösung zu dem verzwickten Fall auf einem Silbertablett, in einem Brief serviert wird. Der Brief ist spannend geschrieben und auch das, was dann im überraschenden Finale folgt, wenn sich der Fall vor Stephan Knobel noch einmal neu und ganz unerwartet aufrollt.

Klaus Erfmeyer: Rasterfrau.
Gmeiner, Juli 2013.
280 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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